Tausende afghanische Flüchtlinge verlassen Pakistan, obwohl sehr viele von ihen schon mehrere Jahrzehnte dort leben und arbeiten. Pakistan hatte ihnen ein Ultimatum gesetzt. Bis Ende Oktober. Laut pakistanischer Regierung leben 4,4 Millionen Afghanen in Pakistan, 1,7 Millionen ohne Papiere (SZ 2.11.23).
Archive for the ‘Gesellschaft’ Category
4562: Pakistan schiebt Afghanen ab.
Donnerstag, November 2nd, 20234561: Bitte um Verzeihung in Afrika
Donnerstag, November 2nd, 2023Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in der tansanischen Stadt Songea dafür entschuldigt, was Deutsche dort ihren Vorfahren während der Kolonialherrschaft angetan haben. „Als deutscher Bundespräsident möchte ich um Verzeihung bitten für das, was Deutsche hier ihren Vorfahren angetan haben.“ Deutschland sei zu einer gemeinsamen Aufarbeitung der Vergangenheit bereit. 1906 etwa war Chief Songea Mbano mit 66 anderen Anführeren von den deutschen Kolonialherren hingerichtet worden. Er ist heute Nationalheld. Der sogenannte Maji-Maji-Krieg 1905 bis 1907 kostete ca. 300.000 Menschen das Leben (SZ 2.11.23).
4560: Deutsche Gasspeicher sind gefüllt.
Donnerstag, November 2nd, 2023Deutschland droht in den kommenden Monaten kein Mangel an Brennstoff. „Wir sind viel, viel besser vorbreitet, als vor zwölf Monaten“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller. Die Agentur will demnächst neue Szenarien vorlegen. Das Gasspeicher sind zu mehr als 99 Prozent gefüllt (SZ 2.11.23).
4559: Tom Buhrow verdient 413400 Euro im Jahr.
Mittwoch, November 1st, 2023Der WDR-Intendant und ARD-Vorsitzende Tom Buhrow verdient 413400 Euro im Jahr. Auf die Frage der SZ-Journalistin Claudia Tieschky „Was ist ein angemessenes Gehalt für einen WDR-Chef?“ antwortet er:
„Das habe ich nicht zu entscheiden. Bei mir gab es keine Verhandlungen ums Gehalt. Der Verwaltungsrat regelt das, möglicherweise wird künftig auch der Gesetzgeber etwas dazu sagen.“ (SZ 31.10./1.11.23)
4558: Ermittlungen gegen Reichelt eingestellt.
Mittwoch, November 1st, 2023Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den ehemaligen „Bild“-Chef Julian Reichelt eingestellt. „Der Anfangsverdacht hat sich durch die Ermittlungen nicht best#tigt.“ Springer hatte Reichelt vorgeworfene, vertrauliche Unterlagen an die „Berliner Zeitung“ geleakt zu haben. Der Verleger der „Berliner Zeitung“, Holger Friedrich, hatte Reichelt an Springer verpfiffen. Reichelt bekam von Springer eine Abfindungssumme. Im Gegenzug soll Reichelt Springer Unterlagen zur Verfügung gestellt haben. Laut Staatsanwaltschaft liegen keine Anhaltspunkte für einen versuchten Betrug vor (SZ 31.10./1.11.23).
4557: Lindner und Buschmann für Leistungskürzungen
Montag, Oktober 30th, 2023Bundesfinanzminister Christian Linder (FDP) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) schlagen Kürzungen bei Leistungen für Asylbewerber vor. Im Extremfall eine „Absenkung quasi auf null“. Und zwar für Menschen, denen „humanitärer Schutz“ in dem für sie zuständigen EU-Staat zusteht, die sich aber weigern, diesen in Anspruch zu nehmen (SZ 30.10.23).
4556: Cornelia Froboess 80
Sonntag, Oktober 29th, 2023Cornelia Froboess wird 80. Die „bayerische Kammerschauspielerin“ war als Berliner Göre aus dem Wedding und „Conny“ gestartet. U.a. mit Songs wie „Pack die Badehose ein“ und „Zwei kleine Italiener“. Mit Peter Kraus bildete sie ein Showpaar. Davon verabschiedete sie sich nach einer Schauspielausbildung als Theaterstar. Direkt und unverstellt.
Sie startete in Salzburg, wo ihr künftiger Mann, Hellmuth Matiasek, Intendant war. Folgte ihm dann nach Braunschweig. Und machte ab 1972 an den Münchener Kammerspielen bei Dieter Dorn eine einmalige Karriere. Sie war Lessings Minna von Barnhelm, Wedekinds Lulu, Schillers Maria Stuart, Goethes Marthe Schwerdtlein, Brechts Mutter Courage und Ibsens Frau vom Meer. Als einmalig erwies sie sich in den Rollen von Botho Strauß´Frauen. Sie wirkte mit in dem von August Everdings inszenierten Musical „My Fair Lady“. Neben Helmut Griem und Lambert Hamel. Dann wurde sie zur „Bayerischen Kammerschauspielerin“ ernannt. Als diese dominierte sie Fernsehkomödien wie „Oma zockt sie alle ab“. Sie ist doch wohl ziemlich einmalig (Christine Dösssel, SZ 28./29.10.23).
4555: Israels einziger verlässlicher Bündnispartner sind die USA.
Samstag, Oktober 28th, 2023Durch das Hamas-Massaker an Israel kommt mit schmerzlicher Klarheit ans Licht, was wir seit Jahrzehnten wissen: der einzig verlässliche Partner Israels sind die USA. Jedenfalls solange Donald Trump nicht Präsident wird. Denn wir erinnern uns an seine katastrophal falsche Iran-Politik. Manches ist heute nicht mehr unausdenkbar. Wir erleben die ständigen israel-feindlichen Aktionen der Vereinten Nationen (UN), die EU kann sich nicht auf eine nachhaltige Israel-Hilfe einigen. Da brauchen wir uns nicht zu wundern, dass Israel sich in der Regel einen feuchten Kehricht um das kümmert, was die EU von sich gibt. Die deutschen Lippenbekenntnisse a la Merkel und Scholz sind deswegen so unglaubwürdig, weil sie in der Bevölkerung nur partiell Zustimmung finden. Und denken wir an die Demonstrationen auf unseren Straßen, auf denen der Hamas-Mord gefeiert wird.
Dass von der internationalen Linken nicht viel Produktives zu erwarten ist, überrascht nicht. Sie sieht in Israel „Apartheidspolitik“. Und tief innen drin wünschen sich viele Linke das Auslöschen Israels. Da sind die Öko-Teenager nur ein lindes Lüftchen.
Dazu kommt natürlich das furchtbare Netanjahu-Regime. Um des schlichten Machterhalts willen hat er sich mit Ultra-Regiösen und Rechtsextremisten verbündet. Das führt stets ins Unglück. Die Gewaltenteilung wird aufs Spiel gesetzt. Israels Frauen können sich außerdem freuen. Natürlich kann die völkerrechtswidrige Besatzungspolitik mit reaktionären Siedlern, die überwiegend aus den USA kommen, nicht hingenommen werden. Und wir müssen auch an der Zwei-Staaten-Theorie festhalten, die Israel tatsächlich nie wollte. Sonst würde ja klar, dass es sich bei Israels militärischem Sieg 1948 um eine Eroberung gehandelt hat. Klar, wenn man selbst so aggressiv vorgeht, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Gegenseite entsprechend antwortet. Insofern hatte ja Antonio Guterres recht.
Klar geworden ist auch, dass die Hamas trotz aller israelischen Gegenbemühungen in der Lage ist, bis heute täglich Raketen nach Israel zu schießen. Das voll auf Krieg ausgerichtete Gaza-System ist nicht mehr so einfach zu überwinden wie kürzlich noch. Und die 190.000 Palästinenser, die täglich nach Israel zur Arbeit gingen, haben den Hamas-Militärs natürlich Details verraten, die von militärischer Relevanz sind. Schlecht für Israel. Für das Land steht alles auf dem Spiel: seine Identität, seine Sicherheit, die Möglichkeit eines freien jüdischen Lebens.
Was sollen wir da erwarten?
4554: EU uneinig über Nahost
Samstag, Oktober 28th, 2023Seit Jahrzehnten ist die EU uneinig über die Beurteilung der Lage im Nahen Osten. Da hat sich nichts geändert. Selbst angesichts des mörderischen Terrors der Hamas gelangte die EU nur zu einem Notkommuniqué. Israel wir unterschiedlich beurteilt. Es geht nicht zuletzt auch um eigene wirtschaftliche Interessen. Deshalb kann sich Israel auch nie voll um die europäischen Sonderwege scheren. Die EU ist zerstritten und schwach. Terror kann kaum noch Terror genannt werden. Im Umgang mit den Palästinensern hat die EU jahrzehntelang geschlafen und Geld in die Korruption hineingeschossen. Sogar zur menschenrechtswidrigen Besiedlungspolitik Israels hat sich die EU kaum schlüssig geäußert. Eine Katastrophe.
4553: Erschütternde Aussagen von „Fridays for Future“ zu Israel
Samstag, Oktober 28th, 2023Wie nicht anders zu erwarten hat „Fridays for Future“ die „westlichen Medien“ beschuldigt, „Gehirnwäsche“ zu betreiben, um Unterstützung für Israel zu organisieren. Weiter reicht es bei denen nicht. In der politischen Analyse sind sie Hinterwäldler. Die deutschen Mitglieder distanzieren sich davon. Das reicht aber nicht. Seit Jahren ist „Fridays for Future“ antisemitisch. Dadurch wird die verdienstvolle Arbeit zehntausender junger Menschen für den Klimaschutz desavouiert. Es bleibt alles so, wie es immer war (Philipp Bovermann, SZ 28./29.10.23).