Am Mittwoch ist vor der französischen Küste ein Flüchtlingsboot gekentert. Zwölf Menschen starben. Hilfsorganisationen kritisieren die französische Regierung für ihre repressive Flüchtlingspolitik. Sie sei mit verantwortlich für immer schlimmere Schleppermethoden. Gestritten wird über die Zahl der Flüchtlingsboote (SZ 5.9.24).
Archive for the ‘Außenpolitik’ Category
4983: Kritik an französischer Flüchtlingspolitik
Donnerstag, September 5th, 20244980: Zwei-Prozent-Ziel wackelt.
Mittwoch, September 4th, 2024Weil die Hilfen für die Ukraine sinken sollen und der Verteidigungshaushalt kaum erhöht wird, versucht die Bundesregierung, mit anderen Haushaltsmitteln das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erfüllen. 2025 sollen neben 53,25 Milliarden aus dem Verteidigungshaushalt und 21,96 Milliarden aus dem Sondervermögen Bundeswehr auch die Summe von 14,21 Milliarden aus anderen Bereichen einberechnet werden. Einberechnet werden unter anderem Schuldzinsen des Bundes (SZ 4.9.24).
4978: VW erwägt Werksschließungen.
Dienstag, September 3rd, 2024VW erwägt Werksschließungen in Deutschland. Am Mittwoch soll es konzernweit Betriebsversammlungen geben. Die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo hat Widerstand angekündigt. Bisher sind betriebsbedingte Kündigungen bis 2029 ausgeschlossen. Diese Regelung will der Vorstand aufheben (SZ 3.9.24).
4976: Generalstreik gegen Netanjahu
Montag, September 2nd, 2024Israels Oppositionsfüher Jair Lapide hatte für heute zu einem Generalstreik gegen Benjamin Netanjahu aufgerufen. „Netanjahu und das Kabinett des Todes haben beschlossen, die Geiseln nicht zu retten.“ Auch der Gewerkschaftsdachverband Histadrut hatte zum Ausstand aufgerufen. „Ein Abkommen ist wichtiger als alles andere.“ Kurz zuvor waren die Leichen von sechs Geiseln gefunden worden. Die Vereinten Nationen (UN) begannen mit den palästinensischen Gesundheitsbehörden mit der Polio-Impfung von 640000 Kindern (SZ 2.9.24).
4975: Hendrik Streeck kandidiert für die CDU.
Montag, September 2nd, 2024Der aus Göttingen stammende und in der Corona-Pandemie bekannt gewordene Virologe, Prof. Dr. Hendrik Streeck (47), kandidiert für die CDU für den Bundestag. Bei einer Abstimmung in seinem Bonner Wahlkreis gewann er mit 71,7 Prozent. „Unsere Stadt braucht wieder eine starke Stimme in Berlin, die sowohl die Herausforderungen unserer Zeit erkennt, als auch die richtigen Lösungen umsetzt.“ In die CDU war der Virologe schon vor der Pandemie eingetreten (SZ 2.9.24).
4974: Thüringen und Sachsen: das BSW wird zur Regierungsbildung gebraucht; die FDP verschwindet.
Montag, September 2nd, 2024Mit dem Ergebnis müssen wir fertigwerden.
4973: Die SPD ist in einer schwierigen Lage.
Sonntag, September 1st, 2024Laut ZDF-Politbarometer hat die SPD sowohl in Thüringen als auch in Sachsen gerade noch sechs (6) Prozent. Das ist katastrophal. Und unverdient. Die Leistungen der Ampelregierung und des Bundeskanzlers werden nicht voll anerkannt. Aber ob es hilft, wenn Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagt: „Olaf Scholz ist der beste Kanzler, den wir je hatten.“? „Wenn die SPD in den ersten beiden Wahlen in einem oder beiden Ländern an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und vor allem, wenn sie in Brandenburg die Macht verlieren sollte, dann ist nichts mehr sicher, auch nicht die Kanzlerkandidatur von Olaf Scholz.“ An der Spitze hat die SPD auch schwacher Vertreter, etwa Saskia Esken. Und der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke will nur dann Ministerpräsident bleiben, wenn die SPD gewinnt. Viele Unwägbarkeiten.
Die SPD muss bestimmte dauerhafte Gegebenheiten akzeptieren. Etwa die permanente Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft. Angela Merkel war mit ihrer lächerlich falschen Politik („Wir schaffen das.“) auch kein Maßstab. Schon
Kurt Tucholsky
schrieb über die Weimarer Republik: „Die Linke redete richtig, aber von Sachen. Die Rechte redete falsch, aber zu den Menschen.“ Ein nicht zu unterschätzender Nachteil der SPD ist das nicht funktionierende Presse- und Informationsamt der Bundesregierung unter Steffen Hebestreit. Das kommt an die Menschen nicht heran. Und der beliebeste Politiker der Bundesrepublik, Verteidigungsminister Boris Pistorius, hat mit seinen neidersächsischen Genossen noch nicht einmal vereinbart, ob er im Bundestagswahlkampf überhaupt einen Wahlkreis will (Georg Ismar, SZ 31.8./1.9.24).
4972: Jüdische Gemeinden warnen vor AfD.
Samstag, August 31st, 2024Die jüdischen Landesverbände in Thüringen und Sachsen warnen vor den Landtagswahlen vor der AfD. Die Vorsitzende des sächsischen Landesverbands, Nora Goldenbogen, und ihr thüringischer Kollege Reinhard Schramm in der „Jüdischen Allgemeinen“: „Die AfD darf man keinesfalls als normale Partei sehen! Sie ist eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Demokratie.“ Sie erhebe Fprderungen, „die in der Politikwissenschaft fast schon als Klassiker des Rechtsextremismus gelten“. Führende AfD-Politiker verharmlosten die Verbrechen des Nationalsozialismus (SZ 30.8.24).
4971: Sanktionen für israelische Minister
Freitag, August 30th, 2024Die EU will den israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich und den israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir sanktionieren. Das hat Kommissar Joseph Borell mitgeteilt. Den Ministern werden Menschenrechtsverletzungen und Aufstachelung zum Hass vorgeworfen. Auch ein Sprecher von UN-Generalsekretär Antonio Guterrez kritisierte die Härte des israelischen Vorgehens im Westjordanland (SZ 30.8.24)
4970: Tönnies kritisiert deutsche Agrarpolitik
Donnerstag, August 29th, 2024Der Manager des Fleisch-Konzerns Tünnies, Max Tönnies, kritisiert die Agrarpolitik der Bundesregierung. Deren Wunsch, die Zahl der Nutztiere zu senken, sei ein Irrweg. „Deutschland braucht mehr Schweine und nicht weniger.“ Schon jetzt müsse Deutschland Schweinefleisch aus Spanien importieren. „Das ist schlecht für das Klima.“ (SZ 29.8.24)