Sie war eine der wichtigsten Schauspielerinnen der DDR. Gelernte Stenopypistin. Angelica Domröse, die jetzt im Alter von 85 Jahren gestorben ist. Sie hatte an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg studiert. Sie spielte 1958 in ihrem ersten Spielfilm „Verwirrung der Liebe“. Domröse hat immer auch Theater gespielt und war dabei erfolgreich. 1973 kam dann „Die Legende von Paul und Paula“ in der Regie von Heiner Carow (gemeinsam mit Winfried Glatzeder). Ein Welterfolg, der Lieblingsfilm von Angela Merkel. 1976 hatte Angelica Domröse die Petition gegen die Ausweisung von Wolf Biermann unterschrieben und wurde entsprechend behindert. Deswegen verließ sie 1980 mit ihrem zweiten Mann, Hilmar Thate, die DDR. Sie spielte am Schillertheater und in Stuttgart, Hamburg, Bochum und Wien (Susanne Schneider, SZ 18.5.26).
Archive for the ‘Innenpolitik’ Category
5730: Angelica Domröse ist gestorben.
Montag, Mai 25th, 20265729: Schnellere Scheidungen
Sonntag, Mai 24th, 2026Wie der Evangekische Pressedienst (epd) berichtet, plant Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD), dass sich Opfer von häuslicher Gewalt schneller scheiden lassen können. Bisher müssen sie noch ein „Trennungsjahr“ warten. Das Jahr darf nur verkürzt werden, wenn es für einen Partner eine „unzumutbare Härte“ darstellen würde. Hubig plant auch, dass Opfer von häusllicher Gewalt bei Verfahren vor Familiengerichten leichter ihren Wohnsitz geheimhalten dürfen (SZ 23./24.5.26).
5728: Generalinspekteur fürchtet russischen Angriff,
Donnerstag, Mai 21st, 2026Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, befürchtet einen russischen militärischen Test der Nato bis 2029. Gemeinsam mit dem britischen Generalstabschef gibt er bekannt: „Die verschiedenen Indikatoren – Aufrüstung, Personalaufbau. wirtschaftliche und und politische Entwicklungen – laufen auf einen Punkt zu: 2029. Könnte es früher passieren? Ja.“ Man müsse die US-Truppenabzüge dabei im Auge haben. „Unser Problem ist in Moskau und nirgend wo anders.“ Die Nato brauche die Fähigkeit, schnell zu reagieren. Die Bundeswehr will mit den britischen Streitkräften zusammen kämpfen (SZ 15.5.26).
5727: Tankstellen verstoßen gegen Zwölf-Uhr-Regel.
Mittwoch, Mai 20th, 2026Tausende Tankstellen verstoßen nach Daten des Verbraucherdienstes gegen die Zwölf-Uhr-Regel. Danach darf nur einmal am Tag der Preis für Treibstoff angehoben werden. Um 12 Uhr. 2995 von 15240 Tankstellen erhöhten dennoch bis zu 11 mal die Preise am Tag. Die Quote betrug 19,7 Prozent. Fast jede fünfte Tankstelle. Am höchsten war sie in Bayern mit 25,6 Prozent, am niedrigsten in Berlin mit 8,2 Prozent (SZ 20.5.26).
5726: Merz rät von US-Studium ab.
Dienstag, Mai 19th, 2026Bundeskanzler Friedich Merz (CDU) rät von einem Studium in den USA ab. Dort habe sich ein schlimmes gesellschaftliches Klima entwickelt. „Heute haben die Bestausgebildeten nin den USA große Schwierigkeiten, einen Job zu finden.“ Die Vorwürfe gegen ihn wegen der Bemerkungen zur Atbeitsmoral in Deutschland wies er zurück. Er räumte aber Fehler bei der Kommunikation ein. „Ich weiß, dass ich in meiner Kommunikation etwas verbessern muss, damit die Botschaft besser verstanden wird.“ (SZ 16./17.5.26)
5725: Joschka Fischer klärt uns darüber auf, wer wir sind.
Donnerstag, Mai 14th, 2026In seinem neuen Buch
Wer wir sind? Deutschland auf der Suche nach einer Identität. Köln 2026, 160 Seiten,
klärt uns der hemalige Außenminister darüber auf, wer wir sind. Ein sehr gutes Buch, das bei den Linken keinen Gefallen finden wird. Deutschlan war nach 1945 nach gescheiterter Weltherrschaftsambition und rassistischer Verhetzung völlig verwüstet. Gerettet wurde es von Konrad Adenauer durch die Westbindung und die Aussöhnung mit Frankreich. Mit Israel gelang der Ausgleich. Die deutsche Administration musste auch solche Personen wie Hans Globke überstehen. Und tat es. Fischer würdigt auch Willy Brandt – überzeugenderwesie – sehr positiv. Aber durch den Kriegsverbrecher Putin sind Adenauers Festlegungen heute um so wichtiger. Laut Fischer hat sich Deutschland nach 1945 in einen „strukturellen Pazifismus“ hineinbewegt, an dem es heute noch bitter zu leiden hat. Die Ratlosigkeit der deutschen Politik von 2026 ist eine Folge davon. An dem Verlust der USA als wichtigstem Verbündeten werden wir noch schwer zu leiden haben. Joschka Fischer warnt zu Recht vor einem Scheitern der EU. Und er maßt sich keine endgültige Antwort an. Ein vollkommen glaubwürdoges Plädoyer (SZ 11.5.26).
Der Rezensent der SZ, Daniel Brössler, ist neben Michael Bröker und Robin Alexander einer der besten deutschen Journalisten.
5722: Härtere Strafen für häusliche Gewalt
Dienstag, Mai 12th, 2026Nach einem Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kann häusliche Gewalt künftig härter bestraft werden. Bei Gewalt gegen den anderen Elternteil kann der Umgang mit dem eigenen Kind eingeschränkt werden. Hubig: „Kinder leiden, wenn sie Gewalt in der Familie miterleben.“ Familiengerichte sollen die Teilnahme an sozialen Trainingskursen verordnet können. Elektronische Fußfesseln können verordnet werden. Das ist in Spanien bereits 2009 eingeräumt worden mit großem Erfolg (SZ 12.5.26).
5721: Bundesregierung weist Putin-Propaganda zurück.
Montag, Mai 11th, 2026Die Bundesregierung hat den Putin-Vorschlag, den Putin-Propagandisten Gerhard Schröder zum Vermittler im russischen Angriffskrieg in der Ukraine zu ernennen, zurückgewiesen. Der Vorschlag gehöre in eine Reihe von Scheinangeboten. Er gehöre zur hybriden Strategie. Deutschland und Europa könnten nicht gespalten werden. Richtig sei dagegen eine Verlängerung der Waffenruhe. Putin hatte zum Krieg erklärt: „Ich glaube, dass sich die Angelegenheit dem Ende zuneigt.“ (SZ 11.5.26)
5720: Sonntagsfrage
Sonntag, Mai 10th, 2026Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre:
AfD 27 (+ 1), CDU/CSU 25 (+- 0), Grüne 13 (- 1), SPD 12 (+- 0), Linke 11 (+- 0), andere 12. (SZ 9./10.5.26)
5719: Kritik an Ministerin Bärbel Bas (SPD)
Freitag, Mai 8th, 2026Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) stößt mit einer Äußerung über den Zusammenhang von Migration und Sozialsystem auf Kritik. Sie sagte: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein.“ Die Ministerin verwies auf den Fachkräftemangel. Die Unternehmen brauchten dringend Personal. Aus der CDU und CSU widersprach Günter Krings. „Wir haben es keider zugelassen, dass unser Sozialsystem einen echten fAnreiz ür irregulär Zugewanderte bietet.“ Die Asylzuständigkeit in Europa müsse wieder konsequent durchgesetzt werden (SZ 8.5.26).