2441: KKR steigt bei Springer ein.

Der US-Finanzinvestor KKR steigt bei der Axel Springer SE ein. Damit sollen Wachstum und Investitionsvorhaben gesichert werden. Daran hält Springer trotz sich eintrübender Konjunktur fest. KKR wird für sämtliche ausstehende Springer-Aktien ein Gebot von 63 Euro je Aktie abgeben. Dem Angebot liegt eine Bewertung der Verlagsgruppe von 6,8 Milliarden Euro zugrunde.

Verlagserbin Friede Springer behält ihren Anteil von 42,6 Prozent. Vorstandschef Mathias Döpfner seinen Anteil von 2,8 Prozent. Was die Springer-Enkel Axel Sven und Ariane vorhaben, ist noch nicht klar. Sie halten einen Anteil von rund zehn Prozent. Springer gilt als einer der größten Digitalverlage Europas und gibt „Bild“ und „Welt“ heraus. Friede Springer: „Unsere journalistischen Prinzipien und unsere Unternehmenskultur bleiben die Grundlage, auf die wir bauen und in die wir vertrauen. KKR wäre ein guter Partner, der dies genau so sieht und mit dem Axel Springer die nächsten bedeutenden Schritte vollziehen könnte.“

Die Investitionsvereinbarung sieht vor, dass Axel Springer weiterhin in der Rechtsform einer europäischen Aktiengesellschaft SE geführt wird. Der Vorstand soll unverändert bleiben. Ebenso wird der Aufsichtsrat unter Führung des Vorsitzenden Ralph Büchi aus neun Mitgliedern bestehen. Der Springer-Vorstand erhofft sich vom KKR-Einstieg zusätzliche Mittel für die „Transformation zu einem digitalen Medienkonzern“ und für weitere Übernahmen. Mittlerweile erwirtschaftet Springer 74 Prozent des Umsatzes in digitalen Geschäften wie Business Insider und dem Jobportal Stopstone. Springer hat 16.350 Mitarbeiter und einen Konzernumsatz von 3,2 Milliarden Euro (Sibylle Haas, SZ 13.6.19).

 

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