Die Ministerpräsidenten der drei deutschen „Autoländer“ Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen, Markus Söder (CSU), Winfried Kretschmann (Grüne) und Stephan Weil (SPD) haben auf der Bundespressekonferenz ihre gemeinsamen Ziele formuliert. In ihren Bundesländern sind die Automarken Mercedes, BMW, Volkswagen, Porsche und Audi angesiedelt. Die Ministerpräsidenten empfinden diese Firmen als die „größte Automobilwirtschaft der Welt“. Es geht um Mobilität und Arbeitsplätze. Dazu legten die Ministerpräsidenten ein gemeinsames dreiseitiges Papier vor. Das Automobil werde in den nächsten Jahren neu erfunden werden.
Söder, Kretschmann und Weil wollen den Wirtschaftsfaktor Auto mit der Moderne versöhnen. Kretschmann: „In Zukunft werden vor allem Anbieter von Lösungen für eine emissionsfreie und klimafreundliche Mobilität Chancen im globalen Wettbewerb haben.“ Die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen enger kooperieren. Es geht dabei um eine „flächendeckende, länderübergreifende Ladeinfrastruktur“. Aber auch um gemeinsame Forschungsprojekte. Die ausländische Konkurrenz sei eine Herausforderung.
Die Bundesregierung sei bisher viel zu langsam vorangegangen. Söder: „Uns eint der Wille, die Zeitenwende der Automobilwirtschaft zu einer Erfolgsgeschichte zu machen für die Menschen, für unsere Unternehmen und für das Klima.“ Stephan Weil forderte die Zusammenführung von Umweltschutz und Arbeitsplatzerhalt (Eckart Lohse, FAZ 8.6.19).
Das geht in die richtige Richtung.