Der Ökonomie-Professor Thomas Straubhaar hat ein neues Buch vorgelegt:
Der Untergang ist abgesagt. Wider die Mythen des demografischen Wandels (Edition Körber Stiftung).
Er berücksichtigt dabei die Migration. Rainer Hank und Georg Meck haben Straubhaar für die FAS (28.2.16) interviewt. Ich mache daraus zehn (10) Thesen (für die ich natürlich die Verantwortung übernehme).
1. Wenn in Deutschland die Bevölkerung schrumpft, verteilt sich der Wohlstand auf weniger Köpfe.
2. Durch die Digitalisierung gibt es zunehmend weniger Arbeit.
3. Um die gegenwärtige Lücke am Arbeitsmarkt (Fachkräftemangel) zu schließen, genügt eine Steigerung der
Produktivität
zwischen 0,5 und 0,8 Prozent. Das schaffen wir spielend.
4. Besteuert werden müssen neben der Arbeit auch Maschinen und Roboter. Dann ist Alterung keine Bedrohung.
5. Eine Schrumpfung der Bevölkerung ist ein Glück auch für die Umwelt: weniger Staus, weniger intensive Landwirtschaft etc.
6. Mit der Zuwanderung wächst die Vielfalt und macht eine neue Definition davon erforderlich, was unsere Gesellschaft zusammenhält.
7. Schon heute reagiert die Politik auf den demografischen Wandel damit, dass sie Politik für die Alten (wie mich) und gegen die Jungen macht. Das ist falsch.
8. Die Zuwanderer haben vielfach nicht das passende Alter für unsere Gesellschaft. Deshalb brauchen wir weiterhin eine steigende Geburtenrate.
9. Die Migranten sind weder die Ursache für die meisten unserer Probleme noch deren Lösung.
10. Ein Volk von 81 Millionen Menschen kann jährlich ein bis zwei Millionen Menschen absorbieren.