Archive for the ‘Gesellschaft’ Category

5251: Auch deutsche Forschung leidet.

Freitag, April 4th, 2025

Unter der destruktiven US-Wissenschaftspolitik leidet auch die deutsche Forschung, leiden auch deutsche Universitäten. In mehr als der Hälfte der deutschen Unikliniken gibt es Projekte, die auch aus den USA finanziert werden. An 22 medizinischen Fakultäten kennen wir Patienten und Laborstudien. Bundesweit gibt es 75 solcher Forschungsprojekte. Sie werden vom National Institute of Health gefördert. Auch an den Traditionsuniversitäten Bonn, Freiburg und Tübingen. Allein an den beiden Münchener Hochschulen LMU und TU gibt es jeweils elf entsprechende Forschungsprojekte. Das alles wird von Trump gefährdet (SZ 3.4.25).

5250: Generaldirektor der bayrischen Staatsgemäldesammlungen entlassen.

Donnerstag, April 3rd, 2025

Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) hat den Generaldirektor der bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Bernhard Maaz, entlassen. Es geht um die Rückgabe von NS-Raubkunst. Nachfolger wird der ehemalige Münchener Kulturreferent Anton Biebl. Es gibt Hinweise auf  Fehlverhalten und Organisationsversagen (SZ 3.4.25).

5249: Hildegard Knef 100: „Ich will alles.“

Mittwoch, April 2nd, 2025

Aus Anlass ihres 100. Geburtstags ist Hildegrad Knef ein Dokumentarfilm gewidmet: „Ich will alles.“ (Regie: Luzia Schmid). Da kommt Hildegard Knef selbst zu Wort. Sie war ja eine sehr öffentliche Person. In der Nacktszene in „Die Sünderin“, 1946 in „Die Mörder sind unter uns.“ Sie musste wie ihre Leidensgenossinnen Marlene Dietrich und Romy Schneider dagegen kämpfen, dass viele Deutsche mit ihrem Ruhm nicht fertig wurden. Ihre Autobiografie „Der geschenkte Gaul“ war ein Bestseller. „Ich habe Filme mit großen Regisseuren gemacht, denen man schlechte Filme gar nicht zugetraut hätte. Aber dann machten sie den schlechten mit mir.“ Im Chanson war sie einmalig: „Von nun an ging’s bergab.“ „Ich kann mich nicht fügen, kann mich nicht begnügen, will immer noch siegen, will alles oder nichts.“ (Josef Grübl, SZ 2.4.25).

5248: Orban empfängt Netanjahu trotz Haftbefehl.

Mittwoch, April 2nd, 2025

Der ungarische Ministerpräsident Victor Orban empfängt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Budapest, obwohl der mit internationalem Haftbefehl gesucht wird. Da haben sich zwei Autokraten gesucht und gefunden. Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs wirft Netanjahu im Gazakrieg Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich hat Friedrich Merz (CDU) aufgefordert, in Deutschland den Haftbefehl zu vollziehen (SZ 2.4.25).

Da hat Rolf Mützenich recht.

5247: Marine Le Pen verurteilt.

Dienstag, April 1st, 2025

Gericht verurteilt die französische Rechtspopulistin zu Hausarrest mit Fußfessel, weil sie Gelder der EU veruntreut hat. Sie darf außerdem nicht an den Präsidentschaftswahlen 2027 teilnehmen.

5246: Kitas fehlen weiter Erzieher.

Sonntag, März 30th, 2025

Die deutschen Kitas leiden unter Personalmangel. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen KItaleitungskongresses (DKLK) hervor. Rund die Hälfte der Kitas arbeitet an einem Tag in der Woche mit weniger Personal als erforderlich. Mehr als jede zehnte Kita kann in über 60 Prozent ihrer Öffnungszeiten nur eingeschränkt arbeiten. Vor diesem Hintergrund verlangt die Bildungsgewerkschaft VBE von der neuen Bundesregierung verstärkte Anstrengungen. Betrachtet werden müssen auch die Überstunden. Wegen des Personalmangels ist es selten möglich, Ausflüge in die Natur zu machen (SZ 26.3.25).

5245: Mehr Gewaltkriminalität

Samstag, März 29th, 2025

Laut Politeilicher Kriminalstatistik ist die Gewaltkriminalitä (einfache und schwere Körperverletzung, Totschlag, Mord) 2024 erneut gewachsen. Sie hat seit 2010 einen neuen Höchststand erreicht. Vorher war sie jahrzehntelang gleich geblieben oder sogar gesunken. Als Täter herausragend beteiligt: junge Männer aus Nordafrika. Besonders bei Minderjährigen (Kindern und Jugendlichen) ist die Gewaltkriminalität gestiegen. Auch Sexualdelikte haben zugenommen (SZ 29./30.3.25).

5244: Wieder Geschlechtstest in der Leichtathletik

Freitag, März 28th, 2025

Der Leichtathletik-Weltverband (WA) hat als erster olympischer Verband verbindliche DNA-Tests beschlossen. Er soll die biologische Zugehörigkeit zu einem Geschlecht bestimmen. WA-Präsident Sebastian Coe bezeichnete die Entscheidung „als wirklich wichtigen Schritt zum Schutz der Frauen“. Das Thema Differenz der Geschlechtsentwicklung (DSD) war zuletzt beim olympischen Boxturnier in den Mittelpunkt gerückt. Dort genügte ein Eintrag in den Reisepass, um als Frau anerkannt zu werden. DSD-Athletinnen in der Leichtathletik sollten ihren Hormonspiegel notfalls mit Medikamenten absenken müssen. Diese Regelung wird nun durch die neuen Tests abgelöst (SZ 28.3.25).

Ein richtiger Schritt.

5243: Palästinensischer Protest gegen die Hamas

Freitag, März 28th, 2025

Erstmals haben tausende von Palästinensern in Gaza gegen den Krieg und die Hamas protestiert. In Beit Lahia, der Stadt Gaza und Chan Yunis. Im Zentrum des Protests stehen die Hamas-Führer im Ausland, etwa in Katar, die dort ein Luxusleben führen sollen und sich angeblich nicht um die Palästinenser im Gazastreifen kümmern. Es versteht sich, dass der israelische Verteidigungsminister Israel Katz zu weiteren Protesten aufruft (SZ 28.3.25).

5242: Ein Feiertag kann weg.

Donnerstag, März 27th, 2025

Schulden werden ja demnächst genug gemacht. Nun muss darauf geachtet werden, dass nicht Geld für entbehrliche Hilfsleistungen ausgegeben werden: Mütterrente, weniger Gastro-Steuer, Pendlerpauschale, Bauern-Diesel, Prämien für E-Auto-Käufe etc. Vielmehr müssen wir uns kümmern um die

Rente und die Pflege.

Und einer von den neun (9) bundesweiten Feiertagen kann weg. Fast wirklichkeitsfremd sind Tariffforderungen von Verdi nach drei weiteren freien Tagen. Das geht heute kaum noch. Ein Feiertag weniger würde das Arbeitsvolumen steigern und Deutschland helfen, aus der Krise zu kommen. Auch Rentnerinnen und Rentner müssen bei der Sanierung mithelfen. Der Anstieg der Renten sollte an die Inflation gekoppelt sein und nicht an die Löhne. Die Bürger verstehen das, sie sind ja nicht blind (Kerstin Bund, SZ 22./23.3.25).