Der „Extinction Rebellion“-Mitbegründer Roger Hallam, 53, sagt zum Holocaust: „For me it’s just another fuckery in human history.“ Letzte Woche distanzierte sich der Ullstein Verlag von seinem Autor. Sein Buch „Common Sense“ werde nicht erscheinen. Der deutsche Sprecher von „Extinction Rebellion“, Tino Pfaff, sagte: „Für uns als Bewegung ist das ein absoluter Tiefpunkt.“ Hallams Relativierung des Holocaust sei kein einmaliger Ausrutscher: „Er will mediale Empörung erzeugen und damit letztlich Aufmerksamkeit und Empörung bezüglich der dramatischen Klimakatastrophe hervorrufen.“ Hallams Aussage läuft parallel zur Bemerkung des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland: „Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in unserer über 1000-jährigen Geschichte.“ (Andrian Kreye, SZ 22.11.19)
Wir haben hier wieder ein Beispiel dafür vor uns, dass Rechts- und Linksextremisten, obwohl sie von ihrem Ursprung und ihren Zielen verschieden sind, doch politisch häufig in das gleiche Horn blasen. Der Fanatismus auf einem Feld behindert meistens auch die klare Erkenntnis auf anderen. „Extinction Rebellion“ ist diskreditiert. Bedauerlich für den Kampf gegen den Klimawandel.