Archive for the ‘Philosophie’ Category

2697: Kretschmanns Rechtschreibung

Samstag, Januar 25th, 2020

Die Grünen sind so erfolgreich beim Wähler (24 Prozent bei der Sonntagsfrage) und ihre Führung macht anscheinend so wenig Fehler, dass mancher, der ihnen am Zeuge flicken will, sich auf Nebenkriegsschauplätze begibt, um sie dort zu bekämpfen. Etwa die Äußerungen des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried

Kretschmann zur Rechtschreibung.

Der Deutschen Presse-Agentur hat er gesagt: „Aber die Bedeutung, Rechtschreibung zu pauken, nimmt ab, weil wir ja heute nur noch selten handschriftlich schreiben.“ Es gebe ja „kluge Geräte“, um Grammatik und Fehler zu korrigieren. Insgesamt glaube er nicht, „dass Rechtschreibung jetzt zu den großen gravierenden Problemen der Bildungspolitik gehört“. Dabei denkt mancher gewiss daran, dass Kretschmann Lehrer für Biologie und Chemie war. „Ein einfacher Naturwissenschaftler“, wie einige meinen. FAMU in der „Süddeutschen Zeitung“ (25./26.1.20) nimmt das Ganze gelassen.

Anders Jacques Schuster in der „Welt“ (25.1.20). Für ihn ist Kretschmanns Argumentation „abenteuerlich“. Nähme man sie ernst, brauchte kein Schüler mehr rechnen oder Fremdsprachen zu lernen, Romane zu lesen oder unsere Geschichte zu kennen. „Es gibt doch Wikipedia“.

„Schulfach für Schulfach ließe sich auf diese Weise umkrempeln. Am Ende verließen nicht Schüler die Schule, sondern Trottel. … Trotzdem ist Kretschmanns Gedanke zu bedrohlich, um sich darüber lustig zu machen. Er steht für die breite Neigung der Politik, die Digitalisierung in der Schule zum Allheilmittel zu erklären und mehr über die Anschaffung von Laptops zu reden als über die Inhalte, die mit ihrer Hilfe vermittelt werden sollten.

Soziale Tugenden und grundlegende Kulturtechniken wie Texterschließung, Rechtschreibung und logisches Verständnis bleiben die Voraussetzung für den Bildungserfolg. Mehr als das: Sie sind die Grundlage für die Persönlichkeitsbildung und Urteilsfähigkeit und damit die Voraussetzung dafür, dass der Mensch auch in Zukunft den Computer beherrscht und nicht der Computer den Menschen.“

Was meinen Sie?

2695: Joachim Gauck 80

Freitag, Januar 24th, 2020

Wie sein Vorschlag zur „begrenzten Duldung“ bei der Regierungsbildung in Thüringen zeigt, mischt er noch mit, obwohl er 80 Jahre alt wird. Joachim Gauck, der Pastor aus Rostock, der für die Einheit Deutschlands eine wichtige Rolle spielt. Er stammt aus einer Familie, in der beide Eltern früh in der NSDAP waren. Die DDR lehnte er ab. Als erster Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde hat er dafür gesorgt, dass deren Arbeit die berechtigte und erforderliche Aufmerksamkeit fand. Und dann wurde er der erste Bundespräsident aus Ostdeutschland. Der SPD hatte er vorher schon gut getan. Seine Statements hatten Gewicht, obwohl er kein brillanter politischer Stratege ist. Er wirbt für Toleranz nach links und rechts. Bei der Überwindung der Spaltung der Gesellschaft können wir solch ein Programm gebrauchen.

2694: Renate Künast (Grüne) gibt nicht auf.

Donnerstag, Januar 23rd, 2020

Im September 2019 war die Klage der ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) wegen 22 vermeintlich beleidigenden Kommentaren auf Facebook vom Berliner Landgericht  abgewiesen worden. Danach durfte sie z.B. „Drecksfotze“ genannt werden. Nicht-Juristen erschloss sich diese Rechtsprechung gar nicht. Renate Künast hat nicht aufgegeben und dagegen Beschwerde eingelegt. Nun gelten sechs der 22 Kommentare doch als Beleidigungen. Aber Künast darf z.B. noch als „perverse Drecksau“, „altes grünes Dreckschwein“ oder als „gehirnamputiert“ bezeichnet werden. Nun muss das Kammergericht entscheiden, ob Facebook Künast in den noch fehlenden 16 Fällen die Namen der Nutzer nennen darf, damit sie gegen sie Strafantrag stellen darf.

Im Interview mit Detlef Esslinger (SZ 23.1.20) sagt Renate Künast dazu:

„Die Leute müssen lernen, wo die rote Linie ist, und der Staat muss sie zeigen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass man im Netz folgenlos Beleidigung und Volksverhetzung betreiben kann. Der Brandenburger Kriminologe Thomas Rüdiger hat den Ausdruck ‚Broken Web‘ geprägt, analog zu den ‚Broken Windows‘ früher in der analogen Welt. Lässt man zerbrochene Fenster in einem Haus erst einmal zu, wird über kurz oder lang der ganze Stadtteil zerstört.“

2693: Der Bestsellerautor als Märchenerzähler

Donnerstag, Januar 23rd, 2020

Der Förster Peter Wohlleben, 56, ist ein Bestsellerautor. 2015 hat er mit „Das geheime Leben der Bäume“ einen Riesenerfolg gelandet. Für ihn ist der Wald nur als unangetasteter Urwald wertvoll. Damit wird er zur Heilsfigur für alle, für die Umweltschutz bedeutet, dass sich der Mensch rauszuhalten habe. Wohlleben verurteilt die deutsche Forstwirtschaft. Er zieht Vergleiche zwischen Waldbau und Massentierhaltung. Bei ihm kommt ein Baumstumpf vor, der von den umliegenden Buchen mit Nährstoffen versorgt wird und deshalb nicht verfault. Diese Vermenschlichung des Waldes nimmt die Wissenschaft Wohlleben nicht ab.

Für den Göttinger Hochschullehrer für Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen, Prof. Dr. Christian Ammers, überschreitet Wohlleben die Grenze zwischen wissenschaftlich belegbaren Fakten und Spekulationen. Ammer beschäftigt sich in seiner Forschung mit der Konkurrenz zwischen Bäumen. „Konkurrenz ist das bestimmende Prinzip zwischen Buchen. … Das ist ein Kampf ums Überleben, kein Sozialstaat, der die Schwachen schützt.“ Peter Wohlleben verziert seine Ausführungen mit Fußnoten, die dem Ganzen den Anstrich einer wissenschaftlichen Arbeit geben. Bei ihm klingt es immer so, als würden die Bäume bewusst Entscheidungen treffen. Der Biologe Torben Halbe wirft Wohlleben vor, nur das in seine Publikationen hineinzunehmen, was in sein Weltbild passt. Rosinenpicken.

In einem großen Übersichtsartikel, der sich kritisch mit dem esoterischen Forschungsgebiet der „Pflanzenneurobiologie“ auseinandersetzt, brachten acht Pflanzenphysiologen den aktuellen Wissensstand auf den Punkt:

„Weder besitzen noch brauchen Pflanzen ein Bewusstsein.“

Wohlleben dagegen sagt, „man muss seine Fantasie benutzen, um eine leise Ahnung zu bekommen, was in einem Baum vorgeht“. Wissenschaftler setzen eher auf wissenschaftliche Methoden als auf Fantasie.

Beim Publikum kommt Wohllebens Weltanschauung verständlicherweise gut an. Sie entspricht dem Zeitgeist. Auch von der Politik wird er inzwischen als Impulsgeber eingesetzt. Der Biologe Halbe hält das für gefährlich: „Derart unterhalten, will sich niemand mehr mit den komplexen Zusammenhängen in der Forstwirtschaft auseinandersetzen, damit, was sie ökologisch und gesellschaftlich bedeuten und was die Alternativen sind.“ Christian Ammer: „Wer Herrn Wohlleben in Talkshows zuhört, muss zu dem Schluss kommen, dass die Nutzung von Wäldern per se etwas Schlechtes ist, insbesondere mit Blick auf den Klimaschutz.“ Tatsächlich sei das Gegenteil der Fall, Waldbau sei ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen die Klimakrise. „Mich macht es traurig zu sehen, wie einfach es ist, allein durch emotionale Darbietung, Dinge als Fakten erscheinen zu lassen, die keine sind. Das sehen wir inzwischen auch in vielen anderen Bereichen und in der Politik.“ (Hanno Charisius, SZ 22.1.20)

„Das geheime Leben der Bäume“ gibt es auch als Film von Jörg Adolph (Naturfilmaufnahmen: Jan Haft), 96 min, Verleih: Constantin (Martina Knoben, SZ 23.1.20).

2692: Grüne uneins über Homöopathie

Mittwoch, Januar 22nd, 2020

Die Grünen hatten eine Kommission eingesetzt, die eine Beschlussvorlage zur Homöopathie erarbeiten sollte. Die ist gescheitert. Der Bundesvorstand ist „einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass eine vertrauensvolle und erfolgreiche Arbeit dieser Kommission nicht möglich ist“. Im Kern geht es darum, ob die Krankenkassen die Kosten für homöopathische Heilmethoden übernehmen sollen, die bekanntlich nur einen Placebo-Effekt haben. Der Grünen-Bundesvorstand schreibt: „Der Auftrag kann nur erfüllt werden, indem der Bundesvorstand die erforderliche programmatische Arbeit selbst verantwortet.“ (Ulrich Schulte, taz 15.1.20)

2691: Sahra Wagenknecht: Von Goethe zu Marx

Mittwoch, Januar 22nd, 2020

Mit der Partei „Die Linke“ als Nachfolgepartei der SED sympathisiere ich prinzipiell und systematisch in keiner Weise. Ihre Vorgänger haben in so großer Zahl schwerste Verbrechen (z.B. Stalinismus, DDR 1949-1989) begangen, dass ich die Partei heute noch verabscheue. Das sind doch diejenigen, die, nachdem sie in der DDR alles in den Sand gesetzt hatten, heute steile Forderungen stellen. Das ändert sich nicht dadurch, dass sich heute manchmal junge, idealistische Menschen dieser Partei an schließen.

Sahra Wagenknecht (geb. 1969) war für mich in der Partei weithin ein Paradiesvogel (im Bundestag seit 2009). Individualistisch, hoch gebildet. Sie hat Philosophie studiert und 2012 in Volkswirtschaftslehre (VWL) promoviert. Trotzdem hatte sie es von 2015 bis 2019 bis an die Spitze der Linken-Fraktion geschafft. Dort war sie stets umstritten. Den Fraktionsvorsitz hat sie zurückgegeben, weil sie die Politik der „unbegrenzten Zuwanderung“ ablehnt (taz 18./19.1.20). Sie findet es falsch, dass den sozial Schwachen heute erklärt wird, „dass das Weltklima wichtiger ist als ihr Arbeitsplatz und ihre soziale Existenz“. Das sei der sicherste Weg, sie in die Arme der „Rechten“ zu treiben.

Peter Unfried hat Sahra Wagenknecht für die taz (18./19.1.20) interviewt. U.a. weil er die Biografie

Christian Schneider: Sahra Wagenknecht. Die Biographie. Campus 2019, 22,95 Euro,

so aussagekräftig findet. Ich bringe hier Auszüge aus den Antworten Wagenknechts.

„Wenn Individualismus dazu führt, dass einem die Gesellschaft egal ist, dann ist das eher Egoismus oder gar Zynismus. Gerade, wenn man selbst Glück hatte im Leben, und wenn man geprägt ist durch Karl Marx und die Ansprüche linker Theorie, muss man sich an der heutigen Gesellschaft reiben. Warum schreibe ich denn über Fragen einer anderen Weltwirtschaftsordnung? Weil ich die Lebenssituationen, in die viele Menschen heute kommen, demütigend finde.“

„In dem Moment, in dem ich mich mit Goethe beschäftigt habe, begann ich, über Politik und Gesellschaft nachzudenken. Goethes Werk ist ja ein Werk über menschliches Zusammenleben, erstrebenswerte Entwürfe und abzulehnende Verhältnisse. Da habe ich angefangen, darüber nachzudenken: Warum ist die DDR so, wie sie ist? Was hat das noch mit den Ansprüchen zu tun, die die Arbeiterbewegung einst hatte? Und so bin ich dann dazu gekommen, Marx zu lesen.“

„Ich möchte überhaupt wieder mehr geistige Freiheit haben, neue Ideen zu entwickeln, sie dann auch zu äußern und nicht darüber nachzudenken zu müssen, ob ich damit womöglich wieder gegen irgendeinen Kanon linker Glaubenssätze verstoße und meinen Gegnern Vorwände für neue Angriffe liefere.“

2690: Ganztagsbetreuung bringt mehr Steuern.

Dienstag, Januar 21st, 2020

1. Ab 2025 besteht in Deutschland ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder.

2. Ein Teil der dadurch entstehenden Kosten refinanziert sich über höhere Steuereinnahmen.

3. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat festgestellt, dass ein besseres Ganztagsangebot zu steigender Erwerbstätigkeit bei Müttern führt.

4. Die Erwerbsquote steigt um zwei (2) bis sechs (6) Prozent, 40.000 bis 100.000 Vollzeitjobs.

5. Die Steuereinnahmen steigen dadurch um bis zu ein (1) bis zwei (2) Milliarden Euro.

6. Die Refinanzierungsquote beläuft sich auf 32 bis 72 Prozent.

7. Kinder aus schwierigen Verhältnissen können besser gefördert werden.

8. Laut Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die Häfte der Grundschüler gegenwärtig eine Ganztagsbetreuung, der Bedarf liegt bei 75 Prozent.

9. In Baden-Württemberg liegt die Ganztagsbetreuung heute bei 21 Prozent, in Hamburg bei 91 Prozent.

10. Der Bund investiert zwei (2) Milliarden in die Ganztagsbetreuung von Grundschülern (Henrike Rossbach, SZ 21.1.20).

2687: Tippi Hedren 90

Samstag, Januar 18th, 2020

Sie hat nur in zwei Filmen von Alfred Hitchcock gespielt: „Die Vögel“ (1963) und „Marnie“ (1964). Aber das hat genügt, um sie zum Star zu machen: die 1930 in Minnesota geborene Tippi (eigentlich: Nathalie Kay) Hedren. Auch „Marnie“, der zunächst nicht erfolgreich war, ist heute ein Kultfilm. Hedren spielt eine Kleptomanin, ihr Filmpartner: Sean Connery. Damit gehört sie in die Reihe von „Hitchcocks Blondes“ (u.a. Joan Fontaine, Ingrid Bergman, Kim Novak, Grace Kelly, Tippi Hedren).

In ihrer Autobiografie erzählt Tippi Hedren, „wie Hitchcock sie befingert, sie sexuell belästigt und ihr nachgestellt habe“ (Verena Lueken, FAZ 18.1.20). Der hässliche, dicke Mann nahm sich Sachen heraus, die heute vollständig geächtet sind. Auf die Frage, was sie empfinde, wenn sie seinen Namen höre, sagte sie in einem Interview, als die #MeToo-Bewegung bereits im Gange war: „Dankbarkeit und Abscheu, Respekt und Fassungslosigkeit.“ In „Die Vögel“ verkörpert Hedren Angst, Panik und Verletztheit in Perfektion. Bald danach verschwand sie aus der Filmwelt.

Die großen Hollywood-Karrieren haben ihre Tochter Melanie Griffith und ihre Enkelin Dakota Johnson („Fifty Shades of Grey“) gemacht (Fritz Göttler, SZ 18./19.1.20).

2685: Eckart Conze über das Kaiserreich und die Hohenzollern

Freitag, Januar 17th, 2020

Eckart Conze ist Professor für neueste Geschichte an der Universität Marburg Er scheibt:

„Geschichtsbilder, die die Modernität, die Fortschrittlichkeit und die kulturelle Dynamik des Kaiserreichs und seiner Gesellschaft betonen, überdecken die Persistenz autoritärer Strukturen, die anhaltende soziale Fragmentierung, den aggressiven Militarismus, einen brutalen Kolonialismus und die sozialdarwinistisch unterfütterte Ideologie nationaler Machtstaatlichkeit.

Vor allem aber lassen sie die Kontinuitätslinien, die von 1871 zu 1933 führten, verschwinden. Zu diesen gehört nicht zuletzt der Autoritarismus der national konservativen Eliten, ihre Demokratiefeindschaft, ihr Antiparlamentarismus und in vielen Fällen auch ihr Antisemitismus. Hier lagen die Brücken zum Nationalsozialismus, und hier liegt auch die Bedeutung des Kronprinzen. Vor diesem Hintergrund zielt die Prinzen-Apologie, die uns in Historiker-Gutachten und der öffentlichen Debatte begegnet, weit über die Person des Kaisersohns hinaus. Zusammen mit den Entschädigungsforderungen der Hohenzollern ist sie der Versuch, ein kritisches Bild des Kaiserreichs zu entsorgen und die Eliten des Kaiserreichs aus ihrer historischen Verantwortung zu nehmen.“ (SZ 16.1.20)

2683: Vorbeugende Medienpolitik

Mittwoch, Januar 15th, 2020

1. Zweifellos hat das Internet (mit den sozialen Netzwerken) dazu geführt, dass in der Gesellschaft sprachliche Gewalt zugenommen hat. Die Tatsache, dass Gewaltkriminalität insgesamt nicht gewachsen ist, lässt sich darauf zurückführen, dass die sozialen Verhältnisse bei uns relativ gut geordnet sind.

2. Kürzlich kam es bei einem Berliner Gericht zu dem Fehlurteil, dass die Grünen-Politikerin Renate Künast als „Drecksfotze“ bezeichnet werden durfte.

3. Von 1.000 befragten Bürgermeistern erklärte jeder Fünfte, dass er Hass-Mails erhält. Fast zwei Prozent berichten von körperlichen Angriffen.

4. Das geänderte Netzwerkdurchsetzungsgesetz soll dazu führen, dass Netzwerke Hasspostings nicht nur zu löschen haben. Sie sollen diese mit der IP-Adresse an das BKA weiterleiten.

5. Für die Kontrolle braucht es zusätzliches Personal.

6. Juristen müssen besser darin geschult werden, zwischen Meinungsfreiheit und strafbarer Hetze zu unterscheiden.

7. Die Zeit der straflosen Morddrohung muss vorbei sein.

8. Der Staat ist nicht wehrlos. Er muss sich nur entschlossen wehren wollen (Georg Mascolo, SZ 9.1.20).