Archive for the ‘Philosophie’ Category

5585: Missbrauch bei christlichen Pfadfindern (CP)

Mittwoch, Januar 28th, 2026

Seit 1973 sind 344 Menschen bei den christlichen Pfadfindern (CP) Opfer sexualisierter Gewalt geworden. Das zeigt eine Studie. Das Ergebnis beruht auf 79 qualifizierten Interviews. Außerdem wurden Akten herangezogen. 60 Prozent der Opfer waren Mädchen. Zwei Drittel der Betroffenen waren bei Tatbeginn zwischen 13 und 17 Jahren. 161 Personen wurden als Täter identifiziert. Überwiegend Männer. Mehr als die Hälfte der Straftaten habe sich in Pfadfinder-Lagern zugetragen (SZ 28.1.26).

5584: Große Reform bei den sozialen Systemen.

Mittwoch, Januar 28th, 2026

DieEmpfehlungen der Regierungskommission zur Reform des Sozialstaats finden Unterstützung beim DGB und bei den Arbeitgebern. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi sagte: „Leistungskürzungen wurden ausgeschlossen und wären auch unangemessen in Zeiten immer knapperer Haushaltseinkommen und wachsender Ungleichheit.“ „Wir brauchen Reformen, die das Leben der Menschen einfacher und besser machen. Kindergeld ohne Papierkram für Eltern – solche Ideen begrüßen wir. Auch die Digitalisierung der Sozialverwaltung ist ein richtiger Schritt.“ Arbeitgeberpräsident Rainer Dukger sagte: „Es braucht jetzt einen klaren Fahrplan und politischen Mut für notwendige Entscheidungen. Die Zusammenlegung von

Wohngeld,

Kinderzuschlag und

Grundsicherung

kann den Sozialstaat deutlich schneller, einfacher und zielgenauer machen.“ Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sprach von einem „ambitionierten Paket“. Sie appellierte an Bund, Länder und Kommunen, „mit uns beherzt an die Umsetzung zu gehen“. (SZ 28.1.26).

Die Reformen sind dringend erforderlich, sonst ist das Ganze nicht mehr zu bezahlen!

5583: EU-Kommission ermittelt gegen X.

Dienstag, Januar 27th, 2026

Die EU-Kommission ermittelt wegen der Verbreitung von sexualisierten Deepfake-Bildern gegen die Plattform X von Elon Musk. Angeblich ist bei der Einführung des KI.Chatbots Grok die Risikovorsorge vernachlässigt worden. Dort haben in letzter Zeit Nutzer massenhaft sexualisierte Aufnahmen von Mädchen und Frauen veröffentlicht. Dabei waren auch Darstellungen von Kindesmissbrauch. Die Ermittlungen stützen sich auf den Digital Services Act der EU, den die US-Regierung irreführend als Zensur bezeichnet (SZ 27.1.26).

5582: CDU-Wirtschaftsflügel gegen das Recht auf Teilzeit-

Montag, Januar 26th, 2026

Auf dem CDU-Parteitag Ende Februar beringt der CDU-Wirtschaftsflügel (Mittelstands- und Wirtschaftsunion) den Antrag „Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Freizeit“ ein. Damit soll der grundsätzliche Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit abgeschafft werden. Der Rechtsanspruch soll kündtig nur noch bei „Vorliegen einer besonderen Begründung gelten“. Der Sozialflügel der CDU lehnt das ab und kritisiert es scharf (SZ 26.1.26).

5581: Abwehr von Cyberangriffen

Sonntag, Januar 25th, 2026

Cyberangriffe auf Infrastruktur, Institutionen, Unternehmen sind alltäglich. Feindliche Übergriffe. Das will die Bundesregierung offensiver bekämpfen. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte: „Wie werden zurückschlagen, auch im Ausland. Wie werden Angreifer stören und ihre Infrastruktur zerstören.“ Die meisten Cyberangriffe haben Verbindung zu ausländischen Geheimdiensten, insbesondere zum russischen. Für die deutschen Gegenschläge sollen verantwortlich sein: deutsche Geheimdienste und das Bundeskriminalamt. Es wird ein Abwehrzentrum gegen hybride Gefahren begründet (SZ 24./25.1.26).

5580: EU will mehr in Grönland investieren.

Samstag, Januar 24th, 2026

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat bekanntgegeben, dass die EU ihr Investitionspaket in Grönland ab 2028 verdoppeln will. U.a. müsse ein europäischer Eisbrecher angeschafft werden. „Wir haben gemeinsam zu wenig in die Arktis und die Sicherheit der Arktis investiert.“ Für die Änderung sei es höchste Zeit (SZ 24./25.1.26).

5579: Grünen-Parteispitze kritisiert Abstimmungsverhalten im EU-Parlament.

Freitag, Januar 23rd, 2026

Acht Grünen-Abgeordnete im EU-Parlament haben dafür gestimmt, das Mercosur-Abkommen nach 25-jähriger Verhandlung zur nochmaligen Überprüfung an den EuGH zu schicken. Das trifft auf die scharfe Kritik der grünen Parteispitze (vor allem Franziska Brantner und Felix Banarszak). Brantner geht auf „maximale Distanz“ zu den acht Abgeordneten. „Wer multilaterale Abkommen will, muss auch Kompromisse akzeptieren.“ Die Co-Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Britta Haßelmann, sagt: „Die Welt ist unsicherer geworden. Daher brauchen wir gute, verlässliche Partner und regelbasierte Kooperation.“ Besonders scharf fällt die Kritik des grünen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, aus. Europa werde von Russland bedroht und müsse auf freien Handel setzen (SZ 23.1.26; Henrike Rosßbach, SZ 23.1.26; Markus Balser/Josef Kelnberger, SZ 23.1.26).

5574: Syrische Offensive ins Kurdengebiet

Montag, Januar 19th, 2026

Die syrische Zentralregierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa ist militärisch im Nordosten des Landes in Kudengebiet vorgedrungen und hat wichtige Regionen wie Ölfelder und Staudämme erobert. Kurdisches Militär zog sich aus dem Gebiet zurück. Al-Scharaa hat seine Staatsbesuch in Deutschland abgesagt. Bei den Miltäraktionen gegen die Kurden wird er unterstützt von der Türkei (SZ 19.1.26).

5573: Weniger illegale Einreisen

Sonntag, Januar 18th, 2026

Laut Frontex ist die Zahl der illegalen Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen 2025 um 26 Prozent auf knapp 178000 gefallen. Der tiefste Stand seit 2021. Das könne sich aber rasch wieder ändern durch Konflikte, Instabilität und Schleuser. Die zentrale Route über Libyen ist der wichtigste Migrationsweg. Der stärkste Rückgang war auf der Westafrika.Route zu verzeichnen. Die Zahl der Einreiseversuche im Ärmelkanal blieb etwa gleich. Die meisten Migranten stammten aus Bangladesch, Ägypten und Afghanistan (SZ 16.1.26).

5572: Jens Spahn (CDU) kritisiert Nato-Debatte.

Samstag, Januar 17th, 2026

Der Fraktionschef der CDU/CSU-Fraktion, Jens Spahn,  warnt davor, in der Grönland-Debatte die Abhängigkeit Europas von den USA zu vergessen. „Wir sind, Stand heute, nicht in der Lage, selbst für unsere Sicherheit zu sorgen.“ Es sei falsch, moralisch aufgeladen bei der Debatte, unsere reale Stärke zu vergessen. Wir dürften nicht den Fortbestand der Nato in Frage stellen für den Fall, dass Trump ernst macht mit seinen Rückzugsdrohungen. Zuletzt hatte das die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen getan. Auch seien die von den USA gestellten Fragen in Bezug auf Grönland nachvollziehbar (SZ 17./18.1.26).