3513: Bayerischer Minister gegen das Impfen

Hubert Aiwanger ist Vorsitzender der „Freien Wähler“ in Bayern, Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident. Er ist nicht nur privat gegen das Impfen und selbst ungeimpft. Er ist sich nicht sicher, ob nicht doppelt Geimpfte durch Nachlässigkeit beim Testen das Virus weiterverbreiten. Er hat von „massiven Impfnebenwirkungen“ gehört. Er sprach von einer „Apartheidsdiskussion“  zulasten Ungeimpfter. Er will mit den „freien Wählern“ in den Bundestag und muss dazu die Fünf-Prozent-Hürde überspringen. Er sagt: „Die CSU hat offenbar Angst vor einem schlechten Bundestagsergebnis und greift deshalb ohne Not den eigenen Koalitionspartner an.“

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) greift seinerseits Aiwanger und die „freien Wähler“ an. „Er wandelt auf einem schmalen Grat.“ Wer glaubt, „sich bei rechten Gruppen und Querdenkern anbiedern zu können, verlässt die bürgerliche Mitte und nimmt am Ende selbst Schaden.“ (Timo Frasch, FAZ 31.7.21)

Also große Uneinigkeit in der bayerischen Regierung. Wir bekommen den Eindruck, dass Markus Söder die ganze Mannschaft nicht mehr wirklich im Griff hat. Es rächt sich jetzt, dass die CSU sich über lange Zeit nicht klar genug von der AfD, Querdenkern und „freien Wählern“ abgegrenzt hat.

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