Archive for the ‘Außenpolitik’ Category

5453: Rechtsextremismus teilweise direkt aus der DDR

Freitag, Oktober 3rd, 2025

Nationalsozialismus, Faschismus und Rechtsextremimus werden als kapitalistisch betrachtet. Dafür sprechen auch mehrere Gründe. Nun aber leitet Klaus Schroeder den Rechtsextremismus speziell in Ostdeutschland weithin aus der DDR ab. Schroeder ist Professor und Leiter des Forschungsverbuds SED-Staat und der Arbeitsstelle Politik und Technek an der Freien Universität Berlin.

Er schreibt:

Ganz eindeutig ist es nicht, wie Rechtsextremismus zustande kommt. Die DDR betrachtete sich als antifaschistisch und betrieb eine Staatswirtschaft mit Vollbeschäftigung. Die allerdings in die Pleite führte. Hilfsweise wurde in der Ideologie der DDR die breite Bevölkerung von der Verantwortung für den Nationalsozialismus ausgenommen. In der DDR waren ohnehin Lippenbekenntnisse weit verbreitet. Viele Menschen dort betrachteten sich als Deutsche und nicht als DDR-Bürger. Ein liberaler Lebensstil wurde ausgeschlossen und Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung akzeptiert. Eine richtige Konfliktkultur gab es nicht. Die DDR-Bürger kannten sich im Ausland nicht aus. Mit den Ausländern im eigenen Lande hatten sie wenig Kontakt. Im Laufe der Entwicklung traten zunehmend Punks und Skinheads auf den Plan. Natürlich bei den Jungen. Dadurch kam es zu antikommunistischen und antisemitischen Parolen. Fußballfans verstärkten die Phänomene. Zum Ende der DDR hin nahm die Gewaltkriminalität bei Jugendlichen stark zu. Eine große Rolle spielte auch der starke Alkoholkonsum. Ausländerfeindliche Parolen nahm die DDR-Bevölkerung hin. Das geschah zunächst eher im Verborgenen und wurde dann immer offener. Skinheads, Hoooligans und Faschos bekamen immer mehr Einfluss. In der DDR oft „Gammler“ genannt. Ausländer erschienen immer mehr als Störfaktoren. Die jungen Leute von heute, die nach dem Fall der Mauer 1989 geboren sind, lernen das flächendeckend im Familienverbund. So ist in der späten DDR der Boden für einen gefährlichen Rechtsextremismus bereitet worden. Er trägt heute Früchte (FAZ 2.10.25).

5451: Moldau bleibt auf Europa-Kurs,

Donnerstag, Oktober 2nd, 2025

Die proeuropäische Regierungspartei PAS hat in Moldau die Wahl gewonnen. Mit 49,8 Prozent. Der prorussische Patriotische Block kam auf 24,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 52 Prozent. Das ist richtungsweisend. Moldau ist seit 2022 EU-Beitrittskandidat. Ursula von der Leyen begrüßet das Wahlergebnis. Es gibt uns in Europa Hoffnung (SZ 30.9.25).

5450: SPD will Hilfe für die Stahlbranche.

Mittwoch, Oktober 1st, 2025

Die SPD verlangt von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) mehr Hilfe für die Stahlbranche. Sie fürchtet um Arbeitsplätze. Das geht aus einer Beschlussvorlage aller SPD-Fraktionschefs hervor. Die SPD hat sogar eigens eine Kommission gebildet (SZ 29.9.25).

5449: Betrug beim Bürgergeld

Dienstag, September 30th, 2025

Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnet viele Verdachtsfälle auf bandenmäßigen Betrug beim Bürgergeld. Bis August wurden 293 Verdachtsfälle neu eingeleitet. 320 Verfahren wurden erledigt. In 151 Fällen wurde Strafanzeige gestellt. 2024 waren insgesamt 421 Fälle erfasst und 209 Strafanzeigen gestellt worden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Bei bandenmäßigen Leistungsmissbrauch werden häufig Bürger aus Osteuropa nach Deutschland gelockt (SZ 29.9.25).

5446: Bundespräsident lädt Papst nach Deutschland ein.

Mittwoch, September 24th, 2025

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Papst Leo XIV. nach Deutschland eingeladen. Die „Stimme aus Rom“ spiele eine entscheidende Rolle beim Zusammenhalt der Gesellschaft. Das ist das Ergebnis der  Audienz, die Steinmeier im Vatikan erhielt. Steinmeier äußerte seine Sorge über die Kriege in der Ukraine und in Gaza. Thema soll auch der Mitgliederschwund der katholischen Kirche sein. Er sei eine Folge von Säkularisierungstrends, aber auch von den Mirrbrauvhsskandalen (SZ 23.9.25).

5445: Kanzler-Beauftragter für Investitionen

Mittwoch, September 24th, 2025

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank, Martin Blessing (62), zu seinem persönlichen Investitions-Beauftragten ernannt. Er soll ausländische Investitionen nach Deutschland holen. Besoldet wird er mit einem symbolischen Euro (SZ 23.9.25).

5444: Über 140 Staaten bei den UN sind für eine Zweit-Staaten-Lösung.

Montag, September 22nd, 2025

Über 140 Staaten bei den UN sind in Nahost für eine Zwei-Staaten-Lösung. Das war ja seit 1948 ohnehin die einzige Friedenslösung. Nun haben sich auch einige unserer europäischen Freunde dem angeschlossen: Großbritannien, Spanien, Portugal, Frankreich. Deutschland bleibt verklemmt. Aus historischen Grünen ist das verständlich. In der israelischen Politik gab es von Anfang dagegen Ablehnung. Nicht so sehr bei der Arbeitspartei, aber bei anderen. In der Regierung Netanjahu geben ja die Rechtsextremisten den Ton an. Sie wollen die Westbank annektieren. Die Palästinenser vertreiben.

Insofern ist die Regierung Netanjahu die Kraft in Nahost, die den Frieden verhindert.

5441: AfD zieht mit Union gleich.

Samstag, September 20th, 2025

Im neuesten ZDF-Politbarometer zieht die AfD mit 26 Prozent mit der Union gleich. So hoch wie nie. Während die Union einen Punkt verlor, gewann die AfD einen. Die SPD steht bei 15 Prozent. Die Grünen bei zehn ((SZ 20./21.9.25).

Es ist entsetzlich,

5440: Sinan Selen: Wir werden angegriffen.

Freitag, September 19th, 2025

Der künftige Präsident des Verfassungsschutzes, Sinan Selen, macht klar, dass Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Deutschland zunehmend von ausländischen Geheimdiensten angegriffen werden. „Wir müssen uns klarmachen: Wir werden angegriffen.“ Hauptsächlich aus Russland, China, Iran und Nordkorea. Die haben technologisch enorm aufgeholt. Auf diese Weise entstehen riesige wirtschaftliche Schäden. Darüber dürfen wir keine Illusionen haben (Markus Balser, SZ 19.9.25).

5437: Lange Haftstrafe für Bolsonaro

Samstag, September 13th, 2025

Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist wegen eines versuchten Staatsstreichs vom Obersten Bundesgericht zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt worden. Nach seiner Wahlniederlage Ende 2022 gegen seinen linken Nachfolger Luiz Ignacio Lula da Silva hatte er versucht, mit Militärs und Verbündeten an der Macht zu bleiben (SZ 13./14.9.25).