Archive for the ‘Außenpolitik’ Category

2249: Digitalisierung funktioniert ohne Lehrer nicht.

Mittwoch, Januar 9th, 2019

Eine Studie der beiden Pädagogikprofessoren John Hattie (Neuseeland) und Klaus Zierer (Augsburg) zeigt, dass digitale Medien den Kern erfolgreichen Unterrichts nicht verändern können.

Der hängt weiterhin vom Lehrer ab.

Dazu sind 1400 Metastudien in die Analyse eingeflossen. Das sind solche, die bereits andere Untersuchungen zusammenfassen. „Den Glauben, die digitale Technik werde das Lernen revolutionieren, müssen wir zurückweisen.“ In seiner wegweisenden Großstudie „Visible Learning“ (2009) (800 Metastudien) hatte Hattie bereits belegt, dass erfolgreicher Unterricht auf der guten Beziehung von Schülern und Lehrer und dem Gespräch über das Gelernte basiere. Klaus Zierer: „Lernen bleibt Lernen.“

Positive Wirkungen durch den Einsatz digitaler Technik lassen sich beim Fremdsprachenunterricht feststellen. Beispielsweise durch Apps, die das Erlernen der Aussprache erleichtern. Gerade in der Mathematik und den Naturwissenschaften, wo der potenzielle Nutzen digitaler Technik als besonders groß gilt, bleibt der Effekt „deutlich hinter den Erwartungen zurück“. „.. durch das Mehr an digitalen Medien geht häufig die wichtige Zeit für die Reflexion mit den Lernenden verloren.“ Deutlich negativ wirken sich laut Studie die Nutzung des Smartphones und sozialer Medien in der Freizeit auf den schulischen Erfolg aus.

Die Studie zeigt Wege auf, digitale Technik mit Gewinn einzusetzen. Im Rahmen des sogenannten Flipped Classroom zum Beispiel. Diese Methode setzt darauf, in der Schule mehr Zeit für die Besprechung und die Vertiefung des Stoffs zu haben – indem die reine Wissensvermittlung aus dem Unterricht ausgelagert wird. Einige Lehrer lassen ihre Schüler zu Hause zu diesem Zweck Videos anschauen (Paul Munzinger, SZ 7.1.19).

2248: Euro – 20 Jahre alt

Montag, Januar 7th, 2019

Der Euro wird 20. Er hat viel für die Integration Europas und den Wohlstand Deutschlands getan. Daran ändert auch die unsachliche Kritik vieler Populisten und Nationalisten nichts. Der Euro hat zu mehr Handel, mehr Investitionen und mehr Stabilität geführt. Und, in den ersten zehn Jahren, zur Integration der Finanzmärkte. Der Euro hat von der Stärke und Glaubwürdigkeit der DM und der Bundesbank profitiert. Er ist zur zweiten Leitwährung der Welt geworden.

Deutschland braucht den Euro nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus politischen Gründen. Denn das kleine Deutschland kann seine globalen Interessen nur dank eines starken Euro und eines geeinten Europa wahren. Die Behauptung, dass Deutschland durch den Euro zu viele Risiken übernehme, ist falsch. Eine Währungsunion ist eine Versicherungsunion. Darin werden die Risiken geteilt. Deutschland hat durch die Rettungskredite an andere Länder und die Geldpolitik der EZB keine Verluste erlitten, sondern hohe finanzielle Gewinne gemacht.

Einige der mit dem Euro verbundenen Hoffnungen konnten wegen der globalen Finanzkrise und der folgenden europäischen Finanzkrise nicht erfüllt werden. Es gibt also durchaus enormen Reformbedarf. Aber alle Rettungskredite wurden zurückgezahlt. Mit satten Gewinnen für den deutschen Fiskus. An falschen Investitionsentscheidungen trägt der Euro keine Schuld.

Angestrebt werden sollten die Vollendung des Binnenmarkts für Dienstleistungen, eine Kapitalmarktunion und eine funktionierende Bankenunion. Dadurch können die Risiken einer Krise und deren Ansteckungseffekte minimiert werden. „Der Euro war und ist ein Glücksfall für die deutsche Geschichte.“ (Marcel Fratzscher, SZ 7.1.19)

2245: Der Krieg gegen die Medien

Sonntag, Januar 6th, 2019

Der US-amerikanische Journalistik-Professor Jay Rosen (geb. 1956) ist in Deutschland, um das hiesige Mediensystem zu analysieren. Er hat dazu 53 Journalisten befragt und mehrere Redaktionen besucht. Rosen spricht über den „Krieg gegen die Medien“, wie er es nennt. Ich fasse seine Äußerungen in einem Interview mit Alan Cassidy (SZ 4.1.19) zusammen, ohne die Fragen zu nennen. Wörtliche Teile sind durch Anführungszeichen gekennzeichnet.

1. Teilweise angemessen ist für Deutschland der Begriff der „Systempresse“. Er besagt, dass mediale und politische Eliten manchmal fast das Gleiche sind.

2. Schwindet dann das Vertrauen in die Politik, dann schwindet auch das Vertrauen in die Medien.

3. Medien konzentrieren sich häufig auf Intrigen und Machtkämpfe. Aber davon haben Teile der Öffentlichkeit genug, weil darin die Sorgen der Menschen nicht ausreichend berücksichtigt werden.

4. Der Wert von Journalismus besteht nicht im „Storytelling“, sondern etwa viel mehr darin, den Politikern öffentlich kritische Fragen zur Sache zu stellen.

5. In den USA ist für ein Drittel der Wähler Trump selbst heute die wichtigste Quelle von Informationen über Trump. „Dieses Drittel lebt bereits heute in einem autoritären Mediensystem.“

6. Viele von Trumps republikanischen Parteifreunden lesen zwar die „New York Times“ oder die „Washington Post“, schweigen aber zu Trumps Eskapaden.

7. Es gibt in den USA durchaus noch weitere Medien, die prinzipiell Trump-kritisch berichten und seine Schwächen aufdecken. Es fehlt ihm auch an überparteilicher Unterstützung.

8. „Der Präsident der Vereinigten Staaten ist selbst zur größten Quelle von Desinformation geworden.“

9. Bei Auslandsreisen von Trump gibt es keine Pressekonferenzen mehr.

10. Trump benutzt die Medien, um seine Anhänger aufzuhetzen.

11. Trump versucht, die Medien als Überbringer schlechter Nachrichten anzuschwärzen, etwa um zu verhindern, dass die Erkenntnisse des Sonderermittlers Robert Mueller zu Trumps Russland-Beziehungen geglaubt werden.

12. Einige US-Journalisten agierten auf Pressekonferenzen mit dem Präsidenten so, dass der Eindruck entstehen konnte, es ginge ihnen in erster Linie um ihre Eitelkeit.

13. „Der Ausweg heißt: mehr Transparenz. Journalisten sollten gegenüber ihren Lesern offenlegen: Schaut her, das ist mein Hintergrund, hier komme ich her. Und danach aufgrund hoher handwerklicher Ansprüche an Recherche und Faktentreue ihre Arbeit machen. Das ist eine Maßnahme. Eine andere ist: Redaktionen sollten gegenüber ihren Lesern klarstellen, welche Themen sie selbst für wichtig halten und ihre Berichterstattung danach orientieren, statt einfach dem Aufreger des Tages hinterherzurennen. Und eine dritte: Redaktionen sollten ihre Leserschaft besser kennen – und die Themen, die sie beschäftigen.“

2241: Wie Russland die Freiheit gewann und verlor.

Freitag, Januar 4th, 2019

Die Politologin Masha Gessen untersucht in ihrem neuesten Buch die Entwicklung Russlands.

„Die Zukunft ist Geschichte. Wie Russland die Freiheit gewann und verlor.“ Berlin (Suhrkamp) 218. 639 S., 26 Euro.

Das ist ein Buch für die vielen Russland-Versteher in der deutschen Publizistik und in deutschen Talkshows. Masha Gessen versteht tatsächlich sehr viel von Russland. Sie ist 1967 als Jüdin in Moskau geboren und mit ihren Eltern in die USA ausgewandert, als sie 14 Jahre alt war. 1991 kehrte sie nach Russland zurück und berichtete von dort für die „New York Times“ und die „Washington Post“. 2013 verließ die führende LGBT-Aktivistin das Land wieder wegen zunehmender Repressionen gegen Homosexuelle. Sie fürchtete, dass man ihr den in Russland adoptierten Sohn wegnehmen würde.

Gessen geht es um die Gründe des Scheiterns der Demokratie in Russland in den neunziger Jahren. Mit welchen Begriffen lässt sich das Land heute fassen? Dem geht Gessen anhand von vier Biografien nach. Es treten aber auch ein Soziologe und eine Psychoanalytikerin auf. Gessens Schlüsselbegriff für das Verständnis Russlands ist Totalitarismus. Das ist  bedenklich; denn der u.a. von Hannah Arendt in ihrem Buch „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ (1951) entwickelte Begriff bezieht sich ja auf den

Stalinismus und auf den Nationalsozialismus.

Und diese beiden waren hauptsächlich gekennzeichnet durch den Massenmord

(Archipel Gulag und Holocaust).

Insofern taugt Totalitarismus nicht ganz für die Analyse des gegenwärtigen Russlands. Gessen verwendet aber auch „Kleptokratie“ und „postkommunistischer Mafiastaat“. Damit verbunden sind die Beschwörung der nationalen Größe, Gewalt gegen Andersdenkende, Schaffung von inneren und äußeren Feinden zur Mobilisierung der Gesellschaft und aggressive Annektionen.

Für Gessen ist der „Homo Sovieticus“ nicht ausgestorben. Und Putin und seine Entourage mussten Russland nur übernehmen. Was weiter funktionierte war der mächtige

Geheimdienst.

Gessen versucht zu verstehen, warum die Ukraine im Vergleich zu Russland so viel freier ist? Oder liegt es wie bei Westdeutschland nach 1945 hauptsächlich daran, dass die Befreiung mit einem wirtschaftlichen Aufschwung verbunden war? In Gessens Buch werden zentrale sozial- und geisteswissenschaftliche Erklärungsmodelle für die Entwicklung Russlands diskutiert. Gegenwärtig sieht die Wissenschaftlerin eine zunehmende Hetze gegen Homosexuelle – im russischen Diskurs gleichgesetzt mit Pädophilie – sich unter Putin zum integralen Bestandteil der nationalen Ideologie entwickeln und gesetzlich verankert zu werden.

(Barbara Kerneck, taz 8./9.12.18; Franziska Davies, SZ 10.12.18)

2240: Viktor Jerofejews Russe

Donnerstag, Januar 3rd, 2019

„Die ganze Zeit war er bereit, der Regierung zu verzeihen, selbst die absurde und brutal durchgezogene Rentenreform, selbst die Tatsache, dass sich in der Duma Leute breitgemacht haben, die an Verstand weit weniger aufzubieten haben als die Mehrheit ihrer Wähler. Aber er weigert sich zu verstehen, warum überhaupt nichts funktioniert, warum sozialer Aufstieg nicht klappt, warum ein hochrangiger Beamter im Kreml beiläufig behaupten kann, die Amerikaner wären gar nicht auf dem Mond gelandet – das müsse man seiner Meinung nach überprüfen.“ (Viktor Jerofejew, FAZ 29.12.18)

2239: Die neue Weltformel

Dienstag, Januar 1st, 2019

Zum Propheten ist der konservative israelische Politikwissenschaftler Yoram Hazony von den Trumpisten erklärt worden. Weil er das Ende der amerikanischen Weltordnung und der Europäischen Union erklärt. Für Hazony ist der Nationalismus die beste Ideologie. Für Europa und Deutschland ist das deshalb gefährlich, weil damit drei Absagen verbunden sind:

– an den Liberalismus,

– an den Multilateralismus,

– an eine Bündnisidee, die einst Europa den Weg aus dem Kreislauf von Krieg und Hass zu weisen schien.

Francois Mitterrand erklärte uns: „Nationalismus, das ist der Krieg.“ Insofern sind das moderne Europa und die USA so tief gespalten wie noch nie zuvor. Die USA deuten die EU in ein imperialistisches Werkzeug um. Das ist schlimm und hochgefährlich (Stefan Kornelius, SZ 31.12.18/1.1.19). Wir als diejenigen, die solch reaktionärer Ideologie nicht anhängen, dürfen nicht resignieren und aufgeben. Der Kampf geht weiter.

2238: Houellebecqs falsche Analyse

Dienstag, Januar 1st, 2019

Das ganze reaktionäre Zeug stand schon in den Romanen Michel Houellebecqs. Nun lobt er in „Harper’s Magazine“ Donald Trump. Das zeigt uns wieder, dass Schriftsteller nicht die besseren politischen Analysten sind, sondern Schriftsteller. Wahrscheinlich ist das Ganze zustande gekommen als PR für den neuen Houellebecq-Roman. Houellebecq lobt Trumps Umgang mit den Menschenrechten und seinen Nationalismus. Nebenbei erledigt er auch die EU, die keine gemeinsamen Werte, gemeinsamen Interessen und keine gemeinsame Sprache habe. Schon gar nicht mit den USA.

Trump ist für den französischen Schriftsteller der Held des Übergangs. Von der Globalisierung und dem Freihandel zurück zur nationalistischen Kultur. Für ihn ist die Aufklärung ein Irrtum. Houellebecq bedauert das Kirchenschisma von 1054, er bewundert den orthodoxen Glauben und den Schriftsteller Fjodor Dostojewski. Bei Houellebecq ist der Mensch für die Freiheit nicht geschaffen. Er will große Reiche, große Nationen und große Herrscher. Und zu Weihnachten hat sich Houellebecq einen Jesus in Ketten gewünscht (Thomas Assheuer, Die Zeit 19.12.18).

Houellebecq hat politisch einen Knall.

2235: Die „Gelbwesten“ verhindern den Wandel.

Sonntag, Dezember 30th, 2018

1. Manche Kritiker in Deutschland, z.B. Kabarettisten und Teile der Linken, sehen in den französischen „Gelbwesten“ eine fortschrittliche Volksbewegung. Dabei stellen sie eine falsche Analyse an.

2. Schon vor fünfzig Jahren publizierte Michel Crozier „Die blockierte Gesellschaft“, wo er zeigt, dass in Frankreich zwar ständig vom Wandel gesprochen, er aber regelmäßig vom Volk verhindert wird.

3. Die französische Revolution (um 1789) endete mit der Machtergreifung Napoleons (1799).

4. Die Aufstände von 1830 und 1848 haben die Verhältnisse nicht umgestürzt.

5. Bei zynischer Betrachtung hat Napoleon III. die breiten Avenuen anlegen lassen, damit die Artillerie das Volk besser niederkartätschen konnte.

6. Im 21. Jahrhundert hat es schon mehrere Revolten gegeben. Zuerst 2000, als die Trucker gegen die Spritpreise vorgingen. Der Staat, wie fast immer in Frankreich, knickte ein. Nun hat Macron die Öko-Steuer aufgehoben.

7. Die Studenten haben gegen die Universitätsreform protestiert, die Jungen gegen die Arbeitsmarktreform, die Taxifahrer gegen Uber.

8. Wo eine gut organisierte Gruppe (Eisenbahner, Fischer, Bauern) die eigenen Privilegien bedroht sah, ging sie auf die Barrikaden.

9. In Frankreich fehlen starke Parlamente, mächtige Regionen und eine Zivilgesellschaft, die nicht nur Interessen artikuliert, sondern auch Verantwortung übernimmt.

10. Crozier sieht im Zentralismus die „französische Krankheit“.

11. Die Bürger grollen und schweigen bis zur nächsten gewaltsamen Eruption.

12. Die Franzosen sehen, wie schwach der Staat ist. Fast jeder Aufruhr hat ihn bezwungen, Privilegien bewahrt und Wandel vereitelt (Josef Joffe, Die Zeit 13.12.18).

Und wir sehen: Solange Spritpreise, die Verhinderung der Klimawende und die Erhaltung von Privilegien die Politik bestimmen, gibt es keinen Fortschritt.

2233: Trumps Geschäft ist der Verrat.

Donnerstag, Dezember 27th, 2018

1. Der von Donald Trump angeordnete Rückzug der US-Truppen aus Syrien ist ein Verrat an den Kurden. Sie wurden schon viele Male verraten. Von verschiedenen Mächten.

2. Lob hat Trump für den US-Abzug nur vom russischen Potentaten Wladimir Putin bekommen. Moskau, Ankara und Teheran haben jetzt freie Hand in der Levante.

3. Das Vorgehen der USA wird neue Flüchtlingswellen nach Europa spülen.

4. Der US-Verbündete Israel ist alarmiert. Es muss sich nun darauf vorbereiten, alleine einen Krieg gegen die von den Mullahs unterstützte Hisbollah in Syrien zu führen. Die ersten israelischen Luftangriffe hat es bereits gegeben.

5. Als der US-Außenminister Dean Acheson 1950 Südkorea die Verteidigungsgarantie entzog, marschierte sechs Monate später Nordkorea ein.

6. Als Barack Obama in seiner falschen Syrien-Politik 2013 die rote Linie in Syrien aufgab, ermunterte er damit den Chemiewaffen-Killer Assad, den Verbündeten Russlands.

7. Machtpolitik verzeiht kein Vakuum.

8. „Europa schaut verzweifelt zu, und dies während eines Schwächeanfalls, der an der Regierungsfähigkeit der Hauptmächte England, Deutschland und Frankreich nagt.“

9. Mit einer Wahlniederlage Trumps 2020 sollten wir nicht rechnen.

10. „Trumps Geschäft ist der Verrat: von Prinzipien und Partnern, von Anstand und wohlbedachten nationalen Interessen, von Gehilfen und Verbündeten. Die kurdischen und arabischen Waffenbrüder werden nicht die letzten Opfer sein.“ (Josef Joffe, Die Zeit 27.12.18)

2229: Qualitätsjournalismus in der Krise

Freitag, Dezember 21st, 2018

Wie wichtig Qualitätsjournalismus für das Funktionieren der Demokratie ist, sehen wir an Russland und China, wo es keine Pressefreiheit gibt. Dafür Propaganda. In den USA wird die Qualität des Journalismus permanent durch die hohe Medienkonzentration gefährdet. Da ist die Krise des „Spiegels“ nach 60 Betrugsgeschichten eine Katastrophe für den deutschen Qualitätsjournalismus. Das SZ-Magazin hat ebenfalls zwei gezinkte Interviews gebracht. Und Laura Hertreiter behauptet (SZ 21.12.18), dass der betrügerische Reporter auch bei der „taz“ und der „Welt“ gearbeitet hat. Das alles muss akribisch aufgeklärt werden. Die Krise trifft den „Spiegel“ im größten Umbau seiner Geschichte. Welche Verantwortung hatte die Redaktion? Welche die Chefredaktion? Der betrügerische Journalist hat inzwischen vier von ihm gewonnene Reporterpreise von sich aus zurückgegeben. Haben die deutschen Journalistenpreise das Fehlverhalten begünstigt? Fragen über Fragen. Alles muss auf den Tisch (David Denk/Angelika Slavik, SZ 20.12.18; David Denk, SZ 21.12.18; das Interview von Ralf Wiegand mit Juan Moreno in der SZ vom 21.12.18).