1. Angesichts der Einschränkungen, Auflagen, Quarantänen, Isolierungen, der düsteren Szenarien und der erwarteten langen Zeiträume der Corona-Pandemie kündigt sich für unser Leben eine veritable
Weltwirtschaftskrise
an.
2. Wie die einzelnen Krisen und Rezessionen sich detailliert darstellen, hängt von der Vorbereitung der davon betroffenen Institutionen ab.
3. Europa hat bereits zu tun mit der Niedrigzinspolitik der EZB, der Flüchtlingskrise und dem Brexit.
4. Das öffentliche Leben ist ja durch Absagen fast auf Null gebracht: Filmfestspiele Cannes, DFL, Händelfestspiele Göttingen, Pause bei den Automobilherstellern, Break bei den Fluggesellschaften, Zusammenbruch der Tourismus-Industrie usw.
5. Optimismus ist nicht angebracht. Europa muss jetzt finanziell zusammenstehen (Peter Bofinger, Sebastian Dullien, Gabriel Felbermayer, Michael Hüther, Moritz Schularick,Jens Südekum, Christoph Trebesch, FAZ 21.3.20).
6. Opfer werden neben den Arbeitnehmern zuerst Einzelunternehmer, Freiberufler, Kleingewerbetreibende und Soloselbständige. Für sie hat die Bundesregierung Hilfsprogramme in Höhe von 500 Milliarden Euro aufgelegt.
7. Die Tarifpartner haben bereits vernunftgeleitete Verträge geschlossen wie in der Metallindustrie.
8. Die Covid-Fallzahlen in Italien, Spanien und Deutschland steigen nach wie vor zu schnell.
9. Das medizinische System in Deutschland wird stets als leistungsfähig beschrieben. Wir könnten aber schon in zwei Wochen den Kollaps zu verzeichnen haben (Christian Geinitz/Andreas Mihm, FAZ 21.3.20).
10. „Die Erfahrungen mit früheren Krisen, selbst wenn hart und unter Aufbietung übler Ressentiments gestritten wurde, legen immerhin die Vermutung nahe,
dass die EU weiterbestehen wird.
Aus den Erfahrungen bei der Bewältigung der Pandemie werden EU und Migliedstaaten hoffentlich die richtigen Konsequenzen ziehen. Man wird auch zu Vorhaben, die jetzt liegengelassen wurden, zu guten Vorsätzen zurückkehren. Einer dieser Vorsätze lautet: Die EU will ein geopolitischer Akteur werden. Das wird erst einmal verschoben.“ (Klaus-Dieter Frankenberger, FAZ 21.3.20).