Archive for the ‘Literatur’ Category

4558: Ermittlungen gegen Reichelt eingestellt.

Mittwoch, November 1st, 2023

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den ehemaligen „Bild“-Chef Julian Reichelt eingestellt. „Der Anfangsverdacht hat sich durch die Ermittlungen nicht best#tigt.“ Springer hatte Reichelt vorgeworfene, vertrauliche Unterlagen an die „Berliner Zeitung“ geleakt zu haben. Der Verleger der „Berliner Zeitung“, Holger Friedrich, hatte Reichelt an Springer verpfiffen. Reichelt bekam von Springer eine Abfindungssumme. Im Gegenzug soll Reichelt Springer Unterlagen zur Verfügung gestellt haben. Laut Staatsanwaltschaft liegen keine Anhaltspunkte für einen versuchten Betrug vor (SZ 31.10./1.11.23).

4556: Cornelia Froboess 80

Sonntag, Oktober 29th, 2023

Cornelia Froboess wird 80. Die „bayerische Kammerschauspielerin“ war als Berliner Göre aus dem Wedding und „Conny“ gestartet. U.a. mit Songs wie „Pack die Badehose ein“ und „Zwei kleine Italiener“. Mit Peter Kraus bildete sie ein Showpaar. Davon verabschiedete sie sich nach einer Schauspielausbildung als Theaterstar. Direkt und unverstellt.

Sie startete in Salzburg, wo ihr künftiger Mann, Hellmuth Matiasek, Intendant war. Folgte ihm dann nach Braunschweig. Und machte ab 1972 an den Münchener Kammerspielen bei Dieter Dorn eine einmalige Karriere. Sie war Lessings Minna von Barnhelm, Wedekinds Lulu, Schillers Maria Stuart, Goethes Marthe Schwerdtlein, Brechts Mutter Courage und Ibsens Frau vom Meer. Als einmalig erwies sie sich in den Rollen von Botho Strauß´Frauen. Sie wirkte mit in dem von August Everdings inszenierten Musical „My Fair Lady“. Neben Helmut Griem und Lambert Hamel. Dann wurde sie zur „Bayerischen Kammerschauspielerin“ ernannt. Als diese dominierte sie Fernsehkomödien wie „Oma zockt sie alle ab“. Sie ist doch wohl ziemlich einmalig (Christine Dösssel, SZ 28./29.10.23).

4546: Catherine Deneuve 80

Dienstag, Oktober 24th, 2023

Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve ist 80 Jahre alt geworden. Sie gilt als eine der schönsten Schauspielerinnen auf der Welt, in einer kühl erscheinenden Schönheit. Francois Truffaut sagte über sie: „Sie ist so schön, dass ein Film, in dem sie spielt, auch ohne Geschichte auskommt.“ Deneuve hat seit 1957 in über 140 Filmen gespielt und eine Weltkarriere gemacht. Sie hat gedreht mit Roman Polanski, Luis Bunuel und Francois Truffaut. Ihr erster Welterfolg war „Ekel“ 1967, der zweite im gleichen Jahr „Belle de Jour“. Dabei steht Deneuve in dem Ruf, sich von der wichtigsten Regisseuren kein X für ein U vormachen zu lassen. Mit ihr und Gerard Depardieu drehte Truffaut „Metro“ (1980). Sie hat eine sehr große Zahl höchster Auszeichnungen erhalten: den Goldenen Löwen, die Goldene Kamera, den César, den Goldenen Ehrenbär, mehrere Nominierungen für den Oscar. Sie ist Mitglied der französischen Ehrenlegion.

Catherine Deneuve hat es geschafft, in der lesbischen Community angesehen zu sein. Sie ist auch als Sängerin erfolgreich, als Designerin und als Journalistin. Fast unglaublich. Ihr vielfältiges soziales Engagement kommt zum Ausdruck in ihren Einsatz gegen das Verbot der Abtreibung, sie kämpft gegen die Todesstrafe (nicht nur in den USA), setzt sich für die Opfer von Landminen ein und kämpft gegen die Genitalverstümmelungen bei Frauen auf der ganzen Welt. Kinder hat sie von den Schauspielern und Regisseuren Roger Vadim und Marcello Mastroianni. Die wiederum sind auch Schauspieler.

4539: Margarethe von Trotta „Ingeborg Bachmann. Reise in die Wüste“

Samstag, Oktober 21st, 2023

Margarethe von Trotta hat sich in ihren Filmen über Rosa Luxemburg und Hannah Arendt bereits mit Erfolg wichtigen intellektuellen Frauen gewidmet. Nun geht es um das Scheitern der Liebe von Ingeborg Bachmann und Max Frisch (1958-1963). Dass deren Liebe scheitern wird, zeigt der Film von Anfang an. Die Hauptdarsteller Vicki Krieps und Ronald Zehrfeld erweisen sich ihren Rollen als gewachsen. Zehrfeld ist aber zu dick. Krieps schön. Sie trägt edle Kleider und mehrreihige Perlenketten. Manchmal fragen wir uns, warum liebt sie diesen Mann eigentlich. Vielleicht war es ja so. Ingeborg Bachmann war nicht nur eine moderne und unnachgiebige Frau, sie war auch verträumt. Und sie wollte mit Max Frisch zusammenleben.

Das ging schon deswegen nicht, weil der mit seiner Schreibmaschine einen Umgang pflegte wie mit einer „Kalaschnikoff“. Die Protagonisten waren Konkurrenten. Sie scheitern auch an den Vorstellungen von den Geschlechterrollen um 1960. Max Frisch kommt in diesem Film schlechter weg als in dem 1.038 Seiten umfassenden Briefwechsel der beiden („Wir haben es nicht gut gemacht“ 2023). Das liegt auch am Medium Film, das nicht so viele Möglichkeiten bietet wie Literatur. Aus dem Briefwechsel wissen wir, dass Max Frisch keineswegs der frauenmordende Chauvi war. Der Komponist Hans Werner Henze und der Wiener Filmemacher Adolf Opel kommen im Film gut weg. Und Ingeborg Bachmann erscheint uns als sinnlich, lebenslustig und unglücklich (Kathleen Hildebrand, SZ 20.10.23).

4535: Kehlmanns neuer Roman „Lichtspiel“

Donnerstag, Oktober 19th, 2023

In seinem neuen Roman

Lichtspiel. Hamburg (Rowohlt) 2023, 480 Seiten, 26 Euro,

beschäftigt sich Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Welt“) ausführlich mit der deutschen Filmgeschichte. Stars wie Fritz Lang, Greta Garbo, Leni Riefenstahl und Heinz Rühmann treten auf.

Vor allem aber der österreichische Regisseur Georg Wilhelm Pabst (1885-1967), dessen Rolle bei Unkundigen weithin unterschätzt wird. Er war ein Hauptvertreter der „Neuen Sachlichkeit“ und der Entdecker Greta Garbos. die neben Asta Nielsen schon in seinem Stummfilm „Die freudlose Gasse“ (1925) auftrat. Pabst hatte die Regie bei „Geheimnisse einer Seele“ (1926), sozusagen der Standortbestimmung der Psychoanalyse seinerzeit, und bei „Die Büchse der Pandora“ (1929). Bertolt Brecht „Dreigroschenoper“ richtete er 1931 für das Kino ein. In „Westfront 1918“ (1930) und „Kameradschaft“ (1931) setzte er sich mit dem Ersten Weltkrieg auseinander. Er galt als der „rote Pabst“ und wird von uns Filmfans hoch geschätzt. Nach 1933 hatte er es schon nach Frankreich und Hollywood geschafft, ohne dort ökonomisch zu reüssieren, als er 1939 nach einem Besuch bei seiner Familie Deutschland nicht mehr verlassen konnte. Fortan machte er nach einem hoch verlockenden Angebot von Joseph Goebbels Propagandafilme für die Nazis, filigran und hochdifferenziert. So etwa „Komödianten“ (1941) und „Paracelsus“ (1943). Auch nach 1945 machte er weiter Filme. So etwa den Widerstandsfilm „Es geschah am 20. Juli“ (1955).

Eine Person also, die für Daniel Kehlmann sehr viel Stoff bietet. Sowohl zum Beschreiben als auch zur Analyse. Leider bleibt er dabei zum Teil wie in einer Nummernrevue hängen. Einige Personen bekommen keine psychologische Tiefe. In einer Rede zur Literatur hatte Kehlmann über ihre Offenheit geschrieben: „um historische Figuren in erzählender Prosa (sei) immer ein Flackern, eine Unsicherheit, eine Grundverwirrung, die wir im Theater oder im Film nicht erleben“. Der Film erzählt auch, dass Pabst seinen hochbegabten Sohn nicht fördert, um ihn zu einem gehorsamen Hitlerjungen zu machen. Wahrscheinlich will Kehlmann uns hier die Gefährdung von Kunst und Künstlern in der Diktatur zeigen, die der Autor selbstverständlich genau kennt. So schreibt er etwa in einem Interview mit Felix Stephan (SZ 7./8.10.23) über Heinz Rühmann, einen der ganz großen Stars des deutschen Films: „Rühmann ist ein interessanter Fall, weil er zwar Kompromisse eingegangen ist, aber keine indiskutablen. Man kann ihn beim besten Willen keinen Nazi nennen, aber er hat unter den Nazis Filme gedreht. Er hat sich von seiner jüdischen Frau scheiden lassen, es aber so eingerichtet, dass sie versorgt und in Sicherheit war. Es ist nicht einfach, ihm Vorwürfe zu machen. Aber ich möchte wiederum auf keinen Fall sagen: Wir Nachgeborenen dürfen uns kein Urteil erlauben. Wir müssen uns sogar unbedingt ein Urteil bilden.“

Das stimmt.

(Carsten Otte, taz 9.10.23; Cornelius Pollmer, SZ 11.10.23)

4534: Der doppelte Erich

Donnerstag, Oktober 19th, 2023

Erich Kästner war einer der lebendigsten deutschen Schriftsteller. Seine Romane werden als Modelle einer dynamischen Gesellschaftsentwicklung verstanden und bis heute gelesen. Insbesondere „Fabian“ (1931). (Übrigens: mein Sohn heißt Fabian.). Erich Kästner war ein scharfer Kritiker der Weimarer Republik. Und der Nationalsozialisten. Wie konnte es sein, dass er 1933 in Deutschland blieb?

Dieser Frage widmet sich gekonnt der Literaturkritiker Tobias Lehmkuhl in seinem Buch

Der doppelte Erich – Kästner im Dritten Reich. Berlin (Rowohlt) 2023, 304 Seiten, 24 Euro.

Kästner gelangte nicht sofort in die Reichsschriftumskammer, brauchte für die von ihm verfassten Drehbücher (u.a. „Münchhausen“ mit Hans Albers) eine Sondergenehmigung. Er schrieb schnell, viel und regelmäßig. Gewiss hätte er in Hollywood eine gute Chance gehabt.

Bei der Bücherverbrennung der Nazis (auch seiner eigenen Bücher) am 30. Mai 1933 soll Kästner auf dem Opernplatz in Berlin dabei gewesen sein. Nicht ungeschickt wählte er häufig das Motiv des Doppelgängers („Doppeltes Lottchen“). Beim zweiten Versuch, Mitglied der Reichsschrifttumskammer zu werden, schrieb Kästners Anwalt: Seine Mitarbeit an der „Weltbühne“ sei „nicht mit Tucholsky und anderen jüdischen Literaten“ zu vergleichen. Bei der Judenverfolgung blieb Kästner erstaunlich emotionslos. Vorsichtshalber manipulierte er sein Tagebuch. Alles unter dem Eindruck nationalsozialistischer Repression. Zum Widerstand hat es nicht gereicht.

Kleinere Ungenauigkeiten trüben den guten Eindruck von Lehmkuhls Buch. So konnte der Nazi-Autor Walter Kiaulehn nach 1945 erst in Kästners „Neuer Zeitung“ mitarbeiten, als Hans Habe, ein Nazi-Opfer, die Redaktion verlassen hatte. Kästner selbst schrieb leicht und schnell. Und ganz wird die Frage nicht beantwortet, ob seine Sprache nicht hier und da doch von der Nazipropaganda kontaminiert wurde. Tobias Lehmkuhls Buch gibt eine Lese- und Verständnishilfe (Hilmar Klute, SZ 14./15.10.23).

4528: Kein Preis für Adania Shiblis Roman „Eine Nebensache“

Sonntag, Oktober 15th, 2023

Die Verleihung des Literaturpreises auf der Frankfurter Buchmesse an Adania Shiblis Roman „Eine Nebensache“ wird verschoben. Vorher war der Roman bereits für den National Book Award und für den den International Book Award nominiert, ein ganz seltener Fall. An der palästinensischen Preisträgerin hält man fest.

In seiner Rezension 2022 in der SZ hatte Maxim Biller über Shiblis Roman geschrieben: „ein unliterarisches Stück Propaganda“, weil es „mit der symbolträchtigen Ermordung der verängstigten palästinensischen Ich-Erzählerin durch ein paar gesichtslose, namenlose, brutale israelische Soldaten endet“. Eva Menasse vom PEN Berlin sprach sich dafür aus, den Preis wie geplant zu vergeben. Der Präsident des Berliner PEN, Deniz Yücel: „Die Buchmesse sollte der Ort sein, solche Debatten zu führen – und nicht, sie abzuwürgen.“

Der Roman bezieht sich auf eine Massenvergewaltigung durch israelische Soldaten 1949 in der Negev-Wüste. Eine Palästinenserin stößt auf die Geschichte und fühlt sich davon persönlich sonderbar berührt. Mit einem falschen Ausweis reist sie nach Israel und will mehr darüber herausfinden. Dabei wird sie auf Grund eines Missverständnisses von israelischen Soldaten erschossen. Pointe: Obwohl hier eine Zivilistin erschossen wird, sind die Soldaten im Recht. Felix Stephan, der aktuelle Rezensent, schreibt: „Das ist wundervoll erzählt und literarisch absolut preiswürdig. Trotzdem ist es richtig, die Verleihung aufzuschieben und aus einer Buchmesse herauszulösen, die im Schatten der Anschläge der Hamas stattfindet.“ (SZ 14./15.10.23)

4521: China: Die alltägliche brutale Repression im Dokumentarfilm

Dienstag, Oktober 10th, 2023

China maßt sich an, führende Weltmacht zu werden. Dabei übersehen viele Beobachter die tägliche brutale Repression, manchmal ist die mörderisch, durch den chinesischen Überwachungsstaat. Die wird in einem Dokumentarfilm der in den USA lebenden Jialing Zhang gezeigt („Total Trust“). Wie Menschen von den chinesischen Behörden ohne Anklage, ohne Prozess, ohne Urteil, ohne juristischen Beistand und ohne Kontakt zur Außenwelt teilweise jahrelang hinter Gitter gebracht werden. „Ein aufwühlender Film“, schreibt Thomas Assheuer (Zeit 28.9.23) zu Recht. In China wird Hightech-Überwachungstechnik eingesetzt und gefoltert. Der „innere Feind“ soll ausgemerzt werden. „Die Kamera blickt durch den Türspion, wenn die Stiefelknechte der Partei im Hausflur Überwachungstechnik anschrauben“. „Wenn Chinas Politik, wie ‚ Total Trust‘ behauptet, einen ‚globalen Trend‘ widerspiegelt, dann ist es die Wiederkehr des Großinquisitors in Gestalt einer technisch perfektionierten Form der Menschenverwaltung.“

Am Ende schreibt der Rezensent Thomas Assheuer, und das ist mir besonders wichtig: „Und die halbe Welt zittert angesichts der Frage, ob in den USA im nächsten Jahr wieder jener Präsident an die Macht gelangt, der fest entschlossen ist, der Demokratie das Messer an die Kehle zu setzen.“

4515: Schließung von Goethe-Instituten

Freitag, Oktober 6th, 2023

Es ist ein Skandal und eine Katastrophe, dass unter Annalena Baerbock (Grüne) wichtige Goethe-Institute geschlossen werden sollen. U.a. in Bordeaux, das sich gerade zu einem kreativen Zentrum Europas entwickelt. Das Entsetzen in der französischen Presse ist groß. Ulrich Wickert beklagt: „Dies ist ein Verstoß gegen den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. Ich habe den Eindruck, die deutsche Außenministerin hat diese Freundschaft nicht auf ihrer Agenda.“ Weitere Schließungen sind geplant in Lille, Straßburg, Rotterdam, Genua, Triest, Turin und Washington. Dafür sollen in Texas und im Südpazifik neue Institute eröffnet werden. Es geht dabei nicht nur um Sprachkenntnisse, das übrigens auch, sondern auch um Vertrauen. Nach dem Brexit sind Frankreich und Deutschland mehr als je der Kern des vereinten Europas. Zudem ist es höchst zweifelhaft, ob es die Aufgabe auswärtiger Kulturpolitik ist, in Übersee Arbeitskräfte auszubilden, um der deutschen Wirtschaft zu helfen (Nils Minkmar, SZ 6.10.23).

4503: Christian Thielemann neuer Generalmusikdirektor an der Staatsoper Unter den Linden

Donnerstag, September 28th, 2023

Christian Thielemanns, 64, Berufung als Nachfolger Daniel Barenboims zum Generalmusidirektor an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin hat in der Hauptstadt Jubel ausgelöst. Der neue Chef verfügt über ein starkes Ego. Und manchmal polarisiert er auch Publikum, Musiker und Mitarbeiter. An einigen Stätten seiner Tätigkeit war sein Abgang nicht ganz unproblematisch: Dresden, Bayreuth, Salzburg. Die Berliner Philharmoniker entschieden sich für Kirill Petrenko.

An einem weltweit so beobachteten Haus wie der Staatsoper Unter den Linden ist das nicht ganz unheikel. Intendanten, Sänger, Regisseure und Repertoire müssen aufeinander abgestimmt werden. Die Angriffe auf Hochkultur-Institutionen haben zugenommen. Thielemann brillierte bisher mit hochromantischen deutschen Opern. Die Aufführungen glichen bisweilen mystischer Beschwörung der Klänge. Kritiker bemängelten manchmal die große Lautstärke, die „Marschseligkeit“ und die langsamen Tempi. In aller Welt werden gegenwärtig eher sehr junge Dirigenten bevorzugt. Es muss ein neues, ungebildeteres Publikum gewonnen werden. Richard Wagner und Richard Strauss sind da nur zwei Bausteine.

Sehr wichtig ist dabei neue Berliner Staatsopernintendantin Elisabeth Sobotka. Wahrscheinlich steht ihr Programm für die ersten Jahre ja bereits. Das muss dann mit Thielemann abgestimmt werden. Sehr wichtig ist dabei natürlich auch die Berliner Politik. Es kommt stark auf den neunen Kultursenator Joe Chialo (CDU) an. Es wird sich bald zeigen, ob Thielemann in Berlin einen konservativen Weg beschreitet wie in Wien oder Mailand oder einen zukunftsorientierten wie in New York und München. Hoffentlich kommt es zu einem konstruktiven Zusammenspiel aller Beteiligten. Das wäre für uns als Hörer das Beste (Reinhard J. Brembeck, SZ 28.9.23).