Archive for the ‘Wirtschafts- und Finanzpolitik’ Category

1745: Trudeaus Berater in den „Paradise Papers“

Montag, November 6th, 2017

Der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) sind wieder sehr viele Dokumente  aus der Offshore-Welt, der Welt der Steueroasen und der

Steuerhinterziehung

zugespielt worden, die „Paradise Papers“. Das Investigativ-Ressort hat diese Daten ausgewertet. Insgesamt waren daran 382 Journalisten aus 67 Staaten beteiligt. Es ging um 13,4 Millionen Dateien, darunter 19 Firmenregister der weltweit verschwiegensten Steueroasen: 1. Antigua und Barbuda, 2. Aruba, 3. Bahamas, 4. Barbados, 5. Bermudas, 6. Kaimaninseln, 7. Cookinseln, 8. Dominica, 9. Grenada, 10. Labuan, 11. Libanon, 12. Malta, 13. Marshallinseln, 14. St. Kitts und Nevis, 15. St. Lucia, 16. St. Vincent und die Grenadinen, 17. Samoa, 18. Trinidad und Tobago, 19. Vanuatu.

Etwa 600 Milliarden Euro werden jährlich von multinationalen Konzernen in Steueroasen verschoben. Allein die EU verliert jährlich 60 Milliarden Euro an Steuereinnahmen.

Einige Prominente, Superreiche, Konzerne und Politiker sind wieder in Erklärungsnot.

Der kanadische Premier Justin Trudeau (Liberale Partei) gilt als Hoffnungsträger des Westens. U.a. hat er versprochen, die Steuerflucht zu bekämpfen. Nun taucht in den „Paradise Papers“ sein Berater

Stephen Bronfman

auf. Sein Spitzname: Bag Man, der Mann mit der Geldtasche. Er ist seit 2013 Berater von Trudeau. Für dessen Wahlkampf sammelte er in kürzester Zeit viel Geld ein. Allein 2014 waren es 15,7 Millionen kanadische Dollar.

Den Unterlagen zufolge haben Bronfman und sein Vater im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte mindestens 34 Millionen US-Dollar an einen Trust auf den Kaymaninseln übertragen. An der Verwaltung des Trustvermögens war Bronfmans Investmentfirma Claridge beteiligt. Dabei sollen Steuern hinterzogen worden sein (SZ 6.11.17).

Freunde von mir, die sehr viel von öffentlichen Finanzen verstehen, haben mir mehrmals erklärt, dass dann, wenn die Summen der Steuerhinterziehung den Staaten zur Verfügung stünden, nirgendwo auf der Welt mehr Steuererhöhungen (z.B. bei den „kleinen Leuten“) nötig wären.

1744: Draghi kann Erfolg haben.

Montag, November 6th, 2017

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, wird für seine Geldpolitik hart kritisiert. Sie bringe die Inflation zurück, ersticke den Reformwillen und gewöhne die Wirtschaft ans billige Geld. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Draghis Politik ihren Grund darin hat, Wachstum befördern zu wollen. Das oberste Ziel soliden Wirtschaftens. Selbstverständlich muss dieses Ziel im Einklang stehen mit den anderen Werten wie der Geldwertstabilität etc. Alexander Dobrindt (CSU) (das ist der Dobrindt mit der fremdenfeindlichen Maut) nannte Draghi einen „Falschmünzer“, Frank Schäffler (FDP) ihn einen „Brandstifter“. Nur gut, dass der Einfluss der Politiker aus der dritten Reihe nicht allzu groß ist.

Zur Zeit will Draghi allmählich weniger Staatsanleihen kaufen und dann die Zinsen wieder anheben. Keines der angedrohten Horrorszenarien ist bisher eingetreten. Die Euro-Zone war 2016 die westliche Wirtschaftsregion mit dem höchsten Wachstum und der niedrigsten Inflationsrate. Natürlich können wir nie sicher sein, dass keinesfalls wieder eine große Spekulationsblase heranwächst. Aber im Moment spricht mehr dafür, dass Draghi Erfolg hat. Er will nicht den Deutschen das Geld aus der Tasche ziehen. Genauso wenig wie es Angela Merkel (CDU) Freude bereitet, wenn die Griechen leiden. „Das anzuerkennen bedeutet nicht, auf eine kritische Haltung zu verzichten, aber wohl, Maß und Mitte zu bewahren.“ (Mark Schieritz, Die Zeit 26.10.17)

1742: Heinsohn: pessimistisch für Altersbezüge junger Deutscher

Sonntag, November 5th, 2017

Der ehemalige Bremer Professor für Sozialpädagogik, Gunnar Heinsohn, ist pessimistisch bezüglich der Altersbezüge von heute jungen Deutschen (FAZ 4.11.17). Der Vorsorge-Atlas 2017 sähe ihre Bezüge im Jahr 2050 bei monatlich 981 Euro, 38,6 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Der Armut entkämen sie nur bei 60 Prozent. Mit Zusatzversicherungen könnten sie dem entgegenarbeiten. Jedoch hätten Versicherer wie

Allianz

und

Generali

schon Anfang 2017 die zugesagten Altersbezüge gekappt. Hinzu komme, dass Deutschland schon heute neben Österreich und Belgien die höchste Einkommenssteuer der Welt habe. Weitere Steigerungen stünden an, weil die Zahl der Transferempfänger rasant steige.

Den 20- bis 34-jährigen Bundesbürger (14,8 Millionen) und den 5- bis 19-jährigen Bundesbürgern (11,3 Millionen) bleue man ein: „Modernisiert unsere Betriebe, finanziert die Alten, bezahlt die Sozialhilfe, rettet die Eurosüdschiene, zieht Kinder auf, aber endet selbst arm im Alter.“ Heute dränge die halbe Welt in die von jungen Deutschen zu tragende „Mindestsicherung“. Das ist wohl als Argument für die AfD gemeint.

Die gut fünf Prozent unter den Jungen, die erstklassige Mathematik-Noten hätten, seien überall auf der Welt begehrt und hätten überall Chancen. Diese rund 570 000 Könner seien Deutschlands einzige Hoffnung „für das Verbleiben in der Liga der Spitzennationen“. Hier sei allerdings die ostasiatische Konkurrenz stark. Tatsächlich melde die Kultusministerkonferenz bei Viertklässlern in Deutschland Verschlechterungen in Mathematik, Aufnahmevermögen und Rechtschreibung. Außerdem habe gerade die letzte deutsche Firma für Batteriezellen (in Nordhausen) Konkurs angemeldet. Die 14 größten Firmen für Batterietechnik arbeiteten in Ostasien.

„Die Besten haben drei Optionen:

1. Sie können sehenden Auges ins Fiasko steuern.

2. Sie können Millionen fremder Könner als Verstärkung anheuern, woran aber seit vielen Jahrzehnten noch jede Regierung gescheitert ist.

3. Sie können in Kompetenzfestungen auswandern, die Pässe nur an Asse geben.“

Kompetenzfestungen sind für Heinsohn Australien, chinesische Staaten, Dänemark, Finnland, Kanada, Korea, Japan, Neuseeland, Norwegen, Schweiz, Singapur und bald vielleicht Großbritannien. Bei denen sänken die Geburtenraten. Jede Religion und Hautfarbe werde akzeptiert. Tüchtige Alte könne man partiell durch Roboter ersetzen, aber niemals durch jugendliche Schulversager aus der Fremde. Japan habe 2015 nur 27 Asylanten aufgenommen, in China lebten 2015 unter 1,382 Milliarden Einwohnern 583 anerkannte Flüchtlinge.

Damit möchte Heinsohn anscheinend nicht die Migrationspolitik der bisherigen großen Koalition unterstützen.

 

1738: Jamaika kommt.

Freitag, November 3rd, 2017

Dass die Sondierungsgespräche für Jamaika zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen stocken, ist angesichts der teilweise fundamentalen Unterschiede auf so zentralen Feldern wie der Klimapolitik, der Verkehrspolitik, der Steuerpolitik etc. nicht verwunderlich. Aber es gibt einen Grund, warum Jamaika kommt:

Die Union hat Angst vor Neuwahlen.

Bei der SPD sieht es nicht besser aus. Sie beschäftigt sich einmal wieder mit sich selbst. Sie hätte schon viel erreicht, wenn ihr eine machtvolle Opposition gelingen würde.

Die Grünen sollten auf dem baldigen Kohleausstieg bestehen.

Die Dobrindt-Maut muss weg.

Auf diese Weise bewahrt uns die Union wohl davor, dass die AfD bei Neuwahlen noch zulegen würde.

1729: Wo steht die SPD ?

Sonntag, Oktober 29th, 2017

Als Bürgermeister Hamburgs hat Olaf Scholz bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen um den G 20-Gipfel versagt. Nun legt er ein Papier zur Lage der SPD vor: „Keine Ausflüchte! Neue Zukunftsfragen beantworten! Klare Grundsätze!“. Es soll eine schonungslose Betrachtung sein. Scholz möchte keine „Ausflüchte“ mehr. Die Probleme seien „grundsätzlicher“. Die Wahlniederlage könne, so Scholz, nicht auf eine fehlende Mobilisierung der eigenen Anhänger oder auf die mangelnde Fokussierung auf soziale Gerechtigkeit zurückgeführt werden.

Dann kommt der Kern seiner Argumentation: Auch in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung werde wirtschaftliches Wachstum „eine zentrale Voraussetzung sein, um eine fortschrittliche Agenda zu verfolgen“. Die SPD müsse Wachstum aus Überzeugung anstreben, sie werde seit langem als „zu taktisch“ wahrgenommen.

Dagegen hatte Parteichef Schulz in letzter Zeit wieder die „Systemfrage“ gelten lassen und mehr „Mut zur Kapitalismuskritik“ gefordert (Christoph Hickmann, SZ 27.10.17). Wohl in Richtung auf Andrea Ypsilanti? Da können wir ja nicht einmal mehr lachen. Nach Meinung der SPD-Linken muss die SPD „linker“ werden. Scholz spricht für die SPD-Rechte. Er hat Recht.

Jasper von Altenbockum (FAZ 28.10.17) sieht die SPD so: „Sie hat den Kontakt zu einer Wählerschaft verloren, die einen linksliberalen Klimbim nicht mitmachen will, der die Grünen und die Linkspartei nachäfft.“

1722: Deutsche Unternehmen wollen einen harten Brexit.

Montag, Oktober 23rd, 2017

Deutsche Unternehmen wollen einen harten Brexit. Großbritannien müsse seine finanziellen Verpflichtungen anerkennen. Das sagte der Leiter der Außenwirtschaftsabteilung des Bundesverbands Außenhandel, Großhandel, Dienstleistungen (BGA), Gregor Wolf. Die Unternehmen verstünden die politische Tragweite der Verhandlungen und ließen sich nicht von kurzfristigen Interessen leiten. Sie seien auch bereit, den Preis eines Scheiterns zu bezahlen.

„Ein chaotischer Brexit würde unsere Mitglieder hart treffen. Es würde sie aber noch härter treffen, wenn der europäische Binnenmarkt geschwächt wird. Deshalb lehnen wir Sonderabsprachen mit Großbritannien ab. Das würde nur zu einer Rosinenpickerei führen und damit zum Zerfall der Union und des gesamten Marktes.“ (T.G., FAS 22.10.17)

1716: Günter Wallraff 75

Montag, Oktober 2nd, 2017

Er ist der Mann, der 1977 bei „Bild“ „Hans Esser“ war und die Machenschaften der Boulevardzeitung aufdeckte. Vorher hatte er 1974 in Griechenland 77 Tage in Haft gesessen, weil er sich in der Zeit der Militärjunta auf einem öffentlichen Platz angekettet und Flugblätter gegen die Junta verteilt hatte. Er war danach der „Türke Ali“, berichtete von „ganz unten“. Günter Wallraff war „undercover“ auch „Brötchenbäcker“ und Afrikaner. Und vieles mehr. Immer ging es ihm darum, die Verhältnisse in der „kaputten Gesellschaft“ aufzuklären und abzuschaffen. Manchmal ist ihm das gelungen. Aber er musste auch eine Unzahl von Prozessen führen und überstehen. Teilweise gegen Große aus der Gesellschaft (wie den Springer-Verlag). Günter Wallraff ist 75 Jahre alt geworden.

Der Aufklärungsjournalist ist immer noch sehr agil und angriffslustig. Mittlerweile arbeitet sein „Team Wallraff“ für RTL. Er hat sich mit den Arbeitsbedingungen von Paketzustellern und der Arbeit von Pflegeheimen befasst. Manche jungen Leute kennen ihn als den Mann, der bei RTL ist, und wissen nichts von seiner ruhmreichen Vergangenheit in den siebziger und achtziger Jahren. Bei einigen Arbeitgebern ist Günter Wallraff heute noch gefürchtet. Er hatte die Öffentlich-Rechtlichen verlassen, weil er dort seiner Meinung nach zu oft mit „unwilligen Juristen“ zu tun bekam. Das sei bei RTL besser. Dort könne er junge Menschen erreichen. Er selbst sieht das Programm nicht allzu häufig, sondern bevorzugt

Phoenix, Arte und 3sat,

weil er Sendungen wie „Schwiegertochter gesucht“ und „Bauer sucht Frau“ nicht mag.

Günter Wallraff wird nicht überall gerühmt. Da gab es Mitautoren, die er angeblich nicht angemessen behandelt hat. Der

Stasi-Vorwurf

konnte nie ganz ausgeräumt werden. Und Wallraff war beteiligt an den Vorgängen bei der Ausbürgerung Wolf Biermanns aus der DDR 1976, bei der Biermann verraten worden sein soll (nicht von Wallraff). Der Aufklärer Wallraff hat oft nur das recherchiert und beschrieben, was alle wissen konnten, aber keiner so richtig wissen wollte. Der unermüdliche Rechercheur zeigt heute bisweilen Anflüge von Altersmilde. Er ist ein leidenschaftlicher Marathonläufer und Tischtennisspieler, der einmal sogar den ehemaligen „Bild“-Chef Kai Diekmann besiegt hat. Und Wallraff baut journalistisch auf „junge Leute“, die „Biss haben“.

Am 9. Oktober 2017 erscheint ein Wallraff-Porträt von Lutz Hachmeister auf RTL (Hans Hoff, SZ 29.9.17).

1713: Haseloff (CDU): Für Integrationsgrenze

Samstag, September 30th, 2017

Der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der in Magdeburg mit SPD und Grünen regiert, macht sich nach der für die Union desaströsen Bundestagswahl große Sorgen um Ostdeutschland. Haseloff, 63, ist promovierter Physiker und in der DDR aufgewachsen. Claudia Ehrenstein hat ihn für die „Welt“ (30.9.17) interviewt.

Welt: Prozentual ist der Anteil der AfD-Wähler im Osten deutlich höher. Fühlen sich die Ostdeutschen abgehängt?

Haseloff: Für viele Menschen hat sich nach der Wende der Wunsch nach sozialem Aufstieg und Erfolg nicht erfüllt. Sie sind aus der Langzeitarbeitslosigkeit nie herausgekommen, ihre Rente muss durch Grundsicherung aufgestockt werden.

(Bei den Menschen, denen es gut geht), sind die Abstiegsängste besonders groß. Diese Menschen fühlen sich insgesamt sehr wohl. Sie haben sich nach der Wende eine Existenz aufgebaut und fürchten nun den sozialen Abstieg. Je besser es den Menschen geht, desto größer ist die Angst, wieder alles zu verlieren. Sie haben schließlich schon einmal erlebt, wie ein Staat zusammenbricht …

Welt: Sie regieren mit einer Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen. Wie sehen Sie im Bund die Chancen für eine Jamaika-Koaltion?

Haseloff: Kenia hat auch keiner für möglich gehalten. Wenn demokratische Parteien ihre Verantwortung ernst nehmen und nicht weiter die Ränder stärken wollen, dann finden sich auch Lösungen. Dazu müssen alle bereit sein – nicht nur die CSU. Das heißt auch, dass die anderen – also FDP und Grüne – anerkennen, dass es eine

Integrationsgrenze

gibt. Wir können nicht unbegrenzt Menschen aufnehmen, ohne unsere Gesellschaft zu destabilisieren.

Welt: Sie sind im Osten aufgewachsen. Haben Sie das Gefühl, im vereinten Deutschland angekommen zu sein?

Haseloff: Ja, warum nicht? Dafür sind wir doch für die Wiedervereinigung auf die Straße gegangen. Ich würde mir aber mehr Interesse des Westens am Osten wünschen. Die Medienlandschaft ist weitgehend eine Westlandschaft. Früher wollte ich Westfernsehen gucken, heute muss ich es. Die öffentliche Meinungsbildung wird durch den Westen geprägt. Typisch sind Talkshow-Runden mit sechs Politikern aus dem Westen, die über den Osten reden.

1711: Vor der Niedersachsen-Wahl

Freitag, September 29th, 2017

Niedersachsen ist nach der Fläche das zweitgrößte Bundesland, nach Einwohnern das viertgrößte. Hier wurden die politischen Karrieren von Gerhard Schröder (SPD), Sigmar Gabriel (SPD), Christian Wulff (CDU) und Thomas Oppermann (SPD) gestartet. Und hier wird nach der

Zäsur der Bundestagswahl 2017

am 15. Oktober gewählt. Nach der letzten Infratest-Umfrage verteilen sich die Stimmanteile folgendermaßen:

  • CDU 35 %,
  • SPD 34 %,
  • Grüne 9 %,
  • FDP 8 %,
  • Linke 5 %,
  • AfD 6 %.

Legen wir die Ergebnisse der Bundestagswahl zugrunde, reicht das nicht mehr für Rot-Grün. Der bisherige Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält es für möglich, die AfD aus dem Landtag herauszuhalten. Wahrscheinlich ein schöner Traum. Die SPD will mehr Geld für die

Pflege

bereitstellen (Peter Burghardt, SZ 29.9.17). Aber an ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Wirtschaftskompetenz darf gezweifelt werden. Ihre Schulpolitik ist schlecht. Falls die Wähler es so wollen, wird Schwarz-Grün möglich. Allerdings hatte kürzlich Agrarminister Christian Meyer (Grüne) von „schwarz-gelben Hetzern“ gesprochen. Und CDU-Kandidat Bernd Althusmann von der „Gauland-Rhetorik der Grünen“. Keine guten Voraussetzungen.

1710: Lafontaine fordert härtere Flüchtlingspolitik.

Freitag, September 29th, 2017

Der Ex-Kanzlerkandidat der SPD und Ex-Parteichef der Linken, Oskar Lafontaine, kritisiert die gegenwärtige Linken-Parteiführung mit Katja Kipping und Bernd Riexinger. „Die beiden Parteivorsitzenden finden selbst wenig Zustimmung bei den Wählern.“ Hauptkritikpunkt ist die Flüchtlingspolitik. Die „Lasten der Zuwanderung“ dürften nicht „über verschärfte Konkurrenz im Niedriglohnsektor, steigende Mieten in Stadtteilen mit preiswertem Wohnraum und zunehmende Schwierigkeiten in Schulen mit wachsendem Anteil von Schülern mit mangelnden Sprachkenntnissen“ sozial Schwachen auferlegt werden. Das Gleiche hatte seine Ehefrau schon am Wahlabend gesagt (LION, SZ 28.9.17).

Die Linken sind der AfD näher, als sie selbst wahrnehmen.