Archive for the ‘Gesellschaft’ Category

1433: Frankreich und Deutschland in der Sicherheitspolitik

Sonntag, Januar 15th, 2017

Der französische Terrorismus-Experte Gilles Kepel (geb. 1955), der schon viele Entwicklungen von Terrorismus und Gewalt vorausgesagt hat, meint über Frankreich und Deutschland im Jahr 2017 (Die Zeit 5.1.17):

„Frankreich und Deutschland müssen Europa gemeinsam sicherheitspolitisch neu aufbauen. Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft. Wir müssen den Aufstieg der extremen Rechten entgegentreten, indem wir uns bemühen, die Spaltung der Gesellschaft aufzuhalten. In Deutschland muss man begreifen, dass die Flüchtlinge, die ins Land kommen, andere Muslime sind als die gut organisierten, sozial eingebundenen türkischen Einwanderer, an die die Deutschen bislang gewöhnt sind. Die bewundernswerte Willkommenskultur darf einen nicht übersehen lassen, dass eine winzige Minderheit der Flüchtlinge leicht für den Dschihad mobilisierbar ist. Darauf sind die Sicherheitsbehörden nicht vorbereitet. Sie haben keine Erfahrung mit radikalisierten Gefährdern im eigenen Land. Sie müssen ihren Rückstand schnell aufholen, und es fehlt ihnen dafür nicht zuletzt an Mitteln, an Ausstattung, an Personal.“

1432: Diktaturen erobern die Macht im Weltsport.

Sonntag, Januar 15th, 2017

Der Philosoph und Sportwissenschaftler Gunter Gebauer (geb. 1944), FU Berlin, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den Verhältnissen im Weltsport. Er sieht die Erweiterung der Fußballweltmeisterschaft auf 48 Nationen als eine weitere Stufe auf dem Weg zur Globalisierung, zum Gigantismus und zur Machtverlagerung hauptsächlich nach Südostasien, insbesondere nach China. Michael Horeni hat ihn für die FAS (15.1.17) interviewt.

FAS: Was werfen Sie Fifa und IOC angesichts der Entwicklungen vor?

Gebauer: Wie ihre Vorgänger haben Infantino und Bach die Devise ausgegeben, dass sie die Verbände vor allem unter finanziellen Gesichtspunkten führen. Sie haben sich dem reinen Materialismus ausgeliefert. Das heißt: zur Bereicherung Einzelner und zur Investition in den Sport – und damit auch als Angebot an reiche Länder, viel Geld zur Verfügung zu stellen, um den Fußball beziehungsweise olympische Sportarten für ihre symbolische Darstellung mit gigantischen Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen zu verwenden. Beide Verbände haben verpasst, ihre eigene sportliche Identität zu sichern. Sie haben nicht festgelegt, was den Kern des Fußballs und den Kern von Olympia ausmacht. Da wird immer etwas von Werten gefaselt, aber keiner weiß, welche das sind. Im Fußball droht nun auch der Grundgedanke verlorenzugehen: was die

Spannung,

den Reiz dieses Spiels ausmacht.

FAS: Wo liegen die Begrenzungen dieser autoritären, diktatorischen Staaten (Volksrepublik China, Russland, Katar, W.S.)?

Gebauer: Es ist kein Zufall, dass die besten Fußballmannschaften aus Europa stammen und der beste Fußball in Europa gespielt wird. Fußball braucht und ist gebunden an eine gewisse soziale und kulturelle Umgebung, an eine Stadtkultur. Besonders prominente Städte gehörten immer schon zu den Orten, wo der beste Fußball gespielt wird: Madrid, Barcelona, München, Mailand, Turin, London. Die Renationalisierung Russlands und das „Make Russia great again“ klappt im Fußball jedenfalls überhaupt nicht. Der russische Fußball liegt am Boden, so schlecht war er seit Jahrzehnten nicht.

Die Größe des russischen Sports

besteht vor allem darin, dass er eine

gewaltige Doping-Unkultur

eingeführt hat und damit den olympischen Sport destabilisiert.

1431: Ischinger: Wir müssen uns Sorgen machen.

Samstag, Januar 14th, 2017

Wolfgang Ischinger ist seit langem Gastgeber der

Münchener Sicherheitskonferenz.

Vorher war er ein sehr angesehener und hochrangiger deutscher Diplomat. Angesichts des russischen Hackings der US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen wird er von Daniel-Dylan Böhmer und Thorsten Jungholt (Die Welt 14.1.17) interviewt.

Die Welt: Kein Grund zur Sorge für die Europäer, die 2017 wichtige Wahlen erwarten?

Ischinger: Oh doch, bei uns müssen die Sorgen noch viel größer sein. Wir kennen das doch aus der Zeit des

Kalten Krieges.

Damals wurde in dramatischer Weise Propaganda zur Beeinflussung von Wahlen und Entscheidungen eingesetzt. In der Nachrüstungsdebatte der frühen 80er Jahre

wurde die damalige Linke aus Moskau und Ost-Berlin massiv munitioniert.

„Aktive Maßnahmen“, wie die Russen das nennen, werden jetzt garantiert, mit den neuen Methoden wie

Social Media,

auch in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland angewendet. Moskau wird alles daransetzen, Regierungen an die Macht zu bekommen, die sich nicht für die Fortführung der Sanktionen einsetzen. Für Frau Merkel und manche ihrer Kollegen heißt das, sich warm anzuziehen. Das weiß man aber in Berlin längst, nicht erst seit dem Geheimdienstbericht aus den USA.

1430: Fußball als säkulare Religion

Samstag, Januar 14th, 2017

Matthias Drobinski

schreibt in der SZ regelmäßig über Kirche und Religion. Ich lese fast alle seine Beiträge genau, und ich halte ihn für einen Katholiken, von dem ich viel lernen kann. Aber auch beim Protestantismus kennt er sich aus, wie an seinen vielen Beiträgen zum Lutherjahr 2017 zu erkennen ist. Nun zeigt Drobinski, dass er auch vom Fußball viel versteht (SZ 14./15.1.17). Seine differenzierten Überlegungen kulminieren in der Aussage:

„Wie schön, dass es den Fußball gibt, dieses unglaublich einfache, unfassbare Spiel des Lebens. Aber wenn es ums Geld geht und um Macht, täte auch der Säkularreligion Fußball eine Aufklärung gut.“

Die Fußball-Bundesliga geht am 20.1.17 weiter.

1428: Rot-rot-grüne Ideologie

Montag, Januar 9th, 2017

Natürlich wird der rot-rot-grüne Senat in Berlin genau beobachtet. Er kann als Modell dafür gelten, was Rot-rot-grün im Bund machen würde.

1. Für Sicherheit interessiert sich „R2G“ kaum. Abschiebungen werden behindert, Abschiebehaft verboten.

2. Siebzig Prozent der Bürger möchten mehr Video-Überwachung. Das nennt der Grünen-Sprecher ein „Hirngespinst“.

3. Obwohl eine ahnungslose Frau durch den Tritt eines bulgarischen Kleinkriminellen fast zu Tode stürzte und sieben junge Flüchtlinge versucht haben, einen Obdachlosen anzuzünden, was wir ohne Videos nicht so schnell herausgekriegt hätten, ist der 174 Seiten umfassende Koalitionsvertrag eine Spielwiese für die rot-rot-grüne Kleinklientel.

4. Dafür wird ein Ex-Stasi-Mann Staatssekretär. Man bleibt den ganz alten Genossen treu.

5. Die Linke hat nicht vergessen, dass ihre seriöse Mitwirkung an der erforderlichen Sparpolitik in einem früheren Senat ihr nicht gut bekommen ist.

6. Die Grünen fühlen sich ermuntert, nach links zu schwenken. Das stärkt den Rand.

7. Rot-rot-grün verachtet die politische Mitte.

8. „Das heilige Kürzel (LSBTTIQ*), um das der Vertrag von der ersten Seite an kreist, stammt aus einer weltanschaulichen Nische der grünen Partei und versucht zunächst einmal möglichst neutral Spielarten der sexuellen Identität aufzuzählen:

lesbisch, schwul, bi, transsexuell, transgender, intersexuell, queer;

wer sich damit noch nicht gemeint fühlt, bekommt ein Sternchen.“

9. „Es ist der sentimentale Kern einer Utopie, die in der Abwehr von Normierung die Erlösung der Menschheit sieht. Daran mag etwas Wahres sein; es ist nur die Frage, ob die Konzentration aufs Geschlechtliche (eine fast sektenhafte Dramatisierung von Sexualität) gegenwärtige Menschheitsprobleme trifft – oder gar die Gefährdungslage Berlins.“

10. „Stattdessen: der abstruse Katalog einer Sozialpolitik, deren Ideologie den meisten Bürgern unzugänglich bleiben wird und selbst auf gutwillige Liberale den Eindruck eines diktatorischen Umerziehungsprogramms macht – eine durch Verwaltungshandeln erzwungene Bekehrung zu den weltanschaulichen Zielen einer Sekte.“ (Mariam Lau, Die Zeit 29.12.16; Jens Jessen, Die Zeit 29.12.16)

1427: Petry und Wagenknecht – das „doppelte Lottchen“

Montag, Januar 9th, 2017

Während uns die Grünen mit dem Ergebnis der Urwahl über die Doppelspitze und die SPD mit der Nominierung des Spitzenkandidaten noch warten lassen, buhlt die Spitzenkandidatin der Linken, Sara Wagenknecht, um die Stimmen von AfD-Wählern. Nicht zum ersten Mal. Das seien Unzufriedene, denen man ein Programm geben müsse. Die Linke mit ihren 9 Prozent kann sie gut gebrauchen. Die AfD hat in der Sonntagsfrage 15 Prozent. An sie haben hauptsächlich die Union und die Linken verloren.

AfD und Linke sind sich inhaltlich näher, als es die jeweiligen Parteiideologen vermuten lassen. Und kein Mensch erwartet von ihnen Lösungen. Ihre Funktion besteht darin, die Miseren der Politik am Leben zu erhalten und zu jammern.

Frauke Petry und Sara Wagenknecht bilden das „doppelte Lottchen“ der Berliner Politik (SZ 9.1.17)

1426: Yvonne Hofstetter: Am Ende sind Wahlen überflüssig.

Sonntag, Januar 8th, 2017

Die Geschäftsführerin der Firma „Teramark Technologies“ Yvonne Hofstetter, eine der schärfsten Kritikerinnen des Internets, beschäftigt sich in der FAZ (7.1.17) mit den Tendenzen der künstlichen Intelligenz. Ihrer Meinung nach wird heute schon die Demokratie von vielen jungen Menschen abgelehnt.

Social Bots

sind Maschinen (Roboter), die so tun, als seien sie menschliche Nutzer. Dadurch können sie bei vielen Problemen und Fragen im Netz Mehrheiten vortäuschen, die künstlich erzeugt sind. Beispielsweise auch bei Wahlumfragen.

„Nur wenigen Internetnutzern ist klar, dass die Hälfte des gesamten Internetverkehrs von Maschinen erzeugt wird, die oft kaum als Roboter erkennbar sind.“

Die Digitalisierung hat eine Ära des sofortigen Feedbacks mit sich gebracht. Sie schafft den „gläsernen Bürger“, der als autonomes Subjekt entmachtet wird. „Seit der Einführung des Smartphones im Jahr 2007 bauen wir unser Leben sichtlich in einen Megacomputer um. Zum Zweck der Optimierung wird alles gemessen, gespeichert, analysiert und prognostiziert. Dazu machen wir aus den Gegenständen unseres Alltags Messgeräte. Wir statten sie mit Sensoren aus, wie sie schon in unseren Smartphones eingebaut sind, und hängen sie per IP-Adresse ins Internet.“ So entsteht

das Internet der Dinge.

„Nicht nur internetfähige Mobiltelefone mit Kamera, Mikrofon, Kreiselkompass, Geschwindigkeitsmesser, Annäherungssensoren oder GPS sind ’smart‘. Bald sind es

Autos, Arbeitsplätze, Bildungsstätten, Freizeiteinrichtungen und Häuser.

Unsere sensorisch ausgerüstete Bettdecke misst unser Schlafverhalten und meldet es an unseren Fitness-tracker, der es mit Pulsschlag, Blutdruck und Kalorienverbrauch fusioniert. Der vernetzte Wecker weckt uns mit der Musik, die unserem Seelenzustand am Ende unseres Schlafs am besten entspricht, und ein digitaler Assistent hat dann schon das autonome Auto bestellt, das uns pünktlich zur ersten Arbeitssitzung des Tages abholen wird.“

Die künstliche Intelligenz unserer Umgebung wird uns im Internet der Dinge immer einen Schritt voraus sein. Angeboten wird sie von den Bewusstseins-Konzernen Google, Apple, Facebook oder IBM. „Sollten Sie auf die Idee kommen, den Anbieter ihrer Umgebungsintelligenz zu wechseln, müssen Sie wohl damit rechnen, dass Ihr Leben nicht mehr reibungslos funktioniert.“

Die Umgebungsintelligenz kann berechnen, was unsere politischen Präferenzen sind, wie sie unsere Fitness- und Diätpläne berechnet. Der Wert der Information liegt darin, dass sie die gezielte Lenkung der Zukunft erlaubt. Der politische Bürger kann ebenso manipuliert werden wie der den Konzernen heute bereits bestens bekannte Konsument. Wahlen können heute schon manipuliert werden. Morgen sind wir schon einen Schritt weiter. „Eine Umgebungsintelligenz, die uns rund um die Uhr beobachtet, kann schließlich unsere politischen Präferenzen aus Messdaten ableiten und direkt an die Regierung weiterleiten.“

Wahlen sind dann nicht mehr erforderlich. Auch Berufspolitiker und das Parlament. „Selbst die Regierung könnte durch eine Art Korrespondenzbeauftragten ersetzt werden, wenn man ein ‚System of Systems‘ errichtet, eine künstliche Intelligenz, bei der alle Rohdaten der Umgebungsintelligenz zusammenliefen. Sie würde unsere politischen Präferenzen konsolidieren und daraus die global optimale Handlungsstrategie berechnen.“

„Wie viel Demokratie gäbe es wohl noch, hielten Big Data und die künstliche Intelligenz Einzug in die Politik?“

„Mit der Digitalisierung überführen wir nicht nur die Wirtschaft und unseren Alltag, sondern auch die Demokratie in einen neuen Zustand. Noch verstehen wir die Folgen dieser Transformation nicht genau. Nur für die Technologiekonzerne, die unsere Gesellschaft parallel zur Politik und zu ihren demokratisch beauftragten Institutionen radikal umgestalten, steht fest.

Die Demokratie ist eine alte Technologie. Etwas Neues muss her.“

1424: „Der Spiegel“ – 70 Jahre alt

Donnerstag, Januar 5th, 2017

Volker Lilienthal, der Inhaber der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus an der Universität Hamburg, schreibt über den „Spiegel“, der 70 Jahre alt wird (SZ 5./6.1.17). Lilienthal hatte 2009 in Göttingen auch die „deutschen Diskurse“ moderiert. 1947 war ein „Magazin“ für Deutschland neu. Es hielt sich von Anfang an nicht an die von den Westalliierten eingeführte

Trennung von Nachricht und Meinung,

die für Tageszeitungen galt und gilt, sondern gab sich vom Start weg als

meinungsstark, süffisant, von Werturteilen durchtränkt und von starken Personen geprägt.

„Der Spiegel“ unterstützte die junge Bundesrepublik als ihr kritischer Begleiter. Im Zweifelsfall links. Sein Begründer Rudolf Augstein, der seinerzeit erst 23 Jahre alt war, erwarb sich große publizistische Meriten. Bis er 1962 für 103 Tage in den Knast musste, weil sein Blatt von der Bundesregierung des Landesverrats bezichtigt wurde. Zu Unrecht, wie sich herausstellte. Nach der „Spiegel“-Affäre war die Bundesrepublik Deutschland eine andere Republik als vorher.

Der „Spiegel“-Stil bestand aus einer journalistisch gekonnt präsentierten Mischung aus Fakten und Meinungen. Die große Stärke des „Spiegels“ lag in seiner Recherche-Leistung. Das könnten wir in einer Zeit der gezielten Propaganda-Lügen wieder sehr gut gebrauchen. „Bedingt abwehrbereit“, die Flick-Affäre und der Neue-Heimat-Skandal waren wichtige vom „Spiegel“ aufgedeckte Affären. Seinerzeit waren die „Spiegel“-Hefte wegen der vielen Anzeigen viel dicker als heute. Bis zu 300 Seiten.

War der „Spiegel“ damals politischer als heute? Das ist nur ein Missverständnis angesichts der teilweise radikal veränderten gesellschaftlichen Strukturen. In den achtziger Jahren etwa war das „Nachrichtenmagazin“ grün inspiriert („Waldsterben“) und trug zum ökologischen Umbau der Gesellschaft bei. Es blieb meist mutig und färbte auf andere Massenmedien in Deutschland ab („Asyl für Snowden“ 2013, „Stoppt Putin jetzt!“ 2014).

In den letzten Jahren hat auch der „Spiegel“ an Auflage und Anzeigen verloren, es hat sogar betriebsbedingte Kündigungen gegeben. Unverzichtbar aber bleibt das Blatt in Zeiten des Rechtspopulismus und Neo-Rassismus als kritische Instanz der Aufklärung. „Der Spiegel“ darf den Kontakt zu den „einfachen Leuten“ nicht verlieren. Dann könnte er sogar zu einer neuen Politisierung der Gesellschaft beitragen. Volker Lilienthal sieht erste Anzeichen dafür.

1423: Paul Celan erhielt 1966 nicht den Nobelpreis.

Mittwoch, Januar 4th, 2017

Angesichts der Wirkung, welche die Gedichte Paul Celans (1920-1970) auf die Lyrik des späten 20. Jahrhunderts ausübten, ist es „geradezu grotesk“, dass Celan 1966 nicht den Literaturnobelpreis erhielt. Der Preis sollte in jenem Jahr zu gleichen Teilen Nelly Sachs und Paul Celan verliehen werden. Das Nobelpreis-Komitee war in Bezug auf Celan nicht davon zu überzeugen, „dass seine Arbeiten einen solchen Rang verdienen“. 1964 hatte es zu Celan noch geheißen, er könne keinen Anspruch auf diese hohe Auszeichnung beanspruchen. 1966 standen Graham Greene und W.H. Auden auf den Plätzen drei und vier der Kandidatenliste, Samuel Beckett auf Platz fünf. Er bekam den Preis immerhin 1969, Greene und Auden bekamen ihn gar nicht (Thomas Steinfeld, SZ 4.1.17).

Ebenso wie Philipp Roth!

1422: Kölner Polizeieinsatz war richtig.

Dienstag, Januar 3rd, 2017

Zum umstrittenen Kölner Polizeieinsatz zu Silvester schreibt Heribert Prantl (SZ 3.1.17):

„Die Kritik am Einsatz der Polizei in der letzten Silvesternacht erhebt den Vorwurf der beabsichtigten Diskriminierung. Der Polizeieinsatz sei unverhältnismäßig gewesen, er habe nordafrikanische Männer zu Hunderten rassistisch behandelt. Das ist falsch. Der Polizeieinsatz in Köln war verhältnismäßig, die Debatte darüber ist es allerdings nicht. Es ist eine Debatte am falschen Ort zur falschen Zeit und zum falschen Anlass. Wann je sollen Kontrollen notwendig sein, wenn nicht hier und aus diesem Anlass, ein Jahr nach den Ausschreitungen auf der Domplatte?“