Archive for the ‘Innenpolitik’ Category

2361: Was Wolf Biermann von Vogelschiss-Politikern hält

Sonntag, April 28th, 2019

In den Zeitungen der Madsack-Gruppe erscheint die Serie „Mein Traum von Deutschland“. Im „Göttinger Tageblatt“ kamen im Teil 1 am 20.4.19 Pamela und Wolf Biermann zu Wort. Auf die Frage von Jan Sternberg antwortet Wolf Biermann:

GT: Macht Ihnen der Aufstieg der AfD, gerade im Osten, eigentlich Angst?

Wolf Biermann: Angst macht mir das nicht, ich bin ja gut trainiert im Aushalten solcher Leute. Aber es ist mir natürlich nicht egal. Politisch-moralisch gesehen sind solche Vogelschiss-Politiker für mich dasselbe wie Sahra Wagenknecht und ihre Genossen,

simple Populisten.

Dass die nicht identisch sind, muss mir keiner erklären, das weiß ich selber. Da gibt es interessante Unterschiede und trotzdem gehören sie in meinem Koordinatensystem zusammen. Sie sind nach meiner Meinung Feinde der Demokratie.

2360: „Jewish Voice from Germany“ wird eingestellt.

Samstag, April 27th, 2019

Der Gründer und Herausgeber der „Jewish Voice from Germany“, Rafael Seligmann, hat mitgeteilt, dass seine Quartalszeitung eingestellt wird. Sie ist anscheinend über Anzeigen nicht mehr zu finanzieren. Das Projekt war von Anfang an (2012) ein Sonderfall. Es sollte dem deutschen Judentum eine unabhängige Stimme geben. Und diese sollte weltweit wahrnehmbar sein. Deshalb erschien die Zeitung auf Deutsch und auf Englisch. Sie hatte zunächste eine Auflage von ca. 30.000 Exemplaren und wurde an Mitglieder des US-Kongresses, die Parlamente in Kanada, der EU, Großbritanniens, Deutschlands und Israels verteilt. Hinzu kamen Gemeinden in den USA, Journalisten, Hochschulen, Vorstandsmitglieder.

Nach Seligmanns Meinung genügt es nicht, jüdische Opfer zu betrauern und den Antisemitismus zu beklagen. Aufgabe sollte es sein, mit dem Wissen der Vergangenheit das aktuelle Geschehen mit Essays, Kommentaren, Diskussionen, Kontroversen zu beleben. Der Axel-Springer-Verlag bot an, eine deutsche Ausgabe der „Jewish Voice from Germany“ der „Welt“ kostenlos beizufügen. So geschah es. Deswegen konnte ich die Zeitung regelmäßig lesen. Die kombinierte Auflage betrug 150.000 Exemplare. Diese Stimme wird uns künftig fehlen.

Seligmann schreibt: „Das Fazit aus mehr als sieben Jahren Arbeit an der ‚Jewish Voice‘ bleibt positiv. Wir haben dazu beigetragen, den deutsch-jüdischen Dialog zu beleben. Wir haben viele Mitstreiter gewonnen. Was wir angestoßen haben, wird nicht ungeschehen bleiben. Das deutsch-jüdische Gespräch, die Auseinandersetzung ist unvermeidlich. Sie werden weitergehen. Zunächst nur im Schildkrötentempo.“ (FAZ 20.4.19)

2359: Barenboims Zukunft

Samstag, April 27th, 2019

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) will über die Zukunft des wegen seines Führungsstils kritisierten Genralmusikdirektors der Staatsoper Unter den Linden, Daniel Barenboim, bis zum Sommer entscheiden. Ausschlaggebend sei dabei die Frage, was das Orchester wolle. Die Ergebnisse der internen Untersuchung durch den Opernintendanten Matthias Schulz lägen  noch nicht vor. Nach heftiger Kritik ehemaliger Staatskapellen-Musiker an Barenboims Führungsstil hatte sich das Orchester hinter seinen Chef gestellt. Der 76 Jahre alte Barenboim hatte die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Er sieht sie als Teil einer Kampagne vor dem Hintergrund seiner anstehenden Vertragsverhandlungen. Die Staatskapelle Berlin hatte Barenboim 1991 zum Genralmusikdirektor und im Jahr 2000 zum Chefdirigenten auf Lebenszeit gewählt. Gegenwärtig laufen Gespräche über die Verlängerung seines Vertrages, der 2022 endet (FAZ 20.4.19).

2358: 70 Jahre Grundgesetz

Samstag, April 27th, 2019

Das Grundgesetz wird 70 Jahre. Dazu interviewt Thorsten Jungholt den ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier (Die Welt 20.4.19).

Welt: Am 8. Mai 1949 beschloss der parlamentarische Rat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. In welcher Verfassung ist unsere Verfassung zum 70. Geburtstag, Herr Papier?

Papier: Grundsätzlich in guter Verfassung. Wir leben auch dank des Grundgesetzes seit 70 Jahren in sehr stabilen rechtlichen und politischen Verhältnissen. Wann hat es in der neueren Geschichte Deutschlands so etwas gegeben? Darauf können wir auch ein wenig stolz sein.

Welt: Sind Sie ein Verfassungspatriot?

Papier: Patriot ist vielleicht ein wenig hoch gegriffen. Aber ich meine schon, dass in der pluralistischen Gesellschaft, die nicht mehr vorrangig durch gemeinsame Traditionen, Religion oder Kultur zusammengehalten wird, die Unterwerfung unter das Grundgesetz, seine Wertordnung und das demokratisch gesetzte Recht das ganz entscheidende Bindeglied ist. Die Geltung von Verfassung und Gesetz für und gegen jedermann – das ist, was diese Gesellschaft zusammenhalten kann. Wobei man ergänzend auch die Bedeutung stabiler wirtschaftlicher und sozialer Verhältnisse betonen muss.

2356: Nach dem Brexit der Dexit ?

Dienstag, April 23rd, 2019

Marcel Fratzscher, 48, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Humboldtuniversität Berlin und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Angesichts des Brexits diskutiert er die deutsche Europapolitik (SZ 23.4.19).

1. Die AfD fordert in ihrem Programm zur Europawahl den Austritt Deutschlands aus der EU (Dexit) binnen fünf Jahren. Das ist ernst gemeint.

2. Deutschland unterschätzt wie Großbritannien die Bedeutung der EU für das eigene Wohlergehen.

3. Großbritannien hat stark von der EU profitiert. Das verkennt der Brexit.

4. Im Vereinigten Königreich ist hier und da noch die Illusion verbreitet, eine Weltmacht zu sein.

5. In Deutschland gibt es immer noch die Fehleinschätzung, die EU sei eine Transferunion und Deutschland deren Zahlmeister.

6. Die Rettung Griechenlands und des Zahlungssystems Target hat deutschen Investoren und deutschen Banken genützt.

7. Ohne die etwa vier Millionen europäischen Zuwanderer hätte es den deutschen Wirtschaftsboom der letzten zehn Jahre nicht gegeben.

8. Die deutsche Wirtschaftspolitik der riesigen Handelsüberschüsse führt zu Schulden und Defiziten bei anderen europäischen Ländern.

9. Die Bundesregierung hat es versäumt, sich vor die Europäische Zentralbank mit ihrer Geldpolitik zu stellen.

10. Deutschland hat sich Alleingänge erlaubt: bei der Energiewende, in der Flüchtlingspolitik und in der Industriepolitik.

11. Die EU muss gestärkt werden, damit nicht die USA und China allein auf den Weltmärkten das Sagen haben.

12. Nationale Alleingänge in der Verteidigungs-, Sicherheits-, Außenpolitik, in der Klimapolitik wie in der Währungspolitik sind Illusion.

13. „Die Wahrung nationaler Interessen erfordert eine stärkere europäische Integration in vielen Bereichen, ohne das Prinzip der Subsidiarität aufgeben zu müssen.“

14. Erforderlich sind „mutige Reformen des Euros und eine Stärkung europäischer Institutionen und öffentlicher Güter“.

15. Die Bundesregierung muss Geld aufbringen für ein gemeinsames europäisches Budget zur Krisenbekämpfung.

2355: Notre Dame spaltet.

Montag, April 22nd, 2019

Als Notre Dame brannte, war ich bestürzt und traurig. Wegen des Symbols der französischen Einheit. Und damit des Symbols der europäischen, christlichen Einheit. Ich befürchtete Brandstiftung. Und ich erwartete daraufhin eine Sammlung der Menschen zur Rettung der Pariser Kathedrale und eine gemeinsame Rückbesinnung auf unsere christlich-europäischen Wurzeln. Aus dem gemeinsamen Schmerz hätte Brüderlichkeit entstehen können.

Das Gegenteil ist eingetreten.

Das ist ein Zeichen der tiefen inneren Zerrissenheit und Spaltung der französischen Gesellschaft. In Europa sieht es nicht besser aus. Kaum hatten die Spenden und Großspenden der Familien Pinault, Arnault und Bettencourt-Meyers etwa eine Milliarde Euro für den Wiederaufbau zusammengebracht, ertönte der Ruf nach mehr sozialer Gerechtigkeit. Nun, von den einfachen atheistischen Banausen war nichts anderes zu erwarten. Dass aber der linke Präsidentschaftskandidat Mélenchon verstärkt gegen Reiche hetzte, hatte ich in dieser simplen Dreistigkeit nicht für möglich gehalten. Von Gewerkschaftsseite war zu hören: „Gelobt seien unsere Herren! Die Bettler danken den Familien Arnault und Pinault, die den Schrei der Steine besser hören als den des Fleisches.“

Emmanuel Macron wurde als „Präsident der Reichen“ geschmäht und zur „Rothschild“-Clique gezählt. Da war auch der Antisemitismus schon wieder dabei. Tatsächlich hatte der Präsident mehrere Jahre als Investmentbanker gearbeitet und am Anfang seiner Amtszeit zunächst die Vermögenssteuer umgewandelt. Die „Gelbwesten“, die erstaunlicherweise in Frankreich und in ganz Europa auch von Linken gelobt werden, wurden in ihrem Geschrei gegen den Präsidenten lauter und schriller und gewalttätiger.

Victor Hugo ist bekannt für sein berühmtes Buch „Notre-Dame de Paris“. Er hat auch „Die Elenden“ („Les Miserables“) geschrieben. Die „Gelbwesten“-Wortführerin Ingrid Levasseur: „Victor Hugo dankt allen großzügigen Spendern, die Notre-Dame retten wollen, und schlägt ihnen vor, sich auch um die Elenden zu kümmern.“ Der Brand von Notre Dame war also Anlass, von der Politik zu verlangen, sich um die „Sorgen der kleinen Leute“ zu kümmern. Ein Streit um die französische Steuergesetzgebung entbrannte. Wie schon bei der Restaurierung der Kathedrale 1845 bis 1859 (Michaela Wiegel, FAS 21.4.19; Judith Neschma Klein, FAS 21.4.19; Katrin Hummel, FAS 21.4.19; bpe, FAS 21.4.19).

So ist die Lage. Machen wir uns nichts vor!

Aber was bedeutet das für Europa und den Westen?

2354: Die Aussichten für die Europawahl am 26. Mai

Montag, April 22nd, 2019

1. Anhand von Umfragen (europeanelections-stats.eu) können wir uns ein Bild machen von der Europawahl unter Teilnahme der Briten. Die letzten Umfragen stammen aus dem April 2019.

2. Wahrscheinlich nimmt Großbritannien noch an der Wahl teil. Das hat Einfluss auf das Ergebnis und die daraus erwachsenden Personalentscheidungen. Die Volksparteien sind abgestürzt (Tories 15 Prozent, Labour 22 Prozent). Die neue Brexit-Partei von Nigel Farrage kommt auf 27 Prozent. Alle, die in der EU bleiben wollen, auf 29 Prozent.

3. Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), hat die Aussicht, eine Mehrheit zu finden. Er braucht dazu die Sozialdemokraten und die stets unsicheren Liberalen.

4. In Frankreich liegen Macrons Bewegung En Marche und Marine Le Pens Rassemblement National (früher Front Nationale) bei 21 bzw. 20 Prozent. So kann Macron wahrscheinlich nicht seinen Landsmann Michel Barnier an die Kommissionsspitze bringen, den erfolgreichen EU-Brexit-Chefverhandler.

5. In Deutschland pendelt die Union um 30 Prozent. Die Grünen können erstmals die SPD (18 Prozent) überholen. Die AfD liegt bei 12 Prozent.

6. In Italien kann die rechte Lega mit 27 Sitzen rechnen, die linke Cinque Stelle mit 18. Für Berlusconis Forza Italia bleiben noch fünf (5) Sitze. Das ist nicht gut für die sozialdemokratische EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

7. Vergeben werden folgende Posten: Kommissionsvorsitzende(r), Vorsitz im Parlament und im Europäischen Rat, die/der EU-Außenbeauftragte, Chef(in) der Europäischen Zentralbank.

8. Kritiker, Skeptiker und Gegner Europas spielen bei der Postenvergabe glücklicherweise keine Rolle.

9. Aber Nationalisten, Populisten und Extremisten von rechts werden ihren Stimmenanteil ausbauen. Eventuell bis zu 26 Prozent (ein Viertel der Sitze).

10. Es ist also mit einem Erfolg der Mitte zu rechnen.

(Thomas Gutschker, FAS 21.4.19)

 

2353: Flughafengesellschaft Berlin: BER-Eröffnung Oktober 2020

Montag, April 22nd, 2019

Die Flughafengesellschaft Berlin hat einem Bericht des „Tagesspiegels“ widersprochen, wonach die Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER im Oktober 2020 gefährdet sei. Die Zeitung hatte sich auf einen 61-seitigen Bericht des TÜV Rheinland zur Anlagentechnik berufen. Dort wurden Mängel bei den Kabeln für die Sicherheitsbeleuchtung und die Sicherheitsstromversorgung behauptet. Außerdem bei den Sprinkleranlagen und der Entrauchungssteuerung. Der Flughafengesellschaft zufolge ist der BER bis auf das Terminal 1 fertig. Mit der Prüfung der gesamten Anlage solle im Juli begonnen werden. Flughafenchef Lütke Daldrup, der vierte Chef, hat Klage beim Landgericht Hamburg eingereicht, weil es sich um eine „unzutreffende Tatsachenbehauptung, die zugleich beleidigenden Charakter hat“, handle. Vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss soll der ehemalige Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft und derzeitige Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), aussagen. Ursprünglich sollte der BER, an dem seit 2006 gebaut wird, 2011 eröffnet werden. Das wurde mehrmals verschoben (Anna Reuss, SZ 17.4.19).

2352: Theo Waigel 80

Sonntag, April 21st, 2019

Der ehemalige CSU-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Theo Waigel wird zu Ostern 80 Jahre alt. Er war immer ein Solitär und etwa einer der wenigen in der CSU, der sich für Angela Merkels (CDU) Flüchtlingspolitik eingesetzt hat. Georg Meck und Bettina Weiguny haben ihn für die FAS (14.4.19) interviewt.

FAS: Sie waren Akteur bei der deutschen Einheit wie der Euroeinführung. Lief das alles ohne Fehl‘ und Tadel aus heutiger Sicht?

Waigel: Was wir nicht gewusst haben vor der Wiedervereinigung, das war, wie schlimm es um die ostdeutsche Volkswirtschaft stand und wie bankrott der Staat war.

FAS: Bundeskanzler Helmut Kohl hat von bald blühenden Landschaften geschwärmt.

Waigel: Die sehe ich, wenn ich durch Ostdeutschland fahre. Hätten wir die Menschen damals gefragt: Seid ihr bereit, für die Einheit 2,5 Billionen Mark zu bezahlen? Da hätte uns niemand – … – unterstützt.

FAS: So haben Sie den Leuten etwas vorgegaukelt.

Waigel: Nein! Wir haben allerdings den Ostdeutschen den Offenbarungseid erspart, das war vielleicht ein Fehler. Soll mir heute niemand mit Ostalgie kommen, da war nichts gut in der DDR! Die deutsche Einheit war eine einmalige historische Gelegenheit, und wir hatten nur ganz wenig Zeit, gut ein Jahr, mehr nicht.

FAS: Warum .. braucht das Friedensprojekt Europa unbedingt eine gemeinsame Währung – gegen alle ökonomischen Einwände?

Waigel: Der Euro ist auch ökonomisch notwendig. Wir wären mit der D-Mark ein Spielball des Dollars und des Renminbis. Europa hat nur so eine Chance. Schon die Finanzkrise hätten wir mit 30 einzelnen Währungen nie überstanden. In Deutschland hätten wir heute eine Aufwertung der Mark, die wäre verheerend für die Wirtschaft.

FAS: Trotzdem lautet das gängige Urteil: Die Durchlässigkeit der Gesellschaft nimmt ab, die Elite schottet sich ab.

Waigel: Das Gegenteil ist wahr. Die Barrieren von früher gibt’s nicht mehr. Komme mir niemand mit der guten alten Zeit. Es herrschten eine Theologie der Angst und eine Pädagogik der Schläge. Wir leben heute in der besten aller Zeiten. …

Kommentar W.S.: Ich stimme mit Theo Waigel überein.

2351: „epd medien“ 70 Jahre alt

Freitag, April 19th, 2019

Seit 1949 berichtet „epd medien“ (ursprünglich: „epd Kirche und Rundfunk“) über das Mediensystem in Deutschland. Dort arbeitet eine kleine, fachlich versierte und in ethischen Fragen wache Redaktion. Ihr Selbstverständnis wurde 2005 offenbar, als ihr damaliger Chef, Volker Lilienthal, den Schleichwerbe-Skandal bei der „Bavaria“ aufdeckte. Wegen der Zuschüsse der evangelischen Kirche ist „epd medien“ nicht abhängig von Abonnenten und Anzeigenkunden. Die Nachrichtenagentur sieht sich im Dienst des Qualitätsjournalismus. In Zeiten der Digitalisierung und Kommerzialisierung der Massenmedien ist „epd medien“ heute wichtiger als je zuvor. Die verantwortliche Redakteurin Diemut Roether sagt: „Es braucht jemand, der dem Gerede von der ‚Lügenpresse‘ eine differenzierte Kritik entgegensetzt.“ (Matthias Drobinski, SZ 9.4.19)