In den Beirat des neuen Islam-Instituts der Humboldt-Univerität Berlin sind nur Vertreter von konservativen – und Scharia-Islamverbänden berufen worden. Die Studentenvertreter im akademischen Senat haben dagegen ein Gruppenveto eingelegt. Das Studentenparlament beschloss einstimmig, dass es kein Islam-Institut geben solle. „Ein Institut, an dessen Gründung reaktionär-konservative Islamverbände beteiligt sind, in diesem Fall sogar ausschließlich, ist inakzeptabel …“ Besonders gelte dies für eine Universität, die sich mit ihrem Leitbild „gegen jede Form von Diskriminierung, Intoleranz und kulturelle Selbstüberhöhung“ wendet und für die eine „Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Gesellschaft ein vorrangiges hochschulpolitisches Anliegen“ ist.
Der zuständige Politiker ist Berlins Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD).
Die bekannte Moschee-Gründerin Seyran Ates erinnert ihn daran, dass in diesem Beirat „Verbände am Tisch sitzen werden, die für ihre Arbeit gegen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung vom Verfassungsschutz beobachtet werden und die offen Antisemitismus in Deutschland verbreiten …“ (Regina Mönch, FAZ 7.7.18)