1760: Atomwaffen – nicht ächten !

Der Bonner Emeritus für Politikwissenschaft, Christian Hacke, beschäftigt sich mit der Rolle von Atomwaffen in der Weltpolitik (SZ 15.11.17). Ich fasse seine Argumente in zehn Punkten zusammen:

1. Der Friedensnobelpreis für die Anti-Atom-Organisationen ist moralisch verständlich, aber politisch irreführend.

2. Die konventionelle Abschreckung ist gescheitert, das zeigt insbesondere die Zeit zwischen 1914 und 1945.

3. Der kalte Krieg hat dafür gesorgt, dass es keinen Krieg gab.

4. Die Atommächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich wollen nicht auf Atomwaffen verzichten. Israel besitzt bald die Zweitschlagsmentalität. Und Indien, Pakistan und Nordkorea halten an ihren Atomwaffen fest.

5. Der Trend zur Weiterverbreitung von Atomwaffen ist stärker geworden.

6. Die Mächte, die über Atomwaffen verfügen, genießen Prestige. Sie haben die Waffen zur eigenen Sicherheit. Gerade Diktaturen wie Russland und China versuchen, sich mit Hilfe von Atomwaffen zu festigen.

7. Demokratische Nuklearmächte schrecken nukleare Diktaturen ab und sorgen für ein globales Gleichgewicht.

8. Eine Abschaffung der Atomwaffen (die de facto nicht möglich ist) würde den konventionellen Rüstungswettlauf wieder anheizen.

9. Die Vision von der atomwaffenfreien Welt würde den freien Westen schwächen, autoritäre Regimes stärken und die stabilisierende Rolle von Atomwaffen negieren.

10. „Abgestufte Abschreckung unter Einbeziehung strategischer und taktischer Nuklearwaffen bleibt für die Stabilität und das Gleichgewicht der Weltpolitik auch im 21. Jahrhundert unverzichtbar.“

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