2007: Hilmar Hoffmann ist tot.

Mit 26 Jahren wurde Hilmar Hoffmann in Oberhausen zum Direktor der Volkshochschule ernannt. Dort begründete er die bald weltweit bekannten Internationalen Kurzfilmtage, die in den Jahrzehnten danach Filmkultur nach Deutschland brachten. Von 1970 bis 1990 war Hoffmann Kulturdezernent der Stadt Frankfurt. Das war seine große Zeit. Es wurden 15 neue Museen gegründet. Darunter das Museum für moderne Kunst, das Filmmuseum, das deutsche Architekturmuseum und die Schirn-Kunsthalle. In diese Zeit fällt der Wiederaufbau der Alten Oper. Wer wie ich am letzten Wochenende mit Christine und ehemaligen Klassenkameraden und deren Frauen am Frankfurter Museumsufer den Main entlang spaziert ist, passiert einen großen Teil von Hilmar Hoffmanns Lebenswerk. Außerordentlich sehens- und besuchenswert. Hoffmanns Arbeitsmotto war

Kultur für alle.

Er hat uns gezeigt, dass dies nicht Verflachung, Banalisierung und Kommerzialisierung bedeutet, sondern Öffnung. Von 1993 bis 2001 war Hoffmann Direktor des Goethe-Instituts. In dieser Zeit hatte er gegen die Sparpolitik von Bundesaußenminister Joschka Fischer zu kämpfen. Hilmar Hoffmann ist in Frankfurt gestorben (Thomas Steinfeld, SZ 4.6.18).

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