Bundesfamilienministerin Franziska Giffey kandidiert nicht für den SPD-Vorsitz. Sie begründete ihre Entscheidung mit der anhaltenden Prüfung ihrer Doktorarbeit durch die Freie Universität Berlin. Zugleich kündigte Giffey an, ihr Ministeramt niederzulegen, falls ihr der Doktortitel aberkannt werde. Giffey gilt als pragmatische und sympathische Politikerin, die im Kabinett auch große Sympathien bei Unions-Kollegen genießt (SZ 16.8.19).
Am Donnerstag hatten Anna-Lena Scholz und Martin Spiewack (Die Zeit 15.8.19) in einer längeren, sauber recherchierten Geschichte noch geschrieben: „Gäbe es ein Plagiatometer, läge Giffeys Wert irgendwo im unteren Drittel der Skala – weit entfernt von zu Guttenberg und irgendwo auf der Höhe der Fälle Schavan, von der Leyen und Steinmeier. Die ehemalige Bundesministerin Schavan hat ihren Titel verloren; von der Leyen und Steinmeier kamen mit mahnenden Worten ihrer Universität davon.“
Die Spitzenkandidaten-Suche belastet die SPD. Olaf Scholz und Stephan Weil kneifen. Die Tandem-Kandidatur von Gesine Schwan und Ralf Stegner ist ein Witz.