Das Rentenpaket bekam mit 319 Stimmen sogar eine „Kanzlermehrheit“.
Archive for the ‘Philosophie’ Category
5524: Wehrdienstgesetz und Rentenpaket im Bundestag beschlossen.
Freitag, Dezember 5th, 20255523: Böllerverbot gefordert.
Freitag, Dezember 5th, 2025Mehr als 2,2 Millionen Menschen haben die Petition „Bundesweites Böllerverbot JETZT“ unterzeichnet. Sie wurde von der Gewerkschaft der Polizei Berlin an den Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Ulrich Mäurer (SPD), in Bremen übergeben. Dort tagen die Innenministerinnen und Innenminister bis heute. „Wir brauchen ein sicheres Silvester für die Einsatzkräfte.“ (SZ 5.12.25).
5522: Neue Polizeieinheit zur Abwehr von Drohnen
Donnerstag, Dezember 4th, 2025Die Bundespolizei hat eine neue Einheit bekommen zum Aufspüren, Abfangen und Abschießen von feindlichen Drohnen. Sie wird in Berlin und bundesweit an sicherheitsrelevanten Objekten stationiert. Ihre Mannschaftsstärke soll bald 130 betragen. Verwendet werden sollen auch automatische Abwehrdrohnen (SZ 3.12.25).
5521: Woody Allen 90
Mittwoch, Dezember 3rd, 2025Woody Allen ist 90 Jahre alt geworden. Er ist eine lebende Legende, hat 50 Filme gemacht und vier Oscars gewonnen. Aber seit den Beschuldigungen des sexuellen Missbrauchs von Allens Ex-Frau Mia Farrow 1992 liegt ein Schatten auf Allens Leben. Er hat sogar damit Probleme, seine Filme zu finanzieren. Seine größten Filme („Der Stadtneurotiker“, „Manhatten“, „Hannah und ihre Schwestern“) spielten ursprünglich alle in New York. Neuerdings mus Allen ausweichen („Midnight in Paris“, „Vicky Cristina Barcelona“)- Demnächst will Woody Allen seinen 51. Film drehen (Sofia Glasl, SZ 1.12.25).
5519: Schulleiter beklagen Mängel.
Sonntag, November 30th, 2025Wie eine Befragung von 1300 Schulleitungen durch den „Verband Bildung und Bildung“ (VBE) ergab, beklagen Schulleiter seit langem Mängel an den Schulen. Wie Zeitnot, wachsende Arbeitsbelastung, bauliche Mängel. Nur an 47 Prozent aller Schulen waren zu Beginn des Schuljahres 2025/26 alle Lehrerstellen besetzt. Besonders betroffen sind Förder- und Sonderschulen. „Der Lehrkräftemangel bleibt das Problem unserer Zeit.“ (SZ 29./30.11.2025)
5518: Willi Winkler über Hannah Arendt
Freitag, November 28th, 2025Willi Winkler ist ein linker Journalist, der trotzdem manche klugen Einsichten und Erkenntnisse hat und uns daran teilhaben lässt. Jetzt hat er eine Biografie über Hannah Arendt geschrieben:
Hannah Arendt – ein Leben. Berlin 2025, 512 Seiten, 32 Euro.
Für unsere größte Philosophin hat Winkler offenbar Sympathien. Auch das spricht für ihn. Winkler hat bisher nie verwendete Quellen genutzt. Er erfasst Arendt als transatlantische Medienintellektuelle. Mit Arendts Liebe zu dem Nazi-Intellektuellen Martin Heidegger geht Winkler souverän um. Aber bei Arendt gibt es natürlich auch manche Widersprüche. Sie hat die US-Verfassung bewundert und den Niedergang der US-Demokratie bedauert. Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft 1951, Über die Revolution 1963, Eichmann in Jerusalem 1964 stehen für Arendts Werk (SZ 28.11.25).
5517: Das BSW ist nicht im Bundestag.
Freitag, November 28th, 2025Der Wahlprüfungsausschuß hat empfohlen, dem BSW-Antrag nicht stattzugeben.
5515: Unternehmen verlassenb Verband der Familienunternehmer.
Donnerstag, November 27th, 2025Der Hausgerätehersteller
Vorwerk
und die Drogeriemarktkette
Rossmann
verlassen den Verband der Familienunternehmer. Vorwerk war lange Zeit durch ein Familienmitglied im Vorstand vertreten. Zur Begründung hieß es, man trage die Öffnung hin zur AfD nicht mit. Rossmann: „Wir unterstützen die Haltung des Verbands der Familienunternehmer nicht und haben die Mitgliedschaft gekündigt.“ (SZ 27.11.25).
5514: Florian Illies: Die Manns: eine Familienaufstellung
Mittwoch, November 26th, 20251. Die Familie von Katia und Thomas Mann ist wohl die bekannteste in Deutschland. Und eine der kaputtesten. Es gibt Berge von Briefen und Tagebüchern. Hermann Kurzke, Tilmann Lahme und Florian Illies haben sie ausgewertet.
2. Sie hatten sechs Kinder: Erika, Klaus, Golo, Monika (Mönle“), Elisabeth („Medi“) und Michael, von denen zwei, Klaus und Michael, Selbstmord begingen. Wie in der Generation davor auch schon Thomas‘ Schwestern Julia und Carla.
3. Es herrschte eine große Gefühlskälte. Alle versuchten, dem Vater zu gefallen. Zum Schutz wurde Ironie angewandt.
4. Der hatte zwei Lieblinge: Erika und Elisabeth. Monika war das schwarze Schaf.
5. Klaus war ein großer Schriftsteller („Wendepunkt“, „Mephisto“).
6. Golo galt als „Kauz“. Er war immerhin Prodessor für Geschichte und hat den vielseitigen „Wallenstein“ verfasst. Tilmann Lahme hat ihm eine höchst lesenswerte Biografie gewidmet. Golo hat sich auf dem Kilchberger Friedhof in Zürich weit weg von seinen Eltern begraben lassen.
7. Einige Familienmitglieder wurden Zeit ihres Lebens von den Eltern materiell unterstützt.
8. Es gab häufigen und heftigen Drogenkonsum.
9. Als Eltern waren Katia und Thomas Mann liberal.
10. Monika sagte: „Die zwei Jahrzehnte, die ich im Elternhaus am Mittagstisch verbracht habe, fühlen sich in der Erinnerung wie zwei Jahrtausende an.“
11. Golo fing mit dem Schreiben erst nach dem Tode des Vaters 1955 an.
12. Klaus war politisch sehr scharfsinnig und kritisierte 1933 etwa Gottfried Benn. Er gründete in Amsterdam die Zeitschrift „Die Sammlung“, an der sein Vater trotz vorher gegebener Zusage nicht mitarbeitete.
13. Heinrich Breloers Dokumentation „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ von 2001 hat der Erkenntnis über die Familie Mann sehr gedient.
14. Thomas Mann ist so gegenwärtig wie nie vorher. Durch das 100-jährige Jubläum seines Weltklasseromans „Zauberberg“ 2024 und seinen 150. Geburtstag 2025.
15. Golo Mann war es 1933 gelungen, die Bücher und Möbel der Familie unbemerkt von den Nazis ins Ausland bringen zu lassen.
16. Erika schrieb 1933 an Klaus: „Was ist uns in unseren jüngeren Jahren doch für eine Last auf die Schultern gelegt worden durch unseren unmündigen Vater.“
17. „Was für eine schrecklich nette Familie.“ (Die Zeit, 13.11.25)
5513: Friedländerplatz in Berlin
Mittwoch, November 26th, 2025Berlin benennt den Vorplatz des Abgeordnetenhauses nach der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer. Als Jüdin war sie von den Nazis nach Theresienstadt verschleppt worden. 1945 ging sie mit ihrem Mann in die USA. Erst mit 88 Jahren kam sie zurück und fungierte seither als Friedensbotschafterin in Hochschulen und Schulen. Ihr Motto: „Seid Menschen.“ Margot Friedländer ist in diesem Jahr im Alter von 103 Jahren gestorben (SZ 26.11.25).
Eine sehr gute Entscheidung Berlins.