Archive for the ‘Geschichte’ Category

5066: Tusk lädt Scholz nicht ein.

Dienstag, November 12th, 2024

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk möchte die europäische Verteidingungspolitik effektiver machen. Polen gilt in der Verteidigungspolitik als Vorbild für andere Europäer. Auch auf Grund seiner Lage. Einladen will er Großbritannien und Frankreich, nicht aber Olaf Scholz (SPD) (SZ 12.11.24).

5063: Sämtliche FDP-Minister zurückgetreten

Donnerstag, November 7th, 2024

Nach der Entlassung von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) durch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sind alle FDP-Minister zurückgetreten. Das ist folgerichtig. Nun sollten bald Neuwahlen noch in diesem Jahr her und nicht erst im März 2025. Verfassungspolitisch ist das möglich. Man muss es nur wollen.

5062: Nordkoreanische Soldaten an der ukrainischen Grenze

Mittwoch, November 6th, 2024

Nach ukrainischen Angaben befinden sich 11.000 nordkoreanische Soldaten im ukrainisch-russischen Grenzgebiet bei Kursk. Präsident Selensy dazu: „Wir sehen eine Zunahme der Nordkoreaner, aber wir sehen keine Zunahme der Reaktion unserer Partner.“ Das US-Verteidigungsministerium spricht von 10.000 Nordkoreanern an der Grenze (SZ 6.11.24).

5061: Die USA kriegen jetzt wieder einen Präsidenten, der nicht alle Tassen im Schrank hat.

Mittwoch, November 6th, 2024

Das ist wirtschaftlich, kulturell und in Bezug auf die Menschenrechte für den Westen hoch gefährlich.

5060: Außenministerin Baerbock (Grüne) besucht ukrainische Soldaten.

Dienstag, November 5th, 2024

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich bei ihrem achten Besuch in der Ukraine seit Beginn des russischen Vernichtungskriegs über den Einsatz der von Deutschland gelieferten Flugabwehrpanzer Gepard informiert. Davon hat Deutschland bisher 55 geliefert und 176000 Stück Munition. Baerbock möchte die Ukraine weiter unterstützen (SZ 5.11.24).

5059: G.W. Pabst in den Perspektiven von Daniel Kehlmann

Sonntag, November 3rd, 2024

Es ist schon bemerkenswert, dass Andreas Veiels Dokumentarfilm „Leni Riefenstahl“ an dem Tag in die Kinos kommt, an dem Daniel Kehlmanns Roman „Lichtspiel“ (über den Regisseur Georg Wilhelm Pabst, 1885-1967) von Christian Stückl auf die Bühne des Münchener Volkstheaters gebracht wird. Denn Riefenstahl und Pabst haben zusammengearbeitet, wenn auch nur kurz.

Vom „roten Pabst“ kennen wir die „Freudlose Gasse“ (1925 mit Greta Garbo), „Geheimnisse einer Seele“ (1926 wohl den ersten Film, der sich ernsthaft mit der Psychoanalyse auseinandersetzt), „Die Büchse der Pandora“ und „Tagebuch einer Verlorenen“ (je 1929 und mit Louise Brooks, die dadurch zu einer Filmikone wurde). Pabsts ersten Tonfilm „Westfront 1918“ (1930), einen dezidierten Antikriegsfilm, der Pabst bei der Reaktion verhasst machte), „Die Dreigroschoper“ (1931), „Kameradschaft“ (1931). 1933 verließ Pabst Deutschland und arbeitete in Hollywood und Frankreich. Ohne allzu großen Erfolg. Als er 1939 gerade wieder nach Hollywood gehen wollte, befand er sich in Österreich, um seine von ihm geliebte Mutter zu besuchen. Doch bei Kriegsbeginn wurden die Grenzen geschlossen. Und Pabst blieb nichts anderes übrig, als sich mit den Nazis einzulassen. Er wollte nur Filme machen. Das wurden dann Propagandafilme.

Er machte „Komödianten“ (1941), „Paracelsus“ (1943) und „Der Fall Molander“ (1945). Ab 1949 setzte er das Filmemachen fort, ohne Bemerkenswertes hervorzubringen. Bis auf einen Film. Pabst drehte 1955 „Es geschah am 20. Juli“, den ersten deutschen Film, der sich ernsthaft mit dem Widerstand gegen Hitler auseinandersetzte (Claus Schenk Graf von Stauffenberg).

Daniel Kehlmann hat auf Tatsachen für seinen Roman „Lichtspiel“ keine große Rücksicht genommen, er ist eben Romancier. Fest steht aber, dass Leni Riefenstahl für ihren Film „Tiefland“ (1949) Georg Wilhelm Pabst um Hilfe gebeten hat, weil sie sich als seine Schülerin sah. Nach vier Tagen endete die Zusammenarbeit, weil die beiden Regisseure völlig verschiedene Vorstellungen davon hatten, wie mit Schauspielern umzugehen sei. Riefenstahl hatte für „Tiefland“ Lagerinsassen eingesetzt, die später im Konzentrationsalger ermordet wurden. Ähnliches hat Kehlmann auch von Pabsts „Der Fall Molander“ (1945) behauptet. Dafür gibt es aber – im Gegensatz zum fall Riefenstahl – keinen Beweis. Pabst setzte sich nach 1945 kritisch mit dem Antisemitismus auseinander (Egbert Tholl, SZ 2./3.11.24).

5056: 1974: George Foreman – Muhammad Ali – ein Legende

Donnerstag, Oktober 31st, 2024

Vor 50 Jahren gab es den legendären Weltmeisterschaftskampf zwischen George Foreman und Muhammad Ali in Kinshasa (Kongo) (den „Rumble in the Jungle“). Er hat an Aktualität fast nichts verloren. Ein Mythos. Vor allem wegen Norman Mailers Reportage „The Fight“. Wortgewaltig und unvergesslich. Ein Foreman-Fan hielt das Schild hoch „Foreman in 4“. Ali hatte Angst vor der Schlagkraft Foremans (Olympiasieger 1964). Ali 1960 im Halbschwergewicht. Er musste während des Kampfes ständig ausweichen, hing manchmal in den Seilen. War kurz vor dem „Aus“. Bis er Foreman in der achten Runde ausknockte. „Wer den Kampf, zu Ehren seines goldenen Jubiläums, noch einmal sieht, erkennt vor allem: Das war alles genauso groß, wie die Alten sagen.“ (Holger Gertz, SZ 30.10.2024)

5055: Die SPD gehört in die Opposition.

Mittwoch, Oktober 30th, 2024

In der SPD gibt es verschiedene Meinungen. Wie in einer Volkspartei. Aber dafür ist die Partei inzwischen zu klein. Das brandenburgische Papier mit Sahra Wagenknecht ist eine Rolle rückwärts in Bezug auf die

Ukraine.

Aber das ist doch Dietmar Woidke egal. Der neue Generalsekretär, Matthias Miersch, bemüht sich, Gerhard Schröder zu rehabilitieren: Aber der arbeitet für Geld für den

Kriegsverbrecher Putin.

Ja, was will denn die SPD überhaupt? Oskar Lafontaine hatte die SPD seinerzeit gespalten. Über die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland hat die SPD gar nicht erst diskutiert. Das überlässt sie einem Trüfel wie Ralf Stegner. Es sieht so aus, als ginge es mit der SPD noch weiter nach unten (Georg Ismar, SZ 30.10.24).

5054: Ikea zahlt für DDR-Opfer.

Mittwoch, Oktober 30th, 2024

Ikea Deutschland unterstützt den Härtefallfonds für die Opfer der SED-Diktatur mit sechs Millionen Euro. Das teilte die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zubke mit. Der Bundestag entscheidet in den kommenden Wochen über die Einrichtung eines solchen Häretefallfonds. Er soll die Opfer der SED-Diktatur bei wirtschaftlichen Notlagen unbürokratisch unterstützen. Es waren politische Häftlinge, die in DDR-Gefängnissen Zwangsarbeit leisteten, auch für Ikea. Ikea-Deutschland-Chef Walter Kadnar äußerte tiefes Bedauern, dass Produkte des Möbelhauses von politischen Häftlingen in der DDR produziert wurden (SZ 30.10.24).

5053: Brandenburg und Thüringen: Koalitionsverhandlungen mit dem BSW geplant

Dienstag, Oktober 29th, 2024

In Brandenburg und Thüringen sind Koalitionsverhandlungen mit dem BSW geplant. Man reibst sich die Augen … Was planen CDU und SPD? Sahra Wagenknecht mäßigt sich nicht und stellt immer neue Forderungen. Es wurde schon die Behauptung vertreten, das BSW sei gar nicht an den drei Ländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg interessiert, sondern an der Bundestagswahl 2025.

Bei Kommunisten ist alles möglich.

Reiner Haseloff (CDU), der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident, sprach davon, dass es Wagenknechts

„stalinistisches Erbe“

sei, dass den Kurs des BSW bestimme. Möglich ist das. Für die CDU sind die Forderungen Wagenknechts unannehmbar: keine Waffenlieferungen an die Ukraine, keine Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland, Distanzierung vom Vorsitzenden Friedrich Merz (Iris Mayer. SZ 29.10.24).

Merz wird im Bundestagswahlkampf 2025 die entscheidende Person sein. Er muss Kanzler werden.