Archive for the ‘Geschichte’ Category

5167: Der Unterschied in der Körpergröße zwischen Männern und Frauen wächst.

Sonntag, Februar 2nd, 2025

12 Zentimeter beträgt der durchschnittliche Unterschied in der Körpergröße zwischen Männern und Frauen. In Deutschland 14. Und der Abstand nimmt schnell zu. Das geht aus Daten der Weltgesundheitsbehörde im 20. Jahrhundert hervor. Das wird regelmäßig mit der Ernährung erklärt und damit, ob Krankheiten behandelt werden. In der ersten Hälfte des letzten Jahrhundert sind Männern im Schnitt um 4,0 Prozent gewachsen, Frauen um 1,9 Prozent. Im Jahrgang 1905 war eine von vier Frauen größer als ein durchschnittlicher Mann, im Jahr 1958 nur noch eine von acht Frauen.

Die Erklärungen dafür sind, wie in der Wissenschaft üblich, verschieden. Während eine Theorie sexuelle Selektivitä für die Ursache des Phänomens hält, glaubt die andere daran, dass die Unterschiede „normal“ seien. In Zeiten des Mangels werden Körper kleiner. Bei Frauen ist das nur begrenzt möglich, weil sie ja die Kinder kriegen müssen. Die längsten Menschen der Welt leben in den Niederlanden. Allmählich bleiben neuerdings Kinder dort hinter dem Wachstum der Eltern zurück. Körperlänge kann auch Krankheiten hervorrufen wie Knie- oder Rückenbeschwerden (Christina Berndt, SZ 29.1.25).

5164: Linke: Adelstitel abschaffen !

Donnerstag, Januar 30th, 2025

Die Linke fordert die Abschaffung der Adelstitel. „Adelstitel passen nicht ins Jahr 2025 und sollten aus Pässen und offiziellen Dokumenten gestrichen werden“, sagte die Co-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner. Solche Titel seien „Überbleibsel aus einer Zeit, als Privilegien und Macht abhängig waren von der Geburt.“ Schwerdtner betonte: „Eine moderne Demokratie, die sich die Gleichheit aller auf die Fahnen schreibt, braucht keine Barone, Grafen und Erbherzöge.“ Die Privilegien des Adels waren in der Weimarer Republik abgeschafft worden. Schwerdtner tritt bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Berlin-Lichtenberg an. Eine Gegenkandidatin ist die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch (SZ 30.1.25).

5162: Acht weitere israelische Geiseln tot.

Dienstag, Januar 28th, 2025

Von den 33 israelischen Geiseln, die in der ersten Phase der Waffenruhe-Vereinbarung freikommen sollten, sind acht bereits tot. Das hat der israelische Geheimdienst bestätigt. Zuletzt waren vier israelische Soldatinnen aus der Geiselhaft entlassen worden. Israel hat nach der Einigung den Durchgang vom südlichen in den nördlichen Teil des Gazastreifens freigegeben ( SZ 28.1.25).

5160: Vor dem Rechtsruck gab es einen Linksruck.

Montag, Januar 27th, 2025

Die Entwicklung insbesondere der westlichen Welt ist gegenwärtig gekennzeichnet davon, dass viele Gesellschaften nach rechts rücken: Trump (USA), Orban (Ungarn), Meloni (Italien), Vico (Slowakei), Wilders (Niederlande), Kickl (Österreich). Jochen Bittner (Die Zeit 16.1.25) macht uns überwiegend mit guten Argumenten darauf aufmerksam, dass es vorher überall lange einen Linksruck gegeben habe.

1. Der intellektuelle Diskurs wurde verdrängt von „wahren“ „progressiven“ Lehren.

2. Die Zeit liefe uns davon. Die anderen lebten immer noch in der falschen Welt. Die Moral gebiete uns eine schnelle und nachhaltige Veränderung.

3. Der Klimawandel wurde apokalyptisch verkündet.

4. Wir sollten uns nicht auf Pro-und-contra-Debatten einlassen; denn die zerstörten den wahren Diskurs.

5. In der Migrationsdebatte wurde nicht genau genug zwischen Flüchtlingen und Migranten unterschieden.

6. Die Corona-Pandemie hat die Konflikte überdeckt und verzerrt.

7. Das deutsche Selbstbestimmungsgesetz ermöglicht es jedem, sein Geschlecht beliebig frei zu wählen und zu verändern.

8. Wer Bedenken äußert gilt als „Terf“ (trans exclusionary radical feminist“).

9. Tatsächlich brauchen wir „vielstimmige Institutionen“: Parteien, Redaktionen, Universitäten.

10. Im olympischen Boxring konnten physische Männer bei den Frauen gewinnen.

11. Es gab noch nie so wenig Einfluss der traditionellen Qualitätsmedien auf die Diskussionen.

12. Der Begriff „Remigration“ differenziert nicht zwischen abgelehnten Asylbewerbern und Migranten.

13. Verbreitet wurde das Motto: „Mehr Mut zur Demagogie.“

14. Das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ kuschelt mit dem russischen Faschismus und pflegt den Antiamerikanismus der Rechten.

5159: Eva Szepesi war als Zwölfjährige in Auschwitz.

Montag, Januar 27th, 2025

Eva Szepesi war als Zwölfjährige in Auschwitz. Allein, ohne ihre Eltern. 50 Jahre hat sie geschwiegen, seither redet sie und klärt auf. Sie geht zwei bis drei Mal im Monat zum Friseur. Eine KZ-Wächterin hatte ihr in Auschwitz die Zöpfe abgeschnitten (SZ 25./26.1.25).

5158: Klimaaktivistin darf in Bayern nicht Lehrerin werden.

Montag, Januar 27th, 2025

Das Land Bayern verwehrt der Klimaaktivistin Lisa Poettinger nach einem erfolgreichen Lehramts-Studium den Eintritt ins Referendariat. Wegen „Tätigkeit und Mitgliedschaft“ in „extremistischen Organisationen“. Frau Poettinger hatte als Mitglied der Gruppe „Offenes antikapitalistisches Klimatreffen“ an Protesten gegen den Braunkohleabbau und die Automesse IAA teilgenommen (SZ 27.1.25).

Berufsverbot ?

5157: „Neue Sachlichkeit“ – aktuell wie je

Sonntag, Januar 26th, 2025

1925 veranstaltete Gustav Friedrich Hartlaub  in Mannheim die erste Ausstellung zur „Neuen Sachlichkeit“ (Max Beckmann, Otto Dix, George Gross, Christian Schad u.a.). Mit 124 Bildern. Meistens von Männern. 2025 wird das Ganze in Mannheim  rekonstruiert. Mit viel mehr Frauen. Anita Rée, Lotte Laserstein, Jeanne Mammen, Ilona Singer, Kate Dien-Bitt u.a. Gefeiert wurde und wird das neue Gebot der Künstlichkeit. Die dargestellten Menschen erscheinen erschöpft und ernüchtert. „Realistisch“. Die Rekonstruktion kommt in dem Moment, wo wir Jens Biskys „Die Entscheidung“ lesen. Wo die Sehnsucht nach Rationalität (auch und gerade in der Politik) stark ist. Offenbar sind wir noch keinen Schritt weiter als 1925.

Schirmherr Frank-Walter Steinmeier: „Und auch heute können wir daraus lernen, die Dinge so zu sehen, wie sie sind: sachlich.“ Schon Hartlaub unterschied 1925 zwischen „Rechten“ und „Linken“. Bei den Nazis wurden die „Rechten“ (Franz Radziwill, Georg Schrimpf, Alexander Kanold) Professoren. Die „Linken“ wie George Grosz mussten emigigrieren. Ihre Werke erschienen 1937 als „entartete Kunst“. Kurt Tucholsky schrieb dazu: „Wir hatten geglaubt, der Zeit entrinnen zu können. Aber man kann das nicht. Sie kommt nach.“ „Gegenwartsüberforderung, Utopieverlust, Emotionskontrolle, Kriegsangst, Spiel mit Identitäten. Das sind die großen Themen der Neuen Sachlichkeit – und das sind großen Themen unserer aktuellen Zwanzigerjahre. Kein Wunder also, dass die wahre Kunst der Stunde hundert Jahre alt ist. Aber vielleicht, so sollten wir als gebrannte Kinder sachlich fragen, könnte statt Kälte auch Wärme eine mögliche Haltung zu den Dingen sein.“ (Florian Illies, Die Zeit 12.12.24)

5154: Deutsche Migrationspolitik ist gescheitert.

Freitag, Januar 24th, 2025

Begonnen hat das Fehlverhalten, wie bei manchen anderen schweren Fehlern auch, mit Angela Merkel. Nun lassen die vielen Fälle von Morden durch Migranten (Würzburg, Regensburg, Magdeburg, Aschaffenburg u.a.) keinen anderen Schluss zu, dass die deutsche Migrationspolitik gescheitert ist. Bund und Länder machen dazu gegenseitig Vorwürfe. Die Großsprecher aus Bayern haben versagt. Und von Europa eine Lösung zu erwarten, ist verfehlt, weil Europa sich nicht einig ist. Resignation ist angesagt. Das alles ist Wasser auf die Mühlen der AfD.

5151: Tusk fordert höhere Militärausgaben von der EU.

Donnerstag, Januar 23rd, 2025

Am Beginn der EU-Ratspräsidentschaft fordert der polnische Ministerpräsident Donals Tusk im Europaparlament von der EU höhere Militärausgaben. „Wenn Europa überleben soll, muss es bewaffnet werden.“ Tusk verlangt etwa 5 Prozent der Wirtschaftsleistung eines Landes für Militärausgaben. Polen kommt dem heute schon nahe (SZ 23.1.25).

5148: Die Linke mit alten Methoden

Dienstag, Januar 21st, 2025

Aus dem Forderungskatalog der Linken sind natürlich eine bessere Wohnungsbaupolitik und eine gerechtere Vermögensverteilung in der Gesellschaft berechtigt. Zumal Union, FDP und AfD in ihren Wahlprogrammen  vorzugsweise die Wohlhabenderen bedienen. Die Methoden der Linken sind allerdings veraltet. Wie aus einem „Forderungskatalog aus dem Geschichtsbuch gescheiterer Wirtschaftspolitik“. Preiskontrollen, eine verkürzte Lebensarbeitszeit und eine „Grundsicherung von 1400 Euro im Monat“ (Roland Preuß, SZ 20.1.25).