Unter den vielen singulären Diven im Filmgeschäft war sie vielleicht die singulärste: Brigitte Bardot, die 90 Jahre alt wird. Sie spielte mit großen Stars: Sean Connery, Curd Jürgens, Michel Piccoli. Den Moden im Geschäft stand sie zumeist skeptisch gegenüber. Etwa der „Nouvelle Vague“. Auch sonst war sie sehr unangepasst. Ihren ersten großen Erfolg hatte sie 1956 mit „Und ewig lockt das Weib“. Das blieb charakteristisch. Bardot pflegte viele Affären, ging offen mit ihrer Sexualität um, war vier mal verheiratet, u.a. mit Jean-Louis Trintignant und Roger Vadim. Sie neigte zu politischem Konservatismus (bis hin zum Rechtsextremismus), ist Anhängerin des Rassemblement Nationale. Und Tierschützerin. Auf ihrem Anwesen in St. Tropez hält sie viele Tiere. Kämpft gegen die Verwendung von Pferdefleisch. 1963 hatte sie noch einen großen Erfolg. In Jean-Luc Godards „Die Verachtung“. Mit Serge Gainsbourg präsentierte sie Chansond. In den siebziger Jahren hörte sie auf und betrieb nur noch Tierschutz (David Steinitz, SZ 28./29.9.24).
Archive for the ‘Philosophie’ Category
5012: BB – 90 Jahre alt
Sonntag, September 29th, 20245011: Das BSW ist antiwestlich.
Samstag, September 28th, 2024Das BSW wird von der CDU wohl mehrfach im Osten als Koalitionspartner benötigt. Um die AfD zu verhindern. Einfach wird das nicht, weil das BSW in mehreren Fällen zentral falsch liegt. Es ist antwestlich. Das sind Kommunisten. Die sind gegen die USA, die Nato, die EU und den durch die Menschenrechte verbundenen Westen. Wie soll das gehen? Dazu kommt noch, dass der saarländische Kleingärtner dahintersteckt, der auch mal SPD-Vorsitzender war. Wenn wir uns vor Augen führen, dass um 1990 die führenden SPD-Politiker Gerhard Schröder, ein Kompagnon des Kriegsverbrechers Putin, und Oskar Lafontaine, ein Kommunistenfreund, waren, dann können wir froh sein, dass wir damals Helmut Kohl (CDU) hatten.
5010: Renate Künast (Grüne) kritisiert grüne Jugend.
Freitag, September 27th, 2024Nach dem Rücktritt des Grünen-Vorstands hat der gesamte Vorstand der grünen Jugend angekündigt, aus der Partei auszutreten. Das kritisiert die ehemalige Vorsitzende Renate Künast. Die Jugen sei „nicht realitätstauglich“. „Da wundere ich mich nicht drüber und da weine ich jetzt auch nicht.“ Wie es weitergeht, ist wohl noch offen. Hoffen wir das Beste (SZ 27.9.24).
5009: Studierende zahlen immer mehr Miete.
Donnerstag, September 26th, 2024Nach einer Studie des Finanzdienstleisters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zahlen Studierende in Deutschland immer mehr Miete. 2023 ist die „Angebotsmiete“ um 5,1 Prozent gestiegen. Am stärksten in Berlin (9,4 Prozent) und Leipzig (9,3 Prozent). Am teuersten sind Wohnungsmieten für Studierende in München (SZ 26.9.24).
5008: EU lockert Wolfsschutz.
Donnerstag, September 26th, 2024Die EU lockert mit der Stimme Deutschlands den Wolfsschutz. Die Bundesregierung ändert damit ihren bisherigen Kurs. Die neuen Bestimmungen sind aber noch nicht bindend. Die EU muss beantragen, einen völkerrechtlichen Vertrag des Europarats von 1979 zu ändern (SZ 26.9.24).
5007: Horst Seehofer fordert Angela Merkel zur Selbstkritik auf.
Mittwoch, September 25th, 2024Der ehemalige CSU-Vorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer fordert anlässlich des 70. Geburtstags von Angela Merkel diese zur Selbstkritik über ihre Migrationspolitik auf. „Ich finde, dass Angela Merkel sich keinen Zacken aus der Krone brechen würde, wenn sie mal erklärt: In der Migrationsfrage habe ich nicht jeden Tag richtig gelegen.“ Er habe „keine Triumphgefühle“, dass jetzt vieles getan werde, das er schon seinerzeit gefordert habe. „Genugtuung nach innen, die habe ich aber schon.“(SZ, 25.9.24).
Horst Seehofer hat recht.
5006: Christoph Maria Fröhder ist tot.
Mittwoch, September 25th, 2024Im Alter von 82 Jahren ist Christoph Maria Fröhder gestorben. Er war einer der ersten bekannten Kriegsberichterstatter im deutschen Fernsehen. Schon in den sechziger Jahren aus Afrika (z.B. Biafra). 1975 war er weltweit der einzige europäische Korrespondent, der aus Pnom Penh über den Einmarsch der Roten Khmer berichtete. Er musste nach einer Internierung sein Filmmaterial aus dem Land schmuggeln. Fröhder war eine Ausnahmeerscheinung. Er berichtete beispielsweise auch vom CDU-Spendenskandal. Er war nah dran. Authentisch. 1997 bekam er den Hanns-Joachim-Friedrich-Preis für kritischen Journalismus. Bei uns im
Institut für Publizistik
war er in unserer Reihe im Literarischen Zentrum im Februar 2005 (Stefan Kornelius, SZ 25.9.24).
5005: Deutschlandticket wird teurer.
Dienstag, September 24th, 2024Das Deutschlandticket kostet ab Januar 2025 58 Euro (bisher 49 Euro). Das haben die Verkejrsminister beschlossen. „Die Einigung auf der Sonder-Verkehrsministerkonferenz zeigt, dass die Länder am Erfolgsmodell Deutschlandticket festhalten und es weiterentwickeln wollen“, sagte der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krishcer (Grüne). So schaffe man es, das Ticket weiter attraktiv zu halten. Das Deutschlandticket berechtigt bundesweit zur Fahrt in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs. Es wurde im Mai 2023 eingeführt. Bund und Länder zahlen je 1,5 Milliarden Euro dafür. Und streiten sich über die Finanzierung. Das Ticket hilft nichts, wenn die Verbindungen ausgedünnt werden. Trotzdem könnte die Mobilitätswende gelingen. Wenn man es will (Vivien Timmler, SZ 24.9.24).
5004: Frankreich hat eine konservative Regierung.
Montag, September 23rd, 2024Michel Barnier hat in Frankreich seine Regierung vorgestellt. Sie ist konservativ. Das war anscheinend von Präsident Emmanuel Macron wohl auch so geplant. Trotz des Sieges der Linken bei der Parlamentswahl. Insofern bleibt Barniers Regierung auf die Unterstützung wechselnder Mehrheiten angewiesen. Innenminister wird Bruno Retailleou, ein Hardliner auch in der Migrationspolitik. Außenminister wird Jean-Noel Barrot. Der Grund für die komplizierten Machtverhältnisse in Frankreich ist das Anwachsen des Rassemblemt National (RN). Die Politik in Europa verläuft in mancher Hinsicht parallel (SZ 23.9.24).
5003: Springer baut Vorstand um.
Sonntag, September 22nd, 2024Die Axel Springer SE hat als Anfang eines Komplettumbaus eine Aufspaltung ihrer Geschäftsfelder angekündigt. Erstmals seit 1985 soll das Unternehmen wieder voll in private Hand kommen. Die Kontrolle haben der Großaktionär Mathias Döpfner und Friede Springer, 82. Sie halten 98 Prozent der Anteile, zwei Prozent Axel Sven Springer, ein Enkel des Verlagsgründers. Hier werden die Medienmarken „Bild“, „Welt“ und „Politico“ gebündelt.
Das Geschäft mit Kleinanzeigen (Stepstone) und Immobilien, das besonders ertragreich ist, wird eine eigene Firma. Hier haben der US-Finanzinvestor KKR und der kanadische Pensionsfonds CPP Investments die Mehrheit. Aufsichtsratsvorsitzender soll Jan Bayer werden. Julian Deutz wird CEO der neu gegründeten Gesellschaft AS Classifieds. Mark Dekan wird Finanzchef, Claudius Senst CEO. In der Geschäftsführung bei den journalistischen Angeboten wird Caroline Hulshoff Pol CEO bei der „Bild“-Gruppe, Peter Würtenberger bei der „Welt“-Gruppe. Döpfner selbst will einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschreiben (SZ 21./22.9.24).