Archive for the ‘Sport’ Category

956: „‚Schorsch‘ Aigner – der Mann, der Franz Beckenbauer war“

Mittwoch, Juni 3rd, 2015

Franz Beckenbauer war ein ganz großer Fußballer. Er gehört zu dem kleinen Kreis der Weltstars, die unangefochten erscheinen: Ferenc Puskas, Alfredo di Stefano, Pele, Eusebio, Johan Cruyff, Messi, Zlatan Ibrahimovic. Er war auch ein Erfolgstrainer (WM-Titel 1990). Und er ist ein führender Fifa-Fußballpolitiker.

In allen Rollen gabelt „Dittsche“ Olli Dittrich als „Schorsch“ Aigner Franz Beckenbauer auf. „Schorsch“ war angeblich über 50 Jahre das Double von Franz. Das verspricht scharfe Satire und klare Erkenntnis. Etwa über den Doppelbesuch 2005 in Togo und Ghana, bei dem der Franz für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland warb!

Aktueller geht’s nicht.

Donnerstag, 4.6.15, 23.30-24.00 Uhr, ARD!

953: DFB agiert erbärmlich.

Montag, Juni 1st, 2015

In der großen Korruptions-Affäre der Fifa agiert der DFB erbärmlich. Das könnte darauf zurückzuführen sein, dass Sepp Blatter stets Korruptions-Andeutungen zur deutschen WM-Bewerbung 2006 gemacht hat. Franz Beckenbauer war an der Vergabe der WM 2018 an Russland und 2022 an Katar beteiligt. Was hat es mit seiner Tätigkeit als Werbetestimonial für die russische Gasindustrie auf sich?

Klar ist demgegenüber, dass Chuck Blazer, der ehemalige Generalsekretär des mittelamerikanischen Fußballverbands Concacaf, als Kronzeuge dem FBI zur Verfügung steht. Die Fifa hatte 2008 im Zusammenhang mit der WM-Vergabe an Südafrika 10 Millionen Dollar an die Concacaf überwiesen. (Johannes Aumüller/Thomas Kistner, SZ 1.6.15) Wer bei der Fifa hat das unterschrieben?

Feststeht auch, dass sich Uefa-Präsident Michel Platini (Frankreich) für die WM-Vergabe an Katar ausgesprochen hatte. Dort verdient sein Sohn sein Geld. Insofern ist das Vorgehen der Uefa gegen die Fifa unglaubwürdig.

944: Fifa-Krise: Wladimir Putin unterstützt Sepp Blatter.

Freitag, Mai 29th, 2015

Der Erste, der Sepp Blatter in der großen Korruptionskrise der Fifa unterstützt, ist Wladimir Putin, der „lupenreine Demokrat“. Vor der Wahl des Präsidenten.

894: Tuchel Trainer in Dortmund, Labbadia in Hamburg

Mittwoch, April 15th, 2015

Thomas Tuchel wird Trainer in Dortmund, Bruno Labbadia in Hamburg. Es ist wieder viel los in der Bundesliga. Gut so.

883: Putins Partner im Sport

Mittwoch, März 18th, 2015

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 soll ausgerechnet in Russland stattfinden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Stefell meint dazu: „Solange russische Soldaten völkerrechtswidrig in der Ukraine Zivilisten ermorden, kann es keine Fußball-Weltmeisterschaft in Russland geben.“ Der hessische Innenminister Peter Reuth (CDU) ergänzt: „Bei der Rolle, die Russland und Präsident Putin im Ukraine-Konflikt spielen, ist ein weiteres großes Sportereignis wie die WM 2018 in Russland unvorstellbar.“

Die Verbände des internationalen Spitzensports (z.B. IOC, Fifa, DFB, Bayern München),

dieser Allianz aus Kommerz und Doping,

lehnen einen Boykott ab. Thomas Bach (IOC): „Boykotte von Sportveranstaltungen führen zu nichts. … Ein Boykott widerspricht dem Sinn des Sports, Brücken zu bauen. Der Sport hält die oftmals letzte Türe zum Dialog offen.“ Wolfgang Niersbach (DFB): „Es ist sinnvoller, die weltweite Strahlkraft großer Turniere zu nutzen, um sich für Menschenrechte einzusetzen und, wo nötig, auf politische Veränderungen zu drängen.“ Karl-Heinz Rummenigge, der Uhren-Liebhaber (FC Bayern): „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Boykotte im Sport nicht die beabsichtigte Wirkung erzielt haben.“ (SZ 18.3.15)

Diese Brückenbauer und Menschenrechtsexperten sind die Partner von Putin.

 

879: Ich will Olympia in Hamburg nicht.

Dienstag, März 17th, 2015

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat „einmütig“ beschlossen, dass Hamburg für die Olympischen Spiele 2024 oder 2028 kandidieren soll. Dabei ist der DOSB wohl klug der „Stimmung“ gefolgt. So weit, so gut. Niedersachsens Ministerpräsident Weil meint, dass die Kandidatur gut für ganz Norddeutschland sei, also auch für Niedersachsen. Das ist diese wohlig-warme Propaganda, die mir auf die Nerven geht. Was habe ich in Göttingen davon, wenn Hamburg auf Kosten der deutschen Steuerzahler verschönert wird, oder gar meine Freunde in Weißenborn. NICHTS !!

Die Hanseaten sind ja dafür bekannt, dass sie Projekte wie die

Elbphilharmonie

locker in den Sand setzen (zu teuer, zu spät).

Ich will keine Olympischen Spiele in Deutschland.

1. Sie spalten die Gesellschaft in Nutznießer und Zahler.

2. Sie sind zu teuer, was sinnvolle Projekt unmöglich macht.

3. Sie beschwören ökologische Gefahren herauf.

4. Ihr Sicherheitskonzept entmündigt die Zivilgesellschaft.

Nun, im September 2015 stimmen die Bürger nochmals über die Olympia-Kandidatur ab. München hatte bekanntlich gegen Olympische Spiele votiert. Favorit für 2024 ist Boston (USA). Die korrupten Weltverbände IOC und Fifa sind eng verbunden. Joseph Blatter sitzt im IOC, IOC-Mitglied Al Sabah drängt in den Fifa-Vorstand.

Was uns Olympia-Gegner fast tröstet, ist, dass die Fußball-Europameisterschaft 2024 schon so gut wie vergeben an Deutschland ist. Und zwei Großveranstaltungen können wir wirklich nicht schultern.

Auf Ihre Meinung bin ich gespannt.

872: Olympia dauerhaft nach Griechenland

Freitag, März 13th, 2015

Die Berliner Olympia-Gegenerin Judith Demba (SZ 13.3.15) sagt:

„Wenn man die Veranstaltung beibehalten will, wäre es eine gute Idee, permanent nach Griechenland zurückzugehen. Dann fände das immer am selben Ort statt, man braucht kein IOC mehr, die Länder sparen unendlich viel Geld, der ganze Bewerbungsstress fällt weg. Dann können sich ja alle finanziell daran beteiligen, dass die Anlagen instand gehalten werden. Und wenn es denn stimmt, dass Olympia so lukrativ ist – dann würde man den Griechen in ihrer Not ja sogar noch ’n Gefallen tun.“

860: IOC behindert Olympia-Berichterstattung.

Freitag, März 6th, 2015

Unter der redaktionellen Verantwortung des MDR hat der Dokumentarist Alexander Gentelev den Film „Putins Spiele – ein Jahr danach“ gedreht, der Putins Spiele nicht gut beurteilt. Als Produzenten fungierten mehrere Produktionsfirmen. Dieser Film wurde vom IOC behindert, weil er „offenbar politisch motiviert“ sei. Dazu müssen wir wissen, dass die Winterspiele in Sotschi

50,8 Millarden Dollar

gekostet haben.

Alle 21 vorherigen Winterspiele zusammen haben

47,53 Milliarden Dollar

gekostet.

Gentelev hatte vor einem Jahr schon den Film „Putins Spiele“ gedreht, der ebenfalls sehr kritisch ausgefallen war. Kein Wunder! Das IOC machte von seinem Recht an den Verfilmungen von Olympischen Spielen Gebrauch und will die Verwendung des Namens „Olympia“ verbieten. Die MDR-Sprecherin gab bekannt, dass man sich daran wahrscheinlich halten werde, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

Ähnliche Erfahrungen musste die Fluggesellschaft „Air Berlin“ machen, die auf ihren Flugzeugen für die Olympischen Spiele in Berlin werben wollte. Das dürfen aber nur Firmen, die Partner des „Deutschen Olympischen Sportbunds“ (DOSB) sind. So bestimmt es das Olympiaschutzgesetz (OlympSchG) von 2004. Wahrscheinlich ist das Gesetz

verfassungswidrig (Martin Schneider, SZ 6.3.15).

Mein Fazit: Keine Olympischen Spiele nach Deutschland. Überlassen wir sie Diktaturen wie Russland und China. Die brauchen keine Rücksicht auf ihre Bürger, die Kosten und die Umwelt zu nehmen!

850: Belastet: Armin Klümper und Joseph Keul

Sonntag, Februar 22nd, 2015

Der heute 65 Jahre alte und in Melsungen (Nordhessen) lebende Alwin Wagner war fünf mal deutscher Meister im Diskuswerfen, bei Olympia 1984 wurde er Sechster. Seine Bestweite lag bei 67,80. Damit würde er heute noch die meisten Wettkämpfe gewinnen.

Alwin Wagner hat systematisch gedopt. Das bekennt er auch. „Ich habe acht Jahre lang Dopingmittel bekommen, verschrieben von Armin Klümper. Häufig sogar auf Blanko-Rezepten.“ Klümper lebt heute in Südafrika.

Angeregt zum Dopen wurde Wagner durch den damaligen Bundestrainer Karl-Heinz Steinmetz. „Er hat mir gesagt, ich sei ein großes Talent, aber ich würde niemals zu großen internationalen Wettkämpfen kommen, wenn ich das nicht so wie die anderen machen würde. Ich hab dann mal so eine Packung von ihm bekommen und dann ging das los.“

„Drei bis vier Monate am Stück und dann vierzehn Tage vor den Wettkämpfen absetzen, damit man nicht erwischt wurde. Ich habe in diesem Jahr zehn Kilo zugenommen und mich auf 66,50 Meter gesteigert. Ich war plötzlich unter den zehn Besten der Welt. Aber ich hab’s dann richtig mit der Angst bekommen, weil ich eigentlich vom Aussehen her ein ganz anderer Mensch war.“

Dass die verabreichten Mittel langfristige Folgen haben könnten, darüber wurde Wagner nie aufgeklärt. Auch von Joseph Keul nicht, bei dem er zur internistischen Untersuchung war. Der damalige DLV-Präsident August Kirsch wollte über das Doping von Wagner nichts hören. Das Kartell des Schweigens war und ist extrem. Wagner hält heute Vorträge über Doping. Er ist davon überzeugt, dass die Politik das System Freiburg (mit Armin Klümper und Joseph Keul) nicht nur geduldet, sondern gefördert hat (Klaus Schlütter, Die Welt 21.2.15).

848: Das Anti-Doping-Gesetz = ein „grandioses Ablenkungsmanöver“ ?

Samstag, Februar 21st, 2015

Die Rechtsanwältin Sylvia Schenk, die ehemalige Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer, und der Ministerialrat beim Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz, Stefan Brink, erörtern in einem Brief an den Präsidenten des DOSB, Alfons Hörmann, ob das geplante Anti-Doping-Gesetz nicht ein „grandioses Ablenkungsmanöver“ ist. Dafür führen sie viele starke Argumente an. Es geht ihnen im Kern vor allem um den Schutz der betroffenen Sportler als den schwächsten Gliedern im Anti-Doping-Kampf. Die FAZ (21.2.15) druckt den Brief auf einer ganzen Seite ab.

Am Ende schreiben Schenk und Brink: „Eine Menge offener Fragen also, lieber Herr Hörmann, und eine insgesamt höchst unübersichtliche Situation, die durch ihre Stellungnahme nicht klarer, sondern noch verzwickter geworden ist. Der Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Doping im Sport könnte – nein: muss! – Gelegenheit dafür sein, die Lage der Athletinnen und Athleten im Anti-Doping-System zu verbessern. Denn sie sind zugleich die Belasteten durch den Anti-Doping-Kampf und die Betrogenen durch Doping.“