1883: SPD-Linke mag Olaf Scholz nicht.

Für einen Moment könnte es so erscheinen, als sei Olaf Scholz, der Hamburger erste Bürgermeister, in der SPD-Krise der ruhende Pol, der zum Rettungsanker der Partei werden könnte. Aber so einfach liegen die Dinge bei den Sozialdemokraten nicht.

Zwar war Scholz bereits Generalsekretär der Partei und Bundesarbeitsminister, er hat der SPD in Hamburg 2011 die absolute Mehrheit erkämpft und führt seit 2015 die rot-grüne Koalition erfolgreich. Aber er war und ist bei der SPD-Linken unbeliebt, besonders als Generalsekretär. Scholz‘ größter Fehler war es, den G 20-Gipfel (gemeinsam mit der Bundesregierung) nach Hamburg zu holen und dann dem Versagen der Polizei angesichts der kriminellen Gewalttaten linker Chaoten nur zusehen zu können.

Zwar ist der 59-jährige Politiker, der als Anwalt das Arbeitsrecht als sein Spezialgebiet hatte, er kennt also auch die Arbeitswelt, extrem vernunftgeleitet, rhetorisch versiert und politisch erfahren. Das wird ihm gerne als Arroganz ausgelegt. Scholz soll Finanzminister werden, er ist dezidiert machtbewusst und strebt das Bundeskanzleramt an. Das kann in der SPD nicht gutgehen.

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