Archive for the ‘Medien’ Category

3305: Wer darf Amanda Gorman übersetzen ?

Dienstag, März 9th, 2021

Weltberühmt wurde die junge schwarze US-Lyrikerin

Amanda Gorman,

als sie bei der Amtseinführung von Joe Biden ihr zur Versöhnung aufrufendes Gedicht „The Hill We Climb“ vortrug. Sie lieferte damit einen substanziellen Beitrag zum Ende der faschistoiden Ära Trump. In Deutschland ist ein dreiköpfiges Übersetzerinnen-Team dabei, im Auftrag des Verlags Hoffmann und Campe das Gedicht zu übersetzen.

In den Niederlanden, die generell offener und wagemutiger sind als andere westliche Staaten, hatte der Verlag Meulenhoff in Absprache mit Gorman, der Booker-Preisträgerin Marieke Lucas Rijneveld, 29, die Übersetzung anvertraut. Sie ist weiß und „non-binär“. Daraufhin hatte Rijneveld begeistert getwittert „Prachtig nieuws“. Drei Tage später kritisierte die schwarze niederländische Journalistin Janice Deul in der Zeitung „De Volkskrant“ diese Wahl und fragte, warum man nicht eine junge, weibliche und „unapologetically black“ Person für die Übersetzung gewonnen hatte. Daraufhin gab Rijneveld ihren Übersetzungsauftrag „schockiert“ zurück und zeigte Verständnis für die Kritik.

Ein Skandal?

Auf jeden fall ein Beispiel für Cancel Culture, in dem der Autorin das Recht abgesprochen wird, selbst zu entscheiden, wer ihre Texte übersetzen soll. Die SZ sprach von „Entmündigung“. „Von der ist Marieke Lucas Rijneveld nur in erster Linie betroffen. Letztlich trifft es auch Amanda Gorman, die – angefragt – dazu verurteilt wird, vor allem als Schwarze wahrgenommen zu werden.“

Einmal abgesehen davon – und das wissen wir Literaturliebhaber ganz genau –

dass Lyrik überhaupt nicht übersetzbar ist,

stellt jede Übertragung in eine andere Sprache ein Wagnis dar. Marieke Lucas Rijneveld hat ihre Beweggründe jetzt in ein Gedicht verwandelt, das die FAZ publiziert hat. Früher schon gab es ähnliche Projekte, etwa da, wo Miriam Mandelkow (in den Niederlanden geboren, weiß, non-binär) James Baldwins Werke für Deutsche verständlich ins Deutsche übersetzt hatte. „Eine Übersetzung ist nie identisch mit dem Original. Sie bleibt Text.“ (Tobias Rüther, FAS 7.3.21)

3304: Giovanni di Lorenzo: Zur Lage der Mainstream-Medien

Montag, März 8th, 2021

Der Chefredakteur der „Zeit“, Giovanni di Lorenzo, ist zu Recht dankbar und stolz, dass sein Blatt im Jahr seines 75-jährigen Bestehens die höchste Auflage seiner Geschichte hat. Eine Ausnahme im Meer der krisengeschüttelten Mainstream-Medien, in dem überall Auflagen und Einnahmen wegbrechen. Di Lorenzo hat selber große Verdienste daran. Ich habe ihn schon in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts als Vortragsredner in der politischen Akademie Tutzing erlebt.

Natürlich verweist er nochmals darauf, dass und wie Marion Gräfin Dönhoff, die spätere Chefredakteurin, Mitte der fünfziger Jahre den deutsch-nationalen Geist des damaligen Chefredakteurs Richard Tüngel überwunden hat. Das Blatt steuerte von da an einen liberalen Kurs, der darin bestand, „abweichende Ideen nicht zu diffamieren und Kritik am Bestehenden nicht als Ketzerei zu verfolgen, sondern die Minderheiten zu schützen und Offenheit zum Gegensätzlichen zu praktizieren.“

Worauf di Lorenzo aber auch hinweist, und dies ist sein größtes Verdienst in diesem Beitrag, ist die Tatsache, dass Journalisten zwar in Russland und auf Malta mit ihrer Ermordung rechnen müssen, aber auch bei uns Journalisten drangsaliert und bedroht werden. Als Beispiel wählt di Lorenzo verdienstvollerweise leitende Redakteure und Kollegen der Springer-Presse, die von links bedroht werden. „Die Journalisten dort und auch ihre Wohnungen und Häuser müssen immer wieder gesichert werden, und der Chefredakteure der ‚Bild‘-Zeitung wird sogar in einer gepanzerten Limousine gefahren.“

Worauf Giovanni di Lorenzo aber hinauswill, und dies überzeugt vollkommen, ist die Kritik an der Herrschaft der

Identitätspolitik

auch im Journalismus. Er verweist auf einen Shitstorm, den eine weiße Kolumnistin der „New York Times“ auf sich gezogen hatte, weil sie zwei Frauen mit asiatischen Wurzeln kritisiert hatte. Di Lorenzo weist hin auf den weltberühmten US-Basketballer, der sich nicht getraut hatte, einen ergreifenden Nachruf auf einen schwarzen Kollegen in der „Zeit“ zu veröffentlichen, weil der schwarz war. Und er gibt das Beispiel des berühmten Wissenschaftsjournalisten Donald McNeil wieder von der „New York Times“. Der hatte irgendwann auf einer Schülerreise seiner Zeitung vor Jahren das N-Wort zitiert. „Dagegen liefen aber nicht irgendwelche repressiven Mächte aus Politik, Wirtschaft oder Kirche Sturm, sondern 150 der weit über tausend Angestellten der Zeitung. Chefredakteur und Herausgeber der NYT knickten ein und drängten McNeil nach 45 Jahren aus der Redaktion.“ (Giovanni di Lorenzo, Die Zeit 25.2.21).

3298: Klaus Gietinger zum 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg

Donnerstag, März 4th, 2021

Zum 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg ist ihr bester deutscher Kenner, Klaus Gietinger, Saarbrücken, in der FR (3.3.21) von Klaus-Jürgen Göpfert interviewt worden.

Gietinger ist ein bekannter und erfolgreicher Filmemacher. Sein Kultfilm „Daheim sterben die Leut“ stammt aus dem Jahr 1984. Gietinger kämpft gegen Autos und den Autoverkehr. 1993 publizierte er „Eine Leiche im Landwehrkanal. Die Ermordung der Rosa L.“. Darin weist Gietinger nach, dass Kräfte aus der Reichswehr Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar 1919 ermordet haben. 2017 erschien Gietingers Film „Wie starb Benno Ohnesorg“, in dem er nachweist, dass Ohnesorg 1967 von Karl-Heinz Kurras getötet wurde, einem Stasi-Agenten.

Im Interview präpariert Gietinger heraus, dass die 1871 in Ostpolen geborene Rosa Luxemburg, eine studierte Ökonomin und große Sozialistin, zum linken Flügel der SPD gehörte und den SPD-Vorstand für seine Politik vor dem Ersten Weltkrieg („Bewilligung der Kriegskredite“) und danach scharf kritisierte. Sie war eine militante Antimilitaristin und kämpfte gegen den Imperialismus, der uns die Katastrophen des 20. Jahrhunderts beschert hat, und begründete die KPD mit. Den Bolschewismus, der sich unter Lenin in Russland bereits durchgesetzt hatte, kritisierte sie, weil er undemokratisch und despotisch war. Leider fehlt dieser Aspekt bei Gietinger partiell. Luxemburg setzte sich für die Beteiligung an freien Wahlen ein. Das hat sie wegen ihrer Ermordung 1919 nicht mehr miterlebt.

Insofern hat sie auch den realen Sozialismus der Sowjetunion und ihrer Satelliten nicht kennengelernt. Ihre Kritik daran wäre interessant. Denn dass sie den Kapitalismus ablehnte, kann ja kein Geheimnis sein. Vom Kapitalismus hat sie den „New Deal“ und das deutsche „Wirtschaftswunder“ nicht gekannt. Und in der DDR hat Rosa Luxemburg gefehlt. Das ist auch dann richtig, wenn die deutschen Kommunisten in jedem Jahr zu ihrer Gedenkstätte pilgern. Aber da sind dann Leute wie Gregor Gysi dabei, die Rosa Luxemburgs Werk und Leben nicht beglaubigen können. Privat war Rosa Luxemburg eine freie Frau und große Briefschreiberin (großartige Schreiberin), die uns allen, weit über den Kommunismus hinaus, gefehlt hat. An einem Beispiel sei noch gezeigt, dass es in der Politik einfache Lösungen tatsächlich nicht gibt: Afghanistan. Begonnen hat diesen Krieg 1979 die Sowjetunion durch ihren brutalen Überfall. Dann ist dort politisch und militärisch sehr viel schiefgelaufen. Insofern mag ein Rückzug von dort erwogen werden. Aber nicht so, wie ihn Donald Trump aus inneramerikanischen Gründen wollte. An der falschen Syrien-Politik Obamas sehen wir, dass ein simpler Rückzug nicht genügt. Er hat dazu geführt, dass dort ein Massenmörder mit Hilfe von Wladimir Putin regiert.

3297: Chris Barber ist tot.

Donnerstag, März 4th, 2021

Der große Jazzband-Leader und Posaunist Chris Barber ist tot. Er starb mir 90 Jahren. Für uns Nachkriegskinder war er einer der Helden unserer Jugend. Prägend und stilbildend. Ein Superstar in den fünfziger Jahren. „Ice Cream“ (1954) war sein Hit. Aber auch „Wild Cat Blues“ (1955), „Petite Fleur“ (1956), „Down by the Riverside“ (1954) und „When the Saints Go marching in“ (1957). 1952 gründete Barber gemeinsam mit dem Klarinettisten Monty Sunshine seine erste Profi-Jazzband, der noch einige folgten. Sie entwickelten den Dixieland. Mit dem Banjospieler Lonnie Donegan löste er die Skiffle-Mode aus, eine ländliche Version des frühen großstädtischen Jazz. Durch die Gründung einer eigenen Skiffle-Band kam John Lennon zur Musik und zu den Beatles. Chris Barber förderte in Europa den Original-Blues. Lange Zeit war er in Deutschland beliebter als im United Kingdom (Andrian Kreye, SZ 4.3.21).

3295: Facebook, Google und Co gefährden systematisch die Demokratie.

Dienstag, März 2nd, 2021

1. Facebook, Google et alii sind Werbeunternehmen.

2. Sie sammeln unsere Daten, verdichten sie zu Verhaltensmodellen und Persönlichkeitsprofilen. So können sie Anzeigen präzise platzieren. Dann erhalten Facebook-Nutzer, die sich für extremistische Inhalte interessieren, Werbung für Kampfausrüstungen.

3. Die von den Plattformen eingesetzten Algorithmen verstärken systematisch Desinformation und Hetze.

4. Ökonomisch zählt das Klickvolumen. Je mehr Klicks, desto mehr Umsatz. Egal welche Art von Inhalt.

5. Infolgedessen setzen sich die Plattformen permanent selbst unter Druck, weil sie zahlungskräftigen Hetzern und Extremisten als Megafon dienen und dabei untereinander konkurrieren.

6. Der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 zeigt, dass wir vor den Trümmern unserer Demokratie stehen. Das war kollektiver Wahn, genährt von den Plattformkonzernen. Und das ist noch nicht zu Ende, Trump macht weiter.

7. Donald Trump war kein Unfall, sondern das logische Ergebnis der Plattform-Entwicklung. Er bedroht den freien Westen von innen.

8. Die Menschenrechte, die Vielfalt und die Gesundheit sind in Gefahr.

9. Facebook und Co machen Verschwörungsnarrative und Halbwahrheiten zu Geld.

10. Der militante Online-Kult QAnon hat außerhalb des englischsprachigen Internets in Deutschland am meisten Follower.

11. Die wirren Ideen der Querdenker finden Anhänger im Wählerspektrum etablierter Parteien wie der CDU und den Grünen.

12. Mündige Wähler sollten erfahren, warum sie politische Werbung zu sehen bekommen, warum der Algorithmus sie ausgewählt hat und wer dafür bezahlt.

13. Die Plattformkonzerne müssen von den westlichen Demokratien kontrolliert werden.

14. Digitaler Wahlkampf muss möglich werden, die Menschenrechte sind zu wahren und Wahlkampagnen müssen auskommen ohne Datensammeln, Hassrede und Desinformation.

15. Die US-Demokratie ist so zerrüttet, dass sie sich nicht mehr alleine helfen kann. Donald Trump hat die Republikanische Partei übernommen. Die USA brauchen die Hilfe des Westens (und umgekehrt).

16. Es bedarf insofern gemeinsamer Anstrengungen der westlichen Demokratien, freie und unabhängige Wahlen zu erhalten.

17. Dass die politischen Verhältnisse in den totalitären Diktaturen Russland und China viel zerrütteter sind als im Westen, ist kein Trost und keine Hilfe.

(Ben Scott, FAZ 17.2.21)

3293: Öffnet die Buchläden !

Montag, März 1st, 2021

In den drei Bundesländern Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sind die Buchläden geöffnet. In den anderen 13 nicht. Das sollten sie aber bald, weil sie dringend gebraucht werden, auch wenn viele Bundesbürger das nicht einsehen. Manche Entscheidungen sind nicht einfach verständlich. Warum dürfen Weinläden geöffnet sein, Tabakläden aber nicht? Buchläden sind bisher nicht als signifikante Ansteckungsherde bekannt geworden. Manche Buchhändler kommen ohnehin gerade so über die Runden. Und manchmal nur durch die Buchpreisbindung, die dafür sorgt, dass viele Verlage und Buchläden noch nicht eingegangen sind.

Keine andere Branche ist von der Paketdienst-Ökonomie so bedroht wie der Buchhandel. Ihm werden von Amazon die Bedingungen diktiert. Den Online-Markt für Antiquariate hat die Firma sich bereits unter den Nagel gerissen. Der Plattform ZVAB (Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher) können sich nur noch wenige Antiquariate und ihre Kunden entziehen. Unser Staat sollte dieser bedenklichen Entwicklung entgegentreten. Hauptsächlich durch die Öffnung der Buchläden (Kurt Kister, SZ 27./28.2.21).

3290: Resilienz ist nicht immer gut.

Samstag, Februar 27th, 2021

Wir übersetzen

Resilienz

mit Widerstandsfahigkeit, Beständigkeit und verbinden damit regelmäßig positive Konnotationen. Das sieht die Jenaer Soziologin Stefanie Graefe, die darüber forscht, anders. In einem Interview mit Novina Göhlsdorf (FAS 21.2.21) sagt sie auf die Frage

FAS: Sie kritisieren, dass Resilienz als Programm entpolitisiert. Inwiefern?

Graefe: Wer resilient ist, erkennt an, dass die Welt schwierig ist, ist aber nicht unterzukriegen. Er findet sich damit ab, dass sich an den Ursachen für existierende Probleme nichts ändern lässt. Was sich ändern lässt, ist das eigene Erleben und die persönliche mentale und emotionale Widerstandsfähigkeit. Mit Verweis auf Resilienz können gesellschaftliche Missstände somit individualisiert und psychologisiert werden. Strukturelle Gründe dieser Missstände werden ausgeblendet, Fragen nach der Verteilung von Macht, nach ungleichen materiellen Voraussetzungen oder der Verantwortung von Krisenursachen gar nicht mehr gestellt.

3288: Deutscher Presserat: So viele Beschwerden wie nie

Donnerstag, Februar 25th, 2021

Beim Deutschen Presserat wurden 2020 4.085 Beschwerden eingereicht. So viele wie nie zuvor. Die meisten zur taz-Polizei-Kolumne von Hengameh Yhagoobifarah und zur Berichterstattung über eine Kindstötung in Solingen. 41 Prozent der Beschwerden lagen außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Deutschen Presserats, etwa weil sie sich auf den Rundfunk (Radio und Fernsehen) bezogen. Andere weil offensichtlich kein Verstoß gegen den Pressecodex vorlag.

530 Artikel wurden in den Beschwerdeausschüssen diskutiert. Eine öffentliche Rüge wurde in 53 Fällen ausgesprochen. Sie muss im entsprechenden Blatt abgedruckt werden. Hauptsächlich ging es dabei um Schleichwerbung und die Wahrung des Opferschutzes. Im Zusammenhang mit Corona kam es viermal zu einer Rüge. Den prominentesten Beschwerdefall, die taz-Polizei-Kolumne, erkannte der Presserat als Satire und wies die 382 Beschwerden ab (Aurelie von Blazekovic, SZ 24.2.21).

3282: CDU Sachsen-Anhalt braucht keine Frauen.

Dienstag, Februar 23rd, 2021

Der CDU Sachsen-Anhalt ist das Kunststück gelungen, der Erhöhung des Rundfunkbeitrags von 17,50 auf 18,18 Euro nicht zuzustimmen. Aber das ist noch nicht alles. In keinem Bundesland ist der Frauenanteil niedriger. Auf der Wahlliste zur Landtagswahl findet sich auf den ersten 14 Listenplätzen nur eine Frau. Und das, obwohl es in der CDU-Landessatzung heißt: „Frauen sollen an Parteiämtern in der CDU und an öffentlichen Mandaten mindestens zu einem Drittel beteiligt sein.“ Die CDU Sachsen-Anhalt ist noch nicht so weit. Sie tritt dadurch hervor, dass sie manchmal von der AfD kaum zu unterscheiden ist. Nirgendwo ist die CDU rückständiger als in Sachsen-Anhalt.

Der Bundesvorstand der CDU hat demgegenüber eine Frauenquote beschlossen. Er ist sich bewusst, dass sich auf diesem Gebiet in der Partei einiges ändern muss, will sie nicht ihre eingeplanten Wahlerfolge gefährden. Sogar im Bundesvorstand der Jungen Union, der lange Zeit auch rückständig war, ist der Frauenanteil von 23 auf 41 Prozent gestiegen. Auf das Wahlergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dürfen wir gespannt sein (UZ, SZ 23.2.21; Robert Rossmann, SZ 23.2.21).

3281: Sabine Töpperwien ist nur noch Fan.

Montag, Februar 22nd, 2021

Die langjährige Radio-Sport-Chefin des WDR, Sabine Töpperwien, ist nur noch Fan, nämlich im Ruhestand. 1997 hatte sie die Reportage vom Uefa-Cup-Finale Inter Mailand gegen Schalke o4 mit Manni Breuckmann abgeliefert (Stern 4.2.21). Sie hat bei uns studiert (Institut für Publizistik, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Zentrum für interdisziplinäre Kommunikationswissenschaft). Wir waren das gefragteste Fach in der Sozialwissenschaftlichen Fakultät (Soziologie, Politikwissenschaft, Sozialpsychologie, Sozialpolitik, Publizistik).

2001 gab es für 42 Publizistik-Numerus-Clausus-Plätze 1.347 Bewerbungen. Meine eigenen Zahlen (1980-2010) kenne ich natürlich: 364 Examensarbeiten, 630 mündliche Prüfungen, 145 Vorträge, 406 Klausuren. Einige bekannte Studierende haben bei uns absolviert: Werner Blinda (Radio Bremen), Matthias Naß (Die Zeit), Rolf Töpperwien (ZDF), Ekkehard Launer (Tagessschau), Wolfgang Kapust (WDR), Michael Darkow (GfK), Klaus Gietinger (Autor, Regisseur), Katharina Wolkenhauer (Tagesthemen), Kay Meiners (Gewerkschaftliche Monatshefte), Wilhelm Tacke (NDR), Christine Jüttner (Göttinger Tageblatt), Eckhart Pohl (NDR), Bernhard Möllmann (ARD-Programmdirektion), Sabine Töpperwien (WDR), Volker Steinhoff (Panorama), Justus Demmer (dpa), Hans-Christian Winters (Cuxhavener Nachrichten), Peter-Matthias Gaede (Geo), Katja Reider (Autorin), Daniel Satra (NDR), Okka Gundel (WDR), Normen Odenthal (ZDF) und viele andere. An der Eberhard-Karls-Universität Tübingen forscht und lehrt Prof. Dr. Martina Thiele Kommunikationswissenschaft.