1681: Polens Bischöfe kritisieren Regierung.

Die katholischen Bischöfe Polens appellieren an die Regierung in Warschau, das in den Beziehungen zu Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaute „Kapital des Guten“ nicht zu verschleudern. In ihrer Erklärung heißt es: „Versöhnung ist das Wort, das die polnisch-deutschen Beziehungen seit mehr als einem Vierteljahrhundert bestimmt.“ Das dabei Erreichte könne jedoch „leicht durch undurchdachte Entscheidungen oder sogar übereilt gesprochene Wörter verlorengehen“.

Unausgesprochen ist damit auch die Forderung der nationalkonservativen Regierung gemeint, Deutschland müsse für im Zweiten Weltkrieg angerichtete Schäden Reparationen leisten. „Versöhnung ist keine konjunkturelle Entscheidung, die abhängig von Bedingungen ist.“ Die polnischen Bischöfe hatten schon 1965 an ihre deutschen Amtsbrüder geschrieben: „Wir erteilen Verzeihung und bitten darum.“ (FAZ 9.9.17)

Das Gleiche gilt auch umgekehrt: Liebe Freunde, wir haben die Chance zur Versöhnung mit Polen! Wir sollten sie nutzen. Bei allen Schwierigkeiten.

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