Seit 2014 leisten muslimische Uiguren Zwangsarbeit in der autonomen Provinz Xinjiang bei der Baumwollernte. Das gehört zum Programm von Parteichef Xi Jinping. Nach staatlichen Angaben wurden jedes Jahr 350.000 Menschen dorthin entsandt. Minderheiten in Lohnarbeit unterzubringen, ist ein Kernelement der staatlichen Strategie. Bei den Uiguren will man anscheinend auch ethnische Unruhen vermeiden. Die meisten von ihnen leben in Umerziehungslagern und werden einer Indoktrination durch die KPC unterzogen. Das Programm dient angeblich zur Armutsbekämpfung. Viele der Uiguren leben in ständiger Amgst vor staatlichen Übergriffen. Diese Erkenntnisse stammen aus Augenzeugenberichten, von Satellitenbildern und aus amtlichen staatlichen Regierungsdokumenten. Deutsche Firmen, welche aus dem Programm Material erhalten, sind Hugo Boss, Adidas, s.Oliver, Gerry Weber und kik (Lea Deuber, Christoph Giesen, SZ 16.12.20).
Wie es da mit einem deutsch-chinesischen Investitionsabkommen steht, das noch unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zustande kam, ist die Frage (Michael Bauchmüller, Lea Deuber, Björn Finke, SZ 31.12.20/1.1.21).