Wegen fehlender Mittel für Investitionen wächst der Druck auf Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), die Schuldenbremse für kommendes Jahr auszusetzen. „Deutschland droht durch Preis- und Zinssteiegerungen, durch Abwanderung von Unternehmen und durch Engpässe bei Fachkräften eine sich verschärfende wirtschaftliche Lage“, sagte die Berliner SPD-Chefin und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. Führende Ökonomen unterstützen zumindest ein befristetes Aussetzen. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, nennt die Schuldenbremse „schädlich“. Für die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, wäre an ein Aussetzen zu denken, wenn der Staat den Wohnungsbau und die energetische Gebäudesanierung vorantreiben würde (SZ 7.8.23).