Carl Benedikt Frey ist als Roboterexperte Mitarbeiter an der Oxford University. Er schreibt (SZ 22.8.19):
1. 1924 waren die Lampenanzünder in den westlichen Großstädten ein Opfer von Thomas Edisons Glühbirne geworden. Sie hatten ihren Arbeitsplatz verloren.
2. Neue Technologien (wie die Digitalisierung) bringen Vorteile für die Gesellschaft. Es gibt aber immer auch Verlierer.
3. Die um 1770 beginnende industrielle Revolution brachte Maschinen und Fabriken anstelle von Handwerksbetrieben.
4. Das Wirtschaftswachstum hat sich seither alle 50 Jahre verdoppelt.
5. Auch heute ist die Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen durch Automatisierung völlig berechtigt.
6. Bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts ermöglichten gewöhnliche Fabrikjobs den Arbeitern einen bürgerlichen Lebensstil.
7. In den USA sind dort die sozialen Probleme und die Unzufriedenheit am größten, wo die Arbeitsplätze in der Produktion verschwanden.
8. Dort hauptsächlich gewinnt Donald Trump seine Stimmen.
9. In den USA befürworten 85 Prozent der Befragten Maßnahmen, die den Einsatz von Robotern über gefährliche Arbeiten hinaus einschränken.
10. 47 Prozent der US-amerikanischen Arbeitsplätze und 54 der europäischen könnten aufgrund der „künstlichen Intelligenz“ automatisiert werden.