Archive for the ‘Wissenschaft’ Category

5186: H.A. Winkler kritisiert den „Merkelflügel“ der CDU

Sonntag, Februar 16th, 2025

Der bekannte Historiker Prof. Dr. Heinrich August Winkler war 1962 wegen seines Faibles für Willy Brandt in die SPD eingetreten. Dort war er immer ein unruhiger und kritischer Geist. So hatte er die gegenwärtige SPD ja für ihre zögerliche und zaudernde Ukraine-Politik gescholten. Winkler wandte sich gegen die „faktische Umwandlung des deutschen Asylrechts in ein Einwanderungsrecht“. Das hätten die Mütter und Väter des Grundgesetzes nicht gewollt. Das gegenwärtige Asylrecht sei eine „Aufstiegsprämie“ für die AfD, die größte Gefahr für unsere Demokratie.

Im Historikerstreit der achtziger Jahre hatte sich Winkler entschieden gegen die rechtsnationale Geschichtspolitik gewandt. Er beschrieb die „Geschichte des Westens“ und „unseren langen Weg nach Westen“. Jetzt kritisiert er den „Merkelflügel“ der CDU für seine illusionäre Migrationspolitik (Joachim Käppner, SZ 15./16.2.25).

Heinrich August Winkler hat Recht.

5185: Olaf Scholz weist die USA zurück.

Samstag, Februar 15th, 2025

Indem er zu Recht darauf verweist, dass aus den Reihen der AfD die schweren nationalsozialistischen Verbrechen geleugnet werden.

5179: Winkler fordert die Abschaffung des individuellen Asylrechts.

Montag, Februar 10th, 2025

Der hoch angesehene Historiker Heinrich August Winkler, der der SPD angehört, verlangt im „Spiegel“ die Abschaffung des individuellen Asylrechts. „Ein Recht auf Asyl in einem bestimmten Land ist den Vätern und Müttern des Grundgesetzes niemals in den Sinn gekommen.“ Vielmehr sei eine „kluge Entscheidung für ein institutionelles Asylrecht basierend auf bestimmten Regeln des Völkerrechts“ getroffen worden. Nach Winklers Meinung vertreten SPD und Grüne doktrinär Positionen, deren promblematische Folgen unbestreitbar seien (SZ 10.2.25).

5177: „Lieber ‚Kopftuchmädel‘ als ‚Bund deutscher Mädel'“.

Sonntag, Februar 9th, 2025

Der „Wirtschaftswarntag“ hat kürzlich gezeigt, wie wichtig es ist, dass Unternehmer sich auch politisch äußern. Denn nicht nur unsere Wirtschaft ist in der Krise, sondern auch die Demokratie insgesamt. Nicht gemeint sind solche Opportunisten wie Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Sundar Pichai, die bei Donald Trump zur Propaganda in der ersten Reihe standen. Und der 85-jährige Molkerei-Multi Theo Müller darf Alice Weidel zu seiner „Freundin“ erklären, die kürzlich ihre Kompetenz dadurch unter Beweis stellte, dass sie

Adolf Hitler als „Kommunisten“

bezeichnete. Solche Schwachköpfe bedrohen unsere Demokratie. Die eigentliche Frage lautet also: „Für welche Politik wollen Unternehmen und ihre Manager eigentlich stehen?“ Die hat Joe Kaeser (Siemens) 2018 schon beantwortet: „Lieber ‚Kopftuchmädel‘ als ‚Bund deutscher Mädel‘.“ Das sagt alles. Der Wärmepumpenausrüster Viessmann hat vor einigen Wochen gespendet an Union, FDP, Grüne und SPD.

Nicht an die AfD.

Deren Politik gegen Europa und den Euro würden uns noch weiter in ein wirtschaftliches und soziales Desaster führen. Sie soll ja die AfD an die Macht bringen. Da ist die Mehrheit der Deutschen dagegen. Das zeigen die Massendemonstrationen an diesem Wochenende von Hamburg bis München (dort haben 2,5 Millionen Menschen gegen die AfD demonstriert). Bevor Donald Trumps abwegige Zollpolitik die Handelspolitik einer ganzen Welt zerlegt, sollen unsere Unternehmer sich politisch zu Wort melden (Thomas Fromm, SZ 8./9.2.25).

5176: Porsche will mehr Verbrenner bauen.

Samstag, Februar 8th, 2025

Wegen des schleppenden Ansatzes von Elektroautos will Porsche wieder mehr Verbrenner bauen. Dann müsste die Firma in diesem Jahr wieder einen Gewinneinbruch hinnehmen. An der Konzernspitze tobt ein Machtkampf (SZ 8./9.2.25).

5173: Mehr Angriffe auf Politiker

Donnerstag, Februar 6th, 2025

Straftaten gegen Politiker haben 2024 um 20 Prozent zugenommen. Von 2023 4047 auf 4923. Das teilt das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linken-Politikerin Martina Renner mit. Betroffen sind Bürgermeister, Landräte, Stadtverordnete und Abgeordnete. Im übrigen können die deutschen Kommunen noch bis Ende Januar 2025 solche Taten nachmelden. Dann steigt die Zahl. Die meisten einschlägigen Straftaten gab es in Bayern (747), Baden-Württemberg (633) und Nordrhein-Westfalen (540) (SZ 5.2.25).

5172: Investitionen trotz Schulden sinnvoll

Donnerstag, Februar 6th, 2025

Ein staatliches Investitionsprogramm in Höhe von 600 Milliarden Euro würde künftigen Generationen selbst dann erheblich mehr Wohlstand bringen, wenn es zu 100 Prozent über zusätzliche Kredite finanziert würde. Das zeigt eine Studie des Düsseldorfer Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Insofern sollte die Schuldenbremse reformiert werden (SZ 6.2.25).

5171: Negativzinsen partiell unzulässig

Mittwoch, Februar 5th, 2025

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Negativzinsen auf Spareinlagen und Tagesgeld unwirksam waren. Anders bei Girokontenguthaben, wo sie im Grundsatz zulässig sind. Es widerspreche Treu und Glauben, wenn Sparguthaben durch Negativzinsen weniger würden. „Das steht dem Vertragszweck diametral entgegen.“ Die dazu eingereichten Klagen der Verbraucherzentralen hatten also Erfolg (SZ 5.2.25).

5170: EU bereitet sich auf Handelskrieg mit den USA vor.

Dienstag, Februar 4th, 2025

Nachdem die USA Zölle gegen Mexiko, Kanada und China angekündigt haben, stellt sich nun die EU auf US-Zölle ein. Das haben die Regierungschefs auf einem Gipfeltreffen in Brüssel beschlossen. Unter Ratspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich die EU seit längerem darauf vorbereitet. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unterstrich, dass dies erforderlich sei. Ähnlich der luxemburgische Regierungschef Luc Frieden und der französische Präsident Emmanuel Macron. Europa sei wirtschaftlich genau so stark wie die USA. Zollpolitik werde mit Zollpolitik beantwortet. Betroffene Produktgruppen haben die USA aber bisher noch nicht genannt (SZ 4.2.25).

Die Zollpolitik der USA ist grundsätzlich falsch. Der gesamte Welthandel wird beschädigt. Am meisten werden unter ihr wahrscheinlich Bürger der USA leiden. Allerdings nicht Elon Musk und Donals Trump.

5167: Der Unterschied in der Körpergröße zwischen Männern und Frauen wächst.

Sonntag, Februar 2nd, 2025

12 Zentimeter beträgt der durchschnittliche Unterschied in der Körpergröße zwischen Männern und Frauen. In Deutschland 14. Und der Abstand nimmt schnell zu. Das geht aus Daten der Weltgesundheitsbehörde im 20. Jahrhundert hervor. Das wird regelmäßig mit der Ernährung erklärt und damit, ob Krankheiten behandelt werden. In der ersten Hälfte des letzten Jahrhundert sind Männern im Schnitt um 4,0 Prozent gewachsen, Frauen um 1,9 Prozent. Im Jahrgang 1905 war eine von vier Frauen größer als ein durchschnittlicher Mann, im Jahr 1958 nur noch eine von acht Frauen.

Die Erklärungen dafür sind, wie in der Wissenschaft üblich, verschieden. Während eine Theorie sexuelle Selektivitä für die Ursache des Phänomens hält, glaubt die andere daran, dass die Unterschiede „normal“ seien. In Zeiten des Mangels werden Körper kleiner. Bei Frauen ist das nur begrenzt möglich, weil sie ja die Kinder kriegen müssen. Die längsten Menschen der Welt leben in den Niederlanden. Allmählich bleiben neuerdings Kinder dort hinter dem Wachstum der Eltern zurück. Körperlänge kann auch Krankheiten hervorrufen wie Knie- oder Rückenbeschwerden (Christina Berndt, SZ 29.1.25).