In Christian Schneiders Biografie „Sahra Wagenknecht – Die Biografie“ ist zu lesen, dass der Rückzug von Frau Wagenknecht aus der Politik hauptsächlich auf einen Burn out zurückzuführen ist. Das ist zu bedauern. Denn zweifellos ist Sahra Wagenknecht weit mehr als nur ein politisches Talent. Auch für jemand, der wie ich weithin mit ihr politisch nicht übereinstimmt. Ihrem Biografen hat Sahra Wagenknecht Zugang zu ihrem engsten Kreis gewährt. U.a. zu ihrer Mutter. In dem Buch bekennt Frau Wagenknecht, dass ihr durch ihre Krankheit die Grenzen ihrer politischen Fähigkeiten bewusst geworden seien. Sie könne zwar Menschen gewinnen, aber letztlich sei ihr das politische Handwerk fremd. „Also, den Apparat zu beherrschen, das liegt mir nicht. Die Fraktion zu führen, das macht eigentlich Dietmar Bartsch. Und das gehört ja eigentlich zur Politik: Leute zusammenholen, zu strukturieren, mit Leuten umzugehen.“ (SZ 12.9.9)
Sahra Wagenknecht ist wissenschaftlich hochqualifiziert und eine exzellente Goethe-Kennerin. Das hat sie u.a. bewiesen in ihrer Rezension von Rüdiger Safranskis „Goethe – Kunstwerk des Lebens“ in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) vom 27. Oktober 2013, S. 46. Bitte, vergessen wir das nicht.