Archive for the ‘Gesellschaft’ Category

3239: Angriffe auf Journalisten nehmen zu.

Sonntag, Januar 24th, 2021

Im Jahr 2020 hat es in Deutschland 252 Übergriffe auf Journalisten gegeben. Im Zusammenhang damit kam es  zu 22 Körperverletzungen, 33 Sachbeschädigungen, vier Brandstiftungen, mehr als 29 Fällen von Bedrohung und Nötigung, Volksverhetzung, Raub, Erpressung. Damit hat sich die Zahl der Vorfälle im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. 144 Angriffe sind von Personen aus dem rechten Spektrum und von Rechtsextremisten unternommen worden.

Der Deutsche Presserat, der freiwillige Zusammenschluss von Journalisten und Verlegern, hat darufhin die Bestimmungen des Pressecodex geändert. Die Grünen-Abgeordnete Irene Mihalic sagte: „Unabhängige Berichterstattung scheint ausweislich der Zahlen eine besondere Zielscheibe gerade für Rechtsextreme und die Bewegung der Corona-Leugner zu sein.“

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) sprach von vermehrten Angriffen aus den Reihen der „Querdenker“ und bemängelte das manchmal zu zögerliche Eingreifen der Polizei in diesen Fällen. „Polizisten sind auch zur Durchsetzung der Grundrechte da. Und dazu gehört nun mal Artikel 5 der Verfassung, die Presse- und Meinungsfreiheit.“ Auf Grund der hohen Zahl der Angriffe auf Journalisten wird es immer aufwendiger, alle Übergriffe zu verfolgen und zu verifizieren (Florian Flade/Ronen Steinke, SZ 21.1.21).

3238: Cem Özdemir über Armin Laschet

Sonntag, Januar 24th, 2021

Cem Özdemir und Armin Laschet gehörten in den neunziger Jahren in Bonn zur „Pizzaconnection“. Möglicherweise sind sie einander gewogen. Sabine am Orde hat Cem Özdemir für die taz (19.1.21) interviewt.

taz: War er (Armin Laschet) ihr Wunschkandidat für den CDU-Vorsitz?

Özdemir: Das musste natürlich die CDU entscheiden. Aber eins ist klar: Die CDU hat sich für jemand entschieden, der glaubwürdig für den Zusammenhalt der Gesellschaft steht, und deswegen kann man sich als Grüne*r und als Bürger*in dieses Landes durchaus über dieses Ereignis freuen. Aber auf dem CDU-Parteitag haben wir auch gehört, dass die entscheidenden Zukunftsthemen Klimaschutz und Digitalisierung nicht gerade zum christdemokratischen Kernrepertoire zählen.

taz: Kann Laschet Kanzler?

Özdemir: Das muss man sehen, aber es gab auch in der Vergangenheit bereits CDU-Vorsitzende, denen man das nicht zugetraut hat. Kohl war dann 16 Jahre lang Bundeskanzler, und Angela Merkel hat auch bald 16 Jahre voll. Und jetzt bedauern auch Grünen-Wähler*innen, dass die Ära Merkel endet. Gleichzeitig bedeutet das Ende der Ära Merkel auch, dass die Karten neu gemischt werden. Und insbesondere für die jungen Wähler*innen sei gesagt: Es ist kein Naturgesetz, dass die CDU in diesem Land immer die Kanzler*in stellt.

taz: In den Umfragen sieht es derzeit nicht nach Spannung aus. Mal was Persönliches: Sie kennen Laschet seit den 1990er Jahren, der Zeit der sogenannten Pizzaconnection in Bonn. Was schätzen Sie an ihm?

Özdemir: Ich habe ihn als jemanden mit Humor erlebt, mit Selbstironie und als echten Christdemokraten. Man kann wirklich beide Teile betonen: christliche Überzeugung und Demokrat. Der Flug letztes Jahr nach Moria, das war schon ein Zeichen. Das hätte er nicht machen müssen. Da ist er ein Risiko eingegangen, obwohl man ihm eher unterstellt, dass er in der Komfortzone bleibt. Er ist tief überzeugter Europäer. Und was Norbert Röttgen an der FDP kritisiert hat – diese Kritik ist bei den Schwarzen weiter verbreitet, als sich das viele im Springer Verlag vorstellen können.

taz: Sie haben mit Laschet bereits 2017 Jamaika verhandelt. Wie waren die Erfahrungen mit ihm?

Özdemir: Er ist ein verlässlicher Partner, da habe ich keine Zweifel. Und er hat sich als Brückenbauer hervorgetan. Einer, der hart in der Sache verhandelt, aber dem man angemerkt hat, dass er an Lösungen interessiert ist.

taz: Fordern Sie ein grün geführtes Innenministerium?

Özdemir: Ja, das wäre gut. Wir können Innenpolitik und haben mit Personen von Robert Habeck bis Irene Mihalic und Konstantin von Notz die nötige Kompetenz dafür.

3237: Placido Domingo 80

Samstag, Januar 23rd, 2021

1975 sang der damals 34-jährige Placido Domingo in Hamburg Giuseppe Verdis Otello. Den bildungsfernen und emotional wenig gefestigten Soldaten. Er heiratet einem Patrizier gegen dessen Willen seine Tochter weg. Später erliegt er seiner Eifersucht und erwürgt die Frau. Eine der ganz großen Partien der Opernwelt. Placido Domingo hat den Otelleo noch etwa 200 mal gesungen. Er hatte 150 Partien im Repertoire und absolvierte 1988 seinen 2000. Bühnenauftritt. Und er hat zwei Opernhäuser geleitet. Er wechselte vom Tenor- ins Bariton-Fach und wurde vor Anna Netrebko und Jonas Kaufmann der erfolgreichste und beliebteste Opernsänger der Welt. Sagenumwoben der Auftritt mit Luciano Pavarotti und José Carreras als die „Drei Tenöre“. Den Otello hat er 1986 in der Verfilmung von Franco Zeffirelli gesungen. Überschattet wird sein Weltruhm in jüngster Zeit von Vorwürfen sexueller Belästigung. Das teilt Placido Domingo mit anderen Künstlern von Weltformat (Reinhard J. Brembeck, SZ 21.1.21).

3236: Wikipedia 20 Jahre alt: immer weniger Frauen

Donnerstag, Januar 21st, 2021

Der Grundgedanke von Wikipedia ist, dass hier nicht nur einige Wenige Beiträge schreiben können, sondern alle. Durch seine Einträge, Lemmata genannt, hat Wikipedia eingeführte Enzyklopädien verdrängt wie den Brockhaus und die „Enzyklopädia Britannica“. Inzwischen liegen 53,73 Millionen Beiträge in fast 300 Sprachen vor. Die deutschsprachige Wikipedia ist die weltweit viertgrößte Ausgabe. Wikipedia insgesamt ist mittlerweile die meistgelesene Enzyklopädie der Welt. Allerdings geht die Zahl der Autorinnen seit Jahren zurück. Während 2006 noch 8.614 Editorinnen tätig waren, waren es 2018 nur noch 5.262. Wikipedia ist weiß, westlich, männlich. Frauen schreckt oft der aggressive, rechthaberische und teils offen misogyne Umgangston ab.

Jeden Tag kommen ca. 350 bis 400 neue Artikel hinzu. Aber als Donna Strickland 2018 den Physik-Nobelpreis bekam, gab es zu ihr keinen Wikipedia-Eintrag. Anscheinend werden Frauen dort schlechter behandelt als Männer. Fünf von sechs geposteten Biografien handeln von Männern. Wikipedia unterscheidet sich aber grundlegend von Facebook. Dort ist man vollgestopft mit Werbung, schert sich nicht um Datenschutz und bietet narzisstischen Usern eine Basis. Die Algorithmen schüren Hass und Hetze. Wikipedia ist insofern die einzige große Website, die sich der Übermacht der Kommerzialisierung und der Vermachtung des Netzes erfolgeich widersetzt hat.

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales: „Wikipedia entstand in einer Ära, als viele, ich eingeschlossen, das Gefühl hatten, die meisten Menschen seien grundsätzlich gut und Communitys können Erstaunliches erschaffen, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt.“

Die Zeitschrift „Nature“ verglich 2005 Wikipedia mit der „Enzyklopädia Britannica“. Und siehe da: Die Fehlerquote war ungefähr gleich. 85 Prozent der Wikipedia-Beiträge stammen von Menschen mit akademischem Abschluss. Seit 2020 arbeitet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Wikipedia bei der Corona-Bekämpfung zusammen. Im großen Online-Meer des Netzes stellt Wikipedia etwas dar wie einen „Seriositäts-Anker“. Allerdings hält sie am generischen Maskulinum fest und nimmt auch bei ihren Kategorien keine Rücksicht auf die Geschlechteridentität. Nach Ansicht der Wikipedia-Chefin Katherine Maher sollte die Plattform demnächst einen „Code of Conduct“ vorlegen für den respektvollen Umgang miteinander. Wikipedia müsse eine Gemeinschaft werden, die alle willkommen heiße – und in der Artikel über Physikerinnen nicht einfach abgelehnt würden, weil ein männlicher Mentor sie für irrelevant halte (Alex Rühle, SZ 14.1.21; Simon Hurtz, SZ 14.1.21; Denis Gießler, taz 15.1.21).

3235: Junge Frauen im CDU-Bundesvorstand

Mittwoch, Januar 20th, 2021

Der CDU-Bundesvorstand hat mittlerweile einen Frauenanteil von 40 Prozent. Für 26 freie Plätze kandidierten 34 Personen. Darunter mit Erfolg Laura Hopmann, 31, aus Hildesheim, Anna Kreye, 26, aus Sachsen Anhalt und Wiebke Winter, 24, aus Bremen. Sie verkörpern damit die verjüngte CDU, die sich der Angelegenheiten von Frauen verstärkt annehmen will. Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, ist ganz stolz auf die „starken, jungen und erfolgreichen“ Frauen. Im Vorstand der Jungen Union gibt es einen Frauenanteil von 41 Prozent.

Wiebke Winter sagt, sie habe sich schon immer über das Bremer Schulsystem aufgeregt. Dort habe man das Gymnasium abschaffen wollen. Als „große Atomkraftgegnerin“ habe sie aber erst nach der ideologischen Wende der CDU nach Fukushima 2011 in die Partei eintreten können. Eine Frauenquote sieht sie sehr skeptisch. Ähnlich betrachtet das Anna Kreye. Die CDU brauche mehr Identifikationsfiguren für junge Frauen, keine Quote. Auch Laura Hopmann ist dagegen. Sie sitzt seit zwei Jahren im Niedersächsischen Landtag. Wenn sie im Plenum sitzt, wartet ihr Mann draußen mit dem Baby, damit Frau Hopmann stillen kann (Boris Herrmann und Robert Rossmann, SZ 19.1.21).

3234: Brexit behindert britische Bands.

Mittwoch, Januar 20th, 2021

Bei Brexit-Anhängern war die Freizügigkeit von Personen innerhalb der EU, ihren Wohn- und Arbeotsplatz innerhalb der Staatengemeinschaft frei zu wählen, nie besonders beliebt. Sie ging am 31. Dezember zu Ende. Damit habe man die „Kontrolle über die eigenen Grenzen“ zurückerobert, meinte der britische Innenminister. Doch für britische Bands wird es, wenn Live-Konzerte wieder möglich sind, komplizierter, aufwendiger und teurer in der EU aufzutreten. Bisher konnten Musikgruppen von der Insel unbegrenzt lange mit ihren eigenen Fahrzeugen und eigenem Equipment durch die EU touren. Was an die Stelle dieser Freizügigkeit treten wird, weiß niemand so ganz genau. Wird Zoll fällig? Bleibt das Reisen visafrei? (Alexander Menden, SZ, 20.1.21)

3233: Tusk fordert Härte gegen Ungarn.

Dienstag, Januar 19th, 2021

Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Donald Tusk, früher polnischer Ministerpräsident und EU-Ratspräsident, hat in einer Botschaft an den CDU-Parteitag mehr Härte gegen Ungarns Verstöße gegen die Menschenrechte verlangt. „Es ist in hohem Maße euch zu verdanken, dass Freiheit, Ehrlichkeit, Transparenz, Wahrheit und Vernunft nicht verloren haben im Kampf mit autoritären Tendenzen, mit Korruption, Lüge und Populismus.“ Die Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, Fidesz, drohe die EVP zu zerreißen. „Wenn wir unseren Glauben nicht verloren haben, dass das vereinte Europa eine Zukunft hat und unsere Werte einen Sinn haben, dann ist das auch ein Ergebnis eurer Konsequenz, eurer Geduld und, ganz einfach, eurer Anständigkeit.“ „Ich appelliere an eure Standhaftigkeit in unserem Kampf um die freiheitliche Demokratie auch in unseren eigenen Reihen.“

Es stünden jetzt harte Entscheidungen an. Damit meint Tusk den Ausschluss der seit 2019 suspendierten ungarischen Fidesz aus der EVP. „Ein klarer Standpunkt von euch wird dabei den Ausschlag geben und daher Gold wert sein.“ Armin Laschet hatte am Samstag im ZDF gesagt, das werde eine schwere Frage. „Wir brauchen Ungarn und Polen in der EU. Ich will nicht, dass sie ins Rechtsradikale abdriften.“ Kürzlich hatte Viktor Orban die EU wieder mit der Sowjetunion verglichen. „Früher hat das Zentralkomitee in Moskau ideologische Positionen vorgegeben. Wer sich nicht daran hielt, wurde unter Druck gesetzt.“ Dem Fraktionschef der EVP im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), warf Orban vor, die Ungarn für „Europäer zweiter Klasse“ zu halten (Daniel Brössler, SZ 18.1.21).

 

3232: Trans-Community gegen J.K. Rowling

Montag, Januar 18th, 2021

Die „Harry Potter“-Schreiberin J.K. Rowling ist eine Weltbestseller-Autorin. Seit einiger Zeit wird sie hasserfüllt von der Trans-Community bekämpft. Denn sie hatte sich über den Ausdruck „people who menstruate“ mokiert. Es könne auch weiterhin von „Frauen“ die Rede sein. Außerdem verteidigte Rowling die konventionellen Zutrittsbestimmungen für Damentoiletten.

Unerhört?

Jetzt ist Rowling mit ihrem Krimi „Böses Blut“, den sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith veröffentlicht hatte, wieder ins Visier der Trans-Community geraten. Dabei handelt es sich um den fünften Teil einer 2013 begonnenen Krimiserie. Darin muss der Privatdetektiv Cormoran Strike einen 40 Jahre alten Fall aufklären. Der Roman umfasst über 1.200 Seiten. Verdächtig ist der heterosexuelle Serienkiller Dennis Creed, der in Frauenkleidern auftritt und sehr rational agiert. Von einem Crossdresser oder einer Transfrau kann keine Rede sein.

Für den „Daily Telegraph“ besteht allerdings Rowlings Moral darin, dass einem Mann in Frauenkleidern niemals zu trauen sei. Auf Twitter gab es die entsprechenden Reaktionen: Rowling sei eine Ratte und eine transphobe Bitch. Ihr neuer Roman zeige die Skrupellosigkeit, mit der sie Trans-Personen in Gefahr bringe. Und das nur, um mehr Bücher zu verkaufen (Ronald Düker, Die Zeit 7.1.21).

3231: Renate Harpprecht gestorben

Montag, Januar 18th, 2021

Sie hatte Auschwitz überlebt. Die 1924 in eine jüdischen Familie in Breslau geborene Renate Lasker. Ihre Eltern, der Vater Rechtsanwalt, die Mutter Violinistin, wurden 1942 deportiert und ermordet. Renate Lasker musste ins Zuchthaus, weil sie für französische Kriegsgefangene Reisepapiere gefälscht hatte. 1943 kam sie nach Auschwitz, wo sie ihre jüngere Schwester Anita, eine Cellistin, wiedertraf. Das hat ihr womöglich das Leben gerettet; denn als Mitglied des berühmten „Mädchenorchesters“ wurde Anita Lasker besser versorgt als andere KZ-Insassen. Als die Rote Armee 1944 Auschwitz näherrückte, wurden die Schwestern mit anderen ins KZ Bergen-Belsen gebracht. Hier befreite sie die britische Armee 1945. Und Renate Lasker nahm sich vor, „dass ich mir nicht den Rest meines Lebens von Hitler diktieren lasse“. Die Schwestern Lasker gingen nach London schworen sich, nie wieder deutschen Boden zu betreten, wozu es dann aber später doch kam.

Renate wurde Journalistin und arbeitete für die BBC. Schließlich sogar für den WDR in Köln. Dann berichtete sie für das ZDF aus Washington. Sie heiratete den Journalisten Klaus Harpprecht, den Thomas-Mann-Biografen und Willy Brandts Redenschreiber. Die letzten Jahrzehnte ihres Lebens wohnten die Harpprechts (Klaus starb 2016) in einem kleinen Ort in Südfrankreich. Und Renate Harpprecht wurde eine gefragte Expertin für das Leben in einem NS-Vernichtungslager. Alles gestattete sie sich und anderen, nur keine Sentimentalität! „Auschwitz erlaubt keine Altmänner-, keine Altweiberrührung.“ Renate Harpprecht ist im Alter von 96 Jahren gestorben (Matthias Nass, Die Zeit 7.1.21).

3230: Armin Laschet CDU-Vorsitzender: Aussicht auf Wahlsieg !

Sonntag, Januar 17th, 2021

Die Wahl von Armin Laschet zum CDU-Parteivorsitzenden verspricht der Union (CDU und CSU) den Machterhalt am 26. September 2021 bei der Bundestagswahl, falls Laschet Kanzlerkandidat wird. Er steht für Integration der Unionsparteien, Kontinuität der Politik der Bundesregierung und Erfolg. Und er kann mit den Grünen. Markus Soeder müsste den Bayern-Malus überwinden. Und Friedrich Merz hat ja nun genug verloren. Wie er auf die Idee gekommen ist, sich als Wirtschaftsminister vorzuschlagen, ist mir schleierhaft.

Armin Laschet hatte die Stichwahl knapp mit 521 zu 466 gegen Friedrich Merz gewonnen. Am Freitag muss die Wahl durch Briefwahl bestätigt werden. Laschet hatte in seiner Bewerbungsrede gesagt, es gelte „Klartext zu sprechen, aber nicht zu polarisieren“. Und er fügte hinzu: „Die Geschichte der CDU war meistens erfolgreich, wenn auch der CDU-Vorsitzende bereit war, Kanzlerkandidat zu sein.“ Am 14. März gibt es für die CDU nicht aussichtsreiche Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Im Südwesten hat die Partei die falsche Kandidatin und in Rheinhessen hat Malu Dreyer (SPD) sich eine Aura aufgebaut, die kaum zu schlagen ist. Da muss Armin Laschet aufpassen. Paul Ziemiak bleibt CDU-Generalsekretär (Konrad Schuller, Frank Pergande, FAS 17.1.21).