Archive for the ‘Wissenschaft’ Category

4070: Simona Halep gedopt

Samstag, Oktober 22nd, 2022

Die ehemalige Tennis-Weltranglistenerste Simona Halep aus Rumänien war bei den US-Open im August 2022 gedopt. Das hat die B-Probe bestätigt. Halep hatte Roxadustat im Blut. Es wird bei Nierenproblemen eingesetzt und erhöht die Zahl der roten Blutkörperchen. Das verbessert die Sauerstoffversorgung. Halep hat aktuell versichert, nie betrogen zu haben (SZ 22./23.10.22).

4068: Die „Precht- und Habermas-Deutschen“ sind von Putins Raketen besessen.

Freitag, Oktober 21st, 2022

Maxim Biller ist dafür bekannt, dass er manchmal schärfer rangeht als andere politische Analytiker. Diesmal („Zeit“ 20.10.22) berichtet er von seiner Auseinandersetzung mit Robin Alexander von der „Welt“, den ich für den besten deutschen politischen Journalisten halte. Biller schildert seine Frage an Alexander: „dass Putin im Kreml in Stalins altem Büro sitzt. Haben die Precht- und Habermas-Deutschen darum so viel Angst vor dem kleinen schlauen Russen, dachte ich, ist das ihr ewiges Stalingrad-Trauma? Wollen sie deshalb ihre drei traurigen Schützenpanzer selbst behalten? Und wieso lassen sie sich immer so leicht erschrecken?“

Alexander antwortet: „Erst haben die Russen den Zweiten Weltkrieg gewonnen, dann führten sie lange im Kalten Krieg – und halb Deutschland terrorisierten bis 1989 auch noch. Das hinterlässt Spuren.“ Und: „aus der Angst ihrer Großeltern vor dem Untergang des Dritten Reichs machten die Enkel die Angst vor den AKWs und der atomaren Apokalypse. Darum sind sie von Putins Raketen so besessen.“

4067: Emil Nolde – weiter umstritten

Montag, Oktober 17th, 2022

Dass von Nordfriesland einmal ein „kulturpolitisches Beben“ ausgehen würde, damit haben viele nicht gerechnet. Durch den Maler Emil Nolde, der weithin als Maler sehr beliebt und ein übler Nazi und Antisemit war. Das Nolde-Museum in Seebüll ist gerade frisch saniert worden. Die Aufklärung über Noldes Verstrickungen in den Nationalsozialismus, zurückhaltend formuliert, hatte der 2013 ins Amt gekommene Direktor der „Emil-und-Ada-Nolde-Stidtung“, Christian Ring, in Gang gesetzt und bis zum heutigen, viel besseren Stand weitergeführt. Vorher hatte die 1956 geründete Stiftung dafür gesorgt, dass Noldes ideologische Verfehlungen im „Giftschrank“ blieben. Das geht auf die Dauer nicht gut.

Nolde war beinahe als Widerstandskämpfer stilisiert worden. Erst Christian Ring sprach dann öffentlich von seinem „widerlichen Antisemitismus“. Zuerst kam dies in großem Stil in der Nolde-Ausstellung im Hamburger Bahnhof in Berlin 2019 zum Ausdruck, die ich selbst gesehen habe. Emil Nolde war ein glühender Nazi. Die Legende vom Malverbot und „innerem Widerstand“ wurde nach 1945 wiederum von alten Faschisten verbreitet. Der für seine kräftigen Originalfarben, Orange, Azur, Himbeerrot, berühmte und bewunderte Nolde war ein fürchterlicher Ideologe. Zum rechten Verständnis kommt es – wie immer – auf die richtige

Kontextualisierung

an. Christian Ring sagt: „Es macht keinen Sinn, unter jedes Bild zu schreiben: Emil Nolde, Expressionist, Nationalsozialist, Antisemit. Es ist aber wichtig, dass wir die biografischen Aspekte mitschwingen lassen, ohne den Blick auf das Kunstwerk an sich zu verlieren.“ Wie weit dürfen Person und Werk auseinandergehalten werden? Seit der Bekanntgabe von Noldes NSDAP-Mitgliedschaft wird zunehemnd die Frage gestellt, ob Noldes Werk nicht doch seine böse Ideologie transportiert. Das ist die Gretchenfrage. Dabei stoßen wir darauf, dass solch ein Weltkünstler wie

Anselm Kiefer

sich dazu hat hinreißen lassen zu sagen: „Die Diskussionen in den Medien berühren nicht die Werke des Künstlers.“ Dabei wird deutlich, dass Kiefer wohl doch nicht ganz auf der Stufe eines problembewussten Demokraten steht. Haben das nicht einige schon immer gesagt?

Die angeblich kolonialistischen Bilder Noldes von seiner Papua-Neuguinea-Reise sollen nun im Vergleich mit den Porträts von Italienern, Spaniern und von Juden gezeigt werden, um sein „Menschenbild“ zu diskutieren. Von 1939 an malte Noldes keine regiösen Bilder mehr, weil er keine Juden zeigen wollte. Dafür präsentierte er Wikinger. Christian Ring: „Das Werk hält es aus, dass darüber hart diskutiert wird.“ Der Stiftungs-Direktor: „Wir wollen keine Deutungshoheit mehr über Nolde wie in der Vergangeheit. … Wir gehören hier in Seebüll zu Noldes schärfsten Kritikern – im besten Sinne.“ (Till Briegleb, SZ 17.10.22)

4066: Ampelkoalition versagt sogar bei der Korrektur der Bundestagswahl in Berlin.

Samstag, Oktober 15th, 2022

Dazu schreibt Robert Rossmann (SZ 15./16.10.22):

„Schon wenige Stunden nach der Abstimmung war klar, dass es in der Hauptstadt ungeheuerliche Pannen gegeben hatte. In einigen Wahllokalen gingen die Stimmzettel aus, in anderen wurden falsche ausgegeben. Mancherorts musste die Abstimmung zwei Stunden lang unterbrochen werden. Es kam zu gewaltigen Warteschlangen. In vielen Wahllokalen konnte man seine Stimme deshalb auch deutlich nach 18 Uhr noch abgeben, in einem Lokal sogar bis 21 Uhr. Da lagen schon seit Stunden die ersten Hochrechnungen vor.

Der Eindruck der dadurch entsteht: Um den Verlust eigener Mandate bei einer Wiederholung zu begrenzen, wird herumgetrickst. Es ist ein Eindruck, der das Vertrauen in das Funktionieren der Parlamentarischen Demokratie nicht stärkt, sondern weiter schwächt.

Die Abgeordneten blamieren sich damit schon wieder in einer Angelegenheit, die sie selbst betrifft. Auch in den Debatten um die Änderung des Wahlrechts oder die Höhe der Parteienfinanzierung hat sich der Bundestag nicht mit Ruhm bekleckert. Jedes Mal blieb der Eindruck, dass die Mehrheit der Abgeordneten, wenn es um die eigene Sach geht, auch an die eigene Sache denkt. Der Bundestag ist jetzt so groß wie noch nie – und die Finanzierung der Parteien üppig.

…“

4064: Saul Friedländer 90

Mittwoch, Oktober 12th, 2022

Der aus einer deutschsprachigen Prager Familie stammende Saul Friedländer wurde in den sechziger Jahren regelmäßig krank, wenn er von der Pariser Uni aus zur Forschung nach Deutschland fuhr. Ihm fehlte es noch an Selbstbewusstsein. Seine Eltern waren von den Nazis ermordet worden. Er selbst hatte, als katholischer Internatsschüler getarnt, den Zweiten Weltkrieg in Frankreich überlebt. In Deutschland bestimmten nach 1945 zunächst Ex-Nazis wie Martin Broszat, der Leiter des Münchener Instituts für Zeitgeschichte, wer über den Nationalsozialismus forschen durfte.

Friedländer wurde Israeli und baute das Land mit auf. Zunächst als Landwirtschaftsschüler, dann als Professor für Geschichte. Schließlich ging er in die USA. Dort erschien sein Hauptwerk „Das dritte Reich und die Juden“. Dafür hat er den Pulitzer-Preis bekommen. Seit langem ist Saul Friedländer als Forscher eine international angesehene Kapazität. Er wird 90 Jahre alt. Mit Dan Diner, einem Kind polnisch-litauischer Holocaust-Überlebender, begründete er die Zeitschrift „History & Memory“. 1978 und 2016 veröffentlichte Friedländer die Autobiografien „Wenn die Erinnerung kommt“ und „Wohin die Erinnerung führt“. Er sagt: „Die Vertrautheit mit Deutschland ist mit den Jahren wieder gewachsen.“ (Ronen Steinke, SZ 11.10.22)

4063: Die Lage beim RBB

Dienstag, Oktober 11th, 2022

Aurelie von Blazekovic (SZ 11.10.22) interviewt Jo Goll, seit 26 Jahren beim RBB, der als Investigativjournalist mit vier Kollegen die Vorwürfe gegen den RBB recherchiert:

SZ: Welche Rechercheergebnisse halten Sie für am wichtigsten?

Goll: Unsere Recherchen zu Beraterverträgen, die man offenbar an Kontrollinstanzen im eigenen Haus vorbeigelenkt hat, 0bwohl das nach Vergaberecht mehr als problematisch war. Oder dass man Personen, die missliebig waren, in den Vorruhestand geschickt hat. Da gab es einen Mitarbeiter in der RBB Media, der solte da offenbar weg. Also wurde er mit 57 Jahren in den Vorruhestand geschickt, mit Bezügen von rund 100.000 Euro jährlich. Zu zeigen, dass das in unserem Haus möglich war, das führte dazu, dass auch der Letzte begriffen hat, dass es so nicht weitergehen kann.

SZ: Welche Fragen bleiben offen?

Goll: Wie soll denn nun das Bonussystem für Hauptabteilungsleiter und Abteilungsleiter eigentlich beendet werden? Werden da nun alle Verträge neu ausgehandelt? Und will man sich weiterhin 40 außertarifliche Verträge leisten? Aus meiner Sicht muss sich auch dringend ändern, dass der Journalismus als niedere Tätigkeit bewertet wird. Um den muss es eigentlich gehen, das ist das, was der Beitragszahler von uns erwarten darf.

SZ: Journalismus wird im RBB gering geschätzt?

Goll: Das ist der Eindruck, der sich bei mir über die Jahre eingestellt hat. Man hat immer an der Struktur gearbeitet, an der Verpackung. Der Inhalt ist immer weiter in den Hintergrund gerückt. Man kann aber nicht endlos sparen und glauben, dass der Tanker schon auf hoher See bestehen wird. Das tut er nicht.

SZ: Wie lange wird der Fall Schlesinger den RBB noch beschäftigen?

Goll: Das wird Jahre nachwirken. Wir können nur eines machen: Gutes Programm auf die Beine stellen. Dann kommt der Beitragszahler vielleicht wieder zu dem Schluss, dass sein Geld gut investiert ist, und dass wir tatsächlich eine Säule der Demokratie sind.

4062: Steffen Mau: Die deutsche Gesellschaft ist gar nicht tief gespalten.

Dienstag, Oktober 11th, 2022

Nach der Auffassung des Berliner Soziologen Steffen Mau, 53, ist die deutsche Gesellschaft gar nicht tief gespalten. Das erläutert er in einem Interview mit Anant Agarwala und Anna-Lena Scholz (Zeit, 22.9.22).

Zeit: Sie meinen, wir Medien schreiben Konflikte herbei, in völliger Missachtung der Realität?

Mau: Ja. Ich muss es so drastisch formulieren. Ständig lese ich Aussagen über „die Gesellschaft“ und frage mich: Woher weiß man das eigentlich? Thesen wie jene von der gespaltenen Gesellschaft sind so erfolgreich, weil sie immer wieder ungeprüft nacherzählt werden. Das liegt nicht allein an den Medien. Ungelöste Konflikte sind auch Gelegenheitsmärkte für Polarisierungsunternehmer.

Zeit: Woher diese Faszination für die Spaltung?

Mau: Der Diskurs kommt vor allem aus den Vereinigten Staaten. Dort haben wir die gespaltene Gesellschaft ja tatsächlich, es ist also auch ein Angstszenario. In den USA gibt es bei allen möglichen Fragen klare Frontstellungen, bis hin zu dem, was wir affektive Polarisierung nennen. Also Gefühle von Hass, Abschau, Ekel gegenüber der Gegenseite. Wenn man seiner Anhängerschaft predigt, dass die anderen verdammenswert sind und das Land zugrunde richten wollen, kann man nicht mehr über Sachthemen diskutieren.

Zeit: 2021 haben Sie den Leibniz-Preis erhalten. Mit dem Geld forschen Sie aktuell selbst zur gesellschaftlichen Spaltung. Wie gehen Sie vor?

Mau: Wir kartieren Deutschland entlang von vier Konfliktarenen:

oben/unten – da geht es um Klassen,

innen/außen – das bezieht sich auf die Migrationsfrage,

wir/sie – das ist die Identitätspolitik;

sowie heute/morgen – hier stehen klimapolitische Fragen und Generationenkonflikte im Zentrum.

Neben der Befragung lassen wir auch Menschen unterschiedlicher Milieus miteinander diskutieren, um herauszufinden, welche moralischen Repertoires sie nutzen, um sich in gesellschaftlichen Fragen zu positionieren. Wir wollen verstehen, warum es bei bestimmten Themen richtig knallt, was Menschen triggert.

4056: Kollaboration zwischen Rechtspopulisten und Christdemokraten

Mittwoch, Oktober 5th, 2022

In einem Interview mit Johan Schloemann (SZ 5.10.22) erläutert der Populismus-Forscher Jan-Werner Müller, 52, (Princeton) seine Vorstellungen vom Rechtspopulismus:

SZ: Welche Rolle spielen die „klassischen“ konservativen Parteien, wenn Rechtspopulisten an die Macht kommen? In Schweden und Italien helfen sie dabei mit, in Deutschland hält noch die sogenannte Brandmauer der CDU/CSU gegenüber der AfD.

Müller: Zunächst eine Bemerkung zu Silvio Berlusconi. Dass seine Forza Italia jetzt oft als gemäßigtere christdemokratische Partei dargestellt wird, zeigt schon, wie sehr sich die Maßstäbe verschieben können. Schließlich hat Berlusconi schon in den neunziger Jahren eindeutig rechtspopulistisch agiert. Und damit ist schon das Grundproblem berührt: die Gefahr einer schleichenden Anpassung von Mitte-Rechts-Pareteien an die äußerste Rechte.

SZ: Ist die etwa gefährlicher als der Aufstieg der Rechtspopulisten selbst?

Müller: Ja. Diese kommen nicht zwangsläufig, wie es das Bild von der Welle suggeriert, an die Macht; es braucht – ich verwende das Wort bewusst – einen Willen zur Kollaboration seitens des sogenannten Mainstreams. …

SZ: Welche Folgen hat das für die konservativen Parteien selbst?

Müller: Wenn man gewisse menschenverachtende Diskurse erst einmal legitimiert hat, kann man nicht einfach wieder zurück: Ist der Damm gebrochen, bleibt er offen. Zudem ist dieser Weg meist auch strategisch-instrumentell unklug, weil die Anbiederung selten Wähler zurückholt. Die Anpassung wird leider auch dadurch befördert, dass konservative und

vor allem christdemokratische Parteien nicht mehr wissen, wofür sie eigentlich stehen.

Jahrelang hat man von der Krise der Sozialdemokratie gesprochen, obwohl sozialdemokratische Ideale immer noch vergleichsweise klar sind. Aber die Essenz der Christdemokratie im 21. Jahrhundert ist immer schwerer zu definieren. …

4054: Was wird am Westen so gehasst ?

Montag, Oktober 3rd, 2022

Der Soziologe Armin Nassehi macht sich Gedanken darüber, warum der Westen manchmal so gehasst wird (SZ 27.9.22). Ich vereinfache seine Aussagen:

1. Der Russische Ideologe Alexander Dugin kämpft gegen die „fortschreitende Befreiung des Individuums von allen Formen  der kollektiven Identität“ und gegen die Idee des individuellen Entscheidens über die eigenen Lebensverhältnisse.

2. Als potentielle Verbündete sieht Dugin den Trumpismus und die chinesische Repression.

3. Solche Orientierungen an „natürlichen“ Ordnungen, an unvermeidlichen Gemeinschaften „docken stets an Sexualität an, vor allem an nicht-heterosexuellen Orientierungen.“

4. Es geht um die Kritik an der „Komplexität einer Gesellschaft“.

5. Auf der Documenta 15 wurde der westliche religiöse, rassistische und eliminatorische Antisemitismus zu einer Fußnote der Unterdrückungsgeschichte der Menschheit degradiert, eine Relativierung des Holocaust.

6. Der „globale Süden“ wurde dort „verkitscht“.

7. Talcott Parsons, einer der Väter der Soziologie, erklärte schon 1965, dass die USA erst dann eine vollständig moderne Gesellschaft seien, wenn die volle Inklusion der Schwarzen gelungen sei.

8. Die rechte Kritik hält dem Westen vor, dass der vollständig befreite Mensch erst recht unfrei sei.

9. „Wer sich etwa über die Verwendung heute rassistischer Begriffe bei Kant beklagt, wird feststellen, dass beides gleichzeitig vorkommt: der (zumindestens begriffliche) Rassismus und die besten Argumente gegen den Rassismus.“

10. Dass auch der Westen scheitern kann, „wird wohl in der Figur des Juden als eines inneren Fremden deutlich, dessen größtes Verbrechen darin besteht, welchen Aufwand man treiben musste, ihn als fremd zu markieren“.

4052: Günter Wallraff 80

Sonntag, Oktober 2nd, 2022

Bei „BILD“ war er Hans Esser, für sein Buch „Ganz unten“ der Türke Ali: die Ikone des Investigativjournalismus Günter Wallraff. Er wird 80 Jahre alt. Heute ist er weithin beliebt, wird aber immer noch auch von vielen gehasst. Wallraff hat aufgeklärt, die sozialen Mängel der Bundesrepublik benannt, ihren Rassismus. Trotz der vielen Gerichtsverfahren, mit denen er überzogen wurde, blieb Wallraff ein Aufdecker. Noch heute arbeitet er mit seinem Team für RTL. Die Bundesrepublik, über die er anfangs aufklärte, das war die von Rostock-Lichtenhagen, Mölln, Solingen. Deren Rückständigkeit und ihr Rassismus sind heute noch nicht überwunden, wie wir verlässlich wissen. Wallraff war bei McDonald’s, Thyssen und sonstwo. Auch im Ausland war er aktiv. So etwa im von Obristen regierten Griechenland. Nie hat er gegen das öffentliche Interesse gehandelt, er glaubt daran, dass die Welt verändert werden kann. Und wenn unser Staat ein bisschen sensibler geworden ist, dann ist das auch Günter Wallraffs Verdienst (Holger Gertz, SZ 1./2./3.10.22).