Das zeigt der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD).
Archive for the ‘Geschichte’ Category
5468: Die Abschaffung des Bürgergelds bringt kaum finanzielle Entlastung.
Sonntag, Oktober 19th, 20255467: Polen liefert Nordstream-Verdächtigen nicht aus.
Sonntag, Oktober 19th, 2025Ein Gericht in Warschau hat die Auslieferung des Ukrainers Wolodymyr Z. an Deutschland verboten. Er wird von der Bundesanwaltschaft der verfassungsfeindlichen Sabotage beschuldigt. Als Taucher soll im Herbst 2022 bei Bornholm an der Sprengung der Nordstream 2-Pipeline beteiligt gewesen sein. Die Untersuchungshaft für Wolodymyr Z. wurde aufgehoben. Vorher hatte das höchste italienische Gericht bereits die Auslieferung eines anderen Verdächtigen nach Deutschland untersagt (SZ 18./19.10.25).
5466: Israel droht der Hamas.
Samstag, Oktober 18th, 2025Isragel fordert die Hamas zur Übergabe aller toten Geiseln auf. Sonst gäbe es eine Rückkehr zum Krieg in Gaza. Israels Verteidigungsminister Katz verlangte dem Abkommen gemäß die Entwaffnung der Terrororganisation. Es soll 28 tote Geiseln gegeben haben, von denen zehn schon übergeben worden sind. Nach Israels Darstellung war davon eine tote Person keine Geisel. Die Hamas behauptete, für die Bergung der restlichen toten Geiseln brauche sie eine spezielle Bergungs-Ausrüstung (SZ 11.10.25).
5465: Gottfried Benn/Nele Benn. Briefwechsel 1930-1956. Mit Ausblicken auf ihr Briefnetzwerk 1917-1956.
Freitag, Oktober 17th, 2025Herausgegeben von Holger Hof und Stephan Kraft (Klett-Cotta, Wallstein Verlag), 2025. Briefe S. 7-344 Apparat S. 345-592, Personen S. 687-696, Werke S. 697-700.
Gottfried Benn schob seine 1915 geborene Tochter Nele nach dem frühen Tod seiner ersten Frau Edith Osterloh 1923 ab an Ellen Oevergaard, eine Dänin, die er zufällig im Zug getroffen hatte. Nele wuchs in Dänemark auf und wurde eine bekannte Journalistin in Kopenhagen, heiratete zweimal und bekam Kinder. Sie starb 2012. Im Briefwechsel tauchen auch andere Prominente auf wie Gertrud Hindemith.
Nele schrieb am 17.11.1947 an Gottfried: „Liebster Papa, Klaus Mann ist in Kopenhagen. Ich habe ihn deinetwegen aufgesucht. Er war sehr, sehr nett. Wir rauchten Zigaretten und plauderten, und er erzählte mir von seiner großen Bewunderung für Dich. …“
Gottfried schrieb anlässlich seines 70. Geburtstags am 2. Mai 1956 (am 7. Juli 1956 starb er bereits) am 24. März 1956 an Nele: „… Da Ilse sich schon ein feines neues Kleid gekauft hat, bleiben wir vielleicht doch hier. Herr Oelze und Herr Niedermayer wollen natürlich kommen, aber das strengt mich alles so an u. macht mich müde. …“
5463: Olympia ist zu teuer und für uns entbehrlich.
Donnerstag, Oktober 16th, 2025Fast alle Olympischen Spiele der letzten Jahre sind in Schulden versunken. Die Sommerspiele übrigens mehr als die Winterspiele. Ausnahmen waren vor allem Los Angeles 1984 und Atlanta 1996. Dieses Mal haben wir vier deutsche Bewerber: München, Berlin, Hamburg und Rhein-Ruhr. Die erste Volksabstimmung findet in vierzehn Tagen in München statt. Alle deutschen Bewerber haben noch keine Zahlen vorgelegt. Wahrscheinlich um den Steuerzahler nicht zu erschrecken. Würden Staat und Wirtschaft nicht so massiv helfen, wäre das IOC mit seinen Spielen längst bankrott. Anscheinend ist noch nicht einmal klar, auf welches Jahr die Bewerbung zielt: 2036, 2040 oder 2044. Also lassen wir die Finger davon. Olympische Spiele sind etwas für Diktaturen und Autokratien wie unter Hitler und Putin (Johannes Knuth, SZ 11./12.10.25).
5462: „Mopsa“ Sternheim hat einen Roman hinterlassen
Mittwoch, Oktober 15th, 2025Er heißt „Im Zeichen der Spinne“ und ist im Göttinger Wallstein-Verlag erschienen. Er hatte wohl 60 Jahre im Koffer eines Freundes von „Mopsa“ gelegen. Sie ist 1954 in Paris gestorben. „Mopsa“ (eigentlich Dorothea) war die Tochter des Dramatikers Carl Sternheim und seiner Frau Thea. „Mopsa“ war Bühnenbildnerin. Sowohl ihre Mutter als auch sie hatten eine Affäre mit dem Lyriker Gottfried Benn. Und darum geht es auch in dem Roman. Geschrieben hat sie den überwiegend nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Er ist ein bedeutendes zeitgeschichtliches Zeugnis. „Mopsa“ war in Frankreich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Deswegen wurde sie ins Frauenlager Ravensbrück gebracht (Hilmar Klute, SZ 11./12.10.25).
5461: Die Bahn verzichtet auf Preiserhöhungen.
Dienstag, Oktober 14th, 2025Die Deutsche Bahn verzichtet in diesem Winter im Fernverkehr auf Preiserhöhungen. Die Kosten für Spar- und Flexpreise und für Bahncards werden nicht erhöht. Auch nicht für Sitzplatzreservierungen und für Stornierungen. Damit soll ein Zeichen für Stabilität gesetzt werden. Das hängt natürlich mit dem schlechten Zustand des Schienennetzes und der Unpünktlichkeit zusammen. Der Preis für das Deutschlandticket steigt ab Januar von 58 auf 63 Euro. Die Bahn steuert eine Pünktlichkeitsquote von 70 Prozent an (SZ 11./12.10.25).
5459: Die SPD hat es nicht leicht.
Montag, Oktober 13th, 2025Einerseits muss sie die Arbeiterstimmen zurückgewinnwn, die sie an die AfD verloren hat. Andererseits muss sie die woken Milieus in Kunst, Kultur und Universität halten. Das ist nicht einfach. Und der Frieden in der Koalition soll ebenfalls erhalten bleiben. Die Pflegekraft auf dem Land und die Philharmonie-Intendantin in der Stadt müssen beide gewonnen werden. Dafür sind Bärbel Bas und Lars Klingbeil das richtige Führungs-Duo.
5458: Elmar Theveßen hat Fehler gemacht.
Sonntag, Oktober 12th, 2025Der Washington-Korrespondent des ZDF, Elmar Theveßen, ist bekannt als Terrorexperte und für seine abwägende Berichterstattung. Nun hat er auch Fehler gemacht. Etwa mit der Bemerkung, der ermordete Rechtsextremist Charlie Kirik habe geforedert, Homosexuelle zu steinigen, was nicht der Fall war. Oder mit der Behauptung, der Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, komme ein Stück weit aus der Ideologie des Dritten Reiches. Was auch nicht stimmt. Das darf nicht passieren. Daraufhin hat das autoritäre Regime von Donald Trump sogleich gefordert, die Journalistenvisa zu kürzen. Das ZDF hat sich inzwischen für Theveßen entschuldigt (Zeit 18.9.25).
5456: Bundesministerin Karin Prien (CDU) würde emigrieren.
Freitag, Oktober 10th, 2025Wenn die AfD einmal Kanzlerpartei werden würde, wanderte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) vorher aus. Prien hat jüdische Vorfahren. „Wenn die AfD den Bundeskanzler stellt, dann werde ich sicherlich vorher Deutschland verlassen. Das kann ich, glaube ich, heute so sagen. Das wäre nicht mehr mein Land. Und ich fürchte aber, dass das schon sehr spät ist.“ Dem deutschen Staat gelinge es schon heute nicht mehr, „Jüdinnen und Juden wirklich wirksam zu schützen vor den Angriffen auf der Straße.“ (SZ 10.10.25)