VW senkt seine Produktionskapazitäten. Um bis zu eine Million. Um die globale Marktsituation abzubilden. Das sagte Konzernchef Oliver Blume. „Dann kommen wir von insgesamt über zwölf Millionen invstierten Kapazitäten auf nachhaltig neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr.“ Für mehr Investitionen reich das gegenwärtige Gewinnniveau nicht aus. Es zeichnet sich ein weiterer Arbeitsplatzabbau ab (SZ 22.4.26).
Archive for the ‘Gesellschaft’ Category
5707: VW baut weniger Autos.
Donnerstag, April 23rd, 20265706: Leichter Rückgang bei Straftaten
Dienstag, April 21st, 2026Nach der polizeilichen Kriminalstatistik ging 2025 die Zahl der Straftaten leicht zurück. Erstmals seit 2021. Insgesamt um 2,3 Prozent. Die Zahl der Tatverdächtigen ging um 2,6 Prozent zurück. Besonders starke Rückgänge gab bei Jugendlichen und Zuwanderern. Nichtdeutsche Tatverdächtige sind allerdings überrepräsentiert. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder ist ebenfalls gestiegen (um 3.3. Prozent). Die niedrigere Zahl von Verdachtsfällen hat möglicherweise mit der niedrigeren Zahl ankommender Zuwanderer zu tun (SZ 21.4.26).
5705: Bundesrechnungshof warnt vor zu hoher Verschuldung.
Dienstag, April 21st, 2026Der Bundesrechnungshof warnt die Bundesregierung vor einer zu hohen Verschuldung. Der Bundesbeauftragte für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung, Kay Scheller: „Da die laufenden Einnahmen des Bundes die Ausgaben nicht annähernd decken können, ist eine gefährliche Verschuldungsdynamik entstanden, die dringend eingedämmt werden muss.“ In der kommenden Woche will die Bundesregierung die Eckpunkte für den Bundeshaushalt 2027 und die mittelfristige Finanzplanung beschließen. Die Sondervermögen für Infrastruktur und Verteidigung lauf außerhalb des Kernhaushalts (SZ 21.4.26).
5704: Matthias Brandts neues Buch „Nein sagen“
Montag, April 20th, 2026Matthias Brandt, geb. 1961, ist ein sehr guter und bekannter Schauspieler, der Sohn von Rut und Willy Brandt. Er hatte 2016 bereits einen großen Erfolg mit dem Buch „Raumpatrouile“ über seine Jugend in Bonn. Matthias Brandt wollte es eigentlich vermeiden, sich nur auf Grund seiner Prominenz politisch einzumischen. Er hielt dann aber 2025 die Gedenkrede zum 20. Juli 1944 in Plötzensee. Darauf basiert sein Buch
Nein sagen. Über den 20. Juli 1944, meine Eltern und persönliche Verantwortung heute. Köln 2026, 120 Seiten, 16 Euro.
Dabei bezieht er sich sehr auf seine Eltern, die in den sechziger und siebziger Jahren auch viel Hass und Diffamierung ausgesetzt waren. Von Willy Brandt stammt der Satz „Mehr Demokratie wagen“ von 1969. Er führte die Entspannungs- und Ostpolitik und tat den Kniefall vor dem Denkmal für die Aufständischen des Warschauer Aufstands. Daraus hat Matthias Brandt gelernt. Bis heute. „Für mein Gefühl stecken wir nämlich in einer Art Lähmung fest, weil wir es nicht mehr gewohnt sind“ mit Rechtsextremisten umzugehen. Brandt unterscheidet klar zwischen bürgerlich und rechtsextrem und plädiert entschieden für das Nein sagen. Matthias Brandt hat seine Eltern als „bemerkenswert unängstlich“ in Erinnerung. Er möchte, dass wir dort anknüpfen. Er hält es für möglich, dass es wichtig ist, dass sich gerade jemand wie er selbst zur Politik äußert. Da können wir nur zustimmen (Joachim Käppner, SZ 20.4.26).
5703: Rekordtief bei Asylanträgen
Montag, April 20th, 2026Im ersten Quartal 2026 ist die Zahl der Asylanträge in Deutschland um 23 Prozent gesunken. Ein Rekordtief. Es wurden nur 28922 Anträge gestellt. Damit belegt Deutschland erstmals seit 2015 nur den vierten Platz in Europa. Zuvor war es jahrelang Spitzenreiter. Das sagen Zahlen der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA) (SZ 20.4.26).
5702: Altmaier (CDU) warnt vor Scheitern der Koalition.
Montag, April 20th, 2026Der frühere Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) warnt angesichts des Streits um die richtigen Reformen und Entlastungsmaßnahmen vor einem Scheitern der Bundesregierung. „Wir haben nicht mehr viele Schüsse frei. Sonst geraten wir in die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, stärken Parteien am extremen Rand und laufen in die Regierungsunfähigkeit.“ Das Gespräch führte er mit der SZ (SZ 20.4.26)
5701: Mehr Schutz vor digitaler Gewalt
Sonntag, April 19th, 2026Bundesjustizministerin Stephanie Hubig (SPD) plant ein Gesetz, das stärker gegen digitale Gewalt durchgreift. „Digitale Gewalt ist ein Massenphänomen. Während Deepfakes und Cyberstalking längst Alltag geworden sind, hinkt unser Recht der digitalen Realität hinterher.“ Im Gesetz sind härtere Strafen und zusätzliche Klagerechte für Opfer vorgesehen (SZ 18./19.4.26).
5700: Kürzungspläne der Bundesregierung bei der Kinder- und Jugendhilfe stoßen auf scharfe Kritik.
Samstag, April 18th, 2026Die Kürzungspläne der Bundesregierung bei der Kinder- und Jugendhilfe stoßen auf scharfe Kritik. Diakoniepräsident Rüdiger Schuch verlangte die Zurückziehung der Pläne. Er sprach von einem Spiel „mit dem sozialen Frieden“. Hintergrund ist ein internes Arbeitspapier von Bund, Ländern und Gemeinden, das der Paritätische Gesamtverband am Donnerstag veröffentlicht hatte. Es enthält mehr als 70 Kürzungsvorschläge mit einem Gesamtvolumen von 8,6 Milliarden Euro (SZ 18./19.4.26).
5699: Papst mahnt zur Versöhnung.
Freitag, April 17th, 2026Bei seinem Besuch in Kamerun hat Papst Leo IX. angesichts der Kriege in der Welt zur Versöhnung gemahnt. In der Region Kamerun herrscht seit 2017 Krieg. Hunderttausende Menschen sind vertrieben worden. Leo IX.: „Selig sind die Friedfertigen.“ „Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen zerstört.“ (SZ 17.4.26)
5698: Machtmissbrauch in Kliniken
Donnerstag, April 16th, 2026Nach einer Umfrage des Marburger Bunds erleben viele Ärztinnen und Ärzte in Klinik häufig Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt. Befragt wurden 9073 Mediziner. 49 Prozent von ihnen hatten einschlägige Erfahrungen. Mehr als die Hälfte von ihnen sogar mehrmals. 13 Prozent erlebten sexuelle Gewalt. Zu den registrierten Phänomenen gehörten ein respektloser und herablassender Umgangston, Infragetsellung der fachlichen Kompetenz, Mobbing und öffentliche Bloßstellung. Meistens ging das Fehlverhalten von ärztlichen Vorgesetzten aus (SZ 15.4.26).