2965: USA ziehen 12.000 Soldaten ab.

Die USA ziehen 12.000 von 36.000 Soldaten aus Deutschland ab. Das ist militär-strategisch zwar falsch, aber es geht gar nicht um Strategie, sondern Donald Trumps Wahlkampf. US-Verteidigungsminister Mark Esper war dazu eingeteilt, das Ganze politisch-diplomatisch zu verkleistern. Auch er bezieht sich darauf, dass Deutschland nicht 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung ausgibt, sondern 1,38.

Das militärische Hauptquartier wird von Stuttgart nach Mons/Belgien verlegt (Christian Zaschke, SZ 30.7.20). Alles nicht so schlimm. Eine Verlegung nach Polen wäre wegen des russischen Aggressors sogar sinnvoll gewesen. Aber wir können bei der Verfassung von Trumps Wählerschaft nicht einmal wissen, ob sie überhaupt weiß, wo Polen liegt. Die Hauptleidtragenden des Vorgangs sind die deutschen Zivilangestellten der USA. Darum kümmert sich nun die deutsche Politik.

Die US-Truppenverlegung soll angeblich binnen Wochen vor sich gehen. Das ist unmöglich. Außerdem wird sie sehr teuer. Das ist Trump alles egal. Tatsächlich ist es so, dass die EU sich von den USA militärpolitisch lösen muss. Da müssen dann noch mehr als zwei Prozent unserer Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgegeben werden. Die linken Pazifisten wollen das nicht (Grüne, Linke). Aber während die Grünen noch einigermaßen glaubhaft erscheinen, sind die Linken moralisch verkommen. Sie verteidigen nämlich die russische Annexion der Krim.

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