Archive for the ‘Geschichte’ Category

2103: Joseph Roth 1926 aus Paris an Benno Reifenberg

Sonntag, August 26th, 2018

Als Joseph Roth 1926 als Paris-Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ von Friedrich Sieburg abgelöst wurde, schrieb er bitterböse Briefe an den Feuilletonchef des Blattes, Benno Reifenberg. Das ist zu lesen in dem von Jan Bürger herausgegebenen Band

„Pariser Nächte“. München (C.H. Beck) 2018, 144 S., 16 Euro.

Da heißt es u.a.:

„Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass sich in Paris eine Clique bilden wird bestehend aus Frau Helen Hessel, Klaus Mann, Friedrich Sieburg, Dr. Benjamin, derselbe, der Ihnen die blödsinnigen Aphorismen geschrieben hat. Die werden Feuilletons durch Sieburg hinschicken.

Ich mache Sie dafür verantwortlich, weil ich, für den Fall, dass ich bleibe und der Verlag meine Bedingungen erfüllt, Paris noch nicht aufgegeben habe – für später. Ich möchte nicht plötzlich noch einen impotenten Kulturjuden mit Aphorismen haben.

Dr. Benjamin ist zwar Krac(cauer)s Liebling, aber ein schlechter Journalist und ein träger Jud. Krac, der liebe, gute Krac, überschätzt leicht die Abstrakten. Die fürchterlichsten Kerle.

Ich war entsetzt über Diebold’s Bericht über Klaus Mann.

Wir können dem Scheißbengel keine Reklame machen. Nur das ‚Weltblatt‘ die ‚F.Z.‘ fällt noch auf so was herein. Es hat auch den besten Kritiker und Literaturkenner.“ (FAS 26.8.18)

2100: Christoph Hein erklärt uns die Ossis und die Russen.

Freitag, August 24th, 2018

Der ostdeutsche Erfolgsschriftsteller Christoph Hein (geb. 1944) („Der fremde Freund“ 1982, „Horns Ende“ 1985, „Willenbrock“ 2000, „Verwirrnis“ 2018), der auch als Dramatiker reüssiert und vor 1989 in westdeutschen Verlagen präsent war, gilt als Ossi-Versteher und unabhängiger Kritiker des Westens. Er lebt in Havelberg bei Berlin. Von ihm dürfen wir eigenständige Beurteilungen der Lage in Europa erwarten. Felix Stephan hat ihn für die SZ (24.8.18) interviewt. Ich bringe hier nur Auszüge aus den Antworten Christoph Heins:

„Auch der Antisemitismus ist 1945 nicht einfach verschwunden. Wie auch? Er hat nur länger als in anderen europäischen Ländern den Mund gehalten. Dass das jetzt alles wieder hochkommt, überrascht mich nicht. In meinem zweiten Roman ‚Horns Ende‘ aus dem Jahr 1985 ging es auch schon um diese Kontinuität. Dass ich da keinen Bruch gesehen habe, hat mir damals viel Ärger eingebracht. Aber wie sollte es anders sein? Es war ja die gleiche Bevölkerung.“

„Wir hatten 1968 den Prager Frühling, das hat das West-68 vollkommen überlagert. … Im Osten aber diskutierten damals alle die Frage, ob sich unsere Armee an der Niederschlagung des Aufstands in Prag beteiligte. Viele hatten die Truppenbewegungen Richtung Süden mit eigenen Augen gesehen. Aber der damalige sowjetische Staatschef Breschnew hat die Deutschen im letzten Moment gestoppt, sie mussten im Thüringer Wald halten. Man wollte keine deutschen Soldaten in Prag. Da hatte Breschnew mehr politisches Gespür als Walter Ulbricht, der unbedingt dabei sein wollte.“

„Später benutzte Barack Obama die dämliche Formulierung von der ‚Regionalmacht‘. Das führt eben dazu, dass 90 Prozent der Russen Putin heute verehren wie einst Väterchen Stalin, weil er etwas von dem zurückbringt, was sie gestern noch waren. … Wenn ich hier wissen will, ob es mir gut geht, schaue ich auf mein Konto. Da sehe ich: Diesen Monat geht es mir gut, nächsten wird es mir vielleicht nicht so gut gehen. Aber ich schaue doch nicht auf Deutschland. Die Russen haben das Bild des ‚heiligen großen Russlands‘, des Väterchens Russland, des ‚mit Blut getränkten russischen Bodens‘. Deshalb haben sie natürlich auch überhaupt kein Problem damit, die Krim zu annektieren. Das ist heiliger russischer Boden, ganz gleich, ob Nikita Chruschtschow das irgendwann irgendwem geschenkt hat. Die Krimtataren, die Kiewer Rus, das ist der Ursprung Russlands, das liegt alles dort. Deshalb verstehen sie auch gar nicht, was die Welt ihnen jetzt vorwirft.“

2098: Uri Avnery ist gestorben.

Dienstag, August 21st, 2018

Als Helmut Ostermann kam der israelische Friedensaktivist Uri Avnery 1923 in Hannover zur Welt. 1933 ging er mit seinen Eltern nach Palästina. Anfangs durchaus unter zionistischen Vorzeichen. Mit 15 Jahren schloss er sich der Untergrundorganisation Irgun an, mit 19 nahm er den Namen Uri Avnery an und kämpfte als Soldat in dem Krieg, auf den 1948 die Staatsgründung Israels folgte. Dabei wurde er mehrmals schwer verwundet. Sein Kriegstagebuch „In den Feldern der Philister“ wurde sein erster Beststeller.

Dann seine Wandlung vom Saulus zum Paulus. Avnery wurde Befürworter einer Zweistaatenlösung mit der gemeinsamen Hauptstadt Jerusalem. Dabei überschritt er viele Grenzen. Vom Beobachter zum Aktivisten und vom Publizisten zum Politiker. Avnery arbeitete hauptsächlich journalistisch, saß aber zwischen 1965 und 1981 drei Legislaturperioden für linke Splitterparteien in der Knesseth. 1982 traf er sich mitten im Libanonkrieg mit Yassir Arafat in Beirut. Das haben ihm die meisten Israelis nie verziehen. Avnery genoss weithin den Ruf eines Verräters. Arafat galt und gilt als Terrorist. 1992 gründete Avnery die Friedensinitiative Gush Schalom.

1961 war Avnery beim Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. Einige seiner Formulierungen sind tatsächlich irtritierend. Er fragte sich z.B., ob jemand wie Adolf Hitler überall an die Macht hätte kommen können. „Auch bei uns in Israel? Wenn die Umstände ähnlich sind, kann es überall passieren.“ Dass es in Israel kaum Kritik am Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem gab, erklärt Avnery so: „Es war emotionale Begeisterung wie beim Einmarsch der Deutschen ins Sudetenland während des dritten Reichs. Das ist auch Ergebnis der Gehirnwäsche in Israel.“ Nach dem Nationalstaatsgesetz, nach dem in Israel nur Juden ein Selbstbestimmungsrecht genießen, fragte Avnery sich: „Wie kann ein normales Volk plötzlich ultranationalistisch werden?“ „Wir haben eine ekelhafte Regierung, die gar nicht daran denkt, Frieden zu schließen. Ein palästinensischer Staat neben unserem Territorium ist für Premierminister Nejamin Netanjahu total undenkbar. Frieden ist nicht erwünscht. Die Linke ist nur eine kleine Minderheit.“ (Alexandra Föderl-Schmid, SZ 21.8.18)

2097: Plebiszite sind nicht immer sehr demokratisch.

Dienstag, August 21st, 2018

Die EU-Kommission hat soeben ein Plebiszit zur Sommerzeit durchgeführt. 4,6 Millionen Bürger, Unternehmen und Verbände stimmten ab, ob sie die Sommerzeit abschaffen wollen oder nicht. Dem liegt die Überzeugung zu Grunde, dass dann, wenn die Menschen mehr Möglichkeiten hätten über die Geschicke Europas abzustimmen, weniger Politikverdrossenheit herrschen würde. Aber das ist nur eine Illusion. Eine Mehrheitsentscheidung schließt immer die Minderheit aus und stiftet so oft Unfrieden. Die Abstimmung verpflichtet die EU-Kommission zu nichts. Dass man so das Vertrauen in die Politik stärken könnte, ist eine romantische Vorstellung, wie Catherine Hoffmann (SZ 18./19.8.18) richtig schreibt.

In einer Zeit der Krisen ist Augenmaß gefragt. „Es braucht kundige Politiker, die sich mit schwer zu durchschauenden Problemen auseinandersetzen und die in der Lage sind, Kompromisse zu schließen und möglichst viele widerstreitende Interessen einzubeziehen.“

„Die simple Ja/Nein-Logik jeder Volksbefragung wird dem nicht gerecht. Sie taugt vielleicht für die Abschaffung der Sommerzeit, aber bestimmt nicht zur Lösung der Flüchtlingskrise. Dazu braucht es die fortlaufende Anhörung von Fachleuten, Wissenschaftlern, Betroffenen und Ethikräten. Dazu müssen die verschiedenen Länderinteressen austariert werden; es muss möglich sein, jeden Entscheidungsschritt juristisch zu kontrollieren. Das mag bisweilen quälend sein und lange dauern. Am Ende einer ausführlichen Debatte steht dann aber, hoffentlich, ein lebensfähiger Kompromiss.“

Das wird besonders deutlich, wenn wir an die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts denken.

„Plebiszite befrieden Nationen nicht, sie treiben die Spaltung voran. Deshalb sind sie auch bei Populisten so beliebt.“

2092: Historische Kommission der SPD: ihre Abschaffung ist ein Fehler.

Sonntag, August 12th, 2018

Jürgen Kocka war Professor für Geschichte in Bielefeld und an der FU Berlin. Früher war er an mehreren geschichtspolitischen Debatten beteiligt (z.B. Historikerstreit). Er ist Mitglied im Beirat der Historischen Kommission der SPD. Deren Abschaffung hält er für einen Fehler. Ich fasse seine Argumente hier in 20 Punkten zusammen.

1. Die SPD befindet sich in der Defensive. Bei der Bundestagswahl 2017 erhielt sie knapp mehr als 20 Prozent.

2. Den Sozialdemokraten in anderen Ländern Europas geht es noch schlechter.

3. Mit den Grünen und der Linken hat die SPD Konkurrenz von zwei anderen Linksparteien. Und die gesellschaftlichen Probleme werden immer komplexer.

4. Soziales und demokratisches Gedankengut ist längst auch in anderen Parteien verbreitet.

5. SPD, Grüne und Linke haben der Bundestagswahl 2017 nur noch ein gutes Drittel der Stimmen bekommen.

6. Hauptverantwortlich dafür ist die AfD, die für nationalistischen, antiliberalen, aber nicht unbedingt antisozialen Populismus steht.

7. Ursache für die Entwicklung sind die beschleunigten Globalisierungsschübe der letzten Zeit, welche die transnationalen Verflechtungen wesentlich verstärkt haben.

8. Der Sozialstaat kann nicht alle Folgen davon abfedern, so dass neue Gräben zwischen Gewinnern und Verlieren der Globalisierung entstanden sind.

9. Die Digitalisierung hat einen neuen dramatischen

Strukturwandel der Öffentlichkeit

mit sich gebracht. U. a. untergräbt sie die liberaldemokratischen, sich rechtsstaatlich begrenzenden Politikformen und Institutionen.

10. „Der aus der Arbeiterbewegung hervorgegangenen Sozialdemokratie ist mehr als ein Jahrhundert lang das Kunststück gelungen, einerseits die handfesten Interessen der kleinen und benachteiligten Leute, insbesondere der Arbeiterschaft resolut zu vertreten und andererseits wachsende Teil der liberalen, oft kosmopolitisch gesinnten Mittel- und Oberschichten zu binden. Dieser Spagat gelingt ihr derzeit kaum.“

11. Mit der Auflösung ihrer 1982 gegründeten Historischen Kommission demonstriert die SPD, dass sie nicht mehr die Kraft zur Interpretation der eigenen Geschichte hat.

12. Dazu sind nur Parteien und Bewegungen fähig, die von sich glauben, dass sie die Zukunft gestalten können.

13. Die Historische Kommission der SPD hat sich in die großen geschichtspolitischen Debatten der Vergangenheit eingeschaltet.

14. Ihre Auflösung ist ein Fehler.

15. Die Historische Kommission der SPD hat an der Enquetekommission des Bundestags zu den Folgen der SED-Diktatur und an der Neugestaltung der KZ-Gedenkstätten mitgewirkt.

16. Sie war ein attraktives Forum für Historiker.

17. Die Geschichte der SPD bleibt eine wichtige politische Ressource für die Partei.

18. Es kann leicht wieder zu neuen geschichtspolitischen Debatten kommen. Etwa zu Verbrechen in unserer Geschichte oder zur nationalen Identität.

19. Eine Historische Kommission wäre wichtig bei der Neubestimmung des Platzes Deutschlands in der Welt.

20. „Das Interesse an Digitalisierung ersetzt den Sinn für Geschichte nicht. Wenn sich die Partei wirklich erneuern und den Mut zur umfassenden Gestaltung von Gesellschaft und Politik zurückgewinnen will, geht das nicht ohne Geschichte als Fundament neuer Ideen.“

(FAZ 10.8.18)

2090: DDR-Opferverbände driften nach rechts.

Donnerstag, August 9th, 2018

Der Direktor der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, hat dem ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Siegmar Faust bis auf Weiteres verboten, Besucher durch die Stasi-Gedenkstätte zu führen. Grund dafür war ein Artikel Fausts in der „Berliner Zeitung“, in dem er schrieb, „dass die Verbrechen der Nazizeit noch weiter wirken. Aber irgendwann muss das mal ein bissel aufhören. Man darf es nicht übertreiben.“ Der Stiftungsratsvorsitzende der Gedenkstätte, Berlins Kultursenator Lederer, hat Knabes Entscheidung ausdrücklich begrüsst.

Faust ist allerdings eine Legende unter den Stasi-Opfern. Sein Engagement für die Freiheit brachte ihm eine langjährige Haftstrafe in Cottbus ein. Auch durch tagelange Einzelhaft im „Tigerkäfig“ ließ er sich nicht brechen. Nach seinem Freikauf aus der DDR war Faust eine Zeit lang Assistent des Dissidenten und Sängers Wolf Biermann. Faus spricht manchmal die Sprache der Rechtspopulisten: die Medien manipulieren, die Regierenden hören nicht aufs Volk. Überhaupt leben wir angeblich wieder in Verhältnissen, die denen in der DDR nicht fern sind.

Die Rechtsdrift in der DDR-Opferszene gibt es überall. Der Dachverband UOKG zählt fast 40 Mitgliedsvereine, deren Anhänger in die Zehntausende gehen. Dabei ist doch klar, dass ein Teil der DDR-Kritik rechts motiviert war. Die AfD nutzt das für sich. Was sie allerdings als angeblichen „linksliberalen Meinungsterror“ bezeichnet, finden wir in den alten Bundesländern hinein bis in die CDU (Christian Booß; taz 17.7.18).

Christian Booß ist seit 2001 Forschungskoordinator der Stasi-Unterlagenbehörde, außerdem Vorsitzender des Vereins Bürgerkomitee 15. Januar. Kürzlich erschien seine Dissertation über Rechtsanwälte und politische Justiz in der DDR: „Im goldenen Käfig“. Göttingen 2017.

 

2085: Wir können etwas tun !

Mittwoch, Juli 25th, 2018

Die beiden Harvard-Politologen Steven Levitsky und Daniel Ziblatt stellen in ihrem

Buch „Wie Demokratien sterben“

die These auf, dass Demokratien nicht durch Waffengewalt zugrunde gehen, sondern durch gewählte Autokraten. Ziblatt war im letzten Semester Gastprofessor an der LMU München. Pia Ratzesberger hat ihn für die SZ (24.7.18) interviewt.

SZ: Wie können Bürger ihre Demokratie denn retten, wenn sie bedroht ist?

Ziblatt: Wenn Sie mich fragen, sollte man wählen gehen: Ja. Sollte man sich in Organisationen engagieren: Auch ja. Ich glaube aber, die Leute vergessen, dass man im Alltag viel tun kann, zum Beispiel im Job. Sei es als Anwalt, Lehrer oder Journalist. Grundlegend ist, dass man die ungeschriebenen Regeln der Demokratie respektiert – und sich im eigenen Leben daran hält.

(W.S.): Also: liebe Freunde und Kupferstecher, machen Sie den Mund auf. Gegen die AfD, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Sie sind nicht allein. Am wichtigsten sind scheinbar private Anlässe und Gelegenheiten.

2081: Journalisten – Streiter für die liberale Demokratie

Sonntag, Juli 22nd, 2018

Das irrlichternde Verhalten von Donald Trump habe ich von Anfang an nicht verstanden. Geschweige denn, dass ich begreifen konnte, wie man solch einen vulgären Bauunternehmer zum Präsidenten der USA wählt. Mein Nicht-Verständnis ging und geht so weit, dass ich mich manchmal nicht einmal mehr zur Analyse fähig fühle. Aber das geht ja nicht. Denn dass dieser Mann Schaden in der Weltpolitik anrichtet, steht fest. Neuerdings müssen wir wohl damit rechnen, dass Trump von Russland erpresst werden kann.

Trumps Informationsverhalten (Aussage, Dementi, Dementi des Dementis, am Ende alles ein Versprecher), ein in rascher Folge hingelegtes Zickzack soll wohl dazu dienen, dass am Ende keiner von uns mehr weiß, wo oben und unten und wo vorne und hinten ist.

Der Medienanalytiker und Blogger Sascha Lobo empfindet das als Missbrauch. Er schreibt: „Mir kommt es vor, als funktioniere die klassisch-journalistische Trennung von Berichterstattung und Meinung in Zeiten des autoritären Backlash nicht mehr. Denn sie wird missbraucht. Ich glaube, dass Journalisten heute qua Beruf auch Streiter für eine liberale Demokratie sind und dass sich dieser Umstand in den Nachrichten viel deutlicher spiegeln sollte.“ (Christian Geyer, FAZ 21.7.18)

2076: Kirchen verlieren weiter Mitglieder.

Samstag, Juli 21st, 2018

2017 sank die Zahl der Mitglieder der evangelischen Kirche auf 21,5 Millionen, 23,3 Millionen Menschen gehören der katholischen Kirche an (SZ 21./22.7.18).

2075: Rummenigge: „DFB fehlt Kompetenz.“

Samstag, Juli 21st, 2018

Nach dem Riesendesaster des DFB bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland soll nun die Kehrtwende eingeleitet werden. Ausgerechnet von denjenigen, die für die sportliche Misere verantwortlich waren: Oliver Bierhoff und Joachim Löw. Dazu sagt der Vorstandschef des FC Bayern Karl-Heinz Rummenigge: „Ich bin ein Stück irritiert und auch erstaunt über das, was man beim DFB so als Krisenbewältigung versteht, weil mir da so ein bisschen die Fußballkompetenz fehlt.“ Rummenigge würde es begrüßen, wenn Philipp Lahm die Stelle als DFB-Vizepräsident einnehmen würde. „Ich halte Philipp Lahm und seinen Berater Roman Grill als perfekt passend für den DFB, …“ Zur Lahm-Kritik sagt Joachim Löw: „Ich habe es vernommen, ganz klar. Ich finde das in der Art und Weise nicht so richtig. Wir wissen ganz genau, wie wir mit jungen Spielern kommunizieren müssen und welchen Führungsstil sie brauchen.“ (dpa/FAZ 21.7.18)