Archive for the ‘Kunst’ Category

5731: Sandra Hüller, Hans Zischler und Joachim Meyerhoff

Montag, Mai 25th, 2026

als Erika Mann, Thomas Mann und Gustaf Gründgens in Pawel Pawlikowski „Vaterland“ in Cannes.

5730: Angelica Domröse ist gestorben.

Montag, Mai 25th, 2026

Sie war eine der wichtigsten Schauspielerinnen der DDR. Gelernte Stenopypistin. Angelica Domröse, die jetzt im Alter von 85 Jahren gestorben ist. Sie hatte an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg studiert. Sie spielte 1958 in ihrem ersten Spielfilm „Verwirrung der Liebe“. Domröse hat immer auch Theater gespielt und war dabei erfolgreich. 1973 kam dann „Die Legende von Paul und Paula“ in der Regie von Heiner Carow (gemeinsam mit Winfried Glatzeder). Ein Welterfolg, der Lieblingsfilm von Angela Merkel. 1976 hatte Angelica Domröse die Petition gegen die Ausweisung von Wolf Biermann unterschrieben und wurde entsprechend behindert. Deswegen verließ sie 1980 mit ihrem zweiten Mann, Hilmar Thate, die DDR. Sie spielte am Schillertheater und in Stuttgart, Hamburg, Bochum und Wien (Susanne Schneider, SZ 18.5.26).

5724: Udo Lindenberg 80

Donnerstag, Mai 14th, 2026

Die ARD widmet Udo Lindenberg zum 80. Geburtstag die Doku mit dem Titel „Udo – Rebell, Rockstar, Ikone“ (18 Mai, 20.15 Uhr).  Damit wird sie dem einmaligen Musiker gerecht. Dessen Weg war ja mit mehreren langen Drogenpausen besetzt. Udo lebt seit langem in Hamburg im Hotel „Atlantic“ und gilt als mMnschenfreund und Förderer. Etwa von dem Göttinger Schriststeller Benjamin von Stuckrad-Barre. Der ist ein ebenso fähiger Schriftsteller und musste auch durch Drogenkrisen. Udo Lindenberg hat ja seinerzeit noch die DDR erreicht („Sonderzug nach Pankow“). Was nichts daran ändert, dass er manchmal in Belanglosigkeiten hängen bleibt.

5723: Senta Berger 85

Mittwoch, Mai 13th, 2026

Die berühmte österreichische Schauspielerin Senta Berger ist 85 Jahre alt geworden. Sie hatte Erfolge mit Theater, Film und Fernsehen in Hollywood, Frankreich, Italien, Österreich und Deutschland. Im Januar hatte sie sich bei einem Bühnensturz einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen. Einen Rollator wollte sie nicht. In dem Film „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ (nach Joachim Meyerhoff) hat sie eine Hauptrolle. Der Film ist für den Deutschen Filmpreis nominieret (SZ 13./14.5.26).

5693: Mario Adorf ist tot.

Sonntag, April 12th, 2026

Im Alter von 95 Jahren ist Mario Adorf in seiner Pariser Wohnung gestorben. Ein deutscher Schauspieler, Weltstar und Weltbürger mit einem italienischen Vater. Er war der Bösewicht in „Winnetou“, der Alfred in „Die Blechtrommel“ (1979), der Genraldirektor in „Kir Royal“ (1986), der Psychoanalytiker in „Der Liebling des Himmels“ (2015) (SZ 10.4.26).

5678: Alexander Kluge ist tot.

Donnerstag, März 26th, 2026

Im Alter von 94 Jahren ist der Autor und Filmemacher Alexander Kluge gestorben. Er war der Inspirator und Miverfasser des Oberhausener Manifests 1962 und hatte großen Einfluss auf den „neuen deutschen Film“. Kluge stammte aus Halberstadt und hatte Jura studiert. 1972 veröffentlichte er mit Oskar Negt „Öffentlichkeit und Erfahrung“, in dem umfassend die deutsche Öffentlichkeit reflektiert wird. Kluge arbeitete zeitweise eng mit dem Regisseur Edgar Reitz zusammen. Wichtige Filme von Kluge sind „Abschied von gestern“ (1966), „In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tode“ (1974), „Deutschland im Herbst“ (1978) (gemeinsam mit Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder und Edgar Reitz), „Die Patriotin“ (1979). In einigen von Kluges Filmen spielt sein Schwester Alexandra mit.

5651: Schweizer Bürgerentscheid für öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Montag, März 9th, 2026

Die Rechten (z.B. AfD, Rassemblement Nationale) mögen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht, weil er ihnen zu links ist. Sie wollen ihn abschaffen. Eine entsprechende Initiative in der Schweiz ist bei einem Bürgerentscheid allerdings krachend gescheitert. Mit 60 Prozent stimmten die Schweizer für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Initiative hatte die Rundfunkgebühr von 370 auf 200 Franken kürzen wollen. Die Rundfunkgebühr ist in der Schweiz wegen der Viersprachigkeit (deutsch, französisch, räto-romanisch, italienisch) so hoch. Wissenschaftliche Studien haben übrigens eine Linkslastigkeit des schweizerischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht belegen können (Thomas Kirchner, SZ 9.3.26).

5646: Wolfram Weimer handelt unklug.

Freitag, März 6th, 2026

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, ein parteiloser, aber stockkonservativer Politiker, hat drei linke Buchhandlungen von der Verleihung des deutschen Buchhandelspreises ausgeschlossen und den Verfassungsschutz eingeschaltet. Eine in Berlin, eine in Bremen und eine in Göttingen („Rote Straße“). Das ist rechtlich zumindestens fragwürdig. Zumal die Buchhandlungen früher schon ausgezeichnet worden sind. Von einer unabhängigen Jury. Dazu sollten wir uns vor Augen führen, dass in Deutschland die Meinungs- und Kunstfreiheit herrschen. Auch übrigens für den Verfassungsschutz. Illegal ist das Vorgehen des Staatsministers möglicherweise nicht, aber unklug. Man darf in Deutschland Marxistin sein und frei linke Literatur lesen (SZ 6.3.26).

5635: Berlinale in der Krise

Freitag, Februar 27th, 2026

Die Berlinale befindet sich in der Krise. Das größte Publikums-Filmfestival der Welt leidet unter den politischen Protesten gegen Israels Gazakrieg. Dadurch ist auch die Festival-Leiterin, Tricia Tuttle, unter Druck geraten. Sue ist in der internationalen Filmwelt bestens vernetzt, hochkompetent und bei Filmemachern beliebt. Ein ausgezeichneter palästinensicher Regisseur bezichtigte die Bundesregeirung der Zensur. Daraufhin verließ Umweltminister Carsten Schneider (SPD) den Saal.. Es gibt auch den Verdacht, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer Tuttle loswerden will. Sie war noch von Claudia Roth (Grüne) ins Amt gebracht woren. Von der deutschen Filmakademie stellten sich Vicki Krieps, Iris berben, Ilker Catak, Daniel Kehlmann, Volker Schlöndorff, Wim Wenders und Margarete von Trotta hinter Tricia Tuttle. Catak sagte, dass er nie wieder einen Film an die Berlinale geben würde, wenn Tricia Tuttle entlassen würde (David Steinitz, SZ 27.2.26).

5632: Neuer Louvre-Direktor

Donnerstag, Februar 26th, 2026

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Kunsthistoriker Christophe Leribault, 62, zum neuen Louvre-Direktor ernannt. Gegenwärtig leitet er noch das Schloss Versailles. Seine Vorgängerin, Laurence des Cars, war vier Monate nach dem Jahrhundertdiebstahl und weiteren Skandalen (u.a. mit Eintrittskarten) zurückgetreten. Sie hatte auf viele Probleme des Louvre hingewiesen, war aber nicht in der Lage gewesen, sie abzustellen. Leribault hat schon das Musée d’Orsay geleitet. 2006 war er spgar im Louvre tätig gewesen, in der Grafikabteilung. Er ist ein erfahrener Kunsthistoriker und gilt als tatkräftig. Es gibt beim größten Museum der Welt einen riesigen Sanierungsbedarf (Oliver Meller, SZ 26.2.26).