Archive for the ‘Philosophie’ Category

4718: Bischof Bätzing kritisiert Vatikan.

Dienstag, Februar 20th, 2024

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hat dem Vatikan vorgeworfen, Gespräche über den Reformprozess der Kirche in Deutschland zu bremsen. Die Bischöfe müssten oft bis zu sechs Monate auf ein Gespräch mit Rom warten, sagte Bätzing vor Beginn der Frühjahrsvollversammlung in Augsburg. „Die Verantwortung für Verzögerungen liegt klar auf der Seite Roms.“ (SZ 20.2.24).

4717: Freie Wähler grenzen sich von AfD ab.

Montag, Februar 19th, 2024

Auf ihrem Bundesparteitag zur Europawahl haben sich die Freien Wähler von der AfD abgegrenzt. Mehr als 91 Prozent der 445 Mitglieder stimmten dafür. Der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger erklärte, dies sei seit Jahren gelebte Praxis in der Partei. „Beispielsweise nehmen wir keine ehemaligen Mitglieder von dort auf.“

4716: FDP-Generalsekretär wirbt für Schwarz-Gelb.

Montag, Februar 19th, 2024

Nachdem der der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sich schon beklagt hat, dass seine Partei darunter leide, einer sehr unbeliebten Regierung anzugehören, wirbt der FDP-Generalsekretär, Bijan Djir-Sarai, offen für Schwarz-Gelb. Eine solche Koalition sei in der Lage, „die Probleme des Landes nicht nur gemeinsam richtig zu analysieren, sondern tatsächlich auch gemeinsame Lösungen zu finden“ (SZ 19.2.24).

4715: Der Umgang der evangelischen Kirche mit sexueller Gewalt.

Samstag, Februar 17th, 2024

Es ist kaum zu glauben, wie lange sich die evangelische Kirche in Deutschland nicht mit der sexuellen Gewalt in den eigenen Reihen auseinandergesetzt hat. Wie lange Betroffenen nicht geglaubt und sie ausgeschlossen wurden. Es hat offenbar an einer Fehler- und Verantwortungskultur gefehlt. Sogar noch in letzter Zeit haben Bischöfe Verantwortung weggeschoben, behauptet Annette Zoch (SZ 3./4.2.24). Jetzt aber müssen die Perspektiven Betroffener ins Zentrum gerückt werden. Nicht nur die Kirchenleitungen müssen das dulden, sondern auch die Kirchenparlamente und die Kirchenbasis. Letztere ist entscheidend. Wenn es so erscheinen konnte, als stehe im Protestantismus im Gegensatz zur Hierarchie im Katholizismus die Freiheit des Einzelnen im Mittelpunkt, so hat sich das als Trugschluss erwiesen. Offenbar haben manche Pfarrer sogar ihre Macht zur Manipulation genutzt.

„Während längst nicht alle, aber doch viele Katholiken eine größere Distanz haben zu ihrem Führungspersonal, vielleicht sogar trotz Papst, Kurie und Episkopat noch in der Kirche sind, ist dies bei den Protestanten anders: Insgesamt haben Protestanten zwar eine deutlich geringere Bindung an ihre Kirche. Diejenigen, die sich aber noch engagieren, fühlen sich ihrem Führungspersonal enger verbunden. Das macht eine Auseinandersetzung mit Faktoren, die Missbrauch begünstigen, ungleich schwieriger. Aber eine Alternative dazu gibt es nicht.“

4714: Ampel streitet über Waffenrecht.

Samstag, Februar 17th, 2024

Die Ampel streitet über schärfere Waffengesetze. Der Grünen-Obmann im Innenausschuss, Marcel Emmerich, sagt, dass man endlich dafür sorgen müsse, „dass Verfassungsfeinde keine Waffen in ihrem Besitz haben“. „Ich hoffe sehr, dass sich das endlich auch bei der FDP durchsetzt.“ Die will allerdings zunächst eine Evaluierung bestehender Gesetze abwarten (SZ 17./18.2.24).

4713: Krach in Biberach

Samstag, Februar 17th, 2024

Am Aschermittwoch geht es hoch her. In Vilshofen, Passau, Dingolfing und Landshut. Gut so. Dabei kommt manchmal ein wenig mehr Wahrheit ans Licht als sonst. In Biberach aber wurden rote Linien überschritten. Es drohte Gewalt. Mit Mistkarren, Sensen und Kettensägen. Gegen die Grünen. Später konnte Ricarda Lang (Grüne) eine Veranstaltung in Schorndorf nur unter Polizeischutz verlassen. Wenn die AfD die potentiellen Gewalttäter lobt, spricht das für sich. Biberach muss für uns alle eine Warnung sein. Vor Abschaffung der Demokratie. Und es kommen noch weitere Sparrunden. Darauf warten die Extremisten nur. Künftig müssen wohl alle Parteiveranstaltungen noch aufwendiger geschützt werden. Das verlangt eine verunsicherte Gesellschaft (Markus Balser, SZ 16.2.24).

4712: Islamistische Radikalisierung bei Kindern und Jugendlichen

Samstag, Februar 17th, 2024

Nach Angaben einer Beratungsstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge nimmt die Zahl der Anfragen in Bezug auf islamistische Äußerungen bei Kindern und Jugendlichen zu. 2023 hat sie sich auf 313 verdoppelt. Gleichzeitig sinkt das Alter derjenigen, die sich äußern. Es liegt bei etwa 17 Jahren. Betroffen sind aber auch Kinder unter 13 Jahren. Ein Grund ist der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober (SZ 17./18.2.24).

4711: Das russische System hat Alexej Nawalnyi zu Tode gebracht.

Samstag, Februar 17th, 2024

Aber das Ganze wurde nicht durch das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ angeordnet.

4710: Hendrik Wüst (CDU) widerspricht Markus Söder (CSU).

Freitag, Februar 16th, 2024

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, Hendrik Wüst (CDU), widerspricht dem bayerischen Ministerpräsidenten, Markus Söder (CSU), darin, dass die Union keine Koalition mit den Grünen wolle. Wüst regiert in NRW komfortabel mit den Grünen. Auch weil diese in zentralen Feldern wie der Klimapolitik und dem Umweltschutz eine gut begründete Politik führen, von der die CDU noch etwas lernen kann. Wüst fügte an, dass er vermutet, dass Söder dauernd Schwierigkeiten mit Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat (der muss noch deutsch lernen). Wüst gilt in der CDU ja als möglicher Kanzlerkandidat (CWE, SZ 16.2.24).

W.S.: Kanzlerkandidaten aus der CSU haben der Union noch nie gutgetan. Wie die Beispiele Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber zeigen, die beide die Bundestagswahl verloren haben. 2021 hat das dauernde Störfeuer von Markus Söder dazu beigetragen, dass Armin Laschet (CDU) die Bundestagswahl nicht gewinnen konnte. Die CDU sollte sich von der CSU nicht wieder in unnötige Fehler hineintreiben lassen.

An Parteien wie die SPD brauchen wir gegenwärtig nicht zu denken. Sie liegt in Sachsen bei drei Prozent. Furchtbar.

4709: VW prüft Rückzug aus Uiguren-Provinz.

Donnerstag, Februar 15th, 2024

Nach BASF prüft nun VW den Rückzug aus der Uiguren-Provinz Xinjiang (Sinkiang). Dort hatte das chinesische Regime KZ-ähnliche Strukturen für die Uiguren installiert. „Wir wollen da raus.“ Gespräche mit dem chinesischen Partnerunternehmen SAIC laufen. Allerdings scheint eine „gesichtswahrende Lösung“ nicht einfach. Die Aktivitäten von BASF und VW waren wegen chinesischer Menschenrechtsverletzungen in die Kritik geraten (SZ 15.2.24).