Mehr als 500 Journalisten und Kirchenvertreter haben in einem offenen Brief den Erhalt der Evangelischen Journalistenschule (EJS), Berlin, gefordert. Anscheinend ist beim Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) deren Bestand gefährdet. Bei der Kirche ist das Geld knapp. Unterschrieben haben u.a.
Anne Will, Pinar Atalay, Caren Miosga, Carolin Emcke, Ingo Zamperoni.
Das sagt wohl alles. Nie ist es eine so kompetente und unabhängige Schule wie die EJS so wichtig gewesen wie heute. Und vieles von dem, das wir gerne wie selbstverständlich nehmen, ist nicht selbstverständlich. Auf dem Gebiet des freien Journalismus hat die evangelische Kirche größte Verdienste.
Bei der Verabschiedung des 13. Jahrgangs 2021 sagte der SZ-Journalist Heribert Prantl: „Kirche ist eine Gemeinschaft, die vom Wort lebt wie keine andere. Sie darf nicht sprach- und sprechunfähig werden. Also braucht es diese Journalistenschule.“ (Clara Lipkowski, SZ 16.3.22)