2787: Corona-Pandemie bremst grünen Höhenflug.

Die Corona-Krise drängt urgüne Themen wie Klimawandel, Kohleausstieg, Flüchtlingsproblem und Energiewende in den Hintergrund. Das macht sich bei der Sonntagsfrage bemerkbar, wo CDU/CSU und SPD profitieren, die Grünen unter 20 Prozent gesunken sind. Aber das kann vorübergehend sein. Die Grünen stehen inzwischen für gesamtstaatliche Verantwortung, sie sind an 11 von 16 Landeskabinetten beteiligt. Jürgen Trittin: „Wenn das Haus brennt, frage ich auch nicht, für welchen Fußballverein ich bin.“

Die Grünen stehen seit langem für die Verteidigung von Bürgerrechten. Grundgesetzänderungen sind mit ihnen nicht zu machen. Da haben sie eine Riesenaufgabe, wenn nach Ende der Pandemie die Einschränkungen der Menschen- und Bürgerrechte wieder aufgehoben werden müssen.

Einer der Vordenker der Grünen, Ralf Fücks, erklärt Regierungsbeteiligungen als Instrumente für politischen Wandel. Profitiert hat die Partei 1986 von Tschernobyl und 2011 von Fukushima, die Corona-Krise muss hier und jetzt bewältigt werden. Fücks: „Von dem Gerede, die Corona-Krise sei ein Muster, wie man mit staatlichen Restriktionen den Klimawandel bekämpfen könne, halte ich überhaupt nichts.“ Auf der Tagesordnung stünden die Bekämpfung des Virus und die Liquidität von Unternehmen. Fücks: „Die Natur ist von Natur aus nicht nett. … Aus der Mikrowelt der Viren können genau so Attacken auf die Zivilisation erfolgen wie aus der Makrowelt des Klimas.“ (Claus Christian Malzahn, Die Welt 4.4.20)

Bei den Grünen herrscht also politische Vernunft.

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