2266: Berufliche Bildung verbessern !

Vor fünf Jahren hat Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, der auch einmal Hochschullehrer an der Georgia Augusta gewesen war, den „Akademisierungswahn“ kritisiert. Damit meinte er, dass zu viele junge Leute in eine akademische Bildung gedrängt würden, auch solche, die deren Anforderungen kaum gewachsen seien. Darüber werde die berufliche Bildung vernachlässigt, die genau so wichtig sei. Jetzt hat Nida-Rümelin im Interview mit Nadine Bös (FAZ 19./20.1.19) den „Wahn“ für beendet erklärt.

FAZ: An der Qualität der Berufsschulen gibt es aber auch einiges zu bemängeln.

Nida-Rümelin: Das stimmt. Die starke Fokussierung auf den tertiären Sektor, also auf Hochschulbildung, hat dazu geführt, dass wir der beruflichen Bildung nicht genug Aufmerksamkeit schenkten. Die berufliche Bildung in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist unbestreitbar die beste der Welt; die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in diesen Ländern bezeugt das, und andere Länder versuchen, das nachzuahmen. Aber wir können nicht sagen: Alles gut, das kann einfach so bleiben.

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