Archive for the ‘Philosophie’ Category

5061: Die USA kriegen jetzt wieder einen Präsidenten, der nicht alle Tassen im Schrank hat.

Mittwoch, November 6th, 2024

Das ist wirtschaftlich, kulturell und in Bezug auf die Menschenrechte für den Westen hoch gefährlich.

5060: Außenministerin Baerbock (Grüne) besucht ukrainische Soldaten.

Dienstag, November 5th, 2024

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich bei ihrem achten Besuch in der Ukraine seit Beginn des russischen Vernichtungskriegs über den Einsatz der von Deutschland gelieferten Flugabwehrpanzer Gepard informiert. Davon hat Deutschland bisher 55 geliefert und 176000 Stück Munition. Baerbock möchte die Ukraine weiter unterstützen (SZ 5.11.24).

5059: G.W. Pabst in den Perspektiven von Daniel Kehlmann

Sonntag, November 3rd, 2024

Es ist schon bemerkenswert, dass Andreas Veiels Dokumentarfilm „Leni Riefenstahl“ an dem Tag in die Kinos kommt, an dem Daniel Kehlmanns Roman „Lichtspiel“ (über den Regisseur Georg Wilhelm Pabst, 1885-1967) von Christian Stückl auf die Bühne des Münchener Volkstheaters gebracht wird. Denn Riefenstahl und Pabst haben zusammengearbeitet, wenn auch nur kurz.

Vom „roten Pabst“ kennen wir die „Freudlose Gasse“ (1925 mit Greta Garbo), „Geheimnisse einer Seele“ (1926 wohl den ersten Film, der sich ernsthaft mit der Psychoanalyse auseinandersetzt), „Die Büchse der Pandora“ und „Tagebuch einer Verlorenen“ (je 1929 und mit Louise Brooks, die dadurch zu einer Filmikone wurde). Pabsts ersten Tonfilm „Westfront 1918“ (1930), einen dezidierten Antikriegsfilm, der Pabst bei der Reaktion verhasst machte), „Die Dreigroschoper“ (1931), „Kameradschaft“ (1931). 1933 verließ Pabst Deutschland und arbeitete in Hollywood und Frankreich. Ohne allzu großen Erfolg. Als er 1939 gerade wieder nach Hollywood gehen wollte, befand er sich in Österreich, um seine von ihm geliebte Mutter zu besuchen. Doch bei Kriegsbeginn wurden die Grenzen geschlossen. Und Pabst blieb nichts anderes übrig, als sich mit den Nazis einzulassen. Er wollte nur Filme machen. Das wurden dann Propagandafilme.

Er machte „Komödianten“ (1941), „Paracelsus“ (1943) und „Der Fall Molander“ (1945). Ab 1949 setzte er das Filmemachen fort, ohne Bemerkenswertes hervorzubringen. Bis auf einen Film. Pabst drehte 1955 „Es geschah am 20. Juli“, den ersten deutschen Film, der sich ernsthaft mit dem Widerstand gegen Hitler auseinandersetzte (Claus Schenk Graf von Stauffenberg).

Daniel Kehlmann hat auf Tatsachen für seinen Roman „Lichtspiel“ keine große Rücksicht genommen, er ist eben Romancier. Fest steht aber, dass Leni Riefenstahl für ihren Film „Tiefland“ (1949) Georg Wilhelm Pabst um Hilfe gebeten hat, weil sie sich als seine Schülerin sah. Nach vier Tagen endete die Zusammenarbeit, weil die beiden Regisseure völlig verschiedene Vorstellungen davon hatten, wie mit Schauspielern umzugehen sei. Riefenstahl hatte für „Tiefland“ Lagerinsassen eingesetzt, die später im Konzentrationsalger ermordet wurden. Ähnliches hat Kehlmann auch von Pabsts „Der Fall Molander“ (1945) behauptet. Dafür gibt es aber – im Gegensatz zum fall Riefenstahl – keinen Beweis. Pabst setzte sich nach 1945 kritisch mit dem Antisemitismus auseinander (Egbert Tholl, SZ 2./3.11.24).

5057: Scholz (SPD) lädt Habeck (Grüne) und Lindner (FDP) wieder nicht ein.

Freitag, November 1st, 2024

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lädt Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) wieder nicht zum nächsten Industriegipfel ein. „Im Augenblick ist für das Treffen am 15. November nur der Kreis derer, die da gestern zusammengekommen sind, vorgesehen“, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Beim Gipfel hatten sich 13 Vertreter von Industrieverbänden, Gewerkschaften und ausgewählten großen Unternehmen getroffen. Es könne sein, dass es noch ein weiteres Treffen im gleichen Kreise gäbe (SZ 31.10./1.11.24).

5056: 1974: George Foreman – Muhammad Ali – ein Legende

Donnerstag, Oktober 31st, 2024

Vor 50 Jahren gab es den legendären Weltmeisterschaftskampf zwischen George Foreman und Muhammad Ali in Kinshasa (Kongo) (den „Rumble in the Jungle“). Er hat an Aktualität fast nichts verloren. Ein Mythos. Vor allem wegen Norman Mailers Reportage „The Fight“. Wortgewaltig und unvergesslich. Ein Foreman-Fan hielt das Schild hoch „Foreman in 4“. Ali hatte Angst vor der Schlagkraft Foremans (Olympiasieger 1964). Ali 1960 im Halbschwergewicht. Er musste während des Kampfes ständig ausweichen, hing manchmal in den Seilen. War kurz vor dem „Aus“. Bis er Foreman in der achten Runde ausknockte. „Wer den Kampf, zu Ehren seines goldenen Jubiläums, noch einmal sieht, erkennt vor allem: Das war alles genauso groß, wie die Alten sagen.“ (Holger Gertz, SZ 30.10.2024)

5055: Die SPD gehört in die Opposition.

Mittwoch, Oktober 30th, 2024

In der SPD gibt es verschiedene Meinungen. Wie in einer Volkspartei. Aber dafür ist die Partei inzwischen zu klein. Das brandenburgische Papier mit Sahra Wagenknecht ist eine Rolle rückwärts in Bezug auf die

Ukraine.

Aber das ist doch Dietmar Woidke egal. Der neue Generalsekretär, Matthias Miersch, bemüht sich, Gerhard Schröder zu rehabilitieren: Aber der arbeitet für Geld für den

Kriegsverbrecher Putin.

Ja, was will denn die SPD überhaupt? Oskar Lafontaine hatte die SPD seinerzeit gespalten. Über die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland hat die SPD gar nicht erst diskutiert. Das überlässt sie einem Trüfel wie Ralf Stegner. Es sieht so aus, als ginge es mit der SPD noch weiter nach unten (Georg Ismar, SZ 30.10.24).

5054: Ikea zahlt für DDR-Opfer.

Mittwoch, Oktober 30th, 2024

Ikea Deutschland unterstützt den Härtefallfonds für die Opfer der SED-Diktatur mit sechs Millionen Euro. Das teilte die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zubke mit. Der Bundestag entscheidet in den kommenden Wochen über die Einrichtung eines solchen Häretefallfonds. Er soll die Opfer der SED-Diktatur bei wirtschaftlichen Notlagen unbürokratisch unterstützen. Es waren politische Häftlinge, die in DDR-Gefängnissen Zwangsarbeit leisteten, auch für Ikea. Ikea-Deutschland-Chef Walter Kadnar äußerte tiefes Bedauern, dass Produkte des Möbelhauses von politischen Häftlingen in der DDR produziert wurden (SZ 30.10.24).

5051: Liv Lisa Fries – als Hilde Coppi

Montag, Oktober 28th, 2024

Bekannt geworden ist sie durch ihre Rolle in der Serie „Babylon Berlin“, Liv Lisa Fries, 33. Nun spielt sie in Andreas Dresens Film

„In Liebe, eure Hilde“

die Widerstandskämpferin Hilde Coppi von der

„Roten Kapelle“.

Brillant, aber noch zu wenig bekannt. Hilde Coppis 1942 im KZ geborener Sohn Hans Coppi lebt und wird geehrt. Liv Lisa Fries ist eine einmalige Erscheinung, schön, klein, schmal. Sie verkörpert Hoffnung trotz aller Weltläufte. „Sie ist schön, aber sie nutzt es nicht aus.“ (Peter Kümmel, Die Zeit 17.10.24) In David Schalkos und Daniel Kehlmanns Kafka-Serie spielt sie die

Milena Jesenska,

die 1944 im KZ Ravensbrück gestorben ist. Neben Anthony Hopkins als Sigmund Freud stellt sie überzeugend

Anna Freud

dar, 1938 vor den Nazis nach London geflohen. „Angesichts dessen, was in Deutschland geschehen ist, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, was heute hier passiert“, sagt Liv Lisa Fries.

5050: Die Ampel sollte aufhören.

Sonntag, Oktober 27th, 2024

Es ist seit sehr langem bekannt, dass die Ampel nicht kooperieren kann. Es gibt nur öffentlichen Streit. Zugleich möchten SPD, Grüne und FDP bis zum Herbst 2025 im Amt bleiben, um nicht noch verheerendere Wahlergebnisse zu erzielen, als sie jetzt schon in Umfragen erscheinen. Das dient nicht dem Wohl des Landes. Die Koalition könnte in drei Wochen beim Haushalt am Ende sein. Christian Lindner (FDP) wirft Robert Habeck (Grüne) „konzeptionelle Hilflosigkeit“ vor. Öffentlich.

Bitte macht den Weg frei für Neuwahlen im Frühjahr 2025.

Wenn wir die Ampel weiter stümpern lassen, könnte das unserem Land schweren Schaden zufügen. „Die Partner gehören voneinander erlöst.“ (Detlef Esslinger, SZ 26./27.10.24) Das kommt dabei heraus, wenn eine Partei mit knapp über 25 Prozent den Kanzler stellt. Ähnlich schwierig ist die Lage in den Ländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Wegen dem BSW. Die Kommunistin Sahra Wagenknecht, die dem „demokratischen Sozialismus“ verpflichtet ist, ist es gewohnt, dass Befehle erteilt und befolgt werden. Das können wir nicht wollen.

5048: Schwache Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Samstag, Oktober 26th, 2024

Der Rundfunkbeitrag wird nicht erhöht. Die Entscheidung ist auf Dezember 2024 verschoben. Und auch sonst haben die Ministerpräsidenten der L#nder es nicht geschafft, ARD, ZDF und Deutschlandradio kleiner, moderner, weniger teuer und bei den Gehältern weniger selbstherrlich zu machen. Ja, die Ausgaben für die Sportrechte werden begrenzt. Es bleiben aber

neun

ARD-Anstalten mit Intendanzen, Verwaltungen, Bauprojekten und Statusmöbeln. Eine schlagkräftige Zentrale gibt es nicht. Zudem ist das Ganze rezipientenfeindlich. Was will der Rezipient? Welche Programme geschlossen werden, bleibt bisher unklar. Und der MInutenpreis für Kultur konnte natürlich nicht gesenkt werden.

Ein Misserfolg auf der ganzen Linie (Claudia Tieschky, SZ 26./27.10.24).