Archive for the ‘Gesellschaft’ Category

945: Volker Weidermann, Maxim Biller, Christine Westermann – Literatur im Fernsehen

Freitag, Mai 29th, 2015

Das „Literarische Quartett“ wird fortgesetzt. Ab Oktober 2015 sechsmal im Jahr im ZDF. Vier Bücher werden besprochen. Von Volker Weidermann, dem neuen Literatur-Chef des „Spiegels“, der mir durch seine begeisternden „Lichtjahre“ (2006) aufgefallen ist. Und Maxim Biller, 1960 in Prag geboren und bekannt geworden durch den „Esra“-Skandal und als Kolumnist der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die dritte ständige Kritikerin ist Christine Westermann („Zimmer frei!“). Diese drei Kritiker bewerten Literatur gemeinsam mit einem wechselnden Gast.

Davon verspreche ich mir Pep im Streit.

944: Fifa-Krise: Wladimir Putin unterstützt Sepp Blatter.

Freitag, Mai 29th, 2015

Der Erste, der Sepp Blatter in der großen Korruptionskrise der Fifa unterstützt, ist Wladimir Putin, der „lupenreine Demokrat“. Vor der Wahl des Präsidenten.

943: Fassbinder und Wenders, der Mini-Goethe

Montag, Mai 25th, 2015

Rainer Werner Fassbinder (gestorben 1982) und Wim Wenders werden in diesem Jahr 70. Beide gelten als große deutsche Regisseure. Aber

Oskar Roehler,

der Erfolgsregisseur von „Die Unberrührbare“ und „Elementarteilchen“ (nach Michel Houllebecque), hat da eine andere Perspektive. Sie wird deutlich im Interview mit Willi Winkler (SZ 23./24./25.5.15), diesem verlässlichen Linken und Kenner der Münchener Szene(n) par excellence.

SZ: Wie reagieren Sie, wenn man Sie den neuen Fassbinder nennt?

Roehler: Ich bin weder homosexuell noch tot, bin also eindeutig nicht Fassbinder. Im Vergleich führe ich ein relativ langweiliges, bürgerliches Leben.

SZ: Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten.

Roehler: Ich liebe die Deutschen nicht, jede Form von Gemeinschaft ist ein Horror für mich, und ich zündele gerne ein bisschen, das schon. Aber ich habe nicht Fassbinders an die Arbeit gekoppelte Todessehnsucht, dieses Leben um jeden Preis.

SZ: Wie kommt Ihnen der deutsche Film sonst vor?

Roehler: Ist mir viel zu politisch korrekt. Fassbinder erlaubte sich eine ganz andere geistige Freiheit und hat damit auch künstlerisch viel mehr gewagt.

SZ: Der deutsche Film ist doch weltberühmt: Schlöndorfff, Herzog, Wenders …

Roehler: Ich weiß nicht, wofür Herr Wenders, dieser Miniatur-Goethe, so berühmt ist. Vielleicht fehlt mir einfach das Gen für diese gediegene Ästhetik, die einen immer noch mit der ‚Iphigenie‘ quälen muss. Ich habe mich bei seinen Spielfilmen immer nur grauenhaft gelangweilt. Mit einem Freund habe ich mal im Kino während der Vorstellung einen Wenders-Film wie einen Porno synchronisiert. Das war lustig.

SZ: Und sonst?

Roehler: Schauen Sie doch mal die Filmakademie an: Die werden alle mit Preisen überschüttet, dabei sind das doch alle Analphabeten. Keiner von denen liest je ein Gedicht. Die wissen nicht mal, wer Honoré de Balzac war.

SZ: Anders als Fassbinder.

Roehler: Fassbinder war ein unheimlicher Leser.

942: Volkmar Sigusch über Prostitution

Montag, Mai 25th, 2015

Einer der angesehensten Vertreter der Sexualwissenschaft, Volkmar Sigusch, 75, wird im SZ-Magazin (22.5.15) von Tobias Haberl befragt.

SZ-Mag: Seit einem Jahr wird in Deutschland über die rechtliche und soziale Stellung von Prostituierten diskutiert. Sollte man Prostitution verbieten?

Sigusch: Ich kann mir unsere Gesellschaft ohne Prostitution gar nicht vorstellen.

SZ-Mag: Warum nicht?

Sigusch: Weil es ohne sie Mord und Totschlag gäbe, und zwar aus Triebgründen. Leider sind wir so bigott, dass wir Prostituierte für etwas verachten, das wir alle mehr oder weniger machen müssen, wenn wir überleben wollen. Schauspielerinnen lassen sich operieren, um eine Filmrolle zu bekommen. Abertausende von Angestellten kriechen dem Chef in den Hintern, um ihren Arbeitsplatz behalten zu dürfen. Nein, ich beteilige mich nicht an der Hatz auf Prostituierte. Und wissen Sie, welche Erfahrung ich im Laufe meiner Arbeit gemacht habe? Je aggressiver öffentliche Personen gegen Prostituierte auftreten, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie deren Dienste in Anspruch genommen haben.

941: Solidarität mit den Opfern des Hitler-Stalin-Pakts

Sonntag, Mai 24th, 2015

Kein verständiger Analytiker der politischen Lage in Europa verkennt, dass die Verständigung mit Russland ein wesentlicher Bestandteil einer haltbaren Friedenslösung ist. Die EU ist ein hochattraktives Modell und kein defensiver Akteur der Weltpolitik, trotz aller Schwächen ist ihre Anziehungskraft groß, ihre Friedfertigkeit vorbildlich. Die EU hegt keine aggressiven missionarischen Absichten, sie bedroht ihre Nachbarn nicht mit Waffen, unterwandert deren Gemeinwesen nicht und manipuliert auch nicht deren Öffentlichkeit. Deswegen kommt es der EU unheimlich vor, dass ihr Dasein für andere als Bedrohung wahrgenommen wird.

Russland demgegenüber ist durch die Spaltung in seine Kultur, die großartig ist und manchen als vorbildlich gilt, etwa in seiner

Literatur (Gogol, Puschkin, Tolstoi, Dostojewski, Tschechow, Gorki, Pasternak, Bulgakow) und seiner

Musik (Borodin, Rimski-Korsakow, Mussorgski, Prokofiew, Skrjabin, Tschaikowski, Rachmaninow, Strawinski)

und seine politische Kultur gekennzeichnet, die rückständig ist und immer war. Dort hat es noch nie eine Demokratie gegeben, beim Zaren nicht, im Bolschewismus nicht, nicht in der „Stagnationsphase“ unter Breschnew, bis heute nicht.

Russlands deutsche Freunde im 20. Jahrhundert, hier hilft ein Blick in die Geschichte, waren einmal die Nationalkonservativen der Deutsch-Nationalen Volkspartei (DNVP), die „Steigbügelhalter“ Hitlers, und die Reichswehr, die ihre nach dem Versailler Vertrag verbotene „schwarze Reichswehr“ in der Sowjetunion üben lassen konnte. Sie kaprizierten sich bisweilen auf die „russische Seele“. Und natürlich unsere Kommunisten (KPD), die ihre „Bolschewisierung“ in den zwanziger Jahren nicht überwunden haben. Beide Gruppen waren und sind

Gegner des Westens.

Sie verunglimpften die USA als Hort des internationalen Monopolkapitalismus und die Wallstreet als Agentur des Weltjudentums, das die Weltherrschaft anstrebt. Europa und die EU sehen sie als „Kolonie der USA“. Und so denken auch heute noch viele Russlandfreunde, Kommunisten und Ex-Kommunisten. Bei ihnen sind

unsere westlichen Werte

nicht gut aufgehoben: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Pressefreiheit etc.

Die hervorstechenden Merkmale der Politik des russischen Bolschewismus waren der „Archipel Gulag“ und der Hitler-Stalin-Pakt (1939-1941), ihre größten Opfer

Polen und die baltischen Staaten.

Gerade ihnen sollte deswegen heute unsere politische Solidarität gelten!

 

940: Hillary – kalt, kalkulierend und verlogen ?

Sonntag, Mai 24th, 2015

Seit Hillary Clinton ihre Kandidatur für das Amt der US-amerikanischen Präsidentin angemeldet hat, hofft der Teil der deutschen Gesellschaft, der sich für aufgeschlossen und fortschrittlich hält, auf ihren Sieg. Aber ganz so weit ist es noch nicht.

Einmal haben die Republikaner Peter Schweizer losgeschickt mit seinem Buch

„Clinton Cash. Wie und warum ausländische Regierungen und Unternehmen Bill und Hillary reich gemacht haben.“,

weiterhin melden Konservative in Deutschland wie

Josef Joffe, der Mitherausgeber der „Zeit“,

Bedenken an (29.4.15). Wenig zart spricht er davon, dass jemand, der als US-Außenministerin nur 200.000 Dollar im Jahr verdient habe, eben empfänglich sei für Korruption. Zumal dann, wenn der Football-Coach der Universität Michigan zehn Millionen Dollar bekomme. Weiterhin seien in Hillarys Amtszeit die weltweiten Uranvorkommen beinahe in russische Hand gefallen, weil die kanadische Firma, die mit dem Kauf beauftragt gewesen sei, von 2009 bis 2013  2,35 Millionen Dollar an die Clinton-Stiftung überwiesen habe. In den Jahren nach der Präsidentschaft Bill Clintons hätten Hillary und er 136 Millionen Dollar kassiert.

Über Bill Clinton schreibt Joffe: „Anders als die Gattin ist er mit Charme, Witz und Charisma gesegnet, … Mrs. C. ist keine Menschenfischerin; sie gilt als kalt, kalkulierend und verlogen.“

939: Grüne wollen Neuwahlen.

Sonntag, Mai 24th, 2015

Anton Hofreiter hat als Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag an Statur gewonnen. Jochen Gaugele und Claudia Kade haben ihn für die „Welt“ (23.5.15) interviewt.

Welt: Die Diskussion über ein europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen empfindet Kretschmann als irrational – und beschreibt TTIP als große Chance.

Hofreiter: Die Position der Grünen ist: TTIP so nicht. Wir halten eine Reihe von Punkten für extrem problematisch. Dazu gehören die Schiedsgerichtsverfahren, mit denen multinationale Konzerne demokratische Gesetze aushebeln können, die angestrebte Senkung vieler Öko-Standards und natürlich auch die Chlorhühnchen. …

Welt: Und der grüne Ministerpräsident begreift das einfach nicht?

Hofreiter: Wir müssen TTIP auf ein vernünftiges Maß reduzieren. Natürlich kann man technische Standards wie die Gestaltung von Blinkern oder Kabeln harmonisieren oder Zölle senken. Aber wenn man nicht auch die Gefahren des Freihandelsabkommens sieht, macht man die Chancen kaputt. Dann werden die Gefahren zu realen Problemen und unterminieren die Chancen. Winfried ist optimistisch, dass die Verhandlungen gut ausgehen, ich bin skeptischer. Aber warten wir ab.

Welt: Sind die Grünen eigentlich auf Neuwahlen vorbereitet? In der Regierungskoaltion Merkel/Gabriel hat sich das Klima deutlich verschlechtert …

Hofreiter: Die Koalition ist in einem erbärmlichen Zustand. Die Gemeinsamkeiten von Union und SPD sind aufgebraucht, die Regierungsparteien versinken im Dauerstreit. Wenn das so weitergeht, wären Neuwahlen tatsächlich das Beste für Deutschland. Und selbstverständlich wären wir darauf vorbereitet.

Welt: Fürs Protokoll: Rot-Rot-Grün wäre Ihnen lieber als Schwarz-Grün?

Hofreiter: Es geht nicht um einen Schönheitswettbewerb. Wenn man sich nur die Programmatik anschaut, haben die Grünen natürlich mehr Übereinstimmung mit SPD und Linkspartei als mit der Union. Die Linkspartei ist allerdings bei einigen Punkten in der Außenpolitik sehr weit von uns entfernt und gibt sich überhaupt nicht kompromissfähig. Damit torpediert sie eine mögliche Alternative. In einer Demokratie ist es wichtig, dass es echte Alternativen gibt. Die Bürger dürfen vor der Bundestagswahl nicht das Gefühl haben, dass es nur noch darum geht, wer mit der Union koaliert.

938: Der Weltanschauungskrieger Hans Robert Jauß (1921-1997)

Freitag, Mai 22nd, 2015

Um die Romanistik hat er große Verdienste, der Vertreter der

„Rezeptionsästhetik“

und Begründer der legendären Forschungsgruppe

„Poetik und Hermeneutik“,

Hans Robert Jauß (1921-1997),

der ein Mitbegründer der Konstanzer Reformuniversität war. Legendär auch seine Antrittsvorlesung aus dem Jahr 1966 mit dem Titel „Literaturgeschichte als Provokation“. Zur Forschungsgruppe „Poetik und Hermeneutik“ gehörten Wissenschaftler wie z.B. Reinhart Kosselleck, Hans Blumenberg und Dieter Henrich.

In David Lodges berühmten Campusroman, für mich ist es der beste,

Schnitzeljagd. Ein satirischer Roman. Frankfurt am Main (Ullstein) 1987, 352 Seiten (zuerst erschienen unter „Small World“ 1984 in London)

taucht Jauß als

Siegfried von Turpitz

auf (in meiner Ausgabe insbesondere auf den S. 103 und 118). „Er fährt mit 180 Sachen auf der Überholspur der Autobahn Berlin-Hannover, nachdem er die lästige Geschwindigkeitsbeschränkung in der DDR hinter sich gelassen hat, und scheucht langsamere Fahrzeuge aus dem Weg, …“

Die Universität Konstanz hat sich gerade mit Jauß‘ Mitgliedschaft und Rolle bei der

Waffen-SS

beschäftigt, die Jauß stets heruntergespielt hatte. Grundlage ist die 125 Seiten umfassende Studie des Militärhistorikers Jens Westemeier. Sie hat auch 2015 noch einigen Weggefährten von Jauß größte Schwierigkeiten bereitet (Volker Breidecker, SZ 22.5.15). „Dieser Hans Robert Jauß, der bereits aus einem stark von NS-Ideologien infizierten familiären und schulischen Milieu stammte, war als SS-Mann von der ersten bis zu letzten Stunde ein überzeugter Weltanschauunsgkrieger.“ Jauß hatte sich 1939 freiwillig zur SS gemeldet und befehligte am Ende des Krieges als Hauptsturmbannführer eine Kompanie, die mehrfach in der „Partisanenbekämpfung“ eingesetzt war. Die weltanschaulichen Gegner waren der „Bolschewsimus“ und das „internationale Judentum“. Darüber hat Jauß nie wahrheitsgemäß gesprochen.

„Und dann wirft die Studie noch ihr Licht auf einen für einen Philologen geradezu gespenstischen Vorgang: Hans Robert Jauß hatte zwei Jahre vor seinem Tod ein Tagebuch eröffnet, darin er Zitate aus seinen Feldpostbriefn collagierte, kommentierte und womöglich auch revidierte. Was Jens Westemeier daraus zitiert, ist dabei weniger apologetisch als bis zu einem gewissen Grade selbstentblößend. Das Ausgangsmaterial aber, die Feldpostbriefe, hat Hans Robert Jauß anschließend jedoch vernichtet – der Überlieferung zufolge habe er sie verbrannt, im häuslichen Garten mit Blick über den See.“

937: Komplexität – das Kennzeichen der Welt

Mittwoch, Mai 20th, 2015

In den Sozialwissenschaften ist Komplexität das Kennzeichen der modernen Welt. Dazu hat Ulf Poschardt den Soziologen Armin Nassehi (Die Welt 16.5.15) interviewt.

Nassehi: Eine rechte Beschreibung der Welt tut so, als wären alle Probleme gelöst, wenn Bevölkerungen ethnisch und kulturell homogen wären. Eine linke Beschreibung zeichnet sich dadurch aus, dass man so tut, als könne man mit universalistischen Argumenten die Gesellschaft wie ein Werkstück umbauen. Als gäbe es so etwas wie eine Zentralperspektive.

Welt: Aber was heißt nun Komplexität?

Nassehi: Das ist leider auch meistens nur ein Schlagwort, das ganz gut funktioniert, wenn man nicht weiter weiß. Aber Komplexität ist letztlich der Schlüssel zum Verständnis unserer Welt. Man kann es auf drei Formeln bringen.

Welt: Lassen Sie uns mit der ersten beginnen.

Nassehi: Ökonomische, politische und wissenschaftliche Logiken entkoppeln sich voneinander. Es existieren jeweils unterschiedliche Erfolgsbedingungen, die man in Rechnung stellen muss. Es macht einen Unterschied, ob ich auf Märkten erfolgreich sein will, vor einem Wahlvolk oder in Wahrheitsfragen. Das heißt: Dasselbe bedeutet gleichzeitig Unterschiedliches.

Welt: Die zweite?

Nassehi: Die Gesellschaft ist nicht aus einem Guss. Das heißt, es gibt keinen Ort, von dem aus sich die Dynamiken steuern und koordinieren lassen. Auch Politik vermag das letztlich nicht. Ich spreche deshalb von einer „verteilten Intelligenz“.

Welt: Und die dritte Formel?

Nassehi: Es gibt keine Stoppregeln und zentralen Prinzipien, mit denen die Gesellschaft gesteuert werden kann. Das hat Effizienz- und Leistungssteigerungen sowohl im positiven als auch im negativen Sinne hervorgebracht.

Welt: Was ist die Konklusion dieser Formeln?

Nassehi: … Für mich ist der Schlüssel für eine angemessene Beschreibung: Es gibt keine Zentralperspektive und auch keinen Fluchtpunkt. Weder für die Beschreibung der Welt noch für die Einwirkung in die Gesellschaft.

936: Bargeld lacht und ist gut für den Datenschutz.

Mittwoch, Mai 20th, 2015

Jeder von uns hat sich schon einmal geärgert, wenn er nicht mit einer Karte bezahlen konnte. Bargeld ist umständlich und teuer, es begünstigt Schwarzarbeit und Drogenhandel. Deswegen plädieren einige Ökonomen für seine Abschaffung.

Aber dabei übersehen sie, dass Bargeld die Freiheit des Bürgers gewährleistet, die Privatsphäre schützt und den Datenschutz erhöht. Im Zeitalter von Big Data, wo Suchmaschinenkonzerne wie Google und Internethändler wie Amazon Daten sammeln und vermarkten. Wo der NSA-Skandal unseren Glauben an Datensicherheit endgültig nachhaltig erschüttert hat. Wer mit Karte oder Smartphone bezahlt, überlässt seine Daten einem Unternehmen, dass diese zu seinen Zwecken nutzt.

Allerdings: Wenn der Handwerker nicht mehr bar (schwarz) bezahlt werden könnte, würden die Steuereinnahmen steigen.

Nachgedacht wird auch über einen Negativzins. Etwa von zwei Prozent. Dann würden die Bürger ihr Geld investieren, in Autos, in Hausrenovierungen oder was auch immer. Es ist aber nicht möglich den Negativzins beliebig zu erhöhen, solange es Bargeld gibt. Die Folge wäre ein „Banken-Run“. Die Sparer würden massenhaft Geld abheben und es unter dem Kopfkissen aufbewahren. Das Finanzsystem würde zusammenbrechen.