Archive for the ‘Medien’ Category

3611: Kohl-Witwe hat wenig Chancen.

Mittwoch, Oktober 27th, 2021

2016 klagte Helmut Kohl gegen Heribert Schwan, seinen ehemaligen Ghostwriter, von dem er sich 2009 getrennt hatte, für dessen Buch

Vermächtnis – Die Kohl-Protokolle,

das dieser gemeinsam mit Tilman Jens geschrieben hatte, der 2020 verstorben ist. Die ursprüngliche Klage ging über 5 Millionen Euro und die Streichung von 116 Stellen in dem Buch, die alle von Schwan stammten. 630 Stunden hatte Heribert Schwan auf Band, die für die vierbändigen Memoiren von Helmut Kohl gedacht waren. „Kohl hatte in den Gesprächen .. ungewöhnlich offenherzig vom Leder gezogen und seinem aufmerksamen Zuhörer viele deftige Zitate geliefert.“ (Wolfgang Janisch, SZ 26.10.21) Helmut Kohl starb am 16 Juni 2017.

Seine Witwe, Maike Kohl-Richter, verfolgte den Prozess weiter. Aber der Tod ändert juristisch alles. Zwar war Heribert Schwan zur Verschwiegenheit verpflichtet, aber der noch nicht rechtskräftig gewordene Anspruch war nicht vererbbar. Und: „Einem Verstorbenen kann Genugtuung nicht mehr verschafft werden.“ Bleibt die Frage, ob es Frau Kohl-Richter gelingt, wenigstens die rufschädigenden Zitate tilgen zu lassen. Ansonsten kommen wir vielleicht doch noch in den Genuss der „Wahrheit“ in der Form von deftigen Helmut-Kohl-Zitaten (z.B. über Heiner Geißler).

 

3610: Schwarze Frauen sind auf der Frankfurter Buchmesse durchaus willkommen.

Dienstag, Oktober 26th, 2021

Die Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Frankfurt, Mirrianne Mahn (Grüne), hatte einen fulminanten Auftritt, als sie bei der Begrüßungsrede des Frankfurter Oberbürgermeisters, Peter Feldmann (CDU) auf der Buchmesse, diesen unterbrach und behauptete, dort seien schwarze Frauen nicht willkommen.

Aber das stimmt gar nicht.

Warum hat ihr nur keiner widersprochen? Die meisten sind dazu zu feige. Im übrigen waren auf der Buchmesse sehr viele schwarze Frauen da. Wie schon in den Jahren zuvor. Hier spazieren alle Geschlechter, Generationen und Hauttypen durch die Flure. Lediglich aus juristischen Gründen geduldet sind die Rechtsextremen. Sie selber würden solch eine Veranstaltung wie die Buchmesse sofort verbieten, wenn sie es könnten. Diese Messe verkörpert all jene Werte, welche die Rechtsextremen so hassen. Diese selbst erscheinen den meisten Besuchern als irrelevant. Aber diese mangelnde Aufmerksamkeit kann bei den Rechtsextremisten durchaus der Grund sein für die Anwendung von Gewalt. Dem muss die Messeleitung mit sicherheitspolitischen Vorkehrungen begegnen.

„Das Europa des Jahres 2021 mit seinen sicher noch nicht perfekten, aber vielfältigen Gesellschaften, ist übrigens das sozialste, glücklichste, inklusivste Europa, das es je gab.“ (Nils Minkmar, SZ 26.10.21)

Europa hat den Totalitarismus überwunden.

„Heute können wir dafür sorgen, dass es auch so bleibt. Dazu bedarf es neben einer Haltung noch eines eminent wichtigen Werkzeugs, der Sprache. Man wäge seine Worte.“

3609: Joshua Kimmich (FC Bayern) beschädigt sich selbst.

Montag, Oktober 25th, 2021

Vor sechs Wochen hat die Spendeninitiative „We kick Corona“ von Leon Goretzka und Joshua Kimmich (beide FC Bayern) erklärt: „Corona ist dauerhaft nur in den Griff zu bekommen, wenn überall auf der Welt genügend Impfstoff verabreicht werden kann.“ Nun hat die „Bild“-Zeitung aufgedeckt, dass Joshua Kimmich gar nicht geimpft ist. Verbunden mit den üblichen Sprüchen von der „Langzeitwirkung“, die unerforscht sei, von seiner Verantwortung, der er sich durchaus bewusst sei, er sei kein Coronaleugner oder Impftgegner etc. Da liegen schon Annahmen zugrunde, die nicht zutreffend sind. Nebenwirkungen beispielsweise treten innerhalb von wenigen Wochen auf und nicht nach langer Zeit.

Der Fall hat einen Riesenwirbel verursacht. Verständlicherweise.

Ungeimpfte Profis haben ein nachweisbar größeres Risiko, schwerer an Corona erkranken. Sie können länger ausfallen. Obwohl es keine Impfpflicht gibt, können Fußballvereine Profis unbezahlt freistellen, wenn die sich nicht impfen lassen. Noch während der Pandemie hatte der seinerzeitige Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge damit geworben, dass Profifußballer auch beim Impfen eine Vorbildfunktion hätten. Heute sagt Rummenigge  über Kimmich: „Ich bin überzeugt, (…) dass er möglicherweise zeitnah sich jetzt impfen lässt. Als Vorbild , aber auch als Fakt wäre es besser, er wäre geimpft.“ Joshua Kimmich hat durch sein Verhalten das Vertrauen der Bevölkerung in das Impfen beschädigt. Das ist fatal. Als „Trittbrettfahrer“ profitiert er von einer kollektiven Anstrengung, ohne sich daran zu beteiligen. Die DFL spricht von 90 Prozent geimpfter Spieler, Trainer und Betreuer. Das Impfen schützt zuverlässig vor schweren Verläufen, auch wenn Impfdurchbrüche nicht völlig ausgeschlossen sind, wie der Fall Julian Nagelsmann zeigt.

Joshua Kimmich hat sich durch sein falsches Verhalten selbst beschädigt und wird künftig einen noch größeren Imageschaden erleiden. Nicht gut für den deutschen Fußball.

(Christopher Meltzer, FAZ 25.10.21; Michael Horeni, FAZ 25.10.21; Sebastian Fischer, SZ 25.10.21; Martin Schneider, SZ 25.10.21)

3605: Günther Anders: Der Emigrant. 1962 (München 2021)

Sonntag, Oktober 24th, 2021

Sehr viele aus meiner Generation kennen den Philosophen Günther Anders (eigentlich Günther Stern), (1902-1992), als Verfasser von „Die Antiquiertheit des Menschen“ (1956) und als Ehemann von Hannah Arendt von 1929 bis 1937. Er war eine Leitfigur des internationalen Pazifismus. Als Jude emigrierte er zunächst nach Paris, dann nach New York und lebte seit 1950 in Wien. Inzwischen ist sein Essay

„Der Emigrant“ (1962)

wieder aufgelegt worden: München (C.H. Beck) 2021, 86 Seiten. Er erscheint erstaunlich aktuell. Anders leistet harte Trauerarbeit. Er schildert, wie in der Emigration die Erinnerung schwindet. Das Exil erscheint als Entkoppelung des Individuums von sich selbst. Die Emigranten waren den im Reich gebliebenen Deutschen wie Luft, sie wurden nicht zur Kenntnis genommen. Viele Emigranten hätten an „Weltlosigkeit und Sozialhunger“ gelitten, nicht wenige Selbstmord begangen.

Gegenüber den „Berufsemigranten“, wie Anders sie nennt, entwickelt der Autor so etwas wie „zynischen Scharfsinn“. Sie hätten die Über-Anpassung gewählt und seien in der Fremde vollkommen auf Assimilation ausgegangen (wie es heute teilweise wieder von Migranten verlangt wird). Dafür hatte Günther Anders nur Verachtung übrig, für diese „Kleinbürger und Kleinstädter unter uns, die sich reservelos der Fremde an den Hals warfen, die sich nach vierzehn Tagen als alte Pariser aufspielten oder als geborene New Yorker“ (Helmut Mauro, SZ 19.10.21).

3599: Barbel Bas (SPD) soll Bundestagspräsidentin werden.

Donnerstag, Oktober 21st, 2021

Auf Vorschlag der SPD-Fraktion soll Bärbel Bas (SPD) als Bundestagspräsidentin Nachfolgerin von Wolfgang Schäuble (CDU) werden. Die aus Nordrhein-Westfalen stammende Gesundheitspolitikerin Bas (53) ist seit 2009 im Bundestag und seit 2019 stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Der SPD, die die Bundestagswahl gewonnen hat, war es nicht möglich, einen weiteren Mann für den Posten zu nominieren. Leidtragender ist der Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich (SZ 21.10.21).

3598: Deutsche Verlage haben Angst.

Mittwoch, Oktober 20th, 2021

Literarische Texte haben in einzelnen Fällen schon immer Aufregung verursacht. Denken wir an Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1974). Oder an Wolf Biermanns Votum gegen den Bundespräsidenten und ehemaligen Nationalsozialisten Karl Carstens: „Heil Hitler, teurer Wandersfreund, wie geht’s mit ihren Füßen/ich soll Sie von Herrn Filbinger mit deutschem Gruße grüßen.“ Aber den Streit darüber hielten deutsche Verlage seinerzeit aus. Heute haben sie vielfach Angst. Sie holen Textprüfinitiativen ins Haus für „Sensitivity Reading“, die Manuskripte auf ihre Wokeness-Kompatibilität überprüfen. Wokeness heißt wach zu sein für gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und Unterdrückung (Frauen, Schwule, Ausländer etc.). Darüber gerät manchmal die „normale“ soziale Ungerechtigkeit, etwa der Trennung von Arm und Reich, aus dem Blick. Das stellt z.B. Sarah Wagenknecht fest.

Heute gibt es verstärkt die Frage, ob eingeführte Literatur überhaupt noch gelesen werden darf. Wilhelm Raabe mit dem judenhassenden Erzähler im „Hungerpastor“ oder der rassistische Wilhelm Busch gerieten dabei schon unter die Räder. Der Monarchist Johann Wolfgang Goethe war nicht politisch korrekt. Ebenso nicht der Frauenverschlinger Bertolt Brecht. Die Literaturchefin des Piper-Verlags, Felicitas von Lovenberg, sagt: „Ich versuche Kolleginnen und Kollegen immer zu sagen: Wir sind keine Gesinnungsanstalt, sondern eine Plattform.“ Sie sieht durchaus, dass identitätspolitische Perspektiven bei jungen Autorinnen und Autoren immer mehr an Raum gewinnen. Von der Universität kämen sie schon woke in die Verlage.

Einen zentralen Punkt trifft Caroline Fourest mit ihrem Buch „Generation beleidigt“, in dem sie belegt, dass häufig die Legitimation, sich zu äußern, von der ethnischen Zugehörigkeit abhängig gemacht wird. So dürfe in der Auffassung vieler Kritiker und Kommentatoren ein Gedicht wie Amanda Gormans „The hill we climb“, das sie bei der Amtseinführung Joe Bidens vorgetragen habe, nur von einer schwarzen Frau übersetzt werden. Das Problem für viele relevante Verlage besteht darin, dass sie auch die sozialen Medien bedienen müssen. Dort sind mittlerweile Leute eingestellt, die in sozialen Medien ihre Weltanschauung gebildet haben. In einen Shitstorm (Entrüstungssturm) war Joanne K. Rowling geraten wegen ihrer Transfeindlichkeit. Inzwischen führt sie schon wieder die Bestsellerlisten an. „Wenn ein Pendel heftig ausschlägt, schwingt es irgendwann auch wieder zurück.“ Insofern setzt Literatur sich vielleicht doch fast von alleine durch. Die Autorin Sally Rooney will der Übersetzung ihres neuen Romans ins Hebräische allerdings erst dann zustimmen, wenn sich in Israel ein Verlag findet, der die Kriterien der Boykottiert-Israel-Organisation (BDS) erfüllt (Hilmar Klute, SZ 15.10.21).

3596: Springer entlässt Julian Reichelt.

Dienstag, Oktober 19th, 2021

Der Medienkonzern Axel Springer entlässt „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt. Ihm hatten mehrere Mitarbeiterinnen Übergriffe vorgeworfen, auch Drogenkonsum am Arbeitsplatz. Springer teilte mit, dass man in den vergangenen Tagen neue Erkenntnisse über das Verhalten Reichelts gewonnen habe. Neuer Vorsitzender der „Bild“-Chefredaktion wird Johannes Boie, gegenwärtig Chefredakteur von „Welt am Sonntag“ (SZ 19.10.21).

Inzwischen haben Recherchen der SZ recht bizarre Dinge ans Tageslicht gefördert. So soll Reichelt einer Mitarbeiterin gefälschte Scheidungspapiere gezeigt haben, um seine Verfügbarkeit zu beweisen.

Schwerwiegender ist das, was in der New York Times steht. Dort wird Konzernchef Mathias Doepfner zur Verteidigung Reichelts folgendermaßen zitiert: Reichelt sei „really the last and only journalist in Germany who is still courageously rebelling against the new GDR authoritarian state“ (Aurelie von Blazekovic, Laura Hertreiter, Cornelius Pollmer, SZ 19.10.21). Dass Herr Doepfner Deutschland (in der Pandemie) mit der DDR gleichsetzt, mag ich mir nicht vorstellen.

3595: Gerd Ruge ist tot.

Montag, Oktober 18th, 2021

Er war einer der legendären Reporter im deutschen Journalismus nach 1945, hauptsächlich im Fernsehen. Gerd Ruge, der nun im Alter von 93 Jahren in München gestorben ist. Begonnen hatte seine Karriere 1949 noch beim Namensgeber des Adolf-Grimme-Preises, Adolf Grimme, beim NDR. 1950 war er der erste westliche Korrespondent in Jugoslaweien, 1956 ging er nach Moskau, 1964 nach Washington, später wieder nach Moskau. Zwischendurch war er für die „Welt“ in Peking (z.B. beim Tod Mao Tse Tungs 1976). Wir kennen ihn als Russland-Experten. Mit dem heftigen Nuscheln. Das erschien beinahe als Qualitätsmerkmal.

1963 hatte er mit Klaus Bölling den „Weltspiegel“ begründet, der bis heute unser deutsches Wissen über die Welt befördert. 1961 hatte Ruge gemeinsam mit Carola Stern und Felix Rexhausen die deutsche Sektion von Amnesty International gegründet. Er wurde Chefredakteur des WDR. Legendär ist seine Reportage zur Ermordung Robert Kennedys 1968, fünf Jahre nach dem Mord an John F. Kennedy und zwei Monate nach der Ermordung Martin Luther Kings. Da zeigte Gerd Ruge während der Reportage menschliche Züge, er zittert und musste seine Tränen verbergen. Die offizielle Politik mied Gerd Ruge nach Kräften. Er berichtete von ihren Folgen für die Menschen. „Wer Ruge sah, musste ihn hören, musste ihm angespannt zuhören, um nur ja nichts von dem zu verpassen, was er aus dem finsteren Russland und aus dem kaum leichter zu begreifenden Amerika zu berichten hatte.“ (Willi Winkler, SZ 18.10.21)

3592: Elke Heidenreich hat sich’s mit einigen Feministinnen verdorben.

Freitag, Oktober 15th, 2021

Sarah Lee-Heinrich, 20, ist kürzlich zur Sprecherin der Grünen Jugend gewählt worden. Ihr Vater war ein Schwarzer. Im Alter von 14 Jahren, also als Kind, hat Heinrich im Netz einige törichte Bemerkungen gemacht. Die sind heute nicht mehr von Belang (insbesondere nicht bei jenen, die – wie ich – das Wahlalter nicht auf 12 senken wollen), führen aber dazu, dass sie Morddrohungen bekommt. Das ist ganz und gar falsch.

Elke Heidenreich, 79, ist Schriftstellerin und Literaturkritikerin. Sie hat im Fernsehen häufig kundig über Literatur gesprochen, auch den westdeutschen Biedersinn verspottet. Sie kennt sich sogar im Sport aus. Bei Markus Lanz hat sie nun Sarah-Lee Heinrich bescheinigt, sie „könne gar nicht sprechen“. „Sie hat gar keine Sprache.“ Danach hat Heidenreich eine Wutrede auf die Gesellschaft gehalten, in der sie fragte, warum sie eine Schwarze nicht fragen dürfe, woher sie komme, man sehe doch, dass sie nicht aus Wanne-Eickel oder Wuppertal stamme.

Das hat als Feministin vom Dienst Constanze von Bullion auf den Plan gerufen (SZ 15.10.21). Sie schilt Elke Heidenreich. Und sie teilt uns mit, „dass Deutschsein, Sprache und Zugehörigkeit, auch akademische Satisfaktionsfähigkeit, nicht durch Haut- und Haarfarbe erkennbar sind“. Aha.

Elke Heidenreich habe sich des „Otherings“ schuldig gemacht.

Ich verstehe Elke Heidenreich sehr gut.

3590: Youtube sperrt zwei Videos.

Mittwoch, Oktober 13th, 2021

Wenn Schauspieler hanebüchenen Unsinn verzapfen, stört uns das kaum, weil es ja Schauspieler sind. Youtube hat jetzt zwei Videos der Initiative #allesaufidentisch, der Nachfolgeinitiative von #allesdichtmachen, gesperrt, weil sie gegen Richtlinien zu medizinischen Fehlinformationen verstießen. U.a. hatte dort der

Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther

behauptet, weil auch Geimpfte das Coronavirus weiterverbreiten könnten, „nützt Ihnen die Impfung nichts.“ „Sie können sich nur davor schützen, dass Sie auf der Intensivstation landen.“ Das halten viele Corona-Experten für „hanebüchenen Unsinn“. #allesaufidentisch hält die Löschungen unter Berufung auf die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit für rechtswidrig. Deren Anwalt, Joachim Steinhöfel, gelangt in einem Gespräch mit einem Schauspieler zu dem Schluss, Deutschland betreibe „digitale Massenvernichtung freier Rede“.

Dagegen wendet sich der „Deutsche Journalisten-Verband“ (DJV), er hält das für Panikmache. „Anders als in Ländern, in denen die Presse- und Meinungsfreiheit tatsächlicujh bedroht ist, verfolgt sie hierzulande niemand dafür. Niemand verhaftet oder bedroht sie, niemand verbietet es – offensichtlich nicht mal der gesunde Menschenverstand.“

Die Verschwörungserzählungen lauten, die Impfung wirke nicht zuverlässig. Die Pharmabranche kaufe Studien. Gewarnt wird vor der

Abschaffung des Bargelds,

ein klassisch antisemitisches Narrativ. Die Faktenchecker seien „Propagandamaschinen, die sich als Journalismus verkleiden“. Wissenschaftler wie Christian Drosten und Ugur Sahin oder Politiker wie Jens Spahn (CDU) oder Karl Lauterbach (SPD) wollen mit #allesaufidentisch nichts zu tun haben (Simon Hurtz, SZ 12.10.21).