Laut „Transparency International“ ist Deutschland im internationalen Korruptionsranking um fünf Plätze auf Platz 10 gestiegen mit 77 Punkten. Das war aber nur möglich durch den Abstieg anderer Länder wie Australien, Irland oder Uruguay. Weltweit nimmt die Korruption signifikant zu wegen des Aufstiegs rechter Populisten. Ermittelt wird das Korruptions-Ranking durch internationale Experten und Forschungsgruppen. Die Skala reicht von o bis 100. Erfasst werden 182 Staaten. Zum achten Mal in Folge belegt Dänemark den Spitzenplatz. Die letzten Plätze belegen Südsudan und Somalia (Katja Guttmann, SZ 11.2.26).
Archive for the ‘Philosophie’ Category
5603: Die Korruption steigt weltweit.
Mittwoch, Februar 11th, 20265602: Deutsche Medaillenbilanz bei Olympia: ganz gut.
Mittwoch, Februar 11th, 2026Die deutsche Medaillenbilanz bei Olympia sieht ganz gut aus. Max Langenhahn und Julia Taubitz jeweils im Rodel-Einsitzer holten Gold. Ebenso, aber überraschend, Philipp Raimund von der kleinen Schanze. Und bei den Alpinen sind es wieder die Frauen, die gewinnen. Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher holten Silber in der Team-Kombination. Aicher hatte vorher schon Silber in der Abfahrt gewonnen. Auch heute haben die Rodler im Doppelsitzer bei den Männern und Frauen gute Chancen (SZ 11.2.26).
5601: Gericht in Hamm stützt das Abtreibungsrecht.
Dienstag, Februar 10th, 2026Ein Chefarzt aus Lippstadt, Joachim Volz, hat vor dem Gericht in Hamm einen Teilerfolg erzielt. Er hatte ursprünglich in einem evangelischen Krankenhaus auf Wunsch der Frauen Abtreibungen vorgenommen. Dabei wurden stets die Gesundheit der Frauen und die Lebensfähigkeit des Ungeborenen berücksichtigt. Dann fusionierten das evangelische und katholische Klinikum. Und die Katholiken untersagten Volz die Abtreibungen. Für sie Sünde. Das Gericht in Hamm hat nun festgestellt, dass Volz zumindest in seiner Privatpraxis Abtreibungen vornehmen darf. Dadurch wird das Abtreibungsrecht von Frauen gestützt und die Einsprüche von bigotten Pfaffen untersagt (Michaela Schwinn, SZ 6.2.26).
5600: CDU-Generalsekretär Linnemann für Ausnutzen des „Zeitfensters“ nach den Wahlen im März.
Dienstag, Februar 10th, 2026CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht die Chance für ein großes Reformpaket nach den Landtagswahlen im März in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die nächsten Landtagswahlen sind dann erst im September in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Dafür müsse der CDU-Parteitag am 20. und 21.2.26 in Stuttgart das Signal geben. Es brauche ein „Gesamtpaket“ für einschneidende Reformen (SZ 10.2.26).
5599: EKD scheitert bei Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs.
Montag, Februar 9th, 2026Nancy Janz, die Sprecherin der Betroffenen im Beteiligungsforum sexuelle Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ist zurückgetreten. Im letzten Herbst hatte das bereits ihr Kollege Detlef Zander getan. Von ehemals neun Vertretern der Betroffenen sind nur noch sechs da. Das Forum soll über sexuelle Gewalt in den 20 Landeskirchen und in der Diakonie aufklären. Janz beklagt „mangelnden Umsetzungswillen“. „Wir sprechen seit Jahren über dieselben Fragen, und dennoch gibt es an vielen Stellen kaum spürbaren Fortschritt für Betroffene. Das tut weh.“ Die Unterschiede zwischen den einzelnen Landeskirchen sind zum Teil sehr groß. U.a. dort, wo es um Entschädigungen geht (Annette Zoch, SZ 5.2.26).
5597: Bahn-Chefin Palla plant Sicherheitsgipfel.
Sonntag, Februar 8th, 2026Nach Sicherheitsübergriffen auf Bahnmitarbeiter plant Bahn-Chefin Evelyn Palla einen Sicherheitsgipfel. Alle Entscheidungsträger sollen an einen Tisch. „Jetzt müssen wir handeln.“ Eingeladen sind die Bundesländer und die Aufgabenträger im Bahnverkehr. Außerdem Gewerkschaften, Bundespolizei, Vertreter der Bahnbranche und der Politik (SZ 6.2.26).
5596: Bundestagspräsidentin kritisiert ARD und ZDF.
Donnerstag, Februar 5th, 2026Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kritisiert ARD und ZDF. „Ich verteidige den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber er muss sich auch Fragen stellen lassen. Nach der Effizienz, der Neutralität, der Ausgewogenheit.“ Die veröffentlichte Meinung müsse mit der öffentlichen Meinung übereinstimmen. ARD und ZDF müssten die Möglichkeit zur Korrektur wahrnehmen. Die Bürger forderte Klöckner auf, nicht zu viel Lösungskompetenz von den Politikern zu erwarten (SZ 2.2.26).
5593: Rita Süssmuth ist gestorben.
Montag, Februar 2nd, 2026Im Alter von 88 Jahren ist die ehemalige Ministerin und Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gestorben. Sie war ihrer Partei, der CDU, weit voraus. Auch den Mitgliedern anderer Parteien. Sie trat ein für Emanzipation, Gleichberechtigung, Migration und Weltoffenheit. Sie war unsere erste Ministerin für Familie und Gesundheit. Später dann zehn Jahre lang Bundestagspräsidentin. Mit Helmut Kohl hatte sie permanent Konflikte. Aber davor schreckte sie nicht zurück. Sie hat der CDU ein moderneres Profil verschafft. Leider litt ihre Darstellung permanent unter ihrer stets etwas gepressten Stimme. Zu ihrer Beerdigung gibt es einen Staatsakt (SZ 2.2.26).
5592: Timothy Snyder: Trump wendet Methoden an wie Stalin und Hitler.
Sonntag, Februar 1st, 2026Tymothy Snyder ist Professor für europäische Geschichte in Toronto und Permanent Fellow für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Er sagt:
Die Ermordungen von Renée Nicole Good und Alex Pretty durch ICE in Minneapolis entsetzen die Welt. Es sind Zeichen der totalitären Verrohung der US-Gesellschaft, die von Trump beabsichtigt ist. Statt Rechtsstaatlichkeit sollen Lügen und Gesetzlosigkeiten gelten. Trump benutzt die Begriffe „Grenze“ und „Strafverfolgung“. Das hatte Stalin in der Sowjetunion Anfang der dreißiger Jahre getan und Hitler Ende der dreißiger Jahre in Deutschland und Österreich. Und manche Menschen bemerken es nicht. Ja, sogar manche Medien spielen bei dieser Propaganda mit. Das ist verheerend. Auf diese Art und Weise kann jederzeit das Gesetz außer Kraft gesetzt werden. Es darf nicht sein, dass öffentliche Sicherheitskräfte in Wohnungen eindringen und dort Gewalt ausüben. Die Betroffenen nennt Trump „Extremisten“ und „Terroristen“. Alles Lüge. Hannah Arendt hatte das die „Banalität des Bösen“ genannt. Das einzige Mittel, das uns bleibt, ist, die Dinge beim Namen zu nennen und die Zerstörung des Rechtsstaats nicht hinzunehmen. (Timothy Snyder, SZ 29.1.26)
5590: Erhöhung der Tabaksteuer
Sonntag, Februar 1st, 2026Abgeordnete der Union und der SPD schlagen eine Erhöhung der Tabaksteuer vor. Damit sollen partiell Finanzierungslücken bei den gesetzlichen Krankenkassen geschlossen weren. Auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat vorsichtig zugestimmt. Dadurch würde der Konsum von Tabakprodukten gesenkt und die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung gestärkt. Krankenkassen und Kassenärzte unterstützen das Vorhaben. Besonders energisch hatte sich der Bundesdrogenbauftragte Hendrik Streeck (CDU) für die Tabaksteuererhöhung eingesetzt (SZ 31.1.26).