Archive for the ‘Sport’ Category

623: Deutschland im Halbfinale

Freitag, Juli 4th, 2014

Bei der Fußballweltmeisterschaft hat Deutschland das Halbfinale erreicht. Die Mannschaft war (für den Zweck) gut aufgestellt. Bestens eingestellt. Eine geschlossene Mannschaftsleistung. Überragend Mats Hummels. Schürrle hätte zwei Tore schießen müssen.

Das Spiel der deutschen Mannschaft weckt Hoffnungen.

620: Fußball-WM: Die Deutschen bleiben rätselhaft.

Mittwoch, Juli 2nd, 2014

Bei der Fußball-WM stehen die Teilnehmer am Viertelfinale fest: Brasilien, Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Cost Rica, Argentinien, Belgien (vier mal Europa, drei mal Südamerika, einmal Mittelamerika). Wir haben einige sehr schöne Spiele gesehen. Einen wirklichen Top-Favoriten gibt es nicht. Dazu haben alle Mennschaften zu viele Schwächen gezeigt. Auch die Deutschen spielen nicht konstant. Sie offenbaren die üblichen Schwächen in der Abwehr, wenn der Gegner über die Flügel kommt. Lahm ist nicht in Form. Neuer spielt, weil er es muss, zu riskant.

Aber die Deutschen waren bisher erfolgreich. Das stört die Jogi Löw-Hasser. Und die Rassisten, die

Jerome Boateng,

Mesut Özil und

Sami Khedira

nicht mögen. Shkodran Mustafi ist ja verletzt.

Wenn ich beantworten soll, wer für mich letztlich Favorit ist, so sage ich: Argentinien wegen Messi.

616: Briefwechsel John M. Coetzee – Paul Auster

Samstag, Juni 28th, 2014

John M. Coetzee (geb. 1940), der Literatur-Nobelpreisträger von 2003, und Paul Auster (geb. 1947), der große New Yorker Schriftsteller, haben sich 2008 in einer Jury kennengelernt und danach einen Briefwechsel begonnen (Lothar Müller, SZ 26.6.14; Hubert Spiegel, FAZ 28.6.14).

J.M. Coetzee/Paul Auster: Von hier nach da. Briefe 2008-2011. Frankfurt am Main (S. Fischer) 2014, 286 S., 14,99 Euro.

Darin gibt es viele Überraschungen und verblüffende Fragen, vor allem von Coetzee, der ein brillanter Intellektueller ist. Seine Fragen eröffnen meistens neue Perspektiven. Die Briefe kreisen um das Schreiben, die Identität, die Politik. Beide sind etwa von Benjamin Netanjahus Nahostpolitik sehr enttäuscht.

Die Autoren beschäftigen sich aber auch mit Sport. In seiner Jugend war Paul Auster ein ziemlicher Crack im Basketball und Football. Beide Schriftsteller sehen sehr viel Sport im Fernsehen. Coetzee berichtet davon, wie er die Lektüre von drei wichtigen Büchern einstellte, um „den dritten Tag eines fünftägigen Kricketspiels zwischen den Nationalmannschaften von Australien und Südafrika zu verfolgen“. Er bewundert Roger Federer. Und er fragt: „Ist Sport einfach wie Sünde: Man missbilligt es, doch man erliegt der Verlockung, weil das Fleisch schwach ist.?“ Oder: „Im Sog der Fußballweltmeisterschaft (2010, W.S.) habe ich mir Gedanken über die Frage gemacht, warum Du und ich, Du nicht mehr so jung wie einst und ich definitiv bejahrt, so viel Zeit damit verbringen, uns Sport, den wir selbst nicht mehr ausüben können, anzuschauen.“

Wir anderen Sportfreunde finden uns in dem Briefwechsel wieder.

 

613: Toni Kroos ist prädestiniert für Klarheit und Ballsicherheit.

Mittwoch, Juni 25th, 2014

Toni Kroos hat bisher bei der WM sehr gut gespielt. Weltklasse. Christof Kneer und Philipp Selldorf haben ihn für die SZ interviewt (25.6.14).

SZ: Inwiefern spielt .. die Position eine Rolle?

Kroos: Die spielt eine große Rolle. Unter Jupp Heynckes hab‘ ich oft auf der Zehn (10) gespielt, unter Pep Guardiola bin ich weiter nach hinten gerückt. Das hat meiner Entwicklung gut getan, man hat weiter hinten mehr Ballkontakte, da wird man automatisch präsenter und dominanter. Das ist das, was ich spielen will, und das spiele ich jetzt ja auch beim DFB. Ich will einfach mehr Verantwortung fürs Spiel haben.

SZ: Vor einiger Zeit hieß es noch: Toni Kroos denkt zu sehr an sein eigenes Spiel und zu wenig ans große Ganze.

Kroos: Vielleicht war das mal so, aber jetzt fühle ich mich sehr verantwortlich. Heute ist es so, dass ich mit meiner Leistung vor allem dann zufrieden bin, wenn wir als Team gut und dominant gespielt haben. Wenn wir aber die schlechtere Mannschaft sind, wenn wir nur hinterherlaufen und keine Kontrolle haben, dann gebe ich mir da durchaus eine Mitschuld. Ich weiß, dass ich prädestiniert dafür bin, einer Mannschaft Klarheit und Ballsicherheit zu geben – also muss ich das auch zeigen.

612: Fifa stoppt Werbefilm mit Beckenbauer.

Dienstag, Juni 24th, 2014

Obwohl Franz Beckenbauer von der Fifa mit einer 90-Tage-Sperre belegt worden war, erschien im Maracana-Stadion zur Weltmeisterschaft regelmäßig noch ein Werbeclip mit ihm. Das hat die Fifa nun gestoppt. Anscheinend ist der Fall doch schwerwiegender, als es Beckenbauers Management gerne darstellte. Dort hieß es, dass die Sperre nach der Beantwortung der 130 Fragen im Fifa-Fragebogen (des Ermittlers Michael Garcia) wohl aufgehoben würde.

Beckenbauer gilt als eines der 13 Fifa-Exekutivmitglieder, die 2010 für die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland gestimmt hatten. Kurz danach wurde Beckenbauer Botschafter bei Gazprom. Der „Daily Mirror“ hat gemeldet, dass Beckenbauer schon vor der Wahl Russlands als Weltmeisterschafts-Austragungsort zum Gazprom-Botschafter bestimmt worden sei (Johannes Aumüller/Thomas Kistner, SZ 24.6.14).

610: Fifa-Exekutivmitglieder verdoppeln Aufwandsentschädigung für sich.

Montag, Juni 23rd, 2014

Die „Sunday Times“ berichtet, dass sich die 25 Fifa-Exekutivmitglieder (darunter Theo Zwanziger aus Deutschland) die jährliche Aufwandsentschädigung auf 200.000 Dollar verdoppelt haben (ca. 148.000 Euro). Dies geschah, nachdem zuvor die bisher üblichen Bonuszahlungen weggefallen waren. Angeblich soll die Verdoppelung die Exekutivmitglieder vor den Gefahren der Korruption schützen. Dabei ist sie doch selbst die Korruptionsprämie. Es handelt sich also um einen Etikettenschwindel (Thomas Kistner, SZ 23.6.14).

„Aufschlussreich im Fifa-üblichen Sinne erscheint dabei die letzte WM-Ausschüttung. Laut ‚Times‘-Berichten wurde den Exekutivmitgliedern der 200.000-Dollar-Bonus für 2010 punktgenau einen Tag vor der Abstimmung über die WM-Vergabe 2022 überwiesen. Es folgte die seither unter Korruptionsverdacht stehende WM-Vergabe an Katar. Stilbildend ist überdies, dass der zusätzliche Bakschisch für Blatters wackere Mitregenten gar nicht mehr allzu weit entfernt lag von der Ausschüttung, die es für jeden der gut 200 Nationalverbände gab: Die kassierten jeweils 300.000 Dollar.“

Bei der WM in Brasilien ist eine Aufwandsentschädigung von 700 Dollar pro Tag vorgesehen.

597: Franz oder Hans Wurst? Oder doch Conchita?

Donnerstag, Juni 12th, 2014

Franz Beckenbauer war ein herausragender Fußballer. Von einmaliger Klasse. Weltmeister als Spieler 1974. Weltmeister als Trainer 1990. Er hat die Fußballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland geholt. Aber lange Zeit, und im Grunde bis auf den heutigen Tag, gehörte er dem potentiell kriminellen Milieu der FIFA an (Katrin Göring-Eckardt: „Saustall“). Nun wird er beschuldigt, für die Stimmabgabe für die Fußballweltmeisterschaft in Katar bestochen worden zu sein. Vorab ist schon zu sagen, dass davon bisher nichts erwiesen ist. Der Umgang aber, den Beckenbauer mit solchen Gerüchten bevorzugt, ist wiederum einmalig. Holger Gertz nennt ihn deswegen „Franz Wurst“ (SZ 12.6.14). Damit soll Beckenbauers „Wurschtigkeit“ umschrieben werden, bei der eh alles wurscht ist. Viele sehen Beckenbauer das nach. Auch dort, wo andere schon zu Fall gebracht worden wären.

Als der FIFA-Chefermittler Michael Garcia (USA) Beckenbauer Fragebögen auf Englisch zusandte, mit denen festgestellt werden sollte, wie korrupt es bei der Vergabe der Fußballweltmeisterschaft an die Diktaturen Russland (2018) und Katar (2022) zugegangen war, ließ Beckenbauer die Fragebögen unbeantwortet. Er sah sich angeblich überfordert mit dem Englisch (bei Cosmos New York nannte man ihn „The Kaiser“). „Ich habe gefragt, ob ich die Bögen auch auf Deutsch haben könnte, was offensichtlich nicht möglich war. Damit war die Sache für mich erledigt.“ Ja, so erledigt Kaiser Franz seine Probleme. Ist ja eh wurscht.

Der Trainer Max Merkel hat einmal über Beckenbauer gesagt: „Wenn der Kaiser spricht, legen sogar die Engel ihre Harfen beiseite.“ Der Franz pflegt seine eigene Sprache. Über Lothar Matthäus: „Der Lothar – wir kennen ihn.“ Bei der FIFA-Präsidentenwahl 1998 schien Beckenbauer zunächst auf Seiten des Schweden Lennart Johannsson zu stehen, um sich im entscheidenden Moment für Joseph Blatter stark zu machen. Als Beckenbauer das Münchener Olympiastadion loswerden wollte, meinte er: „Am besten, wir sprengen das Stadion einfach weg. Es wird sich doch ein Terrorist finden, der für uns die Aufgabe erledigen kann.“

Wes Geistes Kind Beckenbauer aber wirklich ist und wie moralisch verkommen, kam ans Tageslicht, als „der Kaiser“ angesichts der vielen Toten auf den Baustellen in Katar und bei der „Sklavenarbeit“ mancher weiblichen Hausangestellten dort kundtat: „Ich habe noch nicht einen einzigen Sklaven in Katar gesehen. Also, die laufen alle frei rum, weder in Ketten gefesselt noch mit irgendwelcher Büßerkappe am Kopf. Das habe ich noch nicht gesehen. Wo diese Meldungen herkommen, ich weiß es nicht. Ich hab mir vom arabischen Raum ein anderes Bild gemacht. Und ich glaube: mein Bild ist realistischer.“

Das ist der Geist, der auch Berti Vogts bei der Fußballweltmeisterschaft 1978 in Argentinien beseelte, als dort Elisabeth Käsemann 1977 ermordet worden und nicht vom Auswärtigen Amt oder vom DFB gerettet worden war (vgl. hier den Blogeintrag 593). Bertie Vogts, der gegenwärtige US-Kotrainer, sagte: „Ich habe keinen einzigen politischen Gefangenen gesehen.“

 

593: Elisabeth Käsemann hätte 1977 wohl gerettet werden können.

Freitag, Juni 6th, 2014

Elisabeth Käsemann war 68erin. Aus dem Kreis um Rudi Dutschke. Sie war die Tochter des seinerzeit sehr bekannten Theologen Ernst Käsemann. Elisabeth Käsemann wollte die Welt verbessern. Weil das in Europa nicht so leicht möglich schien, ging sie nach Südamerika, studierte dort und arbeitet in den argentinischen Slums für die Armen. 1976 kam die Militärjunta unter General Videla an die Macht. Tausende von Menschen verschwanden. Zum Teil wissen wir heute noch nichts von ihrem Schicksal. Elisabeth Käsemann gehörte zu einem Netzwerk von Menschen, das Verfolgten die Flucht ermöglichte. 1977 wurde sie verhaftet, gefoltert und schließlich erschossen (Holger Gertz, SZ 5.6.14).

Elisabeth Käsemanns Freundin Diana Austin, eine Britin, kam, nachdem auch sie gefoltert worden war, auf Druck der britischen Regierung frei. Sie informierte bereits 1977 Amnesty International. Jetzt ist sie die Hauptzeugin in Eric Friedlers Fernsehfilm „Das Mädchen – Was geschah mit Elisabeth K.?“ (ARD, 5.6.14, 22.45 Uhr). Darin zeigt der Regisseur, dass kurz nach der Verhaftung und Folterung Elisabeth Käsemanns im Stadion La Bombonera das Fußballländerspiel zwischen Argentinien und Deutschland (1:3) stattfand. Ein Jahr vor der Fußballweltmeisterschaft. Das hätte das Auswärtige Amt nutzen können, um Elisabeth Käsemann freizubekommen. Aber nichts geschah. Auch der von Amnesty International informierte DFB unternahm nichts, und die Fußballer erfuhren von nichts.

Der gegenwärtige Boss des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigee, der damals ein junger Stürmer in der deutschen Fußballnationalmannschaft war, sagt im Film: „Wenn wir gemeinsam, die Nationalmannschaft mit dem DFB und mit der deutschen Politik, da Druck gemacht hätten: Es wäre sicher möglich gewesen, dass man die Frau befreit hätte.“

Der damalige deutsche Botschafter in Argentinien, Jörg Kastl, hat im Film noch nichts begriffen. Er bleibt ganz gefangen in der Angst der späten siebziger Jahre vor der RAF und gibt Elisabeth Käsemann eine Mitschuld an ihrer Ermordung. Ein zynischer, alter, verbitterter Mann, der damals Schuld auf sich geladen hat. Inzwischen ist er gestorben. Hatte der eigentlich seine volle Pension verdient?

Der damalige Staatsminister im Auswärtigen Amt, Klaus von Dohnanyi, seinerzeit ein wichtiger Mitarbeiter von Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, kommt heute zu der Einsicht: „Ich frage mich, warum ich mich selber in der Frage des Protestes nicht an den Außenminister gewandt habe. Hab ich nicht gemacht. Hätte ich machen müssen. Ich war, vermute ich mal, mit meinem Kopf in Europa und habe den Fall gar nicht weiter durchdacht oder verfolgt.“

Hans-Dietrich Genscher hat sich nicht befragen lassen.

Der Fall Elisabeth Käsemann zeigt mit aller erforderlichen Klarheit, dass ein Sport, der glaubt, unpolitisch agieren zu können, dabei manchmal Menschen opfert. Furchtbar.

591: „Diese Weltmeisterschaft ist bereits gescheitert.“

Mittwoch, Juni 4th, 2014

Wenn wir den Knebelvertrag der Fifa mit Brasilien über die WM betrachten (Peter Burghardt, SZ 2.6.14), die explodierenden Preise zur Kenntnis nehmen, erfahren, dass teilweise die Wohnbevölkerung vertrieben wurde und Mieten und Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr ins Unbezahlbare steigen, dann verstehen wir gut den Satz, den Gustavo Mehl für die Bürgerinitiative gegen die WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 formuliert hat: „Diese WM ist bereits gescheitert.“

Die meisten Brasilianer können sich keine Tickets leisten, Lehrer und andere Angehörige des öffentlichen Dienstes streiken. Wir bekommen zwölf neue bzw. renovierte Stadien, die überwiegend nach den Ereignissen nicht mehr gebraucht werden. Ein Riesenaufgebot von Soldaten und Polizisten soll die Sicherheit gewährleisten. Außerdem gibt es fast keine Investitionen in die Infrastruktur (Schulen, Kliniken). Die Leidtragenden sind die Brasilianer, die mit ihren Steuern den ganzen Aufwand für eine kleine, internationale Minderheit bezahlen müssen.

Nun beklagen auch noch Pele und Ronaldo, dass die Vorbereitungen nicht funktioniert haben und die Stadien nicht fertig sind.

 

585: Fußball: Brasiliens Stärke liegt in der Abwehr.

Mittwoch, Mai 28th, 2014

Cacau hat 2010 bei der Fußballweltmeisterschaft für Deutschland gespielt. Der geborene Brasilianer absolvierte 2013/14 seine letzte Saison beim VfB Stuttgart. Michael Ashelm hat ihn für die FAS (25.5.14) interviewt.

FAS: Was denken Sie so kurz vor der Fußball-WM über Ihr Heimatland Brasilien? Werden wir Chaos sehen, Demonstrationen überall? Oder kommt es doch noch zur großen Samba-WM-Party?

Cacau: Ich wäre zu optimistisch, wenn ich sagen würde, alles wird ganz toll. Ich habe ein zwiespältiges Gefühl. Einerseits bin ich Fußballfan und hoffe auf eine spannende WM mit interessanten Spielen und großen Emotionen. Auf der anderen Seite schmerzen die Bilder, die um die Welt gehen, mit gewalttätigen Auseinandersetzungen auf der Straße und Planungschaos bei den Stadien. Aber es ist auch gut, dass sich das politische System in Brasilien damit entlarvt.

FAS: Wie ist die deutsche Nationalmannschaft auf Brasilien vorbereitet? Die Mannschaft wird ihr WM-Lager weit weg von den Metropolen einsam am Meer aufschlagen. Ist das sinnvoll?

Cacau: Das ist gut. Die Mannschaft braucht zwischen den Spielen Ruhe, muss entspannen. Ich weiß das noch von Südafrika. Da war das Quartier ebenfalls weit weg vom Schuss, mitten auf dem Land. Ich gehe davon aus, dass alles wieder perfekt durchgeplant ist. Wenn man sich dann noch eine gewisse Lockerheit aneignet im Umgang mit den täglichen Problemchen, die in Brasilien kommen werden, dann ist das okay. Oliver Bierhoff hat ja schon in Italien gelebt und Jogi Löw in der Türkei trainiert. Sie kennen die südländische Mentalität.

FAS: Die Teams aus England und Holland wohnen in Rio de Janeiro, direkt an der Copacabana.

Cacau: Unglaublich. Das hätte ich nie gemacht. Was für eine Unruhe, ein Lärm, überall hübsche Frauen, die werden sich nur schwer konzentrieren können.

FAS: Wo liegen die Stärken der brasilianischen Mannschaft?

Cacau: So verrückt es klingt, die Defensive ist ihre große Stärke. Das war lange nicht so. Mit Thgiago Silva und David Luiz stehen hinten die beiden besten Innenverteidiger der Welt. Dazu kommt noch Dante als Backup. Dani Alves und Marcelo sind starke Außenverteidiger. Vor der Abwehr räumen Luis Gustavo und Paulinho konsequent ab. Das ist ein gutes Fundament, um wenige Tore zu bekommen. Und nach vorne sind die Brasilianer immer gefährlich, wenn auch diesmal nicht ganz so dominant. Dazu kommen die Emotionen von den Zuschauern, die ihr Team nach vorne peitschen werden.